LEGO Der Herr der Ringe - Test / Review - insidegames

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LEGO Der Herr der Ringe – Test / Review

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Veröffentlicht 23. November 2012 | 18:23 Uhr von Sandra

Lego Der Herr der Ringe - Slider

„Was kommt noch? Ein Lego Rambo? Ein Lego Rocky? Oder wie wäre es gleich mit einem Lego Transformers?“ – Spätestens dann wenn ein vermeintlich rein kindertaugliches Spielprinzip zum Angriff auf Erfolg setzt und selbigen auch noch vorweisen kann, kriechen die Spötter und Witzemacher gerne aus ihren Löchern. Speziell in der heutigen Zeit, da „Krach-Bum-Bäng-und-Schieß-mich-tot“ an oberster Stelle zu stehen scheint, muten z.B. Lego-Spiele niedlich, gar wenig unspektakulär und langweilig an. Aber genau das ist ein Irrtum, denn wer so denkt, der verpasst garantiert richtig gut gemachte Spiele-Unterhaltung, und dabei ist egal welchen Film Traveller’s Tale (TT) in Klötzchenform umsetzen. Und ja, die Aussage können wir beweisen …

Nachdem TT 2005 die Grundlage mit Lego Star Wars – Das Videospiel geschaffen und damit einen grandiosen Erfolg erzielt hatte, war es nur eine logische Schlussfolgerung weitere zugkräftige Namen des Film-Biz nicht nur virtuell entstehen zu lassen, sondern das ganze mit dem durchaus sehr beliebten (Kinder)Spielzeug des dänischen Herstellers LEGO zu kombinieren. Die Idee ist einfach wie banal und, keine Frage, eine wahre Goldgrube. Egal ob Fluch der Karibik, der gute alte Indi, Batman und Konsorten oder aber J.K. Rowlings Zauberlehrling aus Hogwarts, besser bekannt als Harry Potter.  Während sich ein Teil dieser Lego-Spiele durchaus bravourös geschlagen und grundsolide, spaßige als auch vielfältige Unterhaltung bot (Star Wars, Harry Potter), mogelten sich auch weniger gekonnte Ableger darunter (Star Wars III: The Clone Wars), die einem den eigentlich vorhandenen Spaß an Lego-Spielen gründlich vermiest haben. Vor allem wer bis dato alle Lego-Teile bis zum bitteren Ende (alle Erfolge / alle Trophäen) abgeschlossen hat weiß um die Hochs und Tiefs der Serie. Blieb, mit diesem Wissen unterm Strich die Frage: Was wird TT wohl aus Tolkiens Herr der Ringe machen?

Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden

LEGO_HdR-Comic-Con (3) Buch oder Film … oder andersrum …ach, ist eigentlich egal! Denn mit Verlaub, es spielt keine Rolle, woran sich TT für die Entstehung von Mittelerde in Lego-Design gehalten hat. Das Buch ist die Basis des großen Ganzen, folglich auch seinerzeit der Inhalte-Lieferant der grandiosen Zelluloid-Umsetzung durch Peter Jackson (2001 – 2003) und nun eben auch für das Spiel Lego: Herr der Ringe. Entwickler TT hat für diese Versoftung einmal mehr seine ganz eigenen Ideen sprießen lassen und erzählt die Herr der Ringe Geschichte in einer Kombination aus Buch und Film. Stellen, die z.B. der Film ausgelassen hat, die jedoch im Buch vorhanden sind, hat TT auf ihre Art eingebunden. Das Gute an der gesamten Inszenierung ist, dass diese selbst durch die Mitnahme von ergänzenden Buch-Inhalten zum Filmgeschehen nicht langatmig oder gar langweilig werden. Mitnichten, denn Traveller’s Tale haben sich auf ihre herrlichen Roots besonnen und, z.B. im Vergleich mit Lego Batman 2, wieder deutlich mehr herrlich mitunter auch skurrilen Humor integriert. So folgt die Geschichte im Ganzen der Buch- und Filmvorlage, beweist aber TT- bzw. Lego-Spiel typische Eigenheiten. Beispiele gefällig? Nun, wie wäre es damit, dass, als Arwen, als sie den Fluß beschwört um ihre Verfolger abzuschütteln, sich ein knallgelbes Surfboard in den Fluten tummelt. Oder man nehme Merry und Pippin, die mit Stethoskop und Mundschutz ausgestattet Frodo nach Erleiden einer Verletzung – Tragbahre inklusive, die dann final nur nicht gebraucht wird, weil Aragorn sich Frodo kurzerhand über die Schulter wirft. Diese Momente sind zahlreich vorhanden, in den seltenen Fällen aber offensichtlich oder in den Vordergrund drängend. Vielmehr fügen sich diese humorigen Intermezzi gekonnt in das gesamte Story-Bild ein. Aber auch die, zumindest gültig bis Lego Batman 2, da die Klötzchen-Manschgerl angefangen haben zu reden, ausgefeilte Mimik ist wieder mehr vertreten, so dass selbst auch in Lego Herr der Ringe vorhandene Dialoge wieder mehr Pfiff haben und ganz anders wirken. Definitiv war das immer eine witzige, nichts desto weniger gekonnt umgesetzte Besonderheit, dass eigentlich Figürchen mit eher minimalistischen Gesichtszügen Emotionen und dergleichen ordentlich zu vermitteln vermochten.

„Der Ringträger macht sich nun auf die Suche nach dem Schicksalsberg. Euch, die ihr mit ihm geht, wird kein Eid und keine Verpflichtung auferlegt weiter zu gehen, als ihr wollt. Lebt wohl und haltet fest an eurem Ziel. Möge der Segen der Elben und Menschen und aller freien Völker euch begleiten.“

LLOTR 30 Generell folgt Lego: Der Herr der Ringe den – sagen wir – typischen Lego-Spiele-Spuren, allerdings nicht ohne doch wieder einiges, z.B. im Vergleich zu Batman 2, besser zu machen, anders zu machen und auch neu zu machen. Nicht mehr neu, dafür zweifelsohne besser ist die Sprachausgabe der Klotz-Gefährten ausgefallen. Haben die Jungs und Mädels in Lego Batman 2 noch zu viel im wahrsten Sinn des Wortes gelabert und dem Spieler versucht ein Schnitzel ans Ohr zu quatschen, was – mit Verlaub – echt ätzend, tröge und langweilig war, wissen sich die Herr der Ringe Lego-Gesellen gut auszudrücken. Akzentuiert, getreu dem Motto „weniger ist mehr“ und einfach reduzierter, ohne das elementare Gespräche, Story-relevant, auf der Strecke bleiben. Wer die Filme kennt, wird zudem das eine oder andere Zitat, ggf. etwas abgewandelt, wieder erkennen. Und wie erwähnt, wird die Rederei Gott sei Dank durch mehr Mimik, Gestik und damit verbunden charmantem Witz ergänzt. Die Sprachausgabe ist dezent, gut gewählt, treffend und passt vorzüglich ins Gesamtbild. Egal ob die deutsche Synchronisation oder das englische Original – eure Ohren müssen sich nicht fürchten unnötig zugeratscht zu werden.

Wenn wir schon bei den akustischen Dingen sind, greifen wir doch gleich einmal die musikalische Begleitung auf als auch die zahlreich vorhandenen FX-Sounds, die Lego: Der Herr der Ringe gesamt sehr gut zu Gesicht stehen. Wer vom Film verwöhnt ist, bezogen auf die orchestralen Klänge, die mal mehr, mal weniger im Hintergrund die Geschichte bzw. die Szenerien begleiten, gibt es an diesen Tönen definitiv nichts auszusetzen. Logisch dürfte erscheinen, dass die vorhandenen Kampfgeräusche sicher nicht so brachial erklingen wie im Film. Aber das macht nichts, denn sie passen dafür einfach zum Lego-Geschehen – und darauf kommt es an. Es fehlt im Übrigen auch nicht an den gerne mal lustigen Geräusch-Intermezzi, wenn Sam dafür sorgt, dass eine Pflanze von schnellem Wachstum befallen in ungeahnte Höhen aufschießt und dabei – je nach Wachstumsstufe – ein Plopp von sich gibt.

“Ein Zwerg wird von niemandem geworfen!!!”

Ja, natürlich werdet ihr alle aus Buch/Film vertrauten Figuren treffen: Frodo, Sam, Legolas, Gimli, Aragorn, Sauron, Gandalf, usw. usf. Während sich die Geschichte entwickelt, wie gewohnt beginnt ihr damit zunächst einmal die Story komplett zu spielen, gesamt in 18 Kapitel aufgeteilt. Gemäß Buch/Film-Vorgabe entwickelt sich das Geschehen und ihr werdet, typisch für Lego-Spiele, recht linear durch die Geschichte gezogen. Dabei gibt es allein schon in der Story selbst viel zu tun. Entdeckern stehen die Türen offen und auch Rätselfreunde werden auf ihre Kosten kommen. Die dargebotene Kost ist moderat, nicht zu leicht, nicht zu schwer und zu jeder Zeit einwandfrei zu meistern. Anders noch als in Lego Batman 2 wurde die Kamera glücklicherweise wieder verbessert und auch die Steuerung hat eine Überholung erhalten und reagiert um ein vielfaches besser. Ebenso ist das Auswahlmenü, dass euch zur Verfügung steht gut gelöst, augenscheinlich eine gut gewählte Adaption aus Lego: Harry Potter. Gleich ob ihr die Figuren wechseln wollt oder im Charakter bezogenen Inventar stöbern, ein Druck auf die entsprechende Taste und es stehen acht Felder zur Verfügung (bei den Figuren sogar mehr, je nach Größe der Truppe), so dass ihr fix agieren könnt.

LEGO_HdR-Comic-Con (5) Apropos Inventar, da ha sich eine nette, kleine Neuerung eingeschlichen, das sogenannte Schatzgepäck. Auf eurer Reise durch die drei Abschnitte „Die Gefährten“, „Die zwei Türme“ und „Die Rückkehr des Königs“ könnt ihr verschiedene, besondere Objekte finden, die dann ins Schatzinventar wandern. Das sind z.B. Waffen, Werkzeuge, Rüstungsteile und Anderes. Dieses könnt ihr dann an einigen Stellen selbst gut gebrauchen, andere gebt ihr an Auftraggeber weiter. Auftraggeber? Ja, richtig gelesen, denn auch das ist neu, da ihr in der Oberwelt (Bereich, in denen ihr zu den verschiedenen Levels gelangt) auf Bewohner von Auenland, Bruchtal, Bree, etc. treffen werdet, die euch z.B. nur dann Zugang zu einem Bereich gewähren (Haus, Werkstatt, Schmiede …), wenn ihr ihnen einen bestimmten Gegenstand bringt oder eine Aufgabe erfüllt. Im Übrigen spielt es keine Rolle, ob ihr diese Dinge während des Story-Verlaufs schon suchen als auch finden wollt als auch erledigt, oder später dann, sozusagen im zweiten Durchgang, da ihr natürlich auch wieder das Freie Spielen erhaltet. Als Anmerkung am Rande: Das freie Spielen gibt euch auch genug Raum, Zeit und Option euch überall haarklein umzugucken, alles zu entdecken und die vielen, vielen Sammelaufgaben, die auch wieder mit von der Partie sind, zu erledigen.

“Den Tod als Gewissheit… geringe Aussicht auf Erfolg… worauf warten wir noch?”

Ein gutes Stichwort für uns das einmal näher zu beleuchten – was gibt es denn zu sammeln? Wie gehabt natürlich jede Menge Lego-Studs, die ihr für alles Mögliche bekommt. Am besten erneut auf alles drauf kloppen, der betreffende Gegenstand spuckt garantiert ein paar Steinchen aus, die eurem Konto gut geschrieben werden. Die roten Lego-Steine sind gleichfalls mit dabei, jedoch oft sehr gut versteckt. 20 Stück sind es, die ihr finden müsst/könnt und wenn sie gefunden wurden, solltet ihr noch über das nötige Kleingeld (Lego-Steinchen) verfügen, um die roten Steine zu kaufen. Rote Steine bieten bekanntlich nützliche jederzeit zu- bzw. abschaltbare Extras (Unverwundbarkeit, Steine-Multiplikator, usw.). Die sonst üblichen goldenen Steine, die es u.a. für den Abschluss von Levels und dergleichen gibt, sind silbernen Steinen gewichen. 250 dieser silbernen Klötze verteilen sich im ganzen Spiel. Die Besonderheit, die mit den Silber-Steinen einhergeht ist allerdings neu, denn ihr braucht die Steine nicht nur um einen erneut vorhandenen Bonus-Bereich zu öffnen, nein diese Steine gelten in der Werkstatt als Zahlungsmittel, damit ihr Items / Werkzeuge erschaffen könnt. Und da kommt noch eine Neuerung ins Spiel, da die Werkzeuge auch erst dann geschaffen werden können, wenn ihr nicht nur über die nötige Anzahl an Silber-Steinen verfügt, sondern auch den nötigen Bauplan gefunden habt und von denen tummeln sich 30 in Mittelerde, und oftmals sehr, sehr gut versteckt!

LLOTR 1 Bei allen den vielen Sammelitems und Aufgaben, die es – egal ob Story oder freies Spiel – zu erledigen gibt, kann es leicht passieren, dass man sich in Mittelerde verläuft … Na ja, mag man denken. Aber auch da hat TT dazu gelernt und das Kartensystem von Batman 2 deutlich überarbeitet – und das definitiv zu seinem Vorteil. Von Anfang an seid ihr in der Lage die Karte aufzurufen, allerdings sind zu diesem Zeitpunkt nicht alle Details enthalten. Somit müsst ihr die verschiedenen Bereiche erst aufdecken. Karten-Statuen, die sich in allen Orten, die ihr besucht, finden lassen, müssen dazu aktiviert werden und schon seid ihr genau im Bilde. Das hilft u.a. auch dann sehr weiter, wenn es an die Fein- bzw. Detailarbeit geht von wg. Figuren finden und kaufen, von denen immerhin 80 verschiedene vorhanden sind. Je mehr ihr davon habt, vor allem für das freie Spielen, desto besser. Zumal die Charaktere über verschiedene Fähigkeiten verfügen, die – anders als im letzten Lego-Spiel – wieder viel mehr zum Tragen kommen. Wiederholungstäter werden, so nebenbei erwähnt, die goldenen Truhen, von denen es pro Level zehn zu finden gibt, als bekannt einstufen, hatten diese ihren ersten Auftritt in den Indiana Jones Lego-Spielen.

“Dies möge die Stunde sein, da wir gemeinsam Schwerter ziehen. Das Horn Helm Hammerhands soll erschallen in der Klamm. Ein allerletztes Mal. Grimme Taten erwachet. Auf zu Zorn, auf zu Verderben und blutig Morgen.”

Klären wollen wir, so ganz am Rande, auch den Umstand, der schon mit Lego Batman 2 – sagen wir – falsch wiedergegeben wurde. Die Lego-Spiele, egal ob Harry Potter, die beiden Batman-Spiele oder auch jetzt Herr der Ringe bieten kein Open-World-Gameplay, wie gerne mal behauptet wird. Das ist definitiv ein Irrtum, denn das einzige, dass sich – und jeder der die Lego-Spiele hinreichend gespielt hat sollte das eigentlich wissen – lediglich die Oberwelt verändert bzw. vergrößert hat. Das ist aber definitiv keine Open-World, sondern einfach nur der Bereich, in dem ihr euch von den Levels ausruhen könnt, ein paar Extra-Aufgaben macht und um euch nicht von Level zu Level zu verlaufen, im Story-Modus, helfen durchsichtige Steinchen dabei den Weg nicht aus den Augen zu verlieren. Somit ist auch das Verlaufen zwischen den Abschnitten nicht wirklich zu fürchten. Und selbst im freien Spiel sind besagte Abschnitte einfach nur die Areale, in denen ihr dann die Levels frei Schnauze ansteuern könnt bzw. Story-bezogen zugehörige Figuren und anderes finden als auch kaufen könnt. Ein hübsches Zwischenspiel sozusagen, das inhaltlich weitestgehend sinnig mit Aktivitäten gefüllt wurde.

LEGO_HdR-Comic-Con (7) Apropos hübsch … ja, die Lego: Der Herr der Ringe Welt ist richtig hübsch geworden – mehr noch, sie sieht einfach verdammt gut aus. In Sachen Optik haben TT nochmal eine Schippe drauf gelegt und sich offenbar sehr, sehr von der Tolkien’Schen Welt inspirieren lassen. Zum ersten Mal darf sich ein Lego-Spiel durchaus den Begriff episch zuschreiben, denn die Darstellung der Troll-Höhlen oder auch die Schwenks, die es über das Nebelgebirge gibt, sorgen dafür, dass einem diese Beschreibung in den Sinn kommt. Ansonsten gibt es erneut gewohnte, sehr detailverliebte und ausgeklügelte Umgebungen, die natürlich alle Orte von Mittelerde aus Buch/Film wiedergeben. Fans der Tolkiens-Saga werden überrascht sein, dass eine Lego-Optik die fantastische Welt so gut widerspiegeln kann. Aufgefallen ist uns auch, dass an den Animationen der Figürchen geschraubt wurde, und es mutet nicht nur im weitesten Sinne stimmig, sondern auch lustig an, wenn z.B. Legolas mit blond extrem schwingendem Haar über ein Seil balanciert. Wer Vorgänger der Lego-Spiele gezockt hat, wird das eine oder andere Mal sicher über „recycelte Figuren“ stolpern. So hat Gandalf doch sehr große Ähnlichkeit mit Dumbledor oder die auch die schwarze Reiter Armee sieht aus, als wäre sie aus Harry Potter entliehen, ebenso hat der Toiletten-Troll, auch aus J.K. Rowlings Werk, den Herr der Ringe Gefährten einen Besuch abgestattet. Aber das ist ok und wir werten das keinesfalls negativ – hat es unterm Strich sogar eine Art erweiterten Unterhaltungswert. Und richtig, richtig wohlwollend haben wir festgestellt, dass die Ladezeiten in Lego Der Herr der Ringe vor allem im Vergleich zu seinen eigenen Vorgängern deutlich verkürzt worden sind. Und natürlich kommen auch Erfolgs- bzw. Trophäenjäger voll auf ihre Kosten. Alle Erfolge / Trophäen werden Offline erspielt und sowohl die kompletten 1.000 Gamerscore (Xbox 360) als auch die Platin-Trophäe (Playstation 3) sind sehr gut zu erreichen.

“Endet? … Nein, hier endet die Reise nicht. Der Tod ist nur ein weiterer Weg, einer, den wir alle gehen müssen. Der graue Regenvorhang dieser Welt wird zurückgezogen und alles verwandelt sich in silbernes Glas … Und dann siehst du es …”

Unser Fazit

90 %

HURRA – das wäre wohl das kürzeste Fazit der Spiele-Test-Geschichte, oder?! Aber es trifft es definitiv gut, denn Lego: Der Herr der Ringe ist- einfach ein verdammt geniales Action-Adventure Spiel mit vielen kleinen Einlagen aus anderen Genre. So hat der RPG-Anteil wieder zugenommen, was sich nicht nur im Figuren-Wechselspiel zeigt, sondern auch mit der Erweiterung der Aufgaben-Option im freien Spiel. Hinzu kommt der großartige Umfang und die vielen, vielen Möglichkeiten etwas zu erledigen. Egal ob in der Story oder dann im freien Spiel und da wiederum ergibt sich neues Potential in Sachen Entdecken, Erledigen gleichermaßen verteilt auf die Zwischenbereiche (Oberwelten) sowie das wiederholte Spielen der Levels. Eine fette Packung an Sammelitems verschiedener Couleur lädt zum Finden – Figuren inklusive. Die Optik ist Traveller’s Tales sehr, sehr gut gelungen und auch die Handhabung geht dieses Mal absolut in Ordnung und liefert keinen Grund zur Beanstandung. Das Lego: Der Herr der Ringe gesamt einen total dicken Umfang bietet und für lange Zeit mit Spaß ans Joypad im wahrsten Sinn des Wortes fesselt ist eigentlich das, was man von einem richtig guten Spiel erwartet. Und ja, Lego: Der Herr der Ringe ist definitiv ein verdammt gutes Game, dass man in jedem Fall gespielt haben sollte – sofern man mit Lego und/oder Herr der Ringe etwas anfangen kann. Und selbst diejenigen ,die bis dato um das eine oder andere (oder beides) einen Bogen gemacht haben, bekommen mit Lego: Der Herr der Ringe den Beweis geliefert, das sehr gute Videospiele manches Mal eben doch in dänischem Klötzchen-Format daher kommen. Für uns ist Lego: Der Herr der Ringe definitiv mit eines der besten Spiele im Bereich der vor allem auch familientauglichen Action-Adventure im Jahr 2012. Daher unser Rat an euch: Kaufen und viel Spaß beim Spielen!

Pro

  • + gelungene Umsetzung der Buch/Film-Vorlage
  • + verbessertes Kartensystem
  • + einwandfrei funktionierende Steuerung (im Vergleich mit Vorgängern)
  • + abwechslungsreiches Gameplay
  • + deutlich verkürzte Ladezeiten
  • + stabilisierte Kamera (im Vergleich mit Vorgängern)
  • + verdammt großer Umfang
  • + neue Sammel-Items und Aufgaben-Optionen
  • + jede Menge zum Freispielen (Figuren, etc.)
  • + gute Mischung aus ans Original angelehnte Dialoge und Figuren-Mimik
  • + schön gestaltete Level mit oft viel Liebe zum Detail
  • + gelungene, musikalische Untermalung

Kontra

  • - gelegentliche Textur-Fehler vorhanden
  • - Zielsystem (Legolas Bogen, Gimli werfen, usw.) ab und an mit Eigenleben

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
95 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
95 %

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Kommentare

  • Arosafahrer sagt:

    Vielen Dank für diesen umfangreichen Test…

    Sandra das hast du super gemacht.

    Großes Lob! In so kurzer Zeit einen übersichtlichen und gut geschriebenen Test anzufertigen.

    Daumen Hoch :)

  • Sandra sagt:

    Vielen Dank Arosafahrer, freut mich total, dass der Test bei dir/euch gut ankommt.
    Für mich – ganz ehrlich – immer der beste Lohn :)

  • Arosafahrer sagt:

    Der Test war der letzte Punkt der mich jetzt überzeugt hat morgen in die Stadt zu fahren und das Game zu kaufen ;)

    Grüsse aus Hannover

    Daniel

  • Chopper sagt:

    Für mich auch eindeutig der Überraschungstitel 2012 und sogar das Spiel 2012.
    Hier stimmt einfach alles und jeder der Herr der Ringe Fan ist, kann dieses Spiel blind Kaufen und einfach den großen Umfang und die wunderschöne Musik und Gameplay genießen.

  • RealHeffer sagt:

    Nach Lego Indiana Jones 2 meiner klarer Lego–Game-Favorite!
    Und nach Lego Batma 2 auch endlich eine vernüftige Sprachausgabe.

  • RFHase sagt:

    Wirklich ein super Spiel! Das beste von Lego bisher!

  • X30 Psychoclown sagt:

    Sehr schöner ausführlicher Test. Habe mir das game schon vorige Woche gekauft. Das ist das beste Lego-Spiel bis jetzt.

  • ChaoWoelfin sagt:

    Meine Kinder und ich lieben die Legospiele, Dieses steht auch schon auf dem Wunschzettel, Bei dem super Test ist es schon so gut wie gekauft !

  • Sandra sagt:

    X30 Pyschoclown & ChaosWoelfin … vielen dank für euer Feedback, freut mich sehr!
    Kann nur zustimmen, hab das Lego Herr der Ringe jetzt das erste Mal auf meinem Account durch gespielt und werde es sehr, sehr gerne nochmal auf dem Account meiner besseren Hälfte spielen ;) für mich, nach Harry Potter, das beste Lego-Spiel, dass sie bisher heraus gebracht haben.
    Speziell @ ChaosWoelfin: Ich habe sehr genau geschaut, was sie wieder anders gemacht haben. Ich habe bis dato alle Lego-Spiele gespielt und oft liegen Veränderngen, Verbesserung oder auch Verschlechterungen im Detail. Aber bei Herr der Ringe haben sie – man kann es nicht anders sagen – einfach alles richtig gemacht. Abgesehen davon, dass es der beste Lego-Teil ist, für mich ist es auch die bisher beste Umsetzung der Herr der Ringe Lizenz. – Ich wünsche schon mal viel, viel Spaß beim Spielen!
    Viele Grüße,
    Sandra (Holyana), IG-Team

  • X30 Gluecifer sagt:

    Ich mag die Lego-Spiele überhaupt nicht. Mein Gott, was für ein sinnfreier Kommentar von mir…

  • Bembel sagt:

    [MARKED AS SPAM BY ANTISPAM BEE | Server IP]
    Sehr schöner Testbericht!
    Ich hab das Spiel jetzt mit meinem Sohn im Koop angefangen.
    Manchmal findet er das Spiel heimlich, aber sehr oft kann er herzhaft lachen. Von den humorvollen Szene hätte es noch mehr geben können.
    Im Gegensatz zu den alten Lego-Spielen sammelt man hier (fast) alle Erfolge für beide Spieler.
    Ich kann das Spiel absolut empfehlen.

    ….. das ist mein 2. Versuch einen Kommentar loszuwerden….warum auch immer der erste Versuch beim Abschicken im Nirvana verschwunden ist….

  • RealHeffer sagt:

    @Sandra: Kurze Rückfrage: Habt Ihr es im Multiplayer auch mit Abstürzen und plötzliches Seitenwechseln zu tun gehabt?

  • Ich kann mich bis heute nicht mit den Lego-Spielen anfreunden. Habe früher Lego geliebt, aber als Spiel – nicht meine Welt.

  • Hirogen sagt:

    Sehr schöner Test! Habe das Spiel schon für die Weihnachtsfeiertage hier liegen! :)

  • Sandra sagt:

    @ RealHeffer
    Ja, ich habe es in mehreren Levels im Koop gespielt, für den Test und auch danach, als ich es dann im freien Spiel komplett fertig gespielt habe. Wir hatten zu keiner Zeit Probleme, dass es abgestürzt wäre oder es zu Freezes oder Ähnlichem gekommen ist. Das war ein wichtiger Aspekt, den ich vor allem für den Test auch ausprobiert habe, da die Lego-Spiele gern mal dazu neigen zu freezen, abzustürzen, sich “zu Tode zu laden”, usw..
    VG, Sandra

  • Sandra sagt:

    Danke dir, Bembel :) Feedback ist immer toll, zeigt es, was die Leser haben möchten oder nicht – wenn es gefällt, immer gut ;), dann ist man auf dem richtigen Weg.
    Wg. den Kommentaren, wundere dich nicht – im Moment macht unsere Seite was sie will *haha* Sie kommt zwar mit vielen, vielen Lesern und Beteiligten klar, aber viel sehr (!) vielen, vielen Leser – na ja, da darf sie mal in die Knie gehen ;)
    Schön das ihr da seid!
    VG, Sandra

  • gower89 sagt:

    Boah ich wünsche mir das Spiel so sehr!Aber kanns leider nicht haben ;(

  • X30 kampfKR4UT sagt:

    Mein Sohn will ständig die Demo mit mir spielen (360). Ich glaube, daß ich so langsam ernsthaft über einen kauf nachdenken muss, denn im Ork-verkloppen macht er sich ganz gut ;-)

  • Arosafahrer sagt:

    Hab die ganze Story zusammen mit meiner Frau durchgespielt und kann nur sagen fun pur…viel gelacht,viel Spass gehabt. nur zu empfehlen!!!

  • RealHeffer sagt:

    @Sandra: Danke für die Antwort.
    Noch eine letzte Frage: Installiert oder von DVD?
    Uns nervt vor allem dieses willkürlich Seitenwechseln…
    Weiß nicht woher das kommt…

  • Sandra sagt:

    Hallo RealHeffer,
    ich bzw. wir haben komplett von Disc gespielt. Eine Installation bringt nicht immer zwingend eine Verbesserung – im Gegenteil, das kann es sogar schlimmer machen.
    Solltet ihr installiert haben, schmeißt das wieder runter und spielt direkt von Disc. Wie erwähnt, so habe ich bzw. wir gespielt und das ging sehr gut. VG, Sandra

  • Digger sagt:

    mir hat es, obwohl ich manchmal ganz schön am Fluchen war wenn es darum ging eine Mitrith Stein zu holen, gut gefallen.

  • OldieFluppie sagt:

    Tolles Review Leute die sowas können beneide ich immer:)

  • KUeNSTlicher sagt:

    Danke Sandra, zum Glück verkauftst Du keine Spiele in meinem Stamm-Laden, ich würde Arm werden…

  • Marshel87 sagt:

    Lego Spiele sind auch immer wieder klasse. Ich musste mich zwar erstmal mit der Synchro anfreunden, da ich normal nur die stummen Spiele spiele, doch irgendwie hat das was. Das Spiel steht weit oben auf meiner Wunschliste!

  • Furz2505 sagt:

    Hab Lego Batman gespielt,
    war auch schon gut, aber wenn ihr hier 90% gebt, dann muss ich es glatt mal anspielen :D

  • Cratter13 sagt:

    Krasse Sache, hätte nicht gedacht dass ein Legogame eine 90er Wertung bekommen könnte. Muss ich wohl doch mal antesten.

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