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Mario vs. Donkey Kong: Tipping Stars – Test / Review

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Veröffentlicht 23. März 2015 | 9:49 Uhr von Alexander Winkel

Mario-vs-Donkey-Kong-Tipping-Stars-Screen

Mario und Co. sind wieder zurück und versuchen Pauline aus den Klauen von Donkey Kong zu befreien. Wer nun ein Jump & Run erwartet, liegt falsch. Denn zum vierten Mal stapfen mechanisch aufziehbare Figuren durch die klug erstellten Labyrinthe und müssen wie Lemminge und durch unsere Zauberhand zum Ausgang geleitet werden.

Gewohnte Knobelkost

Für eine frische Priese sorgt Nintendo mit Tipping Stars nicht unbedingt, denn das Spielprinzip ist altbekannt. Die kleinen Blechfiguren Mario, Luigi, Prinzessin, Toad und Co. stapfen unermüdlich durch  labyrinthähnliche Bauten, ohne sich von Gefahr und Fallen auch nur im geringsten ablenken zu lassen. Ganz klassisch ist es die Aufgabe des Spielers, seinen stupiden Lemmingen einen Weg zu ebnen. Dank dem Wii U Tablet bewahrt man nicht nur einen recht gute Übersicht über das Geschehen, denn mit dem Stylus kann man auch recht unbeschwert auf dem Bildschirm interagieren. Kurz bevor die unermüdlichen Figuren in Stacheln laufen oder andere Fallen auslösen, ziehen wir Brücken über Löcher, steuern Förderbänder oder platzieren Sprungbretter an ausgewählten Positionen. Dabei kommt es oft auf das Timing an. Da Ressourcen nur begrenzt vorhanden sind, müssen zum Beispiel alte Brücken rechtzeitig abgebaut und kurz darauf für den weiteren Weg neu errichtet werden. Spätere Extras wie ein allseits beliebten Hammer oder magnetische Stiefel, mit denen man auch an der Decke entlang laufen kann, sorgen für noch mehr Knobelspaß.

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Ziel eines jeden Levels ist es stets, den Ausgang zu erreichen. Mal müssen alle Figuren möglichst schnell hintereinander eine Tür passieren, andere Abschnitte dagegen erfordern neuerdings die getrennte Wegbereitung zu den passenden Türen. Rot für Mario, rosa für die Prinzessin und so weiter. Mit jeder neuen Oberwelt werden meist auch neue Objekte oder Spielmöglichkeiten offenbart, welche die Knobelkost anreichen und mehr Interaktionsmöglichkeiten offenbaren. Selten werden alle Varianten kombiniert benötigt, denn oftmals konzentrierten sich die Entwickler auf das jeweils neueste Element und entwarfen darum herum die jeweiligen Labyrinthe. Trickreich wird das Ganze, sobald mehrere Aufziehfiguren gleichzeitig wandern, manch bösartige Kreaturen erst besiegt und Donkey Kong überlistet werden muss. Die meisten Abschnitte sind aber ohne Probleme sofortig zu lösen. In der anschließenden Wertung bestimmen gesammelte Münzen und die übrig gebliebene Zeit über die Anzahl an gewonnenen Sternen und den Pokal. Mit der Zeit wird es durchaus kniffliger, den Level perfekt abzuschließen. Nintendo Fans werden sich aber bemühen, stellen die insgesamt 24 Bonuslevel letztendlich doch noch eine passende Herausforderung dar.

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Etwas Trinkgeld für Bastler

Optisch vermag Tipping Stars wohl kaum zu überzeugen. Die zweidimensionalen Labyrinthe erfüllen ihren Zweck mit teils typischen Mario-Elementen wie Warp-Röhren und anderen Dingen. Die simple Optik ermöglicht aber einen recht einfach zu bedienenden Level-Editor, in dem man mit flotter Hand schnell das eine oder andere Level erstellt hat. Elemente für den Editor werden mit dem Durchspielen des Solomodus und der Rettung von Pauline frei geschaltet oder aber im integrierten Shop für eine ordentliche Anzahl gesammelter Sterne erworben. Die eigenen Kreationen lassen sich über Miiverse teilen. Spieler aus aller Welt können somit darauf zugreifen, den Level bewerten und, wenn sie denn möchten, zusätzlich Sterne spendieren – so gesagt das englische Wort für Trinkgeld „Tip“ geben, daher wohl auch der Untertitel für das Spiel. Dies ist nicht ohne Eigennutz, denn für die Spende gibt es als Retour allseits beliebte Stempel. Die Onlineinteraktionen sind erst seit kurzem erreichbar, doch bereits jetzt finden sich schon einige wirklich gelungene Kreationen im Repertoire. Für kontinuierlichen Nachschub an Knobelspaß ist also gesorgt.

Tipping Stars ist übrigens das erste Nintendo-Spiel mit Crossplay-Möglichkeiten. Wer sich eine der beiden Versionen (Wii U oder 3DS) zulegt, bekommt die der anderen Plattform als weiteren Download-Code dazu. Für diesen Test stand uns aber ausschließlich die Wii U Fassung zur Verfügung.

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Unser Fazit

67 %

Kurzweilig und für zwischendurch sicherlich immer wieder unterhaltend, bietet Mario vs. Donkey Kong Tipping Stars vor allem für jüngere Spieler passende Unterhaltung. Richtig frischen Wind bringt Nintendo mit der neuesten Ausgabe der Aufzieh-Lemminge aber nicht in das Spielprinzip. Neuerungen sind mit der Lupe zu suchen und vor allem erfahrene Spieler werden die Herausforderung einzig allein in den mühsam zu erspielenden Bonuswelten finden. Für längere Unterhaltung sorgt der Editor, welcher einfach zu bedienen ist und zahlreiche neue Werke offenbaren wird. Dank des Onlineaustausch kommt man so immer wieder an neue Aufgaben heran. Tipping Stars ist nett und kurzweilig, aber kein Muss für jeden Wii U (oder 3DS) Spieler.

Pro

  • + man erhält eine Wii U und 3DS Version zu einem Pries
  • + immerhin die Bonuslevel können durchaus knifflig werden
  • + der Level-Editor bietet einfache Möglichkeiten, eigene Kreationen zu schaffen
  • + bereits zum Start kommen schon einige nette Level anderer Spieler auf

Kontra

  • - optisch äußerst simpel gehalten
  • - wenig Neuerungen vorhanden
  • - abgesehen mancher Bonuswelten werden andere Aufgaben fast auf Anhieb gemeistert
  • - teilweise sehr lange Ladezeiten

Unsere Bewertung

Grafik
 
50 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
65 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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