Killzone: Mercenary - PS Vita Shooter im Test / Review

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Killzone: Mercenary – Review / Test

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Veröffentlicht 4. September 2013 | 0:01 Uhr von Nicolas

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Die Helghast sind zurück. Mit Killzone: Mercenary bringt Sony den ersten Ableger der Reihe auf die Playstation Vita. Der letzte Ausflug auf einen Handheld wagte Killzone mit Liberation auf der PSP. Dieser Titel hat aber mittlerweile auch schon sieben Jahre auf dem Buckel, und deshalb wird es Zeit für einen neuen Teil. Ob Killzone drin ist, wo Killzone draufsteht? Wir haben den Vita-Ableger unter die Lupe genommen.

Direkt nach dem Ende des ersten Teils angesiedelt steuert man in Killzone: Mercenary einen Söldner – wer hätte es gedacht. Arran Danner ist ein Freischaffender, der keine Seite im Krieg ergreift. Ihn interessiert bloß das Geld. Nun gilt es neun frische Missionen abzuarbeiten. Während einer vermeintlichen Routine-Mission, bei der Danner den vektanischen Botschafter evakuieren soll, geht einiges schief und der Ausgang des Krieges könnte möglicherweise in den Händen eines 10-Jährigen Jungen liegen, dem Sohn des Botschafters. Nachdem Danner die wahren Absichten der jeweiligen Seiten aufdeckt, muss er sich entscheiden: ISA, Helghast oder eine dritte Option? Viel mehr gibt’s zur Story nicht zu sagen. Wer erwartet auch eine speziell inhaltsschwere Story bei einem Spiel mit dem tiefsinnigen NamenKillzone?

Killzone: Mercenary

 

Wer nach dem ersten Briefing in die Welt von Killzone: Mercenary eintaucht, wird sich sofort wie zu Hause fühlen. Das Spiel fühlt sich an wie Killzone, sieht aus wie Killzone und hört sich wie Killzone an – obwohl das Spiel nicht von Guerilla Games selbst, sondern von Guerilla Cambrige entwickelt wurde. Die etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung der Konsolenteile mit ihrem markanten Deckungssystem wurde mehrheitlich gut auf die Vita übertragen. Jedoch wurde vor allem ein Knopf sehr ungeschickt verwendet: Die Kreis-Taste wurde doppelbelegt. Steht Danner still, geht er mit dem Druck auf die Kreis-Taste in die Hocke und somit in Deckung. Bewegt er sich, sprintet er mit Kreis los. Dies funktioniert leider alles andere als nahtlos und kann für frustrierende Momente sorgen, ist es doch unangenehm, wenn man ausversehen auf eine Meute wilder Helghast zustürmt, anstatt hinter einem Blumentopf Schutz zu suchen. Etwas ungewöhnlich ist das Waffen wechseln. Das Symbol für diesen Vorgang befindet sich am rechten Rand des Touchscreens und Danner wechselt nach dem kurzen Antippen des Zeichens die Knarre. Im Gegensatz zum Sprinten funktioniert dies einwandfrei, da man den Befehl ohne großes Verrenken der Finger erreichen kann. Allgemein wird das Touchpad mehr recht als schlecht verwendet. Das Navigieren durch die Menüs und den Waffenhändler geht von Hand natürlich flotter voran. Weitere Features des berührungsempfindlichen Bildschirms sind brutale Melee-Attacken und die sogenannten VAN-Guards.

Neuerungen bringen frischen Wind in die Reihe

Die altgesessene Killzone-Reihe, die 2006 ihr Debüt feierte, hat mit dem Vita-Ableger einige Neuerungen spendiert bekommen. Bereits Killzone 3 wartete mit hässlichen Nahkampf-Angriffen auf, Mercenary tut es dem großen Bruder gleich. Rennt ihr auf Gegner zu und drückt Dreieck, geht das Spiel in Zeitlupe über und ihr habt einen Moment Zeit, in die angezeigte Richtung auf dem Touchscreen zu streichen. Danach rammt Danner seinem Gegner gekonnt sein Messer in den Körper. Je nach Richtungsangabe attackiert man unterschiedliche Teile des Gegners. Ob Kopf, Rippen oder Kronjuwelen, alles wird abgedeckt. Alternativ zum offensiven Draufgängertum kann man diverse Abschnitte von Killzone: Mercenary auch relativ ruhig angehen. Sind die Gegner auf dem Radar orange anstatt rot, haben sie Danner noch nicht entdeckt. Schleicht man sich an und sticht die Schurken unbemerkt nieder, kann man eine ganze Kompanie ausradieren ohne bemerkt zu werden. Bei diesem Verfahren kann einem ein neuer Gefährte zur Seite stehen: Die Mantys Engine, eine kleine Stealth-Drohne. In unserer Vorschau haben wir den Sinn dieses käferartigen Fluggeräts noch nicht ganz verstanden, in der Vollversion änderte sich dies sofort. Das kleine Ding hat an der Front zwei Klingen, die man den Gegnern in den Schädel rammen kann. Achtet man etwas auf das Radar, kann dieser sogenannte VAN-Guard durch euch gesteuert eine Gruppe von Gegner auslöschen, ohne dass ihr euch bewegen müsst. Weitere VAN-Guards sind beispielsweise die Sky Fury, eine Art fliegendes Schiff, das es dem Benutzer erlaubt, vernichtende Laserstrahlen auf seine Gegner loszulassen. Oder der Porcupine Missile Launcher, der auf eure Schulter gepflanzt wird, und von dort Raketen auf Gegner schießen kann. Austauschen kann man diese an den Schwarzmarktkisten, die randvoll mit frischem Equipment sind.

Killzone: Mercenary

 

Killzone: Mercenary soll die größte Auswahl an Waffen bieten, die es in einem Killzone zu sehen gab. In den vorher genannten Blackmarket-Truhen kann man seine vollständige Ausrüstung austauschen. Handschusswaffen, Rüstungen oder Granaten, alles kann ausgewechselt und nach Belieben kombiniert werden. Bezahlen kann man mit Credits, die für die unterschiedlichsten Tätigkeiten im Spiel verdient werden. Kopfschüsse, Explosiv-Kills oder das Abschließen von Missionen und Herausforderungen sind nur einige Beispiele der Verdienstmöglichkeiten. Der gesamte Laden ist von Anfang an voll zugänglich und wer möchte, kann sein Wunschequipment gleich zu Beginn zusammenstellen. Das Rotieren der VAN-Guards ist aber empfohlen, da beispielsweise die Sky Fury in einem geschlossenen Raum nicht funktionieren.

Die Kampagne ist mit weniger als vier Stunden leider äußerst kurz geraten. Wer auf einem höheren Schwierigkeitsgrad spielt, wird zwar bestimmt länger zu tun haben, dies macht den Bock aber auch nicht fett. Mit teilweise knapp einer halben Stunde pro Mission ist die Dauer dieser etwas ungünstig gewählt. Dreißig Minuten sind zu kurz für zu Hause und zu lange für eine Zugfahrt, da hätte man besser unterteilen sollen. Kürzere, knackigere Abschnitte hätten dem Spiel sicherlich geholfen. Nach dem Abschluss der Singleplayer-Kampagne ist der Spaß aber noch nicht vorbei. Um für zusätzliche Spielzeit zu sorgen kann jede Mission unter bestimmten Umständen nochmals abgeschlossen werden. Es gibt neben den normalen Mission die Precision-, die Covert- und die Demolition-Aufträge. Diese stellen Herausforderungen an den Spieler wie beispielsweise Zeitlimits, Waffenvorgaben oder das Erfüllen von gewissen Nebenaufgaben. Diese sind auf hohem Schwierigkeitsgrad extrem fordernd und nehmen definitiv mehr Zeit in Anspruch als die normale Kampagne.

Zusätzlich dazu verfügt Killzone: Mercenary auch über einen Multiplayer. Dieser bietet drei Spielmodi und sechs Maps. Guerilla Warfare ist Team Deathmatch, Mercenary Warfare ist Free-for-All. Der dritte im Bund, Warzone, ist ein etwas originellerer Modus. Die ISA und die Helghast kämpfen gegeneinander, aber nicht wie im klassischen Deathmatch. Es gilt, Ziele zu erledigen. Solche Ziele können sein: Gegner erledigen, Valour Cards – Das Pendant zu Dogtags wie in beispielsweise Battlefield 3 – sammeln oder ein Artefakt klauen. Wer am Schluss am meisten Aufträge erledigt hat, gewinnt. Leider konnten wir den Mehrspieler-Teil nur spärlich testen, da das Spiel offiziell erst heute erscheint und die Server entsprechend leer waren. Das, was wir gesehen haben, sah aber nach solidem Standard aus. Die Maps sind alle eher klein gehalten, was dem 4-vs.-4-Modus sehr entgegen kommt. Nur so als Information: Auch Killzone: Mercenary verfügt über eine Map namens Skyline, wie praktisch jedes andere Game mit einem Multiplayer-Part. Wie in jedem modernen Shooter können auch hier die Loadouts angepasst werden, je nach Rang bis zu sechs Stück. Wirklich einfallsreich ist der Mehrspieler nicht, aber er ist nun mal da.

Killzone: Mercenary

 

Grafik mächtig, Steuerung schmächtig

Optisch kann Killzone: Mercenary voll und ganz überzeugen. Trotz eingeschränkter Farbpalette scheint und glänzt der Vita-Ableger auf allen Ebenen. Die Waffen sehen wie gewohnt knackig scharf aus, Flammen und Explosionen sind nicht plastisch, sondern wirken dank gebührendem Rauch recht dynamisch. Die Texturen sind generell sehr scharf für einen Handheld-Titel, die Lichteffekte suchen ihresgleichen. Wer an jede Wand zoomt, wird die eine oder andere verwaschene Textur finden. Es gilt aber immer noch zu bedenken, dass es sich bei der PS Vita schlicht und ergreifend nicht um eine 1:1-Umsetzung der PS3 handelt, sondern um eine portable Spiele-Konsole. Die Grafik kann sich also sehen lassen und gehört locker zum Besten, was die Vita bisher gesehen hat. Leider nicht direkt die beste ist die Steuerung, genauer gesagt das Zielen. Wer große Hände hat und mit den sehr kleingeratenen Analogsticks sonst schon nicht gut klar kommt, wird bei Killzone: Mercenary ein wenig zu beißen haben. Die Steuerung ist keine Katastrophe, aber vor allem das Aiming macht in hektischen Situationen keinen guten Eindruck. Die Doppelbesetzung der Kreis-Taste halten wir ebenfalls für einen großen Fehler, das hätte man bestimmt klüger lösen können. Im Verhältnis zu anderen Shootern spielt sich Killzone: Mercenary aber sehr gut und trotz starker Grafik herrlich flüssig. Framerate-Einbrüche gibt’s nur selten und zwar dann, wenn der Handheld mehrere Gegner, Explosionen und viel Lichteffekte darstellen muss. Dem kann Abhilfe geschaffen werden: Gegner töten.

Unser Fazit

82 %

Mit Killzone: Mercenary spendiert Guerilla Cambridge einen mehr als soliden Ableger von Sonys Vorzeigeshooter-Reihe. Obwohl der Handheld-Titel teils unter groben Steuerungsproblemen leidet, überzeugt er mit einer Top-Grafik und frischen Gameplay-Elementen. Die VAN-Guards und die Möglichkeit, Gegnerhorden lautlos auszuschalten oder gar ganz zu umlaufen, geben dem Spiel eine angenehme Dynamik. Leider ist der Singleplayer nach weniger als vier Stunden schon vorbei, für etwas mehr Forderung sorgen die zusätzlichen Aufträge. Über einen Multiplayer verfügt Killzone: Mercenary ebenfalls, diesen konnten wir aber nur eingeschränkt testen, da vor Release die Server ziemlich leer waren. Was wir gesehen haben, schien aber grundsolide, aber auch nicht mehr. Alles in allem ist Killzone: Mercenary aber trotzdem einer der besten, wenn nicht der beste Shooter auf Sony portabler Spielkonsole.

Pro

  • + wunderschöne Optik
  • + solides Gameplay
  • + VAN-Guards sorgen für Dynamik
  • + Möglichkeit zum "stealthy" sein
  • + stylische Nahkampfangriffe
  • + zusätzliche Aufträge sorgen für mehr Spielzeit

Kontra

  • - plumpe Story
  • - kurze Kampagne
  • - teils starke Probleme beim Zielen
  • - einfallsloser Multiplayer

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
80 %

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