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Lococycle – Xbox 360 Test / Review

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Veröffentlicht 12. März 2014 | 11:37 Uhr von Marcel

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Das Entwicklerteam hinter Twisted Pixel ist für seinen Humor und ausgefallenen Ideen allseits bekannt. In der Vergangenheit haben die Entwickler so manches hochwertiges Xbox Live Arcade Spiel wie zum Beispiel: The Maw oder Splosion Man veröffentlicht, dass sicher einer grossen Beliebtheit erfreute. Können die Entwickler an vergangene Erfolge anknüpfen mit Lococycle? Ob das Unterfangen gelingt oder der neuste kreative Erguss eine völlige Pleite ist, erfahrt ihr in unserem Lococycle Testbericht zur Xbox 360 Version.

Ein Unwetter mit verheerenden Folgen

Die Xbox One Version ist bereits seit einigen Monaten im Xbox Store erhältlich, wobei die Xbox 360 Spieler bis vor kurzem auf den Titel warten mussten. Mit Lococycle sprengen die Damen und Herren jedes Mass des guten Geschmacks! So reizt das Arcade-Spiel mit 2GB Downloadgrösse nicht nur das maximale Limit für ein Arcade-Spiel aus. Nein, beim ersten Starten möchte das Spiel dann nochmals einen fast genauso grossen DLC mit Zwischensequenzen auf die Festplatte herunterladen.
Gut, sobald man das Intro gesehen hat, wird dem Spieler sofort klar, für was die ganzen Daten verwendet werden. Mit echten Schauspielern und mehrere Minuten Laufzeit wurden hier sichtlich keine Mühen noch Kosten gescheut, um einen optimalen Start in die Welt und die Geschichte von Lococycle zu gewährleisten.

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Die Story hinter Lococycle sollte man nicht ganz Ernst nehmen. Auf einer Präsentation werden zwei gepanzerte Motorräder vorgestellt, welche mitten in der Vorstellung von einem Blitz getroffen werden. Eines der beiden Bikes entwickelt durch diesen Zwischenfall ein Bewusstsein und so nimmt die abstruse Geschichte unweigerlich seinen Lauf. Iris, so heisst das Bike, und Pablo, der unglückliche Mechaniker der sich am Hinterrad mit seinem Bein verhangen hat, rasen in Richtung grosses Abenteuer.

Was genau ist Lococyle?

Twisted Pixel hat einmal mehr ein sehr exotisches Spiel entworfen, was einem schwer fällt, einer konkreten Genre-Kategorie zuzuordnen. Es wird mit einem Bike durch die Welt gebrettert und zwischendurch wird geschossen und gekämpft was das Zeugs hält. Die Story setzt dem Ganzen die Krone auf. Ein Motorrad mit Bewusstsein kann man ja noch akzeptieren. Ein Bike was über die Pisten heizt mit einem Mechaniker, der sich am hinteren Rad eingeklemmt hat und über den ganzen Asphalt nachgezogen wird, geht dann doch irgendwie zu weit. Als wäre das noch nicht der Höhepunkt des Eisbergs, kämpft das Bike in bester Naruto oder Dragon Ball Manier gegen lästige Widersacher oder fliegendes Gesindel.

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Die Kämpfe sind dabei nicht sonderlich anspruchsvoll und Arten rasch in einem simplen Button-Mashing aus. Hie und da mal ein Block einer gegnerischen Attacke, schon führt die Kombination schnell zum Erfolg und lässt die Gegner ganz schön alt aussehen.

Happy Shopping

Je nachdem wie der Spieler in der Mission abschneidet, dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, gibt es mal mehr oder weniger Geld für den Spieler zum Ausgeben. Mit dem Geld kann das Motorrad mit unterschiedlichen Upgrades versehen werden wie zum Beispiel mehr Lebenspunkte oder stärkere Schlägen.

Lococycle hinterlässt einen faden Beigeschmack mit eigentlich guten Ansätzen. Das Spiel ist kurzweilig, anspruchslos und für Gamerscore Jäger, die auf die Erfolge aus sind, ein netter Zeitvertreib. Die Bewertungen am Ende eines Levels sollen den Spieler wohl anstacheln, noch schneller und besser die Mission abzuschliessen um einen höheren Highscore aufzustellen, aber nach einmaligen Durchspielen ist die Luft raus. Dazu bietet das Spiel zu wenig Abwechslung.
Immerhin darf man den Entwicklern zu Gute halten, dass sie in Sachen Sprachausgabe und Zwischensequenzen reichlich ausgefallenen Ideen hatten. Eine Live-Performance in dieser Form einzubauen ist einzigartig und war bisher in keinem Arcade-Spiel zu sehen. Die Grafik haut den Spieler nicht zwingend aus dem Hocker, ist aber ganz passabel.

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Unser Fazit

70 %

Lococycle ist ein zweischneidiges Schwert, was definitiv nicht auf die breite Masse ausgelegt ist und ehrlich gesagt fällt es einem auch schwer, die passenden Worte für das Spiel zu finden. Die Story mag etwas weit hergeholt sein und das Gameplay auch nicht sonderlich anspruchsvoll, wenn der Titel aber in Etappen gespielt wird, kann durchaus seine Freude daran haben. Die witzige Grundidee hätte durchaus Potenzial, wenn da nicht diese extreme Monotonie und Wiederholungen wären. Amüsant sind hingegen die Live-Performances die ein wahrer Lichtblick sind. Ob einem das Spielprinzip zusagt, sollte jeder erst anhand der kostenlosen Demo in Erfahrung bringen. Wer auf die Erfolge aus ist und seinen Gamerscore in die Höhe möchte, kommt um dieses Spiel wohl kaum herum.

Pro

  • + umfangreiches Intro
  • + schnelle und einfache Erfolge
  • + abgefahrene Idee
  • + Grafik solide

Kontra

  • - Monotones Gameplay
  • - Kämpfe zu abwechslungsarm
  • - Fehlende Abwechslung
  • - Datenmonster Ungeheuer

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
65 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
65 %

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Gründer von insidegames und der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäensammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Weltenbummler, Sportler und Serien-Liebhaber.

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