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King Oddball – Test / Review

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Veröffentlicht 20. Dezember 2016 | 18:17 Uhr von Sven Huber

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Immer wieder versuchen Entwickler ihre Spiele vom Handy auf die „Großen Brüder“ Heimkonsolen zu portieren. Mal erfolgreich, siehe Angry Birds, und mal eher unter ferner liefen. Mit King Oddball fand nun ein weiterer Vertreter dieser Gattung seinen Weg auf den großen Screen.

Die Geschichte ist schnell erzählt. King Oddball, ein riesen Kopf mit Steinhelm und dehnbarer Zunge – Gene Simmons lässt grüßen – möchte die Welt vernichten. Warum? Wieso? Wen juckt es? Wir würden euch ja wirklich gerne mehr zur Handlung des Spiels schreiben, doch leider bietet selbst eine Folge Frauentausch mehr Script als King Oddball. Um seine Allmachtspläne in die Tat umzusetzen, wählt der König Steine als Waffe seiner Wahl, welche er mit Hilfe seiner Zunge auf die verteidigenden Panzer, Helikopter und Soldaten schleudert. Nicht zu Unrecht fühlt man sich hier an den Genreprimus Primus Angry Birds erinnert. Was aber zunächst recht skurril klingt, könnte leider kaum monotoner sein. Wo ihr bei den cholerischen Piepmatzen noch den Schwung und den Winkel bestimmen dürft, reduzierten die King Oddball-Macher 10tons Ltd. eure Beteiligung an der Weltherrschaft auf ein Minimum. Der König schnappt sich die Felsen mit der Zunge und beginnt diese hin- und her- zu schwingen.

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Eure Aufgabe ist es im idealen Moment den Releaseknopf zu drücken. Den Rest besorgt dann hoffentlich die Physik und das nötige Quäntchen Glück. Ähnlich den Angry Birds verschanzen sich eure Ziele dabei auch mal in mehr oder weniger statisch stabilen Bauwerken oder hinter Dynamitkisten. Letztere sorgen dann bei gutem Timing für perfekte Kettenreaktionen. Springt der Fels dabei zurück an des Königs Kopf oder zerstört ihr mehr als drei Objekte mit einem Wurf, wird der Fels zu Gold und beschert euch einen Bonuswurf. Damit ein wenig Abwechslung in den One-Button-Alltag kommt, verstecken sich in manchen Quadranten der Weltkarte Bonusfelder. Hinter diesen verbergen sich eine Reihe Herausforderungsszenarien, in denen ihr dann statt Felsen Granaten werft (Aufprallschaden plus verzögerte Detonation), am Ende der Runde noch mindestens einen Stein übrig haben oder alle Maps mit nur einem Stein absolvieren müsst. Klingt nach Umfang, aber je nach Finesse und Glück sind an ein bis zwei Abenden alle Szenarien gemeistert.

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Optisch und akustisch merkt man dem Spiel seine mobile Herkunft mehr als deutlich an. Das Bild wirkte auf unserem 55“Zoll Full-HD grieselig und unscharf. Dazu kam eine immer gleiche Dauerschleifenmelodie, die es in Punkto Nervigkeit mit den Großen der Warteschleifenmelodien wie Deutsche Bahn und Telekom aufnehmen kann. Ganz ehrlich, nach einer drei Stunden Session waren wir kurz davor unsere Knie umschlingend mit dem Oberkörper schaukelnd nur noch diese Melodie zu summen. Kurz gesagt: In längeren Einheiten grenzt der Dudelsound an Folter. Aber um mit einem positiven Umstand zu enden: Das Spiel nutzt dann doch mehr als nur einen Button. Der zweite Knopf dient dem Restart des Levels und das ging erfreulicherweise quasi ohne Ladezeit von statten.

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Unser Fazit

48 %

Es gibt Handyspiele, die funktionieren auch auf den großen Heimkonsolen um umgekehrt. King Oddball gehört leider nur bedingt in diese Riege. Das Spielprinzip hat zwar einen gewissen „nur noch eine Runde“-Suchtfaktor aber stellenweise gewannen wir den Eindruck, dass es eben nicht nur die präzise Physik ist, die am Ende über Sieg oder Niederlage entschied, sondern bisweilen auch einfach ein Stück Glück dazugehörte nun genau die Kettenreaktion auszulösen die zum erfolgreichen Abschluss nötig war. Auf dem Smartphone funktioniert King Oddball sicher hervorragend mit dem One-Touch-for-Action-Prinzip aber als Heimkonsolero ist man dann doch etwas verwöhnter. Die Abwesenheit jeder echten Story, das nervige Dauerloop-Sample und das Gefühl „das war doch jetzt mehr Glück“ machen aus King Oddball eines dieser Ports, bei dem wir am Ende attestieren: Schuster bleib bei deinem Leisten bzw. Handygame bleib auf deiner Plattform.

Pro

  • + „Nur noch eine Runde“-Faktor
  • + Als Lückenfüller in der Werbung ok

Kontra

  • - Nerviger, zu kurzer Melodieloop
  • - Faktor Glück
  • - One Button-Simple-Gameplay
  • - grisselige Grafik

Unsere Bewertung

Grafik
 
30 %
Sound
 
20 %
Steuerung
 
99 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
40 %

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Gamer aus Leidenschaft. Seine ersten Worte waren angeblich nicht "Mama" und "Papa" sondern "LOAD"Name",8,1". Wenn er nicht zockt oder hauptberuflich Atome spaltet, schreibt er, schaut Filme/Serien oder bastelt an youtube-Videos für seinen Channel...was ein Vollblut-Nerd eben so im Kellerloch macht ;)

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