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Let’s Sing 2017 – Test / Review

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Veröffentlicht 24. Oktober 2016 | 19:08 Uhr von Alexander Winkel

Lets-Sing-2017

Das Weihnachtsfest wird musikalisch, denn die Stimmbänder werden wieder ordentlich geölt. Vor kurzem erst beehrte uns Just Sing mit einer eher erbärmlichen Vorstellung in Sachen Gameplay und Umsetzung, auch wenn das Video-Feature sicherlich für reichlich Unterhaltung sorgen wird. Nun schickt sich Entwickler Ravenscourt an, den Karakoe-Thron zu besteigen. Vieles haben die Entwickler aus der letztjährigen Version gelernt und in Let’s Sing 2017 tatsächlich besser gemacht.

Auf dem ersten Blick gleicht die neue Version dem Vorjahresableger wie ein Ei dem anderen. Sobald man sich mit seinem Spieler-Profil angemeldet hat, landet man direkt in der Musikauswahl mit hauptsächlich recht Modernen Hits und Ohrwürmern. Neben AVICII, Ellie Goulding und zahlreichen weiteren internationalen Stars wurde erstmalig eine spezielle deutsche Version veröffentlicht. Revolverheld, Namika, Glasperlenspiel und Andreas Bourani bereichern das bereits recht ordentliche Repertoire der über 35 Songs. Ein “Geiles Leben” mag man denken, auch wenn der Text dieses Songs wohl doch etwas anderes assoziieren wollte.

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Das Grundkonzept von Let’s Sing 2017 gleicht weiterhin dem von Singstar. Während im Hintergrund die passenden Musikvideos flimmern, können bis zu acht Spieler sich duellieren und genüsslich Texte trällern. Diese werden ähnlich üblicher Karaoke-Varianten unten bzw. oben im Bild dargestellt, während die Tonlinien durch den Screen ziehen. Neuerdings befindet sich der Text auch innerhalb der Tonlinien. Wer also einen ordentlich großen TV im Wohnzimmer hat, kann die Worte auch dort ablesen. Ziel ist es, möglichst gut zu singen und einen hohen Score aufzustellen.

Im Gegensatz zur letztjährigen Ausgabe von Let’s Sing haben die Entwickler einen Fokus auf die Stimmerkennung gelegt. Nach wie vor müssen zwar “nur” die Töne getroffen werden, diese aber mittlerweile richtig und das trotz altbekannter Audio-Lags bei ungünstiger TV/Soundhardware. Die 2017er Ausgabe erkennt die Stimmlage ziemlich gut und wertet dadurch extrem hart. Wer daneben trifft, bekommt schlichtweg keine Punkte und simple Tricks wie die mittels Ventilator sind gleich gar nicht mehr möglich.

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Sehr löblich, dass sich Let’s Sing 2017 nun richtig ernst nimmt und gewisses Können am Mikrofon abverlangt, auch wenn dadurch der Schwierigkeitsgrad komplett weggefallen ist und ein jeder sich demselben Niveau stellen muss. Dadurch mutiert die Serie zu einem ernstzunehmenden Singspiel, aber auch, weil sich Ravenscourt auch sonst sehr viel Mühe gibt. Die Songauswahl ist bereits ausreichend, wobei es zu bemängeln gibt, dass eigentlich keine Klassiker mehr vorhanden sind und nur noch Moderne Hits das Spektrum bilden. Die Möglichkeit eines Download-Shops haben die Entwickler aber bereits integriert und man kann nur hoffen, dass diese in Zukunft auch genutzt wird, damit ein jeder auch seine Hits findet und mit Let’s Sing 2017 Spaß haben wird.

Spielmodi werden, wie letztes Jahr, durch gesammelte VoxPoints freigeschaltet, die man sich durch singen verdient. Der Spielumfang wird dadurch sicherlich ein wenig gestreckt und der Solist kann sich zunächst darauf konzentrieren, bevor die große Party steigt. Hat man sich die Mühe gemacht, können zusätzlich zu den normalen Duellen weitere drei Varianten gespielt werde. Im Duett teilen sich die Spieler den Text auf, während ein weiterer Modus den Text immer wieder verzerrt und verschwimmen lässt. Gut wenn man die Melodie kennt und summen kann, besser wenn man den Text dazu sogar noch auswendig kennt. Außerdem kann man wie bei Singstar auch das Mikrofon weiter reichen.

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Damit liefert Let’s Sing 2017 ein solides Repertoire an Spielvarianten und sorgt mit Highscorelisten für den passenden Wettkampfgeist. Sowohl die weltweite Rangliste, als auch die unter Freunden wird direkt in der Musikauswahl angezeigt und ein Freudenschrei ist gewiss sicher, wenn nach einer guten Performance das Spiel uns darüber aufklärt, dass man den Weltrekord errungen hat. Etwas stolz ist man in einem solchen Moment dann ja schon.

Neu sind auch die Missionen, welche letztendlich vor allem Solisten länger motivieren. Drei Aufgaben stellt Let’s Sing 2017 parallel und hat man eine erledigt, taucht eine weitere irgendwo auf. Diese sind jeweils an Songs gebunden und verlangen unter anderem eine gewisse Punktzahl zu erreichen oder manche Stellen im Song perfekt zu singen. Auch einige verrücktere Missionen haben sich die Entwickler einfallen lassen. Ähnlich der Gesangserkennung wird bei den Missionen aber ein recht hohes Niveau abverlangt. Wer hier viel erreichen möchte, muss durchaus Talent beweisen.

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Unser Fazit

77 %

Let's Sing 2017 macht einiges besser als sein Vorgänger und liefert mittlerweile einen Karaokespaß, der durchaus ein gewisses Talent von den Spielern abverlangt. Die Gesangserkennung funktioniert, was Tricks unmöglich macht und ein hohes Niveau an den Tag legt. Das macht den Einstieg etwas schwer, hebt aber deutlich den Anspruch des Spiels. Insgesamt ist Let's Sing 2017 ein solides, gelungenes Karaoke-Spiel geworden. Einzig allein die Musikauswahl lässt zu wünschen übrigen. Nicht, weil keine guten Songs zu finden sind, aber weil die Abwechslung etwas fehlt. Es finden sich ausschließlich Moderne Songs auf der Disk, Klassiker und alte Hits sucht man vergeblich. Evtl. kann der Online-Shop dieses Manko dann beheben.

Pro

  • + 35 Moderne Hits und Songs inklusive deutscher Chartstürmer ...
  • + Sehr gute Gesangserkennung ...
  • + Ausreichende Spielvarianten vorhanden ...
  • + Sehr durchdachte Darstellung von Text und Tonhöhe. Sauber lesbar und ersichtlich.

Kontra

  • - ... wobei aber die Abwechslung fehlt und keine Klassiker zu finden sind.
  • - ... wodurch dar Schwierigkeitsgrad aber deutlich angestiegen ist und ein hohes Niveau abverlangt wird.
  • - ... die aber zunächst freigeschaltet werden müssen.

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
75 %
Spielspaß
 
75 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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