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Mario Kart 8 – Test / Review

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Veröffentlicht 30. Mai 2014 | 15:59 Uhr von Sandra

Mario-Kart-8-Screenshot-06

Mario Kart erfreut sich nicht nur, seit Jahren … ach was, Jahrzehnten, an einer großen Fanbase. Mario Kart ist auch ein wahnsinniges Phänomen, denn die Spiele beweisen immer wieder sehr eindrucksvoll, dass ein simples Spielprinzip, dass sich nur marginal von Teil zu Teil verändert und damit letztlich nur gering weiter entwickelt, trotzdem an der Spitze stehen kann. Wobei das Besondere insofern noch ist, dass Mario Kart stets ein großes Frustpotential bietet, das – in diesem Fall – jedoch absolut gewollt und zweifelsfrei positiv zu bewerten ist. Und ja, auch Mario Kart 8 bildet keine Ausnahme und folgt erneut seinen ganz eigenen Regeln.

Klassisch bewährt gut geschüttelt, nicht gerührt!

Mario Kart 8 macht zusammen genommen nicht viel anders als seine Vorgänger auch. Tradition sozusagen, die dem Fun-Racer sehr gut zu Gesicht steht. Aus einem gut gefüllten Pool an Nintendo-Charakteren, u.a. Mario, Luigi, Peach, Toad, Koopa oder auch Donkey Kong, nebst prominenten Gast-Flitzern, beispielsweise Link oder auch Samus Aran, oder einem selbst kreierten Mii-Figürchen, wird gewohnt ein Lieblingsfahrer ausgewählt, mit dem es gilt jede Menge knallbunte Kurse zu bewältigen. 16 verschiedene Figuren stehen zum Spielstart zur Verfügung und können auf gesamt 30 erweitert werden. Rennen fahren, siegreich sein und Belohnung in Form von z.B. neuen Figuren freischalten – also wie gehabt, ganz einfach.

Na ja, nicht ganz einfach, denn die Kurse, die es zu schaffen gilt, haben es in sich. Dem Solisten stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Grand Prix, Zeitfahren, Versus-Rennen gegen die KI und Schlachtmodus, bei dem es im Übrigen gilt Ballons an den Karts der Gegner mithilfe von Extras zerplatzen zu lassen. Je nach gewähltem Modus steht selbstverständlich wieder die Wahl frei, in welcher Kubikzentimeter-Klasse los gelegt werden soll – je mehr, desto schneller, liegt augenscheinlich auf der Hand. Mehr Kubikzentimeter (50, 100, 150) heißt aber auch, dass die KI sehr genau weiß was sie tut und dem Spieler das Leben auf der Piste schwer machen wird. Auch das aus Mario Kart 7 bekannte Kart-Bausatz-System ist wieder mit von der Partie. Aus den drei Komponenten Chassis, Reifensatz und Flugsegel, die sich alle unterschiedlich auswirken auf u.a. Beschleunigung oder auch Handling, wird ein renntaugliches Kart gebastelt, wahlweise auch Motorrad. Ja, auch Zweiräder sind wieder mit am Start.

Mario-Kart-8-Screenshot-01

Ready – set – go!

Auf der ersten Rennstrecke angekommen ist es rundheraus ein vertrautes Gefühl, sozusagen einmal Mario Kart, immer Mario Kart. Wer den Fun-Racer, egal welchen Teil, schon einmal gespielt hat, wird sich in Mario Kart 8 fix zurechtfinden. Schnell sein, Gegner jagen und mit Extra-Items beharken, driften und riskante Überholmanöver, es ist alles mit dabei. Das sich Mario Kart 8 intuitiv spielbar erweist, liegt nicht nur am wenig veränderten Prinzip. Die Steuerung tut ihr übriges, da sie einfach gestrickt die wichtigsten Befehle auf die vier Tasten geparkt hat: Bremsen, Gas geben, Driften, Item. Coole Sache: Wer nicht mit dem großen, gern mal als „Backblech“ bezeichneten GamePad spielen möchte, kann jederzeit auch Controller voriger Generationen anklemmen, beispielsweise: Nunchuck, Wii-Mote oder sogar auch den Classic Controller der Wii. An der Stelle sei noch angesprochen, dass das GamePad der Wii U keine wirklichen Vorteile ob der zusätzlich vorhandenen Optionen bietet. Wer Lust hat, nutzt das Touch-Pad und kann damit hupen, wahlweise auch das komplette Spiel darauf spielen oder sich eine so weit übersichtliche Streckenkarte nebst Gegnerpositionen anzeigen lassen.

Mario Kart wäre aber nicht Mario Kart, wenn in den Rennen nicht die immer wieder gern genommenen Extras gesammelt als auch eingesetzt werden. Flugs wird jedes Rennen zur Überraschung, nichts ist mehr vorhersehbar und die Ersten werden die Letzten sein … oder auch umgekehrt. Wer weiß das schon so genau, wenn Bomben auf der Strecke explodieren, Verwandte fleischfressender Pflanzen einem selbst einen wahnsinnigen Schubs verpassen und gleichzeitig Widersachern ins Heck beißen, Bumerangs fliegen oder Schockwellen die Bodenhaftung verlieren lassen. Bekanntes wie rote oder auch blaue Panzer, Pilze, Bananen und Sterne fehlen überdies auch nicht. Falsche Fragezeichenboxen oder auch der Kettenhund hingegen haben sich aus Mario Kart 8 verabschiedet. Wem der Sinn nach in Mario Kart 7 eingeführtes Lucky 7 steht, jetzt natürlich mit acht statt sieben Einzelitems, fühle sich frei. Wer es schafft den Sack diesbezüglich zuzumachen, dem ist die Macht hold und die Gegner sollten sich definitiv in Acht nehmen.

Gut gefällt, dass die Balance ob der vielen Extra-Items auf der Strecke schlichtweg stimmt. Wer dazu neigen sollte hin und wieder das Feld von hinten aufrollen zu müssen wird mithilfe der Items auf jeden Fall trotzdem Chancen auf den Sieg wahren können. Wer hinten fährt bzw. fahren muss – warum auch immer – wird häufiger stärkere Items erhalten als diejenigen, die einsam an der Spitze ihre Runden drehen. Frustfördernd ist dabei – jedenfalls für die dann getroffenen Zielobjekte – der berühmt-berüchtigte blaue Stachelpanzer, der garantiert immer den ersten im Feld im Visier hat, sobald dieser aktiviert wurde. Des einen Freund, des anderen Leid und am Ende heiligt der Zweck die Mittel, vor allem für diejenigen Fahrer, die von ganz hinten kommen (müssen).

Mario-Kart-8-Screenshot-03

Wo wir hin reisen, gibt es keine Straßen!

Wie eingangs erwähnt, Mario Kart 8 macht im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht viel anders oder neu. Es sind Nuancen und Kleinigkeiten, hier und da eine Prise und das ist, keine Frage, gut so. Trotzdem gibt es auffällige Neuerungen, nämlich die Strecken! Insgesamt 16 neue Tracks laden ein Gummi zu lassen als auch hin und wieder der Gravitation abzuschwören und statt zu fahren zu gleiten. Antigravitationsabschnitte heißen diese Bereiche, da sich die Räder einklappen wie an Mary McFlys und Docs DeLorean am Ende von Zurück in Zukunft. Passiert dies, wird nicht mehr gefahren sondern gehovert. Während sich am Handling per se nichts ändert, was absolut gut ist, fällt vor allem die Optik in diesen Abschnitten aus dem Rahmen. Das Einstellen auf irrwitzige Loopings, Korkenzieherkurven und krasse Schussfahrten hilft die Strecke nicht aus dem Auge zu verlieren.

Die neuen Kurse wissen allesamt zu gefallen, überzeugen mit Details, mit Witz, mit Charme und vor allem mit Abwechslung. Nintendo hat einmal mehr bewiesen, dass sie kreativ zu Werke gehen und – mehr noch – die Ideen noch lange nicht ausgegangen zu sein scheinen. Es gibt toll, vor allem abwechslungsreiche gestaltete Kurse inklusive überzeugender Randbebauung sowie authentischem Nintendo-Publikum am Streckenrand. Das Ganze präsentiert sich Flimmer-, Knitter-, Ruckel- und Clipping frei. Fun-Racer-Herz was willst du mehr? Vielleicht nochmals 16 Strecken? Bitte sehr, daran soll es nicht scheitern. Erneut haben es 16 Retro-Kurse ins Spiel geschafft, welche – natürlich optisch aufgemotzt und mit diversen Gimmicks versehen – den Rennspaß mit Mario und Co. um ein Vielfaches erweitern. Die Retro-Strecken bieten Pisten u.a. aus der GBA, N64 sowie GameCube Mario Kart Ära.

Mario-Kart-8-Screenshot-04

Offline oder Online?

Nein, die Frage stellt sich ganz gewiss nicht, denn Mario Kart 8 macht so wohl Offline als auch Online Spaß. Hinzu kommt, dass das spaßige Renntreiben gleichermaßen im Einzelspieler- und natürlich im Mehrspieler überzeugt. Gegen die KI zu fahren hat seinen Reiz, hilft zweifelsfrei seine persönlichen Skills zu trainieren und sorgt natürlich dafür, dass weitere Möglichkeiten (Figuren, Extras, etc.) freigespielt werden, die dann wiederum auch im Mehrspieler zur Verfügung stehen. Und der – wenn man so will – wahren Fun offenbart sich ohnehin erst, wenn man mit bis zu vier Spielern lokal und per Splittscreen auf die Piste geht oder, noch besser, mit bis zu 12 Spielern Online die Runden dreht. Gleich gegen wen angetreten wird, es ist eine Gaudi zu fahren, zu driften, Mitstreitern die Items um die Ohren zu beuteln. Und das Ganze weil man beseelt ist vom Wunsch Erster zu werden und dann doch wieder von anderen Fahrern, garniert vom eigenen Fluchen und Frusten, von der Strecke katapultiert wird. Und am Ende gibt es keine wirklichen Verlierer, denn wo Spaß Trumpf ist, sind alle irgendwie Sieger.

Unser Fazit

90 %

Bäm! Nintendo hat es schon wieder getan und mit Mario Kart 8 einen Knaller vom Feinsten abgeliefert. Es stimmt einfach alles: Umfang, Möglichkeiten, Optik, Handling und – allerwichtigsten – der Spielspaß. Die Stärke des Fun-Racers ist natürlich der Mehrspielerpart, egal ob zu viert an einem Bildschirm oder mit bis zu 12 Rennfahrern rund um den Globus. Und wenn doch mal geeignete Gegner fehlen, Mario Kart 8 ist auch ein idealer Alleinunterhalter, der zu fordern weiß und zusammenfassend alles bietet, was ein solcher Titel bieten muss. Mario Kart 8 ist definitiv ein Stück Software bei dem wir sagen: Nicht länger warten, sondern kaufen und los spielen!

Pro

  • + tolle, abwechslungsreiche Optik
  • + 16 neue Strecken mit viel Witz, Charme & Details
  • + 16 Retro-Strecken klasse aufgehübscht und angepasst
  • + flüssige und detaillierte Animationen
  • + 30 Fahrer
  • + wohlklingende bekannte Nintendo-Sounds
  • + astrein funktionierende Steuerung
  • + Antigravitationsabschnitte

Kontra

  • - Rundenzahlen können nicht eingestellt werden
  • - manche Sprachsamples können auf Dauer nerven

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
88 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
90 %
Spielspaß
 
90 %

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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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