Killzone 3 - Der Test - insidegames
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Killzone 3 – Der Test

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Veröffentlicht 20. Februar 2011 | 16:51 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 3. Mai 2015

killzone3titel

Das Jahr 2011 soll das Jahr von Sony und der PS3 werden. Mit Little Big Planet 2 wurde kürzlich der erste grosse Exklusivtitel veröffentlicht. Mit Titeln wie inFamous 2 oder Uncharted 3 hat Sony auch noch einige weitere Spiele in der Pipeline für ihre Konsole. Der Februar steht jedoch ganz im Zeichen von Killzone 3. Der Sony exklusive Ego-Shooter aus dem niederländischen Entwicklerstudio Guerilla Games konnte schon im Vorfeld durch seine Blockbusteroptik für offene Münder sorgen. Der normale Spieler kann oder konnte sich mit einer Einzelspielerdemo und einer Mehrspielerbeta schon vorab ein Bild des fertigen Spiels machen. Nach all den Anspielversionen halten wir endlich die Vollversion in den Händen und haben nur für euch herausgefunden ob das Spiel mehr zu bieten hat als nur Bombast-Atmosphäre!

Der Krieg der Kriege

Nach einem Tutorial das einem die Steuerung näher bringt und Storyschnipseln die anfangs noch wenig Sinn machen, setzt Killzone 3 genau dort ein wo der zweite Teil aufgehört hat. Die beiden Hauptfiguren sind Thomas „Sev“ Sevchenko (welcher die Spielfigur ist) und Rico Velasquez, beide Sergeants in der ISA, den Streitkräften der Erde. Im Abspann von Killzone 2 hat Rico den Anführer der Helghast, Scolar Visari, getötet. Das war nicht gerade die klügste Entscheidung, denn jetzt setzten die Bewohner Helghans alles daran um die ISA komplett zu vernichten. Um nicht alle verbliebenen Angehörigen  der ISA dem sicheren Tod auszuliefern, wird die komplette Evakuierung angeordnet. Etwa das erste Drittel vom Spiel dreht sich darum die verbliebenen Einheiten neu zu sammeln um gemeinsam sicher zu Evakuierungszone zu gelangen. Aber wie langweilig wäre es denn wenn alles gut gehen würde und man sich auf den gemütlichen Heimweg machen würde? Extrem langweilig und wie sollte es auch anders sein? Alles geht schief und für den Rest des Spiels entbrennt ein gefährlicher Überlebenskampf in einer unglaublich feindseligen Umgebung. Die verbliebenen Einheiten leben verstreut im Untergrund auf der ständigen Flucht vor der übermächtigen Kriegsmaschinerie der Helghast. Aufzugeben ist keine Option und somit liegt die beste Möglichkeit in der Flucht nach vorne. Angriff ist schliesslich die beste Verteidigung. Der Rest des Spiels dreht sich also um den verzweifelten Kampf gegen die Truppen der Helghast (von den ISA Truppen im Spiel auch liebevoll Higs genannt).

Die Geschichte erreicht leider zu keinem Zeitpunkt das hohe Niveau von Killzone 2. Die Figuren wirken platt und Wendungen in der Story sind früh voraussehbar. Die Helghast sind jedoch das perfekte Beispiel eines möglichst hassenswerten Feindes. Das fängt schon bei den Soldanten an. Immer in ihren Rüstungen versteckt und mit Gasmasken auf dem Gesicht, sind die leuchtend roten Augen ein wichtiges Instrument um ihnen jegliche Menschlichkeit zu nehmen. Dadurch wirken die Streitkräfte der Higs schon fast roboterhaft, wodurch die teils heftigen Sterbesequenzen nicht ganz so brisant rüberkommen. Aber natürlich sind es Menschen, denn an rotem Lebenssaft wird nicht gespart. Aber gerade bei der älteren Führungsriege der Helghast wird mit einer starken Symbolik gespielt. Die Uniformen, die Grüsse und Gesten, ja sogar die Gesichter mancher Personen erinnern extrem stark an die Symbolik und Menschen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Das wirkt wohl zumindest auf europäische Spieler teilweise ein wenig befremdlich, wenn dann mehrere Quasi-Doppelgänger von Hitler oder Stalin um einen Tisch sitzen.

Action, Explosionen und viel Abwechslung

Eins gleich vorneweg: Killzone 3 ist ein Ego-Shooter der Extraklasse! Hier passt einfach alles. Doch fangen wir auch am Anfang an. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde besonders das Verhalten der eigenen Spielfigur verändert. Während in Killzone 2 bei den Bewegungen und dem Zielen noch eine gewisse Trägheit zu spüren war, ist dies nun Vergangenheit. Die Steuerung ist schnell und präzise. Wenn man nun auf eine Deckung zu sprintet und Deckungsknopf drückt, rutscht Sev elegant hinter das Objekt. Durch diese Schnelligkeit und das direktere Zielverhalten spielt sich der dritte Teil deutlich flotter und irgendwie sauberer. Ansonsten wird dem Ego-Shooter Herz alles geboten was es schneller schlagen lässt, knallharte Action, viel Abwechslung und eine rasante Achterbahnfahrt. Und bei Killzone 3 wird Abwechslung geboten wie noch selten. Es ist wirklich eine Freude zu sehen was Guerilla Games aus den schon fast veralteten Schlauchlevels rausholt. Zum einen gibt es die typischen Shootouts. Die Gegner verhalten sich schon auf dem normalen Schwierigkeitsgrad intelligent und sind eine ernst zu nehmende Bedrohung. Je nach Areal gibt es auch diverse Möglichkeiten für verschiedene Taktiken. Nehme ich jetzt lieber das Scharfschützengewehr und schalte die Gegner gezielt aus oder schleiche ich am Rand entlang und flankiere sie? Aber auch neben den grandiosen Feuergefechten, gibt es viel zu tun. Etwa in der Mitte des Spiels gibt es eine hervorragende Schleichmission, wo man sich an die Gegner anschleichen muss um sie im Nahkampf niederzustrecken. Oder man benutzt gleich eine schallgedämpfte Waffe. Es stehen zudem regelmässig Szenen in Fahrzeugen auf dem Plan. Teilweise steuert man das Fahrzeug selbst, teilweise sitzt man nur am Geschütz und ballert wie in einem Rail-Shooter alles über den Haufen. Selbst Platz nehmen kann man in einem so genannten Exo, einem Mech der schwer bewaffnet ist. Diese Sequenz fühlt sich bombastisch an und es gibt viel zu tun. Ausserdem schnappt sich Sev auch mal ein Jetpack das mit einem dicken MG ausgerüstet ist. Auch hier gibt es nichts an der Steuerung auszusetzten und die Kämpfe fühlen sich einfach gut an. Doch die Rail-Shooter Einlagen sind ebenfalls eine Klasse für sich. Ob nun an den Geschützen eines Panzers oder an der Mini-Gun auf einem Truppentransporter, es gibt immer viel zum abknallen und explodieren lassen.

Etwas das stark zur Abwechslung beiträgt sind die unterschiedlichen Umgebungen. Zu Beginn des Spiels ist man in den Ruinen der verwüsteten Stadt Pyrhuss unterwegs. Verfallende Gebäude, Krater, viel Staub und Stein vermitteln eine düstere Stimmung. Doch bald befindet man sich in einem dschungelähnlichen Areal, das man so nicht auf Helghan erwarten würde. Es krabbeln Spinnen und andere Tierchen durch die dichte Vegetation. Hier herrschen die Farben gelb, rot und grün vor, was nicht nur gut aussieht, sondern auch ein tolles Feeling vermittelt. Später geht es dann auch in verschneite Gebiete mit treibenden Eisschollen oder steril saubere Helghast Einrichtungen. Erwähnenswert ist die tolle Auswahl an unterschiedlichen Waffen. Verschiedene Sturmgewehre, Scharfschützengewehre, MPs oder Schrotflinten gehören ja zum Standardrepertoire von jedem Ego-Shooter. Interessanter sind hier unter anderem ein Bolzenschuss gerät oder die Bogenkanonen. Damit verschiesst man fiese grüne Strahlen die einen Feind im wahrsten Sinne des Wortes auseinanderreissen.

Gemeinsam sind wir stärker

Neu bei Killzone 3 ist ein kooperativer Modus für den Storymodus. Der ist zwar leider nur im Splitscreen spielbar, toll ist es dennoch. Technisch ist es fast genau so brillant wie im Einzelspielermodus, spielerisch macht es jedoch noch mehr Spass. Was jedoch wohl deutlich interessanter ist, sind die Mehrspielermodi in denen man gegen andere Spieler online antreten kann. Leider sind zum jetzigen Zeitpunkt die Mehrspielerserver noch nicht online, weswegen unser Eindruck des Mehrspielermodus erst gegen Ende nächste Woche folgt. Neben dem Onlinemodus kann man aber auch gegen Bots, also KI-Gegner antreten. Bei unseren Runden gegen die Bots ist aufgefallen das die Maps durchwegs gut gelungen sind. Die verschiedenen verfügbaren Klassen wirken gut durchdacht und spielen sich abwechslungsreich. Wie sich das Ganze jedoch unter echten Bedingungen anfühlt ist schwer zu sagen, denn Bots sind nun mal keine Menschen.

Eine neue Referenz

Was Guerilla Games technisch auf die Beine gestellt hat ist phänomenal. Jede Umgebung im Spiel wirkt unglaublich detailliert und vermittelt jeweils ein eigenes Gefühl. Ob nun Grossstadtruinen, farbenfrohe Dschungelareale oder eisige Schneelevel, sie alle sehen und fühlen sich beeindruck an. Die Kämpfe sind heftig, ständig kracht es überall, Kugeln pfeifen durch die Luft und Soldaten bellen Befehle über das Funksystem. Killzone 3 überzeugt durch ein starkes Mittendringefühl, was nicht nur durch ein hervorragendes Gameplay gelingt, sondern auch durch eine dichte Atmosphäre. Der Sound ist ebenfalls über alle Zweifel erhaben. Sowohl die Effekte der Explosionen, einstürzenden Gebäuden oder den Waffen klingen wuchtig und kommen gut rüber. Die musikalische Untermalung ist immerzu passend und unterstreicht die Spielszenen mit epischen Klängen. Die deutschen Sprecher machen keine schlechte Arbeit, die Stimmen passen und man hat sich wirklich Mühe gegeben. Bluray sei Dank, gibt es jedoch die englische Sprachausgabe auch auf der Disc und diese ist wirklich super gelungen.

Unser Fazit

90 %

Killzone 3 ist zumindest im Einzelspielerbereich der wohl beste Ego-Shooter der erschienen ist. Es passt einfach alles zusammen. Das Gameplay, die Feuergefechte und die anderen Einlagen spielen sich toll und sind extrem abwechslungsreich. Das gelungene Gameplay wird mit einer unglaublich beeindruckenden Technik und Atmosphäre passen unterstützt. Obwohl die Spieldauer mit 5-7 Stunden relativ gering ist, ist jede Sekunde davon ein echter Höllenritt. Immer ist irgendetwas los, tolle gemachte Zwischensequenzen treiben das Geschehen voran und man will einfach nur immer mehr davon. Wie sich der Mehrspielermodus schlagen wird muss sich erst noch zeigen, doch das bereits gespielte lassen viel Hoffnung aufkommen, dass Killzone 3 auch in diesem Bereich brillieren wird.

Pro

  • Viel Abwechslung
  • Tolle Feuergefechte, spannede Fahrzeugeinlagen
  • Actionfeuerwerk vom Anfang bis zum Schluss
  • Beeindruckende Technik

Kontra

  • Etwas dünne Story mit platten Figuren
  • Nur Splitscreen Koop

Unsere Bewertung

Grafik
 
100 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
100 %
Multiplayer
 
8 %
Spielspaß
 
90 %

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Kommentare

  • Keysjore sagt:

    Geil! Heute abend zock ich auch das Game rockt einfach! Killzone ist wirklich die beste Ego-Shooter Serie!

  • TheLivingVirus sagt:

    Ein grandioser Testbericht!

  • MrNice sagt:

    @Keys: Ganz ehrlich, ich halte Killzone 2 für ein furchtbares Spiel. Nicht das es schlecht ist, ich halte es für zu undynamisch, zu wenig richtige Action. Mir hat es nie gefallen, weder damals zum Release noch jetzt. Killzone 3 ist aber schon im Singleplayer ne Wucht vom Anfang bis zum Schluss.

    @Virus: Vielen Dank, ein grandioses Spiel verdient einen ebenso grandiosen Testbericht. Bin irgendwie immernoch total “geflasht” davon

  • Dafalgan sagt:

    Heyho zusammen, hab gestern das begehrte Killzone 3 auch “kurz” durch gezockt mit nem freund in nem Splitscreen koopmodi, die Bildschirmteilung ist ungewhont. Dennoch hat das Spiel 100% überzeugt. eines der Topspiele 2011 :D

    mfg Dafi

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