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Magic: The Gathering 2012 im Test

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Veröffentlicht 11. Juli 2011 | 18:40 Uhr von David

Letzte Änderung 29. Februar 2012

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In den 90ern erfreute sich das Sammelkartenspiel Magic: The Gathering sehr großer Beliebtheit. Besonders auf den Schulhöfen waren die Sammelkarten der Renner schlechthin. Im neuen Jahrtausend hingegen war Magic weniger relevant, eine ansehnliche Fan-Gemeinde konnte sich das Spiel bis jetzt noch erhalten, und neues Futter für die treuen Fans wird auch regelmäßig veröffentlicht. Der Vertreiber des Sammelkartenspiels, Wizards of the Coast, veröffentlichte im Jahr 2009 auch Nachschub für die Konsole, als das Spiel Magic: The Gathering - Duels of the Planeswalkers erschien. Vor kurzem wurde der “Nachfolger”, Magic: Duels of the Planeswalkers 2012, im Xbox LIVE Marktplatz für 800 Microsoft-Points veröffentlicht, welches wir für euch auf Herz und Nieren prüften.

Magic. Worum gehts?

Wie auch in echt, dreht sich im Videospiel auch alles um die Magic-Karten. Natürlich ist das Spiel auch mit einer Art Kampagne inklusive Story ausgestattet, welche es zu meistern gilt, bevor ihr alle Decks und Spezialkarten frei geschaltet habt. In jeder der zwei verfügbaren Kampagnen gilt es Gegner und spezielle Bossgegner zu bekämpfen. Bosse stellen euch nach ihrem “Ableben” ihr jeweiliges Deck zur Verfügung, andere Gegner geben euch neue Karten, mit welchen ihr euer Deck aufstocken könnt. Die Möglichkeit eigene Decks zu bauen, geht flöten. Angefangen wird mit zwei Decks. Im ersten Duell, welches als Tutorial bezeichnet werden kann, lernt ihr die Grundlagen des Spiels, welche sich für einen Neuling als ziemlich komplex offenbaren.
Es gibt verschiedene Elemente an Karten, wie zum Beispiel Wald, Erde oder Wasser-Karten. Um eure Kreaturen auf das Schlachtfeld zu rufen, müsst ihr zuerst Land-Karten spielen. Wenn ihr eine bestimmte Anzahl an Land-Karten gesetzt habt, ihr dürft pro Runde nur eine legen, und eine Kreatur auf eurer Hand benötigt diese Anzahl, kann sie gespielt werden. Eine Kreatur hat zwei Punkteanzahlen, die einen Punkte sind die Punkte, welche eure Kreatur für den Kampf benötigt, die anderen Punkte sind die Lebenspunkte eurer Kreatur. Ziel des Spiels ist es die Lebenspunkte eures Kontrahenten auf Null zu bringen. Wenn jemand angreift, kann der Angegriffene mit einer seiner Kreaturen blocken. Das Tutorial erklärt euch die Lage überraschend gut. Ich habe vor diesem Spiel auch noch nie Hand an die Magic-Karten gelegt, doch mit Hilfe des Tutorials habe ich mich sofort wohl gefühlt. Lediglich kleinere Einzelheiten bleiben ungeklärt, diese werden sich aber im Spielverlauf von selbst erklären.

Nach dem Tutorial wird es schon etwas kniffliger. Die Gegner geben sich meist ziemlich zäh und hartnäckig. Alles in allem ist Magic: The Gathering – Duels of the Planeswalker 2012 etwas schwieriger als der erste Teil. Um sich die ganze Geschichte schnell zu erleichtern muss man in die Tasche greifen, denn um sich Decks sofort freizuschalten, müssen Microsoft-Points her. Zusätzliche Spielmodi werden im Verlauf der Kampagne freigeschaltet.

Noch schwerer wird es im so genannten Erzfeind-Modus, so einfach sich es sich auch anhört, drei Spieler gegen einen, ist es dann im Endeffekt nicht. In diesem Modus tretet ihr, zusammen mit zwei KI-Kollegen oder mit zwei echten Kollegen via Xbox LIVE, gegen einen Feind an. Dieser ist jedoch mit allen Wassern gewaschen und ist den euren Decks weitaus überlegen und wartet sogar mit Komplotten auf euch auf. Hier ist Taktik gefragt. Anfänger sollten diesen Spielmodus jedoch vorerst ruhen lassen und die normale Kampagne zu Ende spielen.

Dem Vorgänger treu geblieben…

An dem gewohnten Spielprinzip hat sich nichts geändert. Im Vergleich zum Vorgänger aus dem Jahr 2009  hat sich leider auch nicht. Klar, es stehen euch die neuesten Karten zur Verfügung, die Grafik wurde aufpoliert und mit neuen Spielmodi kommt Magic: The Gathering – Duels of the Planeswalkers 2012 auch daher. Trotzdem, der Sammelspaß der Karten, welche ihr besiegten Gegnern abgenommen habt und den neu erhaltenen Decks, wird aber durch die Tatsache enorm getrübt, dass ihr euch keine eigenen Decks erstellen könnt. Dies wird vor allem echten Magic-Spieler ein Dorn im Auge sein. Ihr könnt lediglich eure Decks, ein paar stehen euch schon zu Beginn zur Verfügung, andere müssen erst freigespielt werden, mit den neu erhaltenen Karten aufstocken. Dies äußert sich klarerweise als einer der Kritikpunkte des Spiels, vor allem weil ja das Erstellen eigener Decks Sinn und Zweck eines Sammelkartenspiels ist. Neulinge wird es vielleicht nicht stören, da sie so Online nicht von übermächtigen Decks überrollt werden können.

Gemeinsam sind wir stark!

Das Augenmerk des Titels liegt wohl auf dem Mehrspieler- bzw. Kooperativ-Modus. In den insgesamt drei verschiedenen Modi dürfen sich die Magic-Spieler gegenseitig an die Gurgel gehen. Zur Verfügung stehen euch die folgenden Modi:

  • Jeder-gegen-Jeden: Dieser Modus gibt sich wie ein klassisches Deathmatch. Hier können bis zu vier Spieler gegen einander antreten und um den ersten Platz kämpfen.
  • Zweiköpfiger Riese: In diesem Spielmodus gibt es je zwei Teams, bestehend aus je zwei Mitglieder. Die zwei Teams treten gegen einander an. Offline könnt ihr mit einem Freund gegen zwei KI-Gegner in die Schlacht ziehen. Dieser Modus kann mit Team Deathmatch in Verbindung gebracht werden.
  • Erzfeind-Modus: Dieser Modus gibt sich exakt wie in der Kampagne, ihr spielt mit zwei Freunden gegen einen Erz-Feind. Wie oben beschrieben, kann der Erzfeind über bessere Karten verfügen, seine KI wurde auch um einiges höher geschraubt. Hier ist Teamplay gefragt, um den Erzfeind nieder zu strecken.

Die verschiedenen Modi sind neben der nervenaufreibenden, mit zahlreichen Fehlversuchen und actiongeladenen Kampagne eine willkommene Erfrischung, ist hier auch Teamwork neben den dauernden Einzelgängen gefragt.

Technik ohne Höhepunkte

Von der technischen Hinsicht ist Magic: The Gathering – Duels of the Planeswalkers 2012 kein besonders auffallender Titel. Die Grafik ist solide, mit Effekten wird gespart und mit einer Sprachausgabe ist auch ein Einzelfall. Den Helden der Geschichte hört ihr lediglich in der Anfangssequenz sprechen, sonst verweilt er in Schweigen. Doch da stellt sich die Frage: „Brauch ich das überhaupt?“ Immerhin ist Magic: The Gathering ein Kartenspiel und kein Actionspiel. Im Vergleich mit dem Vorgänger ist der neue Teil aber wirklicu um einiges hübscher. Die Kartenmodelle sind dazu noch 1A aus dem Original eingescannt. Negativ fallen eigentlich nur die etwas langen Ladezeiten auf, welche sich jedoch nicht als allzu störend herausstellte. Viel zu meckern findet man eigentlich nicht, Magic: The Gathering – Duels of the Planeswalkers 2012 ist ein technisch solider Titel, mit netten Effekten jedoch ohne Höhepunkte. Fans des Originals fällt der gewisse Magic-Charme bestimmt positiv auf.

Unser Fazit

70 %

Egal ob im Single- oder Multiplayer, Magic-Fans werden bestimmt auf ihre Kosten kommen. Interessierte unter euch, welche bisher noch nie Magic probierten, sollten bei dem Preis von 800 Microsoft-Points zuschlagen, das Tutorial wird euch alles ziemlich detailgetreu erklären. Im Mehrspieler entfacht der Titel seinen vollen Spielspaß und wird euch stundenlang vor die Xbox fesseln. Ein optisches Meisterwerk solltet ihr euch jedoch nicht erwarten und die Ladezeiten sind auch happig. Für Magic: The Gathering-Fans jedoch ein Muss.

Pro

  • ausführliches Tutorial
  • neueste Kartenpacks enthalten
  • abwechslungsreiche Spielmodi
  • gelungener Mehrspieler-Modus
  • ordentliches Gesamtpaket

Kontra

  • mit Effekten wird gespart
  • Möglichkeit eigene Decks zu bauen fällt flach
  • lange Ladezeiten

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
30 %

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Kommentare

  • xXStormbabyXx sagt:

    Also ich fand den ersten Arcade Titel von Magic besser als den neuen =/ aber das ist halt Geschmackssache. Es gibt bestimmt viele Leute, die anderer Meinung sind. Jedenfalls habt ihr wieder einen Super Bericht geschrieben ^^.

  • Alexander sagt:

    Aber man kann hoffen, dass im nächsten Teil dann endlich die Möglichkeit zum Bau von eigenen Decks vorhanden sein wird. Immerhin gab es hier ja schon die Verbesserung dahingehend, dass man nun auch die Stammkarten des Decks entfernen kann, sofern man dadurch nicht die Untergrenze von 60 Deckkarten unterschreitet. Wenigstens kann man so die Decks ein wenig anpassen und einige Schundkarten ins Exil schicken! ;)

  • Stefan sagt:

    also die Tatsache, dass man keine eigenen Decks erstellen kann, finde ich schon irgendwie lächerlich. Ist das nicht der Sinn des ganzen???

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