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Mario Party: Island Tour (3DS) – Test / Review

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Veröffentlicht 14. Februar 2014 | 14:59 Uhr von Ronny

Mario Party Island Tour Logo

Mit Mario Party: Island Tour wird nun endlich auch auf dem Handhelden ordentlich Party gemacht. Mario und Konsorten verschlägt es auf die Island Tour, auf der es 80 Minispiele auf 7 Spielbrettern zu bestreiten gibt. Geht alleine auf Minispielsafari, erklimmt den Turm von Bowser oder fordert eure Freunde zu einem Battle à la Mario heraus. Kann Mario mit seinen legendären Spiele-Partys auch auf dem Handhelden überzeugen? Erfahrt es in unserem Review.

Let’s get this Party started

Direkt nach Spielstart haben wir uns direkt in eine Einzelspielerparty gegen computergesteuerte Gegner (KI) eingeklinkt. So gelangen wir auch in ein schön übersichtlich gestaltetes Menü, in dem wir uns für eines von sieben verschiedenen Spielbrettern entscheiden können. Jedes Spielbrett besitzt Eigenheiten und eigene Regeln. Trotzdem sind alle Spielfelder nach demselben Prinzip aufgebaut: Der erste im Ziel gewinnt das Spiel. Dieser Umstand lässt nur wenig Spielraum für taktische Aktionen. Aber um dem ganzen ein wenig Würze zu verleihen wird man auf vielen Feldern mit Items belohnt. Diese können dazu dienen um mit einem Spieler den Platz zu tauschen, Spieler ein paar Felder zurückzuwerfen oder sich selbst im Würfelwert zu boosten. Wer allerdings ein Item einsetzen möchte, kann dies nur zu Beginn seines eigenen Zugs tun.

Zu Beginn der Party wird wie üblich ausgewürfelt, in welcher Reihenfolge die Spieler danach die Würfel werfen. Ist dies geklärt startet man sofort mit der ersten, eher ruhigen Würfelphase. Jeder Spieler darf in seinem Zug mit nur einem Würfel würfeln und so bleibt die Kluft zwischen den Spielern in der ersten Runde noch recht klein. Haben alle Spieler ihre Figur über das Brett bewegt, startet das erste Minispiel. Dieses wird vom System per Zufall bestimmt. Im späteren Verlauf darf sich dann aber der Spieler auf dem letzten Platz über die Minispielwahl den Kopf zerbrechen, denn er hat nun die Wahl zwischen 3 Minispielen. Die ersten drei Plätze im Minispiel werden dann jeweils mit Bonuswürfeln belohnt. Dabei erhält Bronze einen Würfel, auf dem nur die Zahlen 1-2 abgebildet sind, Silber erhält einen Würfel mit den Zahlen 1-4 und der Spieler, welcher den ersten Platz belegt, erhält einen Bonuswürfel mit den Zahlen 1-6. Diese Würfel MÜSSEN in der Würfelphase aufgebraucht werden, was einem wenn man eine niedrige Zahl braucht doch recht in Bedrängnis bringen kann.

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Aber auch das Spielbrett selbst bietet immer wieder Fallen und Stolpersteine. So gibt es “VS”-Felder, auf denen dann um drei zufällige Items gespielt wird. Hier entscheidet dann aber der Würfel, der auf dem Feld gelandet ist, welches Minispiel gespielt wird. Was aber wesentlich interessanter ist, sind die “Checkpunkte” im Spiel, die ihr nicht überwürfeln könnt. Dort wird man vom Spiel angehalten, eine Entscheidung zu treffen. So steht uns ein ganzer Gumba-Turm vor der Nase, welcher uns anhand des Zufallsprinzips entweder auf dem richtigen Weg weiterschickt, oder uns auf einen kleineren Umweg schickt. Aber keines der Felder auf dem Spielfeld wird so sehr gehasst, wie das Bowser-Feld. Hier entscheidet der Zufall über eine von fünf extrem miesen Sonderaktionen. Dabei kann euch Bowser auf den letzten Platz befördern, viele Felder (5+) zurückwerfen, eure Items vernichten oder eure Position mit einem anderen Spieler tauschen.

Das klingt sehr witzig, ist es aber nur begrenzt, da wir uns nur mit Computergegnern gemessen haben. So viel Glück wie dieser aber bei manchen Würfelspielen hatte, war das meist ein unfaires Spiel, denn in Minispielen, in denen es rein um Glück geht, waren wir chancenlos. Dafür sind diese Gegner nicht so fies veranlagt und lassen des Öfteren ihre schweren Items stecken und konzentrieren sich nur darauf, das Ende des Spielfelds zu erreichen. Wenn man gegen 3 Computer spielt, muss man deren Züge immer aktiv überspringen, oder das Spiel läuft nicht weiter (Touchpad Interaktion von Nöten).  Wer es trotzdem nicht lassen kann und unbedingt gegen den Computer spielen möchte, dem raten wir an, dass er sich Spielbretter raussucht, wo man den Fokus NICHT auf Glück gelegt hat.

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EgoParty – Bowsers Turmturnier

Bowsers Turmturnier ist der Storymodus von Mario Party: Island Tour. Und wie jede Geschichte, beginnt auch diese hier mit den drei magischen Worten. Es war einmal ein friedliches Resort im Mario Universum. Spiel und Spaß werden hier großgeschrieben. Alle unsere Freunde der Mariowelt wurden dahin eingeladen, um sich auf der Island Tour in allerlei Disziplinen zu messen. Alle waren eingeladen? Nein, nicht alle…. Bowser, der Schurke der Mario Welt, hat keine Einladung erhalten. Erbost von diesem Verhalten seiner “Spielfreunde”, beschließt er trotzdem, zum Resort aufzubrechen um Angst und Schrecken zu verbreiten. Und so entstand Bowsers Turm mitten im Paradies. Mit einer Blasenmaschine stellt er böse Doppelgänger der Bewohner her und terrorisiert so die Bewohner des Resorts. Der einzige Weg seinem Treiben ein Ende zu setzen besteht nun darin, den Turm zu erklimmen und Bowser von der obersten Zinne zu vertreiben…

In diesem Modus dürft ihr euch für einen Avatar entscheiden, mit dem ihr den Turm erklimmen möchtet. Durch den Turm werdet ihr von Toad begleitet, welcher euch auf die Minispiele, Bosslevels und wichtigsten Ereignisse während des Aufstiegs aufmerksam macht. Bowsers Turm besteht aus 30 Etagen, welche in Gruppen von 5 gemeistert werden müssen. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad der Computergegner mit der Höhe, die ihr im Turm erreicht. Auf jeder Etage treten euch 3 Blasen-Schergen entgegen und wollen sich mit euch in Minispielen messen. Ihr dürft dabei aus 2 zufällig generierten Minispielen auswählen. Schafft ihr euer Minispiel als Sieger zu verlassen, dürft ihr eine Etage im Turm aufsteigen. Nach extrem langen Animationen, erreicht man diese dann schlussendlich auch. Solltet ihr aber im Minispiel scheitern, müsst ihr die Etage bis zu einem Sieg wiederholen.

So wiederholt sich nun fast jede Etage. Einzige Ausnahme bieten die Bosskämpfe, welche sehr schön gestaltet wurden und die ansonsten doch kurzen Minispiele durch einen längeren Fight ersetzt. Leider gab es nur alle 5 Etagen einen solchen Battle. Aber auch Bowser hält sich nicht zurück, während ihr den Aufstieg wagt. Kurz nach den Bosslevels werdet ihr immer wieder Opfer von Bowsers Willkür. Dabei wird auch aus 5 Übeln zufällig eins ausgewählt. Dabei wird er aber auch Gnade walten lassen. Wir haben schon die Strafen “Verliere alle Mario Münzen” und “Beginne den Turm von der untersten Etage aus neu” erhalten. In beiden Fällen war die Strafe selbst für Bowser zu heftig und er hat uns einfach ziehen lassen. Anders als wir eine Etage runter mussten, das hat er ohne mit der Wimper zu zucken ausgeführt.

Noch etwas zu den Animationen. Uns haben die Animationen der Gespräche zwischen Toad, dem Helden und Bowser am besten gefallen. Hier wurde viel auf Humor gesetzt und wir haben zeitweise auch lauthals über die Jokes gelacht. Anders die Animationen im Turm, welche vor und nach jedem Minispiel anfallen. Diese Animationen sind extrem repetitiv und gehen einem spätestens ab Etage 10 auf den Senkel. Selbst wenn wir sie vorspulen, dauern diese Sequenzen eine gefühlte Ewigkeit.

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Multiplayer nur in den eigenen 4 Wänden…

So nun aber genug an Computergegnern herumhantiert. Wir wollen Schadenfreude und menschliche Spieler als Konkurrenten. Was man dafür braucht? Eine Spieledisk und bis zu vier Handhelden. Das Tolle an Mario Party: Island Tour ist, dass man für den Mehrspielermodus nur ein Spiel besitzen muss. Die anderen Kontrahenten können sich via Download Spiel eine Multiplayer-Session auf ihr System ziehen (ACHTUNG: Alle DS Systeme müssen dieselbe Version der Systemsoftware installiert haben. Vorher also nochmals ein manuelles Update zumachen, schadet nicht. Toll ist, dass uns das Spiel selbst sagt, was wir tun können, wenn Spieler eine Fehlermeldung erhalten.)

Endlich merken wir, wo dieses Spiel seine Stärken auch wirklich ausspielt. Im Duell Angesicht zu Angesicht. Wir können uns entweder auf ganzen Spielfeldern austoben oder uns Minispiel um Minispiel miteinander messen. Natürlich wurden erst ein paar Spielfelder durchgerockt. Dabei sticht Bowsers Spielfeld am meisten hervor, denn hier werden sprichwörtlich die Letzten die Ersten sein (Wer zuerst die Ziellinie überquert, verliert).

Mario Party: Island Tour bietet viele, eher kurz gehaltene Minispiele und eine Hand voll Spielbretter, auf denen sich stundenlang die Zeit vertrieben werden kann. Leider kommt einem recht schnell das Gefühl auf, immer wieder dasselbe zu tun. Die Spielbretter sind alle sehr Linear und bieten wenig Raum um auch wirklich taktisch etwas machen zu können. Einzelne Teile im Spielbrett verhalten sich immer gleich sodass diese vorhergeahnt werden können. Der Faktor Glück wird in diesem Spiel sehr groß geschrieben. Zwar nicht wenn es um die Minispiele an sich geht, sondern eher im Würfelbereich. Nichts desto trotz macht jede Runde Spaß und es gibt immer was zu lachen, wenn ein Spieler ein Minispiel komplett vergeigt. Leider wurde auf einen Online Modus, gegen Spieler aus aller Welt verzichtet. Wir hoffen aber, dass sich dies im nächsten Ableger ändern könnte.

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Suit Up! So gefallen Optik und Sound

Zur Optik lässt sich nicht viel sagen. Es ist ein Mariospiel und dies zeichnet sich im Zeichenstil und dem Charme der Mario Charaktere aus. Ein witziges Extra sind die freispielbaren Soundclips zu den Mario Charakteren. So könnt ihr das typische “Let’s Go” Marios einmal anders interpretiert von beispielsweise Waluigi abspielen. Diese Soundclips schaltet ihr mit Mario Münzen frei, welche ihr für das abschließen von Bowsers Turrnierturm oder Partys (Egal ob Computergegner oder menschliche Gegenspieler) erhaltet. Dieses nette Feature steigert den Wiederspielwert des Spiels.

Sound und Grafik wirken authentisch, da es ja auch eine Nintendo Lizenz ist, aber die ewigen Wiederholungen derselben OneLiners und derselben Mariomusik ließen uns den Soundregler bald schon nach unten schieben. Ebenso die Repeat-Taste scheint das Spiel bei vielen Animationen zu zeigen, welche recycelt wurden. Das hätte man schöner lösen können.

Unser Fazit

71 %

Mit Mario Party: Island Tour macht Nintendo einen guten Schritt darin, die Marke auf der tragbaren Konsole schmackhaft zu machen. Leider trüben viele Repetitionen das Gesamtbild dieser doch schönen Minispielsammlung. Und wirklich Spaß machen wirklich nur die Kämpfe gegen menschliche Gegenspieler. Die Minispiele bieten eine gute Balance für Jung und Alt. Fans der Serie werden es schade finden, dass die Spielbretter so linear sind. Trotzdem finden wir, dass Mario Party: Island Tour sich als Partyspiel nicht zu verstecken braucht, dafür macht es einfach zu viel Spaß.

Pro

  • + Viele Minispiele
  • + Intuitives Gameplay
  • + Super Minispielbeschreibungen für Neueinsteiger
  • + Schadenfreude
  • + Nur ein Spiel für 4 Spieler notwendig

Kontra

  • - Computergegner können demotivieren
  • - Kein Online Multiplayer
  • - Lange Wartezeiten (Gegen CPU)
  • - Repetitives Einzelspielermodell

Unsere Bewertung

Grafik
 
73 %
Sound
 
65 %
Steuerung
 
81 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
74 %
Spielspaß
 
72 %

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