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Life is Strange – Episode 2 Test / Review

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Veröffentlicht 18. April 2015 | 9:44 Uhr von Marc Wunder

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Die erste Episode zu Life is Strange konnte uns schon einmal begeistern, ob die zweite Episode ebenfalls überzeugt, könnt ihr in unserem PlayStation 4 Test zur Episode 2 nachlesen.

Nutzen wir die Fähigkeiten der Protagonistin und drehen wir die Zeit zurück. In Episode 1 lernten wird Maxine „Max“ Caulfield kennen. Eine angehende Photographiestudentin, die vor fünf Jahren mit ihren Eltern nach Seattle zog und aufgrund des Studiums wieder zurück in ihrer Heimatstadt Arcadia Bay ist. Nach einem merkwürdigen Traum entdeckt sie nun, dass sie die Fähigkeit besitzt, die Zeit zurück zu drehen. Nebenbei nehmen sie noch all die alltäglichen Probleme einer Studentin in Beschlag – fiese Schläger, miese Mitschülerinnen und neue Freundschaften. Aber auch eine verschwundene Mitschülerin bereitet ihr Sorgen.

Kurz darauf trifft Max ihre frühere beste Freundin Chloe weiter, die sich nun stark verändert hat. Kurz nachdem ihre Freundschaft von neuem aufgeblüht ist, erleidet Max eine erneute Vision – die baldige Zerstörung von Arcadia Bay.

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Das Mädchen mit den Superkräften

„Out of time“ setzt nahtlos an das Ende von Episode 1 an. Am nächsten Morgen muss sich Max zunächst mit typisch klischeehaften Uniproblemen auseinander setzen. Eines der Mädchen, wird von den Anderen aufs Übelste gemobbt. Zudem ist ein virales Video im Umlauf, welches sie in einer ziemlich prekären Situation zeigt. Es liegt nun am Spieler, wie Max mit der Situation umgehen soll. Kurz darauf trifft man sich mit Chloe in einem Diner, in dem Joyce, Chloes Mutter, arbeitet. Max´ beste Freundin möchte natürlich auch gleich einige Demonstrationen der tollen neuen Fähigkeiten gezeigt bekommen. Man hat nun also einige kleinere Merk- und Denksportaufgaben zu lösen.

Wie bereits in Episode 1 erlebt, sind die interaktiven Abschnitte wesentlich größer als bei vergleichbaren Spielen von Telltale Games. Dem Spieler bleibt immer genug Zeit, die Umgebung genau zu erforschen. Wenn man möchte, dann kann man natürlich auch nur der Haupthandlung folgen, allerdings entgehen einem da viele kleine Geschichten und interessante Dialoge. „Out of Time“ konzentriert sich ganz klar auf die Freundschaft von Chloe und Max. Leider bleiben dabei Handlungsstränge wie das Verschwinden von Rachel Amber und die ominösen Visionen etwas auf der Strecke. Zudem wird wieder reger Gebrauch der Rückspulfunktion gemacht, sei es um zukünftige Ereignisse zu manipulieren oder um Chloe aus einer brenzligen Situation zu befreien. Zudem bekommt man vor Augen geführt, dass die Nutzung der Gabe für Max einen gewissen Preis hat.

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Die Macht der Entscheidungen

Im Laufe der Handlung muss der Spieler jede Menge kleine Entscheidungen treffen, die für sich genommen auf den ersten Blick keine große Tragweite haben. Auch wenn Episode 2 etwas schleppend voran geht, nähert sie sich zum Ende hin einem großen, entscheidenden Höhepunkt. Je nachdem wie sich Max bisher gegenüber bestimmten Personen verhalten hat, kann dies durchaus in einer Tragödie enden. Und genau dies ist die große Stärke von Life is Strange. Entscheidungen und ihre Konsequenzen bleiben unvorhersehbar. Es gibt im ersten Moment kein richtig oder falsch. Dies alles verwoben mit einer Masse an Hintergrundinformationen und optionalen Gesprächen in einer realistisch anmutenden Umgebung macht aus dem Spiel ein interaktives Erlebnis. Der sehr schöne Soundtrack verstärkt diese emotionale Achterbahnfahrt noch zusätzlich und kommt immer in den richtigen Momenten zum Einsatz. Das Fehlen von jeglichen Geschicklichkeitstest in Form von Quick-Time-Events hebt den Titel zusätzlich positiv von ähnlichen Genrevertretern ab. Action ist wohl dosiert und interaktiv – kein stupides Knöpfe-drücken.

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Was leider sehr negativ ins Auge sticht, ist die Grafik. Natürlich kann ein kleines Studio wie Dontnod nicht mit einer teuren Grafikengine aufwarten, aber die Optik von Life is Strange kann man höchsten als „zweckmäßig“ bezeichnen. Figuren und Objekte sind an sich schön und detailliert genug gestaltet, allerdings lassen die Gesichter fast jedwede Mimik vermissen. Auch werden Objekte im Hintergrund auffallend unscharf und flimmern geradezu übertrieben vor sich hin. Positiv stechen jedoch Szenen wie Sonnenuntergänge und Gewitterstürme heraus. Diese sind sehr ansprechend und atmosphärisch gestaltet.

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Unser Fazit

79 %

Life is Strange: Out of Time setzt die Geschichte rund um die die Studentin Max fort, tritt dabei allerdings kräftig auf die Bremse. Die Erneuerung der Freundschaft zwischen Chloe und Max steht klar im Vordergrund. Wichtige Handlungsstränge aus Episode 1 werden gar nicht oder nur unzureichend fortgesetzt. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde die Story erst Anlauf nehmen müssen um richtig in Fahrt zu kommen. Das grandiose Finale entschuldigt dann aber für jegliche Längen dieser Episode und macht Lust auf mehr. Man möchte einfach wissen, wie sich bestimmte Entscheidungen zukünftig auswirken werden.

Pro

  • + interessante Geschichte
  • + viele optionale Dialoge und Infos
  • + sehr gute (englische) Synchronisation
  • + toller Soundtrack

Kontra

  • - Optisch schwach
  • - Viele Längen
  • - Handlungsstränge werden „pausiert“
  • - Keine deutschen Untertitel

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
82 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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