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Just Dance 2018 – Test / Review

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Veröffentlicht 31. Oktober 2017 | 16:43 Uhr von Alexander Winkel

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Just Dance ist nach Assassin’s Creed die erfolgreichste Marke des französischen Publishers Ubisoft und somit ist das jährliche Update nicht wirklich verwunderlich. In Just Dance 2018 werden das Hauptspiel sowie die Kids-Varianten vereint und ganz nebenbei einige mehr oder weniger sinnlose Modi über Bord geworfen. Dieses Jahr liegt der Fokus rein auf Tanzen und das macht der Titel seit langem schon richtig gut.

Just Dance ist ein klassisches Tanzspiel welches seinen Ursprung auf der Nintendo Wii und somit in der aktiven Bewegungssteuerung hatte. Heute nutzt ihr Dank Microsoft Kinect oder auf dem Sony Pendant die Kamera, oder greift einfach zum Smartphone und aktiviert dort die passende Sensor-App dazu. Letzteres sorgt schlicht dafür, dass Just Dance 2018 auf jedweder Plattform zuhause ist und ein jeder sofort einsteigen und das Tanzbein schwingen kann. Wie eh und je setzt die Reihe mehr wert auf Choreographien als auf simple Moves, wobei sich wiederholende Bewegungen ebenso zum Repertoire gehören wie akrobatische Tanzeinlagen, die selbst in Tanzschulen für Entzücken sorgen würden. Bierernst nimmt sich der kunterbunte Spaß jedoch nicht. Allein die knallige Aufmachung mit gezeichneten Hintergründen und den schrillen Videos sorgt bereits für Partystimmung. Mitmachen und Spaßhaben, da muss nicht jeder Schritt passen. Vielleicht ein Grund warum Ubisoft bis heute auch auf einen Trainingsmodus verzichtet.

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Vierzig neue Songs wurden ins Spiel gepackt, die wieder ein breites Spektrum an Genres spiegeln und auch wieder verteilt über ganze Epochen der Musikgeschichte sind. Ihr findet Klassiker wie „Footlose“, „Daddy Cool“ oder „Another One Bites The Dust“ wie auch moderne Songs von Bruno Mars oder Shakira. Selbst schweißtreibende Beatstampfer von KSHMR fehlen nicht. Grundsätzlich variieren auch die Choreographien entsprechen der musikalischen Vorgaben. Von lateinamerikanischen Rhythmen mit heftigem Hüftschwung, bis hin zu wahren Fitness-Übungen ist alles dabei und fordert den Spieler, sofern einem die Wertung wichtig ist. Die von uns getestete Xbox One Version macht eine recht gute Figur, wobei hin und wieder Songs dabei sind, bei denen Kinect eher schlecht als recht auswertet, während bei anderen eine Superstar- oder gar neue Megastar-Wertung geradezu mit dem linken Bein errungen wird.

Spieltechnisch legt Just Dance 2018 den grundlegenden Fokus auf ein schnelles Spiel. Die Hälfte aller Songs steht in einer Liste von Anfang an zur Verfügung, die andere schaltet sich relativ schnell zusätzlich frei. Wer sich den Aboservice Just Dance Unlimited gönnt, bekommt weitere 300 Songs in der mit Suchlisten und unterstützenden Kategorien eingeteilten Liste hinzugefügt und hat die Qual der Wahl. Prinzipiell gibt es nur ein Ziel: Einfach einen Titel wählen und loslegen. Bis zu sechs Teilnehmer dürfen dabei ihr Tanzbein über das Parkett schwingen und ihr Können unter Beweis stellen. Vorsicht bei Kinect, es wird zum Schluss wieder das eine oder andere witzige Beweisvideo geben, was zur allgemeinen Erheiterung einer illustreren Gesellschaft führen wird. Ist die Schadensfreude der Schaulistigen abgeklungen, kehrt ihr in die Songauswahl zurück und sucht schlicht und ergreifend den nächsten Partyhit, zu dem abgefeiert wird.

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Sieht man von einer eher schlichten Challange-Variante, dem Dance Lab mal ab, bietet uns Just Dance 2018 genau das, was der Titel liefern soll und so gekonnt schon im Namen präsentieren: einfache tanzen! Zahlreiche Abarten von Modi, die uns in der Vergangenheit immer wieder einen Hauch von Abwechslung bescherten, fielen dem Rotstift gnadenlos zum Opfer. Keine Herausforderungs-Duelle gegen andere Spieler mehr, keine dubiosen Aliens, deren Batterie durch das Tanzen aufgefüllt wird und auch kein Dance Quest mehr – all den Schnickschnack hat Ubisoft rigoros gestrichen und den Titel dadurch gewaltig entschlackt. Geblieben ist uns immerhin der World Dance Floor, der Onlinemodus von Just Dance. Hier werden die Songs und Bedingungen vorgegeben und ihr liefert entsprechende Ergebnisse, welche dann weltweit mit allen derzeit online befindlichen Teilnehmern verglichen werden. Witzige Team-Duelle oder Bossfights sorgen dabei für ein wenig Varianz im ansonsten eher tristen Ablauf des Onlinemodus.

Neu jedoch sind die Challenges, die über das Profil eingesehen werden können. Ihr bekommt täglich kleinere Aufgaben gestellt, die es zu erfüllen gilt. Einige sorgen dafür, dass gewisse Möglichkeiten und Optionen im Spiel aufgesucht werden und ihr somit Just Dance 2018 kennenlernt. Andere wiederum zwingen euch dazu, bestimmte Songs oder Kategorien zu spielen. Immerhin sorgen die Aufgaben für zusätzliche Motivation und drängen den Spieler auch mal dazu, etwas anderes auszuprobieren oder her ungeliebte Dinge mal in Angriff zu nehmen. Darüber hinaus hat Ubisoft eine weitere Just Dance Reihe nun in den Hauptableger integriert. Für die Kids gibt es eine Extrauswahl. Hier wertet das Spiel nicht nur freundlicher und vor allem mit bunten Regenbogen, es wird auch nur eine bestimmte Auswahl an Songs und zusätzliche Kinderlieder angeboten. Zumeist sind es witzige Songs, Klassiker oder eben Filmhits von Disney und Co. Alles, worüber sich die Kids freuen werden. Dazu passend sind auch die Choreographien gestaltet, die oftmals von Tieren lustig präsentiert werden. Sicherlich eine nette Dreingabe vor allem für Haushalte, wo auch mal die Kids alleine Just Dance spielen möchten. Der Modus ist freundlicher und jeder wird hier seinen Spaß haben, da Just Dance auf schlechte Wertungen zum Beispiel verzichtet.

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Getestete Version: Xbox One

Unser Fazit

75 %

Auch der 2018er Ableger macht Spaß wie eh und je. Wer bereits Just Dance gespielt hat, weiß jedoch genau, was auf ihn zukommt. All diejenigen, die bisher jeden Ableger ins Regal gestellt haben, können natürlich wieder bedenkenlos zugreifen, um einige neue Songs spielen zu können. Das Gameplay ist unverändert und funktioniert meist recht gut. Manche Moves werden jedoch mal wieder schlechter erkannt als andere und insgesamt wurde der Fokus deutlich mehr auf reinen Partyspaß gelegt. Sämtliche unnötige Spielmodi wurden entfernt. Es gilt schlicht einen Song zu wählen und zu tanzen. So und nicht anders lautet die Devise 2018. Kleiner Ersatz für die Streichungen sind Herausforderungen, die parallel erledigt werden können. Der World Dance Floor ist uns jedoch erhalten geblieben und speziell für die Kids hat Ubisoft eine gesonderte Variante ins Spiel integriert, die farbenfroher und freundlicher daher kommt und eine spezielle auf Kindersongs und Klassiker reduzierte Liste beinhaltet.

Pro

  • + Kids-Modus liefert eine gesonderte Songliste und ist freundlicher gestaltet
  • + Vierzig neue Songs (plus Just Dance Unlimited Abo)
  • + Entschlackung und Reduktion auf das Wesentliche: Einfach Songs tanzen
  • + Kleine Herausforderungen gilt es parallel zu erfüllen, die durchaus motivieren, was anderes zu machen
  • + Inklusive Onlinemodus namens World Dance Floor

Kontra

  • - Knallbunte Optik gefällt sicherlich nicht jedem
  • - Choreographien sind teils sehr anspruchsvoll und dennoch gibt es kein Trainingsmodus
  • - Für viele ist es nur eine Erweiterung mit 40 neuen Songs

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
75 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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