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LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham – Den Klötzchen geht die Puste aus

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Veröffentlicht 8. Januar 2015 | 16:32 Uhr von Sandra

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Zum dritten Mal erhebt sich die wohl bekannteste Fledermaus der Welt, um das Unrecht in seine Schranken zu weisen. Das Besondere: Michael Bay hat seine Finger nicht mit im Spiel, Dr. Koothrappali hat recht, Aquaman ist doof aber trotzdem mit dabei und TT Games werden nicht müde Superhelden, in dem Fall einmal mehr die DC Comic Riege unter der erneuten Leitung Batmans, in Klötzchenform zu verpacken und auf Universumsrettungsaktion zu schicken. Allerdings machen sich, unter Umständen inzwischen wenig verwunderlich, erste Abnutzungserscheinungen bemerkbar.

Schurken tun Schurkisches

Brainiac, seines Zeichens Android und extra für die Batman-Lego-Abenteuer erdachter Bösewicht, schmiedet erneut einen finsteren Plan. Die Wahrscheinlichkeit, dass er erfolgreich sein könnte, ist eher gering, aber hey, schließlich muss er es versuchen – auch wenn er sich damit den Zorn fast aller Helden und, hört, hört, Schurken, der DC Comic Welt zuzieht.

Brainiac hat sich die Laterns unter den Nagel gerissen, da er die Macht der Ringe braucht. Mit den Ringen und einer Apparatur, die Brainiac gebaut hat, kann er nämlich die Städte dieser Welt, die Erde selbst, diverse andere Planeten und sogar das ganze Universum auf Mini-Niveau zusammen schrumpfen. Wie schön sich diese Dinger dann doch in Brainiacs Vitrine machen werden … wobei, so weit wird es nicht kommen, denn Batman, Robin, Wonder Woman, Superman, Martian Manhunter, die ganze Justice League Formation und diverse andere Helden mehr haben da schlicht was dagegen. Und selbst die Gegenspielerriege u.a. mit Joker, Cheetah, Killer Croc, Solomon Grundy, angeführt von Lex Luthor, finden Brainiacs Idee gar nicht lustig. So entwickelt sich ein kurzzeitiger Waffenstillstand, da sich Helden und Schurken zusammenschließen, um Brainiac gehörig in den Allerwertesten zu treten.

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Alles wie immer mit etwas mehr Chaos

LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham kann seine Herkunft natürlich nicht leugnen und so geht es spielerisch recht gewohnt zur Sache. In 15 verschiedenen Levels, in denen es in die Kanalisation geht, miniaturisierte Ausgaben von Paris oder auch London besucht werden oder Ausflüge in die Weiten des Universums stattfinden, wird die gängige Gut-vs.-Böse-Geschichte mit – na klar – vorhersehbaren Happy End erzählt. Batman und Konsorten prügeln, hüpfen und sammeln sich durch die verschiedenen, gern mal sehr bunten Areale, wobei das Draufhauen inzwischen die Oberhand gewonnen hat. Das sorgt nicht selten dafür, dass es chaotisch und hektisch zugeht. Jede Menge Gegner, darunter auch Bosse, verlangen auf die Nuschel zu bekommen, dafür glänzen Rätsel und Kombinationsaufgaben, in vorigen Spielen noch häufiger vorhanden, eher mit Abwesenheit. Hier mal eine Schalterkombination oder eine Gedankenbeeinflussung mit Martian Manhunter und dann ist auch schon Schicht im Schacht. In erster Linie geht es darum alles, was sich Batman und Co. in den Weg stellt, zu Kleinholz zu verarbeiten. Der Lohn dafür sind immerhin jede Menge Studs, mit denen sich, wie gehabt, Figuren oder auch Fahrzeuge kaufen lassen. Immerhin sind die Sammelitems erhalten geblieben, so dass, vor allem im Freien Spiel, Entdecker und Forscher auf ihre Kosten kommen, da Charakter-Tokens oder auch Minikits sowie die roten Extra bringenden Steine gefunden und eingesammelt werden.

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Kostümvielfalt und eingeschränkter Nutzen

Die Neuerungen in LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham halten sich in sehr überschaubaren Grenzen und sind im Ganzen gering bis nicht vorhanden ausgefallen. Einzige Ausnahme die Aktionsanzüge für Batman, Robin und Co, mit denen verschiedene Attribute, z.B. Elektro, Magnetismus und andere Optionen, nutzbar werden. Während in vorigen Teilen der Anzug erst gefunden und nur an bestimmten Stelle angelegt werden konnte, stehen sie jetzt, einmal aufgetan, dauerhaft zur Verfügung. Ein simpler Tastendruck reicht, das Menürad zeigt sich und der Anzug kann gewechselt werden. Schade ist allerdings, dass die Anzüge nur dann einen effektiven Nutzen haben, wenn das Spiel vorsieht, dass man sie nutzt. Munteres Kombinieren oder Austauschen ist nicht möglich. Es ist jeweils klar definiert, welcher Held (oder Schurke) nebst Fähigkeit, eine z.B. Tür öffnet oder eine Mechanik in Gang setzt.

Ebenfalls müssen wir den jeweiligen Kompagnon kritisieren, der gerne mal kopf- und planlos im Weg steht oder wahlweise auch mal nicht mit kommt und an einer Stelle verharrt. Die KI der zweiten Figur war noch nie, bei aller Liebe für die Klötzchenwelten, besonders hoch ausgefallen, aber im jetzt dritten Batman-Teil agiert der Kollege gerne mal wie eine Hohlbirne und sorgt auf diese Weise für Frust. Dem kann man zumindest dann entgehen, wenn man einen zweiten Mitspieler hat, der die Kontrolle über die Partnerfigur übernimmt. Das Einsteigen als Mitspieler kann zu jederzeit erfolgen, wie auch das Aussteigen aus einer laufenden Partie. Dabei sollte man dann jedoch generell berücksichtigen, ist man auf Erfolge bzw. Trophäen aus, dass nur jeweils Spieler Eins die Auszeichnungen erhält. Der zweite Spieler geht leider nach wie vor leer aus. Warum das nicht geändert wird, verstehen wir im Übrigen auch nicht.

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Und wieder quatschen sie zu viel

Schade ist auch, dass die neueren LEGO-Titel, Batman 3: Jenseits von Gotham mit einbezogen, nicht mehr mit Situationskomik auskommen, sondern die kleinen Manschkerl ständig zu jeder Zeit einfach zu viel quatschen müssen. Viele Dialoge, wenngleich durchaus vor allem gut ins Deutsche übersetzt und angepasst, sind einfach zu lang, oftmals unnötig oder einfach schlicht langweilig. Es fehlt inzwischen doch sehr, dass die Lego-Männchen rein mit Mimik und Gestik, und davon haben sie reichlich in älteren Teilen drauf, z.B. in Harry Potter, Fluch der Karibik oder auch Star Wars, artikulieren. Das nicht sprechen war ein schöner Beleg dafür, dass man auch sehr viel sagen kann, ohne einen Ton von sich zu geben.

Ein wenig verloren wirkt auch das in verschiedene Bereiche, z.B. Wachturm, Bathöhle, Hangar, etc., unterteilte Hub. Die darin versteckten Mini-Miniaufgaben sowie Sammelgegenstände, u.a. goldene Lego Steine und Charaktermünzen, erweisen sich auf die Dauer eher als frustig denn lustig und gesamt lässt sich der Eindruck des unnötig in die Länge gezogenen nicht von der Hand weisen. Das fällt vor allem auf, wenn man alleine spielt. Hat man einen Partner zur Seite, schwächt sich dieser Eindruck zumindest noch etwas ab.

Unser Fazit

75 %

LEGO-Spiele haben, bisher, immer für gute Unterhaltung und motivierenden als auch witzigen Spielspaß gestanden. Aber inzwischen ist der Lack doch etwas ab, vor allem wenn man sich das jüngste Machwerk LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham genauer anschaut. Es scheint, dass den Entwicklern und Machern die Ideen ausgehen. Es ist eine Art roter Faden, der sich seit ein paar LEGO-Ablegern, wenn auch dezent aber kontinuierlich, durchzieht und belegt, dass die LEGO-Spiele einfach nicht mehr das sind, was sie mal waren. Konkret sprechen wir an, dass die LEGO-Männchen zu viel labern, obwohl es TT Games super raus hatte die Figuren ohne Worte sprechen zu lassen. Das Gameplay beschränkt sich fast nur noch aufs Draufhauen und Rätsel sowie Geschicklichkeitseinlagen, und nein, die Tron-Imitation ist weder ein Rätsel noch hat es was mit Geschicklichkeit zu tun, werden immer weniger. Dafür geht es zunehmend darum Gegner, normale wie Bosse, nach fast stetem Schema F in ihre Einzelteile zu zerlegen. Zwischendrin wird dann hier und da nochmals ein LEGO-Bauteil errichtet, damit weiter gespielt werden kann, bevor dann die nächsten Rüpel darauf warten eine mitzubekommen. Bitte TT Games, macht einfach mal eine kreative Pause und besinnt euch auf eure Roots, dann klappt es auch wieder mit einem überzeugenden LEGO-Spiel – mit oder ohne berühmte Comic-Helden.

Pro

  • + wieder viele Sammelitems
  • + jede Menge freispielbare Charaktere
  • + solider Umfang (wenn auch i-wie gestreckt)
  • + gute deutsche Synchronisation
  • + stellenweise witzige Ideen (Mini-Paris, etc.)
  • + passables Checkpoint-System
  • + bunte, abwechslungsreiche Level

Kontra

  • - partiell nervöse, unruhige Kamera
  • - zu viele Kämpfe und zu wenig Adventure
  • - Figuren quatschen zu viel
  • - belanglose Geschichte
  • - stellenweise sehr hektisch/chaotisch und unübersichtlich
  • - recht lange Ladezeiten
  • - unübersichtliches Hub
  • - Steuerung reagiert manches Mal etwas störrisch
  • - nerviger KI-Partner
  • - verschiedene Charaktere nur als kostenpflichtiger DLC verfügbar

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
70 %

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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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