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Life is Strange – Episode 4 Dark Room Test / Review

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Veröffentlicht 5. September 2015 | 18:27 Uhr von Marc Wunder

Life-is-Strange-Ep-4-Screenshot

Cliffhanger sind eine gute Möglichkeit, die Vorfreude auf eine kommende Episode zu schüren. So geschehen in Episode 3 – Chaos Theory. Dark Room setzt nun nahtlos an das verstörende Ende an und schlägt im Laufe der Episode merklich dunklere Töne an.

Leben und Tod

Max, die das Hier und Jetzt durch ihre neuen Fähigkeiten in eine für sich sehr unbequeme Position gebracht hat, steht vor einer schweren Entscheidung, an welcher Entwickler Dontnod den Spieler direkt emotional daran Teil haben lässt.

Die Entwickler nehmen sich gerade in diesen bedrückenden Szenen sehr viel Zeit. Der Einstieg in diese Episode startet somit sehr gemächlich. Gerade in diesen leisen Momenten zeigt sich die wahre Stärke des Geschichtenerzählens – und ringt dem Spieler auch eine schwierige Entscheidung ab. Die letztendliche Lösung des Problems hingegen ist zwar nicht beeinflussbar, bleibt allerdings jederzeit nachvollziehbar. Trotzdem ist es löblich, dass man selbst mit solchen unbequemen Situationen konfrontiert wird. Es regt zum Nachdenken an. Wie würde man selber entscheiden? Wie würde man selber fühlen? Man entwickelt echte Emotionen. Und zwar nicht durch die Vorschlaghammermethode anderer Games, sondern mit dem nötigen Feingefühl. Schon alleine diese Szene zeigt, was das Medium Videospiele auch sein kann: Kunst. Schon alleine gebührt Dontnod Respekt.

Bereits an diesem ersten Kapitel merkt man: langsam wird es ernst. Die Stimmung wird düsterer. Die zu treffenden Entscheidungen schwieriger. Es geht um Leben und Tod.

life-is-strange-ep-4-screenshot-02

 

Wo ist Amber?

Zwar klingt auch in Dark Room das Hauptthema – die Katastrophe – immer wieder im Hintergrund an, doch beschäftigt sich diese Episode vorrangig mit einem irdischen Thema: Was ist mit Rachel Amber passiert?

Max und Chloe haben mittlerweile genug Indizien gesammelt, um detektivisch eine heiße Spur zu finden. Man hat nun selber die Aufgabe, richtige Beweismittel zu kombinieren und so den nächsten Schauplatz zu ermitteln. Diese immer wieder eingestreuten Rätsel mögen zwar nicht besonders schwierig sein, jedoch sind sie logisch inszeniert und sorgen für Abwechslung abseits der Dialoge.

Ebenfalls beeinflussen immer mehr Entscheidungen vergangener Episoden die Handlung direkt. Was hat man mit Franks Hund angestellt? Wo ist Chloes Waffe? Wie geht es Kate? Je nachdem, wie man sich entschieden hat, verändern sich einige Szenen – teils mit erschütternden Resultaten – oder man bekommt einige Ereignisse gleich gar nicht zu sehen.

Auch tut es der Handlung sehr gut, dass man sich diesmal auf das verschwundene Mädchen konzentriert. Zu oft wurde dieses Thema in vergangenen Episoden aufgegriffen und gleich wieder fallen gelassen. Die Suche nach Rachel führt Max und Chloe an verstörende Schauplätze – und fördert düstere Geheimnisse gewisser Personen der Blackwell Academy ans Tageslicht. Alles weist am Ende auf einen bestimmten Täter hin – nur damit die Story im Cliffhanger eine 180-Grad Wende hinlegen kann. Klasse!

Die Vorfreude ist geweckt. Die Spannung steigt. Es wird Zeit für das Finale!

life-is-strange-ep-4-screenshot-03

 

Unser Fazit

85 %

Man hätte es am Anfang nicht erwartet, aber Life is Strange wird von Episode zu Episode besser. Gestartet als Teeniegeschichte mit Mysteryanklängen entwickelt sich die Story immer mehr zu einem waschechten Thriller. Dontnod findet dabei immer die richtige Mischung aus langsamen und aufregenden Szenen. Und das ganz ohne nervige Quick-Time-Events. Auch die Interaktivität kommt nicht zu kurz. Die Entwickler lassen dem Spieler gerade genug Freiheiten, damit er sich nicht als bloßer Zuschauer fühlt, jedoch auch nicht zu sehr von der eigentlichen Story abgelenkt wird. Man darf gespannt sein, ob in Episode 5 auch alle Fragen beantwortet und alle Handlungsstränge zu einem befriedigenden Ende verwoben werden.

Pro

  • + spannende Geschichte
  • + guter Tempowechsel
  • + sehr gute (englische) Synchronisation

Kontra

  • - Optisch altbacken
  • - Keine deutschen Untertitel

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
87 %

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