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Killer is Dead – Test / Review

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Veröffentlicht 26. September 2013 | 21:56 Uhr von Ronny

Letzte Änderung 29. September 2013

Killer is Dead - Logo

“Killer is Dead” ist die neuste bluttriefende Schnetzelorgie aus der Schmiede von Grasshopper Manufacture und Kadokawa Games. Man übernimmt die Rolle des Frauenhelden Mondo Zappa, ein Meister des Katana und kaltherziger Söldner mit Stil. Ob es sich hierbei nur um eine schrilles Farbenfeuerwerk aus Japan oder doch eher um einen geschickt zusammengeführten Action-Slasher handelt, erfahrt ihr bei uns im Review.

Böses Erwachen

Ein Anruf auf seinem Handy weckt Mondo Zappa aus dem Schlaf. Ein paar wenige Worte am Apparat und schon ist das kurze Gespräch beendet. Kurz darauf ertönt die schrille Stimme seiner Mitbewohnerin und Partnerin Mika (Natürlich rein im geschäftlichen Sinne) und möchte wissen, ob sie die Zulassung für einen neuen Auftraggeber erhalten haben. Mondo bejaht dies für sich, muss aber für Mika verneinen. Diese bricht daraufhin fast in Tränen aus und Mondo nimmt sie als Assistentin mit zu dieser ominösen Firma.

Dort angelangt lernen wir unsere Chefs kennen. Bryan, ein muskulöser, breiter Cyborg. Seine sehr gelassene, und zum Teil auch verschwenderische Art mit den Firmenfinanzen machen Vivienne das Leben zur Hölle. Vivienne Squall ist eine vollbusige Blondine, mit der nicht gut Kirschen essen ist. Vivienne interessiert sich nur für den Gewinn einer Mission. Jeder der es auch nur wagen sollte, die Bezahlung auszulassen, wird von ihr belehrt, dass es besser gewesen wäre zu bezahlen. In einer kurzen Kennenlernphase wird klar, dass Mondo sein Gedächtnis verloren hat. Alles was er noch weiß ist, dass er schlafen gegangen ist und als er aufwachte, hatte er diesen Cyborg-Arm an seinem Körper. Schon kurz im Anschluss flattert unser erster Auftrag zur Tür herein. Nach kurzem Briefing wird auch schon Mondo zur Feuertaufe geschickt, und man beginnt seine erste Auftrags-Exekution.

Killer is Dead

So schnetzelt man sich über diverse Kontinente und sogar darüber hinaus. Doch alles gerät aus den Fugen, als Mondo auf David trifft. Dieser herrscht über den Mond und ihr wurdet von der “Mondkönigin” angeheuert, ihn zu exekutieren. Er habe ihr das zuhause gestohlen und alles für sich beansprucht. Kurz darauf fliegen wir zum Mond um David zu stellen. Schnell stellt sich heraus, dass Mondo kein unbeschriebenes Blatt für David ist. Im finalen Showdown unterliegt David zwar Mondo, aber der Cyborg-Arm von Mondo lässt diesen bewusstlos zusammensinken und David entkommt. Hier merken wir erstmals die Blutgier des Armes an sich, er scheint über ein eigenes Bewusstsein zu verfügen.

Nach dem Zusammentreffen mit David überkommen Mondo wirre Alpträume, in denen er allerdings seine Vergangenheit offen gelegt bekommt. Diese Alpträume lassen ihn immer wieder schweißgebadet aufwachen. Mondo liebt seinen Job und deswegen geht er auch weiterhin seinem Tagwerk nach. Er versucht seine Vergangenheit zu ergründen, seine Jobs zu erledigen und herauszufinden, was es mit diesem mysteriösen Cyborg-Arm auf sich hat.

Der Auftrag… Killer is Dead

Wie schon angetönt erzählt sich die Geschichte in Form von Aufträgen. So hält die Agentur insgesamt 12 Aufträge für euch bereit, wovon viele aber auch eine eigenständige Kurzgeschichte hätten sein können. Allesamt sind düster angehaucht und thematisieren Angst, Verlust, Trauer und die gute alte Liebe. Um für Abwechslung zu sorgen, haben die Entwickler noch 10 Nebenaufgaben, 20 Herausforderungen (Müssen erst “gefunden” werden) und 2 Gigolo Missionen für euch parat. Was letzteres ist, könnt ihr weiter unten nachlesen.

Killer is Dead

Während die ersten zwei Missionen mehr dem Tutorial gewidmet sind, geht in Mission drei dann endlich die Post ab. Da die Tutorials nur einmalig erscheinen und die Steuerung nicht ganz so einfach ist, sind wir anfangs ziemlich oft gestorben. Aber dies gab uns die Gelegenheit, Mika mal in Action zu erleben. Sobald ihr nämlich alle eure Kristalle aufgebraucht habt, hört euer Herz auf zu schlagen. Die einzige Möglichkeit, euch jetzt noch zu retten ist eine gekonnte Arschbombe Mikas, gefolgt von schnellem heftigen Brustkastentrommeln um die Pumpe wieder in Gang zu kriegen.

Die Steuerung ist einfach, hat es aber dennoch in sich. Grob erklärt sich die Steuerung wie folgt:

  • X-Taste / Viereck-Taste: Angriff mit dem Katana
  • Y-Taste / Dreieck-Taste: Block-Breaker. Mit dieser Attacke lassen sich Blocks durchbrechen
  • B-Taste / Kreis-Taste: Blocken / Kontern / Ausweichen
  • A-Taste / X-Taste: Interaktion mit Umgebung / Mitmenschen
  • LT / L2: Zückt die Subwaffe und visiert mit dieser
  • RT / R2: Feuert Subwaffe ab (wenn gezogen) / Adrenalinboost für Exekutionen

Mit diesen Basics lassen sich gute Erfahrungen sammeln. Genau und Erfahrung ist es auch, was ihr euch aneignen solltet. Wie ihr gewisse Gegnertypen besiegt oder am schnellsten erledigt, müsst ihr selbst herausfinden. Allgemein gibt euch das Spiel nur die Basics vor, wie ihr euch in eurem Spiel entwickelt liegt also ganz bei euch. Dieses “im Stich gelassen werden” führt anfangs zu vielen Frustmomenten. Hat man dann aber den Dreh raus und merkt wie die Mechanik des Spiels läuft, so lassen sich unglaubliche Kombos ausführen. Je höher der Kombo, umso bessere Belohnungen erhaltet ihr. So könnt ihr beispielsweise ab einer 30er Kombo auswählen, was für Attribute durch eine Exekution gepusht werden sollen.

Killer is Dead - Battle

Jede Mission beginnt mit einem Video  in dem die Vorgeschichte zum Auftrag, Auftragsannahme in der Agentur und dem Aufbruch zum Einsatzort gezeigt werden. Am Ende jeder dieser Szenen gibt Mondo die Worte “Der Auftrag… Killer is Dead” von sich und man weiß, jetzt geht die Schnetzelei los. Im Level selbst meuchelt man sich dann durch Horden von Gegnern, welche im Verlauf der Mission immer stärkere und größere Formen annehmen, um euch den Weg zu eurem Ziel zu erschweren. Am Ende jeden Levels wartet das Hauptziel. Dieses wird sich aber mit allen Mächten dagegen wehren, von Mondo exekutiert zu werden. Sobald ihr euer Ziel in die Knie gezwungen habt, müsst ihr dieses mit einer Tastenkombination endgültig ins Jenseits befördern. Auch hier wiederholt Mondo die Worte, welche dem Spiel ihren Titel gegeben haben. “Der Auftrag…. Killer is Dead”, mit dem Verstummen der letzten Silbe, führt das Katana den finalen Hieb aus und der Auftrag kann zu den Akten gelegt werden.

Mondo Zappa… Killer oder Gigolo?

“Killer is Dead” bringt nicht nur knallharte, blutige und schnelle Kämpfe mit sich. Auch die “romantische” Seite Mondos soll nicht zu kurz kommen. So steht es euch frei, zwischen den Missionen sogenannte Gigolo Missionen zu starten. Das Ziel bei solchen Missionen ist es, das Herz der Frauen im Sturm zu erobern und sie so mit Geist und Körper von ihm abhängig zu machen. Um das Herz einer Frau zu erweichen, bedient sich Mondo der uralten Kunst des Schenkens. Bevor er aber der Herzensdame ein Present überreichen kann, muss er sich Mut “angaffen”. Mut erhält Mondo, wenn er unbeobachtet die weiblichen Rundungen abcheckt. Dabei gilt es stets vorsichtig zu sein, dass die Dame eures Verlangens diese Aktionen nicht spitz kriegt und euch alleine vor eurem Bier stehen lässt. Gelingt es einem, die Frau für sich zu gewinnen, wird man min Zärtlichkeiten aber auch mit Subwaffen Upgrades belohnt. Je öfter man sich mit derselben Frau trifft, um so tiefer wird die emotionale Bindung dieser Frau zu Mondo und man erhält exklusiven Fanservice.

Killer is Dead - Natalia Gigolo

Was anfangs noch nach viel Spaß klingt, wird schnell zu einem monotonen Erlebnis. Die Zischensequenzen sind immer gleich und können auch im späteren Verlauf nicht übersprungen werden. Der spätere Erhalt von Scarletts Brille (diese verschafft euch während der Gaff-Zeit den ultimativen Röntgenblick durch die Kleidung der Dame gegenüber) vereinfacht euch das Minispiel noch einmal zusätzlich. Sobald ihr die Brille tragt, seht ihr nicht nur die Unterwäsche eurer Trophäe, sondern euer Mut-O-Meter füllt sich um einiges schneller. Manch einer schimpft hier von Sexismus, aber die Darstellung ist in unseren Augen so dermaßen übertrieben, dass das Ganze nicht ernst genommen werden will. Suda spielt hier gekonnt mit Klischees und dem stereotypischen “Superweib”-Bild der östlichen Gesellschaft.

Surealismus in Gameform?

Was einem als erstes einfällt, wenn man Killer is Dead hört, wird wahrscheinlich die ganz eigene Optik sein, in der das Spiel daherkommt. Diese Optik benötigt ein wenig Eingewöhnung, bis man sich mit den Neonfarben angefreundet hat. Alles was starr ist, hat eine mehr oder weniger saubere Kontur und verändert sich auch nicht großartig. Anders verhalten sich hier Objekte in Bewegung. Ein leichter Schatten folgt jeder unserer Bewegungen oder denen der Gegner. So entsteht ein Bild, als würde es mit einem Pinsel gezogen (Anfangs satt und immer blasser werdend). Diese Techniken geben Killer is Dead einen ganz eigenen Charme. Was klar gesagt werden muss, ist dass dieser Stil nicht für jedermann funktioniert. Die Kamera bockt auch so manches Mal und so ist bei heftigen Komboschlachten schwer auszumachen, wo Mondo jetzt eigentlich überhaupt steht.

Allgemein ist das ganze Spiel in einem düsteren Stil angehaucht. Die Farben wirken trotz Neonfarben eher dunkel und düster. Akzente setzt vor allem das literweise fließende Cyborgblut, welches in schwarz und einem sehr dunklen weinrot schimmert. Hier fällt es uns schwer, eine angemessene Bewertung zu geben, da hier absichtlich eine eigene Optik geschaffen wurde, welche wie die Faust aufs Auge für diesen Titel passt. Für viele Spieler ist aber sicherlich die sehr eigene grafische Darstellung ein Killerkriterium.

Stimmiger Soundtrack zur düsteren Welt

Der gewählte Soundtrack bringt viel Abwechslung mit sich, was den Stil anbelangt. Allerdings sind die Audiofiles immer passend zum Setting gewählt und unterstützt die gesamte Atmosphäre. Der Stil der Tracks wechselt von Level zu Level. Mal eher rockig, ein anderes Mal voll die Melancholie. Zur Synchronisation kann ich nur sagen, dass die englischen Stimmen sehr gut gewählt sind und Mondo mit seiner rauchigen Stimme jede Frau bezirzen kann, die er will.

Unser Fazit

86 %

Killer is Dead ist Kunst und möchte auch so betrachtet werden. Allen Spielern die nichts mit einer verrückten Story, noch verrückteren Hauptcharakteren und einem Grafikstil, der die Norm bricht, anfangen können, sollten die Finger von diesem Titel lassen. Allen anderen, die sich auf eine surreale Reise, gespickt mit dem herrlich trockenschwarzen Humor einlassen wollen, sind herzlich eingeladen dieses actiongeballte Schnetzelabenteuer zu erleben.

Pro

  • + Herrlich düstere Atmosphäre
  • + schnelles und eingängiges Gameplay
  • + Gigolo Missionen
  • + Viele Nebenquests

Kontra

  • - Schwerer Einstieg für Neulinge
  • - Kameraführung zum Teil verwirrend

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
87 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
91 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
86 %

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