Just Dance 4 - Test / Review - insidegames

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Just Dance 4 – Test / Review

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Veröffentlicht 7. November 2012 | 23:41 Uhr von Sandra

Just Dance 4 - Slider Pic

Die Sparte Tanzspiele für Konsole ist, sagen wir mal so, recht weit gekommen. Für den Anfang waren es einfache Rhythmus-Spielchen, bei denen Tasten am Joypad im Takt gedrückt wurden, dann kamen die Tanzmatten und Platten und inzwischen ist dank PS3 Move, Nintendos Wii-Mote sowie Xbox 360 Kinect aus dem „wir spielen mal Tanzen“ sowas wie richtiges Tanzen geworden. Videostimmige oder auch frei erdachte Choreografien zu mehr oder weniger bekannten Songs inklusive variabler Schwierigkeitsgrade sorgen nicht selten für satte Schweißperlenbildung auf der Stirn. Gleichwohl das Angebot noch etwas vielfältiger sein könnte, zu wenige trauen sich offenbar an dieses Genre, gibt es zwei große Platzhirsche in Sachen „Dancing in the Wohnzimmer“. Nachdem wir euch unlängst Dance Central 3 empfohlen haben, folgt heute Just Dance 4, dem wir mit Hüftschwung und Pirouette auf den Beat gefühlt haben.

We want to „move like Jagger“
… um die “Time of my Life” zu erleben, und wenn dazu noch “Mr. Saxobeat” alles gibt,  dürfte der „Final Countdown“ noch weit weg sein. „So what“ könnte man jedoch auch denken und mit dem „Time Warp“ die „Good Feelings“ aufspüren, bis die „Maneater“ kommen und mit „Crucified“ das Ende einläuten.

Ihr fragt euch sicher was das soll?! Nun, einfach mal die Trackliste aufzählen und die Songs benennen die in Just Dance 4 zum rhythmischen Abhotten zur Verfügung stehen, dass kann doch wahrlich jeder. Einfach mal andere Wege gehen lautet daher das Credo, wenngleich das leider nur für unsere Text-Ideen gilt. Just Dance 4 hingegen bedient sich seiner eigenen Roots, sprich den Gepflogenheiten, die man seit dem ersten Teil kennt – und wohl größtenteils auch schätzt (gültig für die Fans der Reihe). Positiv hervorzuheben gilt allemal, dass Ubisoft die Menüführung deutlich verbessert hat. War es in den vorigen Teilen partiell mit Kinect eine wahre Sisyphus-Aufgabe Auswahlen zu treffen, ist der Kleinkram großen Symbolen und simplen Gesten gewichen. Schade wiederum, dass man keine effektive Such- bzw. Auswahlfunktion an sich hat. Wenn ihr wisst wo sich der Song befindet, super – habt ihr jedoch keine Ahnung, heißt das erst mal durchblättern. Gottlob sind es „nur“ 44 Songs, die mit Just Dance 4 geboten werden. Ergänzungen durch Downloads oder dergleichen sind, anders als bei der Dance Central 3 zum Beispiel, nicht gegeben. Nichts desto weniger kann sich die Songauswahl an sich sehen lassen: Chartklopper wie der Ohrwurm „Call my maybe“ von Carley Ray Jepsen oder „On the Floor“ von J. Lo feat. Pitbull sind ebenso vertreten wie diverse Klassiker der Musikgeschichte. Dazu gehören natürlich der aus der Rocky Horror Picture Show bekannte Song „Time Warp“ oder auch Elivs mit seinem „Jailhouse Rock“. Nach unserem Ermessen sollte die angebotene Musik- und damit Tanzpalette für jeden Gehörgang das Richtige bieten.

An die Hüften, fertig, los gewackelt!
Just Dance 4 Der Einstieg in Just Dance 4, selbst als Erstlingstäter ist denkbar einfach gestaltet, gleichwohl wir schlichtweg kritisieren müssen, dass ein Übungs- oder Erklärungsmodus, bzw. ein Trainingsbereich nicht vorhanden ist. In diesen Belangen hat Dance Central (1-3) klar die Nase vorne, denn nicht jeder, der sich in Sachen virtuellem Wohnzimmer-Tanz ertüchtigen möchte, kann ein Chris Brown, Paula Abdul oder gar Quest Crew Level vorweisen. Manches Mal ist es hilfreich zu wissen was man tun soll, damit der Spaß an sich nicht zu kurz kommt. Ergo heißt es den Blick auf den Bildschirm heften und den Bewegungen, die gewohnt rechts unten ins Blickfeld einfahren Spiegelgleich nachzumachen. Schade finden wir, dass oft nicht klar ersichtlich ist, warum es z.B. nur ein „gut“ und kein „perfekt“ gegeben hat. Ebenso sind manche Bewegungsabläufe des Piktogramms nach wie vor, sozusagen eine Schwäche der Just Dance-Serie, nicht einwandfrei erkennbar. Nützlich wäre zudem eine gewisse Form des Feedbacks, um zu wissen, wie man das eine oder andere besser machen kann. Doch wie sagt ein Sprichwort so schön: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ergo heißt es üben, üben und nochmals üben, bis die Schritte und Bewegungsabfolgen sitzen! Positiv aufgefallen sind uns dafür wieder die vielen verschiedenen Choreografien, die sich nicht nur grundsätzlich sehen lassen können, sondern auch über weite Teile schlichtweg überzeugen. Geboten werden u.a. aus den betreffenden Videos bekannte Tanzschritte und Abfolgen. Alternativ gibt es passend auf den Künstler abgestimmte Bewegungen. Jedoch gibt es die Jungs und Mädels der Hits und Musikvideos nicht zu sehen; Dafür wieder die gewohnt bunt, leicht schrillen Umgebungen sowie herrlich farbig kostümierte Tanzfigürchen.

Von nichts kommt nichts!
Just Dance 4 Wer Just Dance 4 zu spielen beginnt, wird zunächst nur eine wirkliche Option, abgesehen vom „Sweat-Modus“ (eine Art Fitness-Modus), zur Auswahl vorfinden. Die eigentlich zahlreichen anderen Spielmodi gilt es erst in schweißtreibender Arbeit freizu“tanzen“, bzw. die damit gekoppelten Mojo-Levels zu erreichen. Bei jedem Song, den ihr tanzt, gibt es eine Sterne-Wertung. Zu dieser gesellen sich noch Punkte, die ihr für das Erledigen von Extraaufgaben passend zum Song / zum Tanz erhaltet. Alles zusammen bildet die Basis für die sogenannte Mojo-Wertung, mit der ihr gesamt euren Level-Aufstieg füttert. Erreicht ihr ein neues Mojo-Level, wartet das Glücksrad auf euch. Dreht dieses und holt euch auf diese Weise u.a. neue Choreografien oder auch Spielmodi. Empfehlen können wir an dieser Stelle z.B. den neuen „All-New-Battle-Modus“ in dem ihr, fast schon wie bei einem Beat’em Up, gegeneinander kämpft – nur eben nicht mit den Fäusten, Schlagfolgen und dergleichen, sondern mit besonders gut ausgeführten Bewegungen und Moves. Seid ihr über weite Strecken besser, rhythmischer, akkurater als euer Gegner, ziehen sich auf diese Weise Lebenspunkte ab. Habt ihr eurem Widersacher die gesamt fünf Lebenspunkte abertanzt, seid ihr der Sieger.

Seid ihr mehr als zwei Spieler, z.B. vier angehende Tänzer, dann könnt ihr genauso vor Kinect treten und zeigen was ihr drauf habt. Das Coole an der Geschichte ist, dass jeder von euch dann einen eigenen Part in der ganzen Choreografie hat. Auch mit von der Partie sind der klassische Duett- sowie Tanz-Mash-Up-Modus, in dem über 45 Tanzchoreografien darauf warten von euch erlernt zu werden.

Last not lest ist auch die Variante, dass Just Dance 4 die Kinect Kamera nutzt und von Zeit zu Zeit einige Aufnahmen macht mit an Board. Aufgezeichnet werden verschiedene Tanzmomente, die dann – wie aus den Vorgängern bekannt – im Autodance-Feature verwendet werden können. Bekanntlich lassen sich damit Mini-Videos erstellen. Wer darauf keinen Bock hat, schaltet diese Funktion einfach im Optionsmenü aus.

Komplette Trackliste Just Dance 4:
2 Unlimited – Tribal Dance; A.K.A – Hot For Me; Alexandra Stan – Mr. Saxobeat; Anja – Crazy Little Thing; Army of Lovers – Crucified; Barry White – You’re The First, The Last, My Everything; Bill Medley & Jennifer Warnes – (I’ve Had) The Time of My Life; Blu Cantrell – Hit ‘Em Up Style; Boys Town Gang – Can’t Take My Eyes Off You; Bunny Beatz – Make The Party (Don’t Stop); Carly Rae Jepsen – Call Me Maybe; Dancing Bros – Everybody Needs Somebody To Love; Elvis Presley – Jailhouse Rock; Europe – The Final Countdown; Emma – Cercavo Amore; Flo Rida – Good Feeling; Halloween Thrills – Time Warp; Hit The Electro Beat – We No Speak Americano; Jennifer Lopez feat. Pitbull – On The Floor; Justin Bieber feat. Nicki Minaj – Beauty and a Beat; Kat DeLuna feat. Busta Rhymes – Run The Show; Las Ketchup – Asereje (The Ketchup Song); Marina and The Diamonds – Oh No!; Maroon 5 ft. Christina Aguilera – Moves Like Jagger; Nelly Furtado – Maneater; Nicki Minaj – Super Bass; One Direction – What Makes You Beautiful; Panjabi MC – Beware Of The Boys (Mundian To Bach Ke); Pink – So What!; Rick Astley – Never Gonna Give You Up; Ricky Martin – Livin’ la Vida Loca; Rihanna – Disturbia; Rihana feat. Jay-Z – Umbrella; Sammy – Some Catchin’ Up To Do; Selena Gomez and the Scene – Love You Like A Love Song; Sergio Mendes & The Black Eyed Peas – Mas Que Nada; Skrillex – Rock’n Roll (Will Take You To The Mountain); Stefanie Heinzmann – Diggin’ in the dirt; Stevie Wonder – Superstition; The Blackout Allstars – I Like It; They Might Be Giants – Istanbul; The Girly Team – Oops!… I Dit It Again; The B-52′s – Rock Lobster; Will Smith – Wild Wild West

Unser Fazit

80 %

Just Dance 4 bietet gewohnte und bekannte Tanz-Kost fürs heimische Wohnzimmer und Fans der Serie werden damit sicher nicht enttäuscht werden. Das Angebot an Musik stimmt, gleichwohl sicher viele Songs speziell bei der jüngeren Tanz-Garde gar nicht bekannt sein dürften. Dennoch handelt es sich bei vielen dieser Tracks um große Hits, Klassiker, die zudem mehr als rhythmisch als auch gut tanzbar sind. Die dazu erdachten und nachzutanzenden Choreografien sind vielfältig, abwechslungsreich, überzeugen und sind selbst für Tanzmuffel nach einer gewissen Übungszeit erlernbar. Nichts desto weniger hat Just Dance 4, gerade im direkten Vergleich mit dem Überflieger Dance Central 3, einen gravierenden Nachteil: Es fehlt ein Übungs- und/oder Trainingsmodus und auch eine Feedback-Option wäre wünschenswert gewesen. Ansonsten geht das Angebot (Songs, Choreografien, Spiel-Modi, Optionen) durchaus in Ordnung. Davon abgesehen, dass Just Dance 4 ein Party-Spektakel ist, bzw. sich als solches versteht, und das vor allem seine Stärke im Mehrspieler bietet. Hinzu kommt, dass Just Dance 4 auch mal deutlich großzügiger verzeiht, wenn nicht ganz korrekt tanzt, so dass eventuell Frust-Momente nicht so häufig vorkommen wie vielleicht beim Dance Central Kollegen, das weit mehr auf Genauigkeit setzt. Ergo ist Just Dance 4 genau das Tanzspiel für alle jene, bei denen Spaß an erster Stelle steht - allein oder, noch besser, in der Gruppe!

Pro

  • + ordentliche Songauswahl (Klassiker bis Charthits)
  • + abwechslungsreiche Choreografien
  • + viele Spielmodi (u.a. Battle-Modus)
  • + verbesserte Menüführung
  • + bis zu vier Spieler können zusammen tanzen
  • + coole, bunte, poppige Optik
  • + Aufnehmen von Songs möglich inkl. Teilen dieser Videos
  • + größzügige Bewegungserkennung

Kontra

  • - keine Option ergänzende Songs/Tänze einzuspielen (DLC, etc.)
  • - kein Trainings- bzw. Übungsmodus
  • - kein Feedback, keine Fehleranzeige / Korrektur
  • - partiell sind die Bewegungen der Piktogramme schlecht erkennbar
  • - nur zwei Schwierigkeitsgrade (einfach / normal)
  • - Bewegungserkennung lässt sich manches Mal überlisten

Unsere Bewertung

Grafik
 
81 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
78 %
Gameplay
 
81 %
Multiplayer
 
83 %
Spielspaß
 
82 %

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