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Landwirtschafts-Simulator 2013 – Test / Review

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Veröffentlicht 2. Oktober 2013 | 20:29 Uhr von Fabrice

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Endlich ist es da, das wohl am heißesten erwartete Spiel für die aktuellen Konsolen in diesem Jahr! Natürlich ist die Rede vom Landwirtschafts-Simulator für PS3 und Xbox 360. Für den PC ist die in der Schweiz entwickelte Simulation schon länger erhältlich. Was wohl viele überrascht, ist die Tatsache das die Reihe sehr beliebt ist und viele begeisterte Anhänger hat. Deshalb ist der neue Teil jetzt auch für Sonys und Microsofts Heimkonsolen verfügbar. Was ist jedoch die Faszination hinter dem virtuellen Bauernleben? Das haben wir auf der Xbox 360 versucht heraus zu finden!

Schufte guter Farmer, schufte!

So etwas wie einen Storymodus gibt es nicht. Es handelt sich ja um einen Simulator und nicht um Harvest Moon. Spielbar sind einige kurze Tutorials und der Karrieremodus. Leider hat es der kooperative Online-Modus aus unerfindlichen Gründen nicht auf die Konsole geschafft. Die Tutorials sind zwar informativ und definitiv hilfreich aber unglaublich trocken, repetitiv und lassen einen immer das gleiche Feld mit unterschiedlichen Maschinen bestellen. Der Karrieremodus ist aber der Platz wo die Magie von statten geht. Oder eben auch nicht, denn allzu viel Spannung wird nicht aufkommen.

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Ein wirkliches Ziel gibt es in der Karriere nicht. Man wählt eines von zwei Gebieten, entweder europäisch oder amerikanisch angehaucht in Sachen Look, in welchem man seine Farm, ein paar Felder, Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung hat. Es liegt jetzt an einem selbst was man machen will um Geld zu verdienen. Dazu kann man verschiedenes Saatgut auf einem Feld anpflanzen um danach die Ernte einzubringen, welche wiederum an Stationen verkauft werden kann.

Der Automat auf Schneckentempo gestellt

Wie ein echter Farmer muss man aber eine ziemlich Prozedur durchmachen bis man ein Produkt verkaufen kann. Bevor etwas angepflanzt werden kann, muss das Feld gepflügt werden. Danach kann die Pflanze, deren Samen zuerst gekauft werden muss, ausgewählt werden. Für die besten Resultate kann man das Feld auf Wunsch auch noch düngen. Sobald alles gewachsen ist, kann man anfangen zu ernten, die Ernte auf Transportfahrzeuge verladen und es dann wieder abladen um Geld zu verdienen. Wenn ihr diese Beschreibung schon langatmig fandet, dann wisst ihr schon ansatzweise wie sich das im Spiel selbst anfühlt. Jeder einzelne Prozess zieht sich, wie im Leben, ziemlich in die Länge. Man darf mit Traktoren und anderen Fahrzeugen nur langsam fahren, denn sonst verliert man die angehängten Geräte.

Dem Spiel dies vorzuwerfen ist natürlich heuchlerisch. Es trägt schließlich den Namen Simulator. In diesem Bezug scheint der Landwirtschafts-Simulator auch einen sehr guten Job zu machen. Felder zu bestellen ist einfach nicht das gleiche wie ein Bankraub, ein Rennen mit Luxusautos auf einem vielbefahrenen Highway oder ein Kampf mit einem mystischen Drachen. Auf Wunsch können aber noch optionale Missionen aktiviert werden. Dann bekommt man simple Aufgaben in denen man beispielsweise den Rasen des Golfplatzes mähen muss um ein wenig Geld zu verdienen. Denn das ist leider das Einzige was man als Aufgabe bezeichnen könnte. Immer mehr und noch mehr Geld verdienen. Damit können weitere, allesamt lizensierte, Landmaschinen gekauft werden um noch effektiver zu arbeiten. Auch Farmtiere können gekauft werden. Füttert man sie, können die Erzeugnisse verkauft werden. Geld kann ebenfalls in Anlagen und Gebäude investiert werden, welche einen, ganz automatisch, stündlich mit Kohle versorgen. Es ist durchaus empfehlenswert Knete in ein paar Kräutergärten oder Solaranlagen zu investieren, denn die Investition wird sich sehr schnell bezahlt machen. Ob es gewollt ist oder nicht, es ist irgendwie ziemlich cool das Anlagen für grüne Energie langzeitig am meisten Profit abwerfen. Dennoch gibt es einfach zu wenig zu tun. Man farmt vor sich hin, verdient Geld, welches man dann ausgibt um noch mehr Geld zu verdienen.

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Die Geschichte des kurzsichtigen Bauern

Wenn man das Gameplay als realistisch bezeichnet, dann ist die Technik Fiktion in Perfektion. Die Grafik ist nämlich alles andere als lebensecht. Die Modelle der verschiedenen Fahrzeuge sehen noch einigermaßen ok aus und entsprechen ihren echten Vorbildern. Der Rest des Spiels ist aber ehrlich gesagt ziemlich hässlich. Das grösste Problem ist die fehlende Weitsicht. Es ist als würde der Bauern den man steuert, keine 50 Meter weit sehen. Dadurch sind alle weit entfernten, bewirtschafteten Felder kaum zu erkennen. Es ist aus grösserer Distanz nicht möglich zu erkennen wie weit bestimmte Felder schon in ihrem Wachstum sind, was einfach nur mühsam ist. Natürlich ist es auch nicht schön für das Auge. Alles sieht verwaschen aus und ist undetailliert. Menschen und Tiere sehen aus wie beängstigende Klone aus einem schlechten Science Fiction Film. Mechanisch bewegen sie sich durch die Spielwelt ohne in irgendeiner Form auf den Spieler selbst zu reagieren.

Was ungewollt komisch ist, ist die Physik im Spiel. Brettert man mit 50 Kilometer per Stunde mit seinem Traktor über einen Hügel, dann sind die Resultate ziemlich unglaublich. Man fliegt durch die Luft als wäre man mit 200 Kilometern pro Stunde über eine Schanze geheizt. Immerhin etwas über das man in diesem Spiel lachen kann.

Unser Fazit

46 %

Wie schon im Test erwähnt, wäre es falsch dem Landwirtschafts-Simulator vorzuwerfen, das er eine Simulation ist. Das ändert aber nichts an der Tatsache, das es sich um eine träge, wenig spannende Affäre handelt. Es fehlt an Zielen die man erfüllen kann. Die Aufgabe ist einfach nur immer mehr Geld zu verdienen, was zwar für einige Stunden ganz unterhaltsam sein kann, doch die Lust verfliegt relativ schnell. Durch den fehlenden Mehrspieler-Modus der in der PC-Version enthalten ist, kann man auch nicht mit anderen zusammen spielen was sicher zum Unterhaltungswert beitragen würde. Die Technik auf der anderen Seite ist einfach nicht gut. Die fehlende Weitsicht und die lächerliche Physik der Fahrzeuge zeigen einfach auf, das der Landwirtschafts-Simulator auf der Konsole kein wirklich gutes Spiel ist und genügend Verbesserungs-Potential besitzt.

Pro

  • + Große Auswahl an lizensierten Fahrzeugen
  • + Realistische Präsentation vom Farmer-Alltag
  • + Zwei unterschiedliche, weitläufige Spielareale
  • + Kann durchaus meditativ und entspannend sein

Kontra

  • - Träges und repetitives Gameplay
  • - Keine langzeitigen Aufgaben
  • - Hässliche Grafik
  • - Spielwelt wirkt sehr steril
  • - Physik ist unglaublich unrealistisch

Unsere Bewertung

Grafik
 
48 %
Sound
 
58 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
44 %

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