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Mantis Burn Racing – Test / Review

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Veröffentlicht 3. Januar 2017 | 16:47 Uhr von Alexander Winkel

Mantis-Burn-Racing-screen

Putzige Flitzer, staubige Pisten und spannende Duelle inmitten felsiger Canyons und Häuserschluchten. Wirklich gute Top-Down Racer auf den Konsolen gelten als Mangelware. Wer jedoch ein wenig die Augen offen hält, wird um Mantis Burn Racing kaum herum kommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Titeln fühlt sich dieses Rennspiel einfach nur klasse an und sieht dazu auch noch verdammt gut aus. Kurzweilig und unterhaltsam, wobei noch einiges an Verbesserungspotenzial vorhanden ist.

Die letzten Erfahrungen bezüglich Top-Down Racer waren eher bescheiden, man erinnere sich an die bittere Enttäuschung namens Grand Prix Rock ‘N Racing. All diese negativen Eindrücke könnt ihr aber getrost über Bord werfen, wenn es um Mantis Burn Racing geht. Eine epische Story oder ähnliches kann auch dieser Titel nicht bieten, jedoch konzentriert sich der Racer auf das Wesentliche: Zahlreiche Rennvarianten auf durchdachten Pisten mit einem unglaublich griffigen Spielgefühl. Sobald man hinter dem Steuer der kleinen, putzigen Flitzer sitzt und durch die ersten Schotterkurven driftet, lacht das Herz. Dazu noch einen flotten Turbo-Boost und der Kies als auch Staub fliegt filigran über den Bildschirm. Genau so stellt man sich eine arcadelastige Steuerung in einem solchen Titel vor. Will nicht heißen, dass Mantis Burn Racing sonderlich komplex ist, jedoch sollte das Spiel mit Gas und Bremse durchaus gefühlvoll vonstatten gehen, um nicht die zahlreichen Hindernisse und Felsen am Streckenrand mitzunehmen.

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Der Solist begibt sich trotz fehlender Story in ein episches Abenteuer, zumindest was den Spielumfang von Mantis Burn Racing betrifft. Die Karriere startet in der einfachen Anfängerklasse, in der auch noch entsprechende Tipps und Infos zu den unterschiedlichen Events gegeben werden. Nach drei umfangreichen Saisons geht es weiter über die Profi-, bis hin zur Veteranenklasse – ein langer, steiniger und bisweilen durchaus harter Weg zum Champion. Zahlreiche Events wie Rennen, Zeitfahren, Eliminierung, aber auch andere Variationen wie Überholen und ähnliches lockern das Renngeschehen auf. Jedes Event liefert zudem drei Herausforderungen, wie lange zu driften, Rundenzeiten zu schlagen oder im Windschatten zu fahren. All das lockert das Geschehen auf und sorgen für Abwechslung, die auf den Pisten leider etwas vermisst wird. Mit Sandstadt und New Sangri-La stehen nur zwei Austragungsorte mit je einer Handvoll Strecken zur Verfügung. Jede Piste hat ihren Charme und oft etwas markantes, doch auf Dauer kennt man jede Kurve, jeden Winkel und – sehr wichtig gegen starke KI Fahrer – sämtliche Abkürzungen.

Neben der umfangreichen Karriere und variantenreichen Events liegt ein weiterer Reiz an der Werkstatt. Die insgesamt bis zu neun Flitzer, in drei Gewichtsklassen unterteilt, können mit den nötigen Kleinteilen verbessert werden. Es wird am Motor herum geschraubt, die Räder getauscht, am Boost gewerkelt und ähnliches verbessert. Anfänglich ist der Unterschied auf dem Schotter nur kaum merklich. An den wesentlich flotteren Rundenzeiten oder auch am Driftverhalten kann man das Tuning dann aber doch ausmachen und kommt letztendlich auch wieder besser gegen die erstarkte KI an. Denn diese schläft nicht, motzt ihrerseits die Boliden auf und ist sich auch nicht zu schade, Abkürzungen zu nehmen. Vor allem der Turbo ist eine spielerische Erweiterung, welche gut genutzt immer einen Vorteil verschafft. Dieser lädt sich mit EXP auf. Erfahrung bekommt ihr für alle mögliche Stunts wie Drifts, Sprünge, aber auch für Überholmanöver oder fehlerfrei gefahrene Abschnitte. Dadurch steigt ihr zudem im Level auf, was neue Fahrzeuge, Montageteile und Geld verspricht.

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Neben zusätzlichen Wochenherausforderungen bietet uns Mantis Burn Racing zudem einen unterhaltsamen Mehrspielermodus. Sowohl in den heimischen vier Wänden für vier Rennfahrer im Splittscreen, als auch online für bis zu acht Teilnehmer geht es ab. Letzterer Modus stellt durchaus ein Novum für derartigen Download-Titel dar. Jedoch ist auch einige Wochen nach Release leider kaum etwas los, so dass ihr auch online auf Freunde angewiesen seid. Erstaunlich und erfreulich ist immerhin, dass alles in einer wirklich tollen Optik daher kommt. Die Pisten wurden mit viel Liebe zum Detail erstellt. Zahlreiche Dinge sorgen für einen Blickfang und selbst in der Metropole mit beleuchteten Häuserschluchten kommt das Spiel keineswegs ins Schwitzen. Die rasanten Rennen laufen jederzeit vollkommen flüssig, auch dann noch, wenn die Fahrer jede Menge Staub aufwirbeln und damit die Sicht stark eingeschränkt wird. Jedoch mangelt es optisch wie bereits bei der Streckenvielfalt an Abwechslung – weitere Austragungsorte wären daher durchaus wünschenswert gewesen.

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Unser Fazit

79 %

Mantis Burn Racing hat mich sehr überrascht, ganz im positiven Sinne. Kaum hat man Hand angelegt, freut man sich über das unglaublich gelungene Fahrverhalten der kleinen Flitzer. Ein paar Kurven weiter, einige Drifts im Schotter später, ist die Steuerung in Fleisch und Blut übergegangen. So muss ein Top-Down Racer sich anfühlen - einfach spaßig und unterhaltsam. Darüber hinaus bietet uns Mantis Burn Racing eine ausufernde Solokarriere mit vielen unterschiedlichen Events und Herausforderungen sowie einen hervorragend funktionierenden, leider aber nicht sonderlich stark frequentierten Onlinemodus. Etwas mehr Flitzer und Strecken bzw. Austragungsorte wären wünschenswert gewesen, denn auf Dauer verliert der Titel trotz einer wirklich gelungenen und jederzeit flüssigen Optik ein wenig seinen Reiz.

Pro

  • + Absolut gelungene Handhabe daher Flitzer, so macht das einfach Spaß
  • + Durchdachte Pisten, die auch wunderbar auf die Drifts der Flitzer ausgelegt sind
  • + Ausufernde Solokarriere mit zahlreichen unterschiedlichen Rennevents
  • + Werkstatt zum Aufrüsten der kleinen Boliden und persönlicher Anpassung
  • + Inklusive Onlinemodus

Kontra

  • - Leider nur zwei Austragungsorte
  • - Dadurch ist die Streckenvielfalt und optische Abwechslung etwas begrenzt
  • - Auf Dauer wird auch Mantis Burn Racing (noch vor Ende der Karriere) etwas eintönig

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
65 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
78 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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