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Leo’s Fortune – Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 8. Oktober 2015 | 16:02 Uhr von Alexander Winkel

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Ein flauschiger Kerl, markant mit kaiserlichem Bart und kugelrund, macht sich auf, um nach den Smartphones und Tablets auch die Konsolen zu beglücken. Leo’s Fortune ist ein für tragbare Geräte preisgekröntes Jump’n Run-Adventure, welche im vergangenen Jahr sowohl Kritiker als auch Spieler zigfach begeistern konnte. Warum Leo dem Erfinder ein solcher Ruf vorauseilt, wollen wir ebenfalls erfahren.

Weder der leicht mürrische Blick, noch das super flauschige Fell erinnern uns an bekannte Helden, doch den Schnauzer haben sich die Schweden von 1337 & Senri sicherlich bei Super Mario abgeschaut. Kein schlechtes Vorbild, wenn es um richtig gute Jump’n Runs geht. Dass Leo’s Fortune aber auch auf ganz eigenen Beinen stehen kann, wurde uns bereits auf den Smartphones und Tablets  bewiesen. Allen voran das wundervolle Artdesign mit hoch detaillierten Umgebungen wie einen Wald, Piratenschiffen und antiken Ruinen bergen ihren eigenen Charme. Da Leo nur ein recht kleiner, flauschiger Ball ist, wirken diverse Details wie Blätter und Rasen recht mächtig, kommen aber im brillanten HD rüber, so dass es ein Genuss ist, den Erfinder durch insgesamt 24 Abschnitte zu führen.

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Sehr gut mit englischer Sprachausgabe untermauert und deutschen Untertiteln unterlegt, wird eine eher simpel gehalten Story um Leo herum gestrickt. Ein unbekannter gemeiner Dieb hat sich an den Reichtümern des Erfinders zu schaffen gemacht und sich anschließend lautlos davon geschlichen. Dem gemeinen Dieb auf der Spur, macht sich Leo natürlich auf, sein Hab und Gut wieder zu ergattern. Da der Erfinder eine undankbare und garstige Verwandtschaft aufweisen kann, die bis dato jegliche finanzielle Unterstützung ablehnte, fällt der Verdacht sofort auf einige gewisse Personen, die Leo nun heimsucht. Dieses undankbar Pack, das muss einfach dahinter stecken. Ja? Wirklich? Das wird man noch sehen. Schlussendlich wird Leo’s Fortune sogar mit einer Moral in der Geschichte beendet werden. Eine kleine Botschaft, die man als Spieler mit auf dem Weg bekommt.

Viel wichtiger als die Hintergrundgeschichte ist natürlich das eigentliche Gameplay. Eine Mischung aus klassischen Geschicklichkeitsübung, rasanten Action-Sequenzen sowie kniffligen Knobelaufgaben, die es zu meistern gilt. Der flauschige Erfinder Leo kann springen, hüpfen und als besonderen Gag sein Fell plustern um über Abgründe und gefährliche Stacheln hinweg segeln zu können. Vorrangiges Ziel ist es den Dieb zu fassen. Die Verfolgung ist leichter als gedacht, hinterlässt dieser doch eine Brotkrumenspur in Form von goldenen Münzen. Den Weg vor Augen sorgen aber viele Gefahren wie gähnende Abgründe, kochend heiße Lava und mörderische Stachelkugeln für ein gewagtes Unterfangen. Es ist viel Geschick und eine regelrecht flinke Reaktion von Nöten, um Leo heil durch die Abschnitte zu bringen. Was anfänglich nur kurzzeitig eine wenig Einarbeitung bedeutet, geht aber schnell von der Hand und da ist es zu begrüßen, dass schon bald neue Herausforderungen eingestreut werden. Plattformen drehen sich, Fallen schnappen auf und zu und so muss man die vielen Elemente stets im Auge behalten.

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Fehlen Hindernisse und ist der Platz vorhanden, nimmt die kleine flauschige Kugel auch mal gerne richtig Fahrt auf und flitzt wie Sonic der Igel durch speziell ausgearbeiteten Konstruktionen wie Loopings und gewiefte Bahnen. Wer so auf dem Geschwindigkeitsrausch ist, wird unweigerlich mit geschlossenen Türen und ähnlichen Dingen abgebremst. Diese lassen sich nur mit Hirnschmalz öffnen. Legt ein paar Gewichte in einen Lastenzug oder betätigt einen Schalter. Oftmals müssen auch einfach Kisten gesucht und an eine bestimmte Stelle geschoben werden. Nichts, was man nicht innerhalb weniger Minuten durchschaut hat, aber uns ordentlich Abwechslung in den Alltag von Leo dem Erfinder bringt. Etwas was den Schweden auch wirklich gelungen ist. Leo’s Fortune bietet eine wunderbare, abwechslungsreiche Reise durch liebevoll gestaltete Welten, mit vielen unterschiedlichen Aufgaben und Herausforderungen und weiß von Anfang bis Ende zu begeistern.

Die Steuerung war bereits auf den Smartphones und Tablet erstaunlich gut umgesetzt. Mit einem Controller in der Hand arbeitet man sich einen Tick genauer und präziser durch die Fallen. Den flauschigen Leo führt man daher doch recht schnell zu seinen Glück und genießt den Abspann, sofern nicht auf zusätzliche Herausforderungen geachtet wird, innerhalb von einigen wenigen Stunden. Abseits des primären Ziel bietet Leo’s Fortune harte Herausforderungen. All sein Gold wieder in die Hosentasche zu bekommen, ist oftmals auf Anhieb möglich. Ohne den knuddeligen Fellknäuel aber in den sicheren Tod zu schicken, wie auch in jedem Level schlussendlich die Bestzeit zu schlagen ist eine wahrlich harte Nuss, die es zu knacken gilt. All das wurde gekonnt mit Erfolgen gekoppelt, so dass auch nach Abschluss des Spiels noch reichlich Gründe für Sammler vorhanden sind. Das besondere Schmankerl für hartgesottene: Nach Abschluss schaltet sich der Hardcore-Modus frei. Beendet Leo’s Fortune ohne je ein Leben zu verlieren.

Leo’s Fortune HD Edition (1080p remaster)

 

Unser Fazit

86 %

Dieser kleine Flauscheknäuel hat mich sehr überrascht, doch zeugen zahlreiche Preise und Auszeichnungen für die Smartphone und Tablet Varianten bereits von einem überdurchschnittlichen Spiel. Leo's Fortune ist ein wundervoll anzusehendes, knuddeliges und doch herausforderndes Jump'n Run geworden, was von Anfang bis Ende wirklich begeistert. Letztendlich trägt auch die grandiose Optik und das Ambiente dazu bei, dass man sich mit Leo richtig wohlfühlen kann. Und Leo's Fortune ist zu einem extrem schmalen Preis von 6,99 Euro zu haben und unserer Meinung nach jeden Cent wert.

Pro

  • + Wundervoll gezeichnetes Abenteuer mit herrlichen Hintergründen und Details.
  • + Anspruchsvolles und abwechslungsreiches Leveldesign.
  • + Kreative Knobelaufgaben in die man auch Physik und weitere Dinge einbringt.
  • + Die Steuerung ist noch einen Tick präziser als auf den Smartphones und Tablets.
  • + Zusätzliche Herausforderungen sorgen für Mehrwert.
  • + Es macht einfach Laune!

Kontra

  • - Etwas kurz und simpel geratene Story.
  • - Fallen und Rätsel nicht sonderlich anspruchsvoll.
  • - Englische Sprachausgabe.

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
87 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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