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Little Witch Academia: Chamber of Time – Test / Review

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Veröffentlicht 25. Mai 2018 | 18:51 Uhr von Ewelyn

Little-Witch-Academia-Chamber-of-Time-Artwork

Little Witch Academia: Chamber of Time könnte eine kleine Liebeserklärung von den Entwicklern an die Fans sein. Nach nur wenigen Minuten im Spiel wird klar, dass sich das Action-Rollenspiel hauptsächlich an die Fans des gleichnamigen Anime-Hits richtet. Angefangen von der originalen japanischen Synchronisation, gefolgt von dem charmanten Anime-Look und dem großzügigem Charakter-Roster, dass mit bekannten Gesichtern nur so überquillt. Wir sind daher der Frage auf den Grund gegangen, ob Little Witch Academia: Chamber of Time auch diejenigen verzaubern kann, die nicht den Anime geschaut haben – die Antwort dazu findet ihr in unserem Bericht!

Um die Geschichte von Little Witch Academia: Chamber of Time erleben und genießen zu können, müsst ihr weder die Filme noch die Serie dazu geschaut haben. Die Hintergrundgeschichte zu den Charakteren und der Handlung werden in angenehmen Rückblenden veranschaulicht. Das Spiel selbst ist nach der ersten Staffel des Animes angesiedelt und startet mit dem Beginn der Sommerferien auf der Luna Nova Akademie. Wir schlüpfen in die Rolle von der lebensfrohen und tollpatschigen Akko, die an der Zauberschule ihrem Vorbild Shiny Chariot nacheifern möchte, um eine ebenso großartige Hexe zu werden. Akko ist jedoch nicht die begabteste Hexe auf der Schule, und wird regelmäßig von ihren Mitschülerinnen deswegen verspottet. Darüber hinaus manövriert sie sich öfters mal in die eine oder andere verflixte Situation, woraufhin sie wiederholten Ärger von den Lehrern bekommt.

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Zu Beginn des Spiels haben wir wiederholt Unsinn getrieben und wurden dazu verdonnert, die Bibliothek der Zauberschule während der Sommerferien aufzuräumen. Nach gerade mal drei einsortieren Büchern schläft Akko vor Langeweile auf dem Tisch ein und verschläft somit beinahe den kompletten ersten Tag. Noch während unsere Heldin sich im Land der Träume aufhält, jubelt uns eine eigenartige Gestalt ein Buch unter, welches von Akko nach dem Aufwachen in das Regal einsortiert wird. In der Zwischenzeit stoßen Sucy und Lotte hinzu, die ihrer Freundin beim Aufräumen helfen wollten. Währenddessen nimmt das Schicksal seinen Lauf: Akko bricht ein geheimes Siegel, und eine Kellertür öffnet sich in der Bibliothek – die Kammer der Zeit! Die drei Freundinnen schreiten die Stufen hinab und setzen Dinge in Kraft, von denen sie nichts wissen können. Mit dem Betreten der Kammer wurden sie in einer Zeitschleife gefangen, sodass sie den gleichen Tag immer und immer wieder von vorne erleben müssen. Ab hier übernehmen wir wieder die Kontrolle von Akko und unser Ziel ist klar: Das Mysterium der Kammer lösen und aus der Zeitschleife entfliehen.

Leider ist der Anfang ziemlich zäh, woraufhin man zunächst die Zähne zusammenbeißen muss, bis die Geschichte richtig an Fahrt aufnimmt. Die Zeit an der Zauberschule ist in zwei Bereiche unterteilt, einmal das Erkunden der diversen Dungeons in 2D-Side Scrolling Manier und das Leben an der Schule, dass mit einer großen Auswahl an Nebenaufgaben daher kommt. In den Dungeons, die teilweise sehr karg und lieblos wirken, steht euch ein Anführer sowie zwei Support-Charaktere zur Verfügung. Bereits zu Beginn des Spiels hat man Zugriff auf alle spielbaren Charaktere, wodurch der Diversität keine Grenzen gesetzt wird. Jeder Charakter hat seine einzigartigen Boni als Anführer, so erhalten die Support-Charaktere mit Akko als Anführer mehr Erfahrungspunkte und Akko selbst kann nochmal zum Leben erweckt werden, wenn sie einmal k.o. zu Boden ging. Neue Fähigkeiten können über ein Sternenkonstellationen-Brett hinzugefügt werden und stehen allen Charakteren zur Verfügung, bis auf die individuellen Spezial-Attacken der einzelnen Charaktere.

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Die Steuerung in den Dungeons, die nur durch magische Schlüssel betretet werden können, ist leider schwammig und unpräzise. Daher können so manche Attacken auch an den Gegner vorbei gehen. Besonders frustrierend war es, wenn die Support-Charaktere – trotz Gegner – stehen geblieben sind oder gar wild im Kreis umher liefen und nicht das machten, was sie sollten, und zwar kämpfen. Mehrfach kamen Situationen zustande, dass man plötzlich ganz alleine gegen einen Mob- oder sogar Bossgegner kämpfen durfte. Zudem können Gegner zurück geworfen werden, wodurch sie manchmal sogar außerhalb des Bildes landeten und wir erst wieder warten mussten, bis sie wieder einen für uns zugänglichen Bereich betreten haben – das dauert teilweise sehr lange und hätte auch anders gelöst werden können. Dadurch wird ganz schnell die komplette Dynamik ausgehebelt und die einzelnen Kämpfe werden unnötig in die Länge gezogen. Es hat trotzdem öfters mal Spaß bereit die Gegner mit den unterschiedlichen Zaubersprüchen ins Jenseits zu befördern. Ganz besonders eindrucksvoll sind die individuellen Zauber der Charaktere, die alle mit einer wunderbaren Animation versehen wurden.

Wenn wir uns mal nicht mit Monstern rumprügeln, versuchen wir die zahlreichen Nebenaufgaben in Luna Nova zu lösen – und davon gibt es viele! Das Erkunden der Schule kann besonders für Fans des Animes eine schöne Sache sein, denn die komplette Schule kann erkundet werden. Leider ist die Schule so riesig, dass die Laufpassagen auch wieder die komplette Dynamik aushebeln können und wir dank schwerfälliger Orientierung uns zu Beginn oft in den Richtungen geirrt haben. Aber da wird mit einem Teleport-Zauber glücklicherweise etwas Abhilfe geschaffen, denn mit voranschreiten in der Haupthandlung könnt ihr euch zwischen ausgewählten Orten hin und her teleportieren – Zeit ist Geld in Little Witch Academia: Chamber of Time. Die zahlreichen Nebenaufgaben stehen euch nur zu bestimmten Tageszeiten zur Verfügung. Während uns Lotte zwischen 8:00 Uhr und 9:59 Uhr in der Kantine beispielsweise eine Nebenaufgabe geben möchte, verschwindet sie um 10:00 Uhr wieder und wird von anderen Charakteren ersetzt, die eine neue Aufgabe für einen haben könnten. Im 2-Stunden-Rhythmus muss man sich von Nebenaufgabe zur Nebenaufgabe hangeln und haben wir mal was vermasselt, so warten wir bis zum nächsten Tag, da um 00:00 Uhr die Zeit wieder – Dank Zeitschleife – zurückgesetzt wird. Dadurch ist viel Planung von Nöten, um alles unter einen Zauberhut zu bekommen! Aber so wirklich mitreißend sind die Mini-Events leider nicht, da entweder Gegenstände aus Dungeons geholt, mit anderen Charakteren gesprochen oder diverse Zauber gewirkt werden sollen.

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Grafisch macht Little Witch Academia: Chamber of Time einen wunderschönen Eindruck. Wenn ihr bereits den Anime gesehen habt, dann werdet ihr allerhand Ähnlichkeiten erkennen. Seien es die Animationen von Akko, während sie am schleichen ist, oder wie die Effekte sowie die Wirkung der Zauber. Jedoch mussten wir bei der Synchronisation kleinere Mängel feststellen. Die Sprecherinnen haben wirklich gute Arbeit geleistet, um jedem Charakter ihre Individualität einzuhauchen. Manchmal passten jedoch die Lippenbewegungen nicht zur Tonspur – oder eher nicht vorhandenen Tonspur. Denn oftmals haben die Mädchen schon angefangen die Lippen zu bewegen, während erst Sekunden später der Ton herauskam. Nichts desto trotz machte es Spaß der japanischen Synchronisation zu lauschen. Bei den Untertiteln stehen euch unter anderem Englisch, Deutsch, Spanisch und mehr zur Verfügung.

Zum Release wurde auch ein Mehrspieler-Modus zu Little Witch Academia: Chamber of Time geliefert, doch trotz mehrmaligem Probieren, hatten wir nie Glück in einen der Online-Räume zu gelangen. Wir werden es weiterhin probieren und werden euch davon berichten, sobald es uns gelungen ist, ein Online-Match zu spielen! Grundsätzlich sollte es aber möglich sein, offline als auch online in einer Party mit bis zu drei Spielern durch die Dungeons zu streifen. Zudem sollen auch PvP-Kämpfe zur Verfügung stehen, die 1-v-1-Kämpfe zulassen und insgesamt fünf verschiedene Modi bietet.

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Bild 1 von 12

 

Getestete Version: Playstation 4

Unser Fazit

74 %

In Punkto Präsentation macht Little Witch Academia: Chamber of Time niemandem was vor, da die Zwischensequenzen glatt aus dem Anime stammen könnten und wirklich jeder Charakter vertont wurde. Das muss aber nicht immer gut sein, denn in den Dungeons den selben Zauberspruch immer und immer wieder erneut ausgesprochen zu hören, kann auf Dauer sehr nervig sein. Durch die Ecken und Kanten wird leider oft der Spielfluss gestört, sei es durch die schwammige Steuerung oder das nicht reagieren der Support-Charaktere in den Dungeons. Trotzdem hatten wir sehr viel Spaß, die zahlreichen Nebenaufgaben zu lösen, die Charaktere kennenzulernen und die lustigen Dialoge zu verfolgen. Somit ist Little Witch Academia: Chamber of Time ein rundum gelungenes Action-Rollenspiel!

Pro

  • + Versprüht den Charme des Animes
  • + Zeitschleifenmechanik interessant
  • + Vielfältige Charaktere
  • + Große Auswahl bei den Fähigkeiten
  • + Viele Nebenaufgaben
  • + Amüsante Dialoge zwischen den Heldinnen
  • + Freies Erkunden der Schule möglich
  • + Wunderschönes Art-Design
  • + Toller Soundtrack

Kontra

  • - Zäher Einstieg
  • - Übersicht der Nebenaufgaben geht oft verloren
  • - Lieblose Dungeons
  • - Framerate ab und zu instabil
  • - Repetitives Kampfsystem

Unsere Bewertung

Grafik
 
79 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
74 %

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Newsjunkie des iG-Teams. Verehrerin des JRPG-Genres und leidenschaftliche Shooter-Spielerin.

Kommentare

  • BellaTrix sagt:

    Hallo und danke für den Test. Habe ein paar Tests zu Little Witch Academia: Chamber of Time schon gelesen und immer hat es mich nicht überzeugt, weil es von Leuten (denke ich) gemacht wurde, die in solchen Spielen nicht oft zuhause sind. Aber euer Test ist da ganz anders und deswegen auch total gut. Ich glaube ihr kennt solche Spiele gut oder? Das hat mir auf jeden fall sehr weiter geholfen!!! Und jetzt weiß ich das ich das Spiel kaufen kann als Geschenk für eine Freundin. Danke euch!!!

    • Ewelyn sagt:

      Huhu BellaTrix, das hört sich wundervoll an!

      Bin froh das dir unser Testbericht zu Little Witch Academia: Chamber of Time geholfen hat die Entscheidung zu treffen :)

      Super Sache!

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