Marvel vs. Capcom 3 - Der knallharte Testbericht - insidegames

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Marvel vs. Capcom 3 – Der knallharte Testbericht

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Veröffentlicht 5. März 2011 | 5:25 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 3. Mai 2015

mvctitel

Capcom ist einer der ganz Grossen unter den Entwicklerstudios. Auf ihr Konto gehen unter anderem die Devil May Cry oder die Resident Evil Reihen. Das ist noch lange nicht alles das man im Portfolio von Capcom findet, aber eine komplette Liste würde wohl den Rahmen hier sprengen. Marvel andererseits gehört zu den beiden grössten Comicmarken und wie bei Capcom, gehen viele bekannte Figuren und Serien auf ihr Konto. Spiderman, Iron Man, Captain America oder Thor sind nur ein kleiner Teil der ganz Grossen die auf das Konto von Marvel gehen. Vor mehr als 10 Jahren feierte ein Crossover sein Debüt das diese beiden Marken in einem Beat’em Up vereint. So verkloppen sich seit einer guten Dekade Wolverine, Ryu und ihre Konsorten aufs Schlimmste. Nun hat die Marvel vs. Capcom Reihe ein Zuhause auf den aktuellen Konsolen gefunden. Und wir haben uns für euch mit den Berühmtheiten verhauen um diesen explosiven Testbericht abzuliefern.

Viele, viele bunte Farben

Marvel versus Capcom 3: Fate of Two Worlds setzt auf das bekannte System des Vorgängers. Es kämpfen jeweils zwei 3er Teams gegeneinander. Die Entwickler von Capcom versuchen einen schwierigen Spagat zu schaffen: zum einen sollen die Hardcorefans der Serie und von Beat’em Ups genügend Futter für die nächste Zeit bekommen, andererseits sollen auch Leute Spass mit dem Spiel haben die einfach mal mit Dante aus Devil May Cry Wolverine verkloppen wollen. Und das ist auch sehr gut gelungen. Zum einen hat sich das Steuerungsschema seit dem Vorgänger verändert. Die vier Buttons des Controllers stehen jetzt für eine leichte, eine mittlere und eine schwere Attacke. Der vierte Knopf ist für Spezialmanöver da. Ausserdem stehen zwei Steuerungsarten zur Auswahl, eine normale, altbekannte Variante sowie eine vereinfachte für Anfänger. Mit der einfachen Steuerung ist es für Neuzugänge einfach ein paar schöne Angriffe hinzulegen. Nichts desto trotz sind mit dieser Variante nicht alle Angriffe ausführbar. So hat ein geübter Spieler mit der normalen Steuerung stets die Überhand gegenüber jemanden mit der einfachen Steuerung. Trotzdem können sich so Spieler von jedem Kaliber miteinander messen und Spass haben. Der Spagat gelingt also ganz gut. Das Gameplay an sich ist ebenfalls fantastisch. Vor dem Kampf wählt man sein Team aus 36 verschiedenen Charakteren aus. Jeder hat seinen eigenen Kampfstil, seine eigenen Vor- und Nachteile. Die Figuren sind untereinander relativ gut ausbalanciert, auch wenn es logischerweise jetzt schon einige Favoriten gibt die man in den Onlinekämpfen häufig antrifft. In den Kämpfen stehen jede Menge unterschiedlicher Angriffe und Manöver zur Verfügung. Gekämpft wird immer nur 1 gegen 1, die anderen Figuren kann man aber immer wieder in den Kampf rufen damit diesen mit einem „Assist“ dem Gegner einheizen. Macht man das aber im falschen Moment kann es passieren das beide Figuren mächtig Schaden einstecken. Ein neues Features sind die „Team Aerial Combos“. Katapultiert man seinen Gegner in die Luft, kann man mit der richtigen Tastenkombination seinen nächsten Kämpfer rufen damit dieser weiter auf den Gegner einprügelt um in noch höher zu katapultieren. Ansonsten gibt es alles was aus den Vorgängern bekannt ist, wie den „Snapback“ mit welchem man seinen Gegner dazu zwingt die Figur zu wechseln

Marvel Charaktere Capcom Charaktere
Captain America Akuma
Deadpool Albert Wesker
Doctor Doom Amaterasu
Dormammu Arthur
Hulk Chris Redfield
Iron Man Chun-Li
Magneto Crimson Viper
M.O.D.O.K. Dante
Phoenix Felicia
Sentinel Hsien-Ko
She-Hulk Mike Haggar
Spider-Man Morrigan Aensland
Storm Nathan Spencer
Super-Skrull Ryu
Taskmaster Trish
Thor Tron Bonne
Wolverine Viewtiful Joe
X-23 Zero
Shuma-Gorath (nur per Download) Jill Valentine (nur per Download)

Ein grosses Problem von Marvel vs. Capcom 3 ist die fehlende Abwechslung an Spielmodi und freischaltbaren Sachen. Zur Auswahl steht nur ein obligatorischer Arcademodus, wo man gegen sechs andere 3er Teams antritt, um schlussendlich im Bosskampf dem riesigen Galactus gegenüber zu stehen. Hat man ihn besiegt gibt es nicht mal eine schöne Endsequenz, nur jeweils zwei Artworks die versuchen so etwas wie eine Geschichte zu vermitteln, was aber ganz und gar nicht gelingt. Ansonsten gibt es nur noch einen Trainingsmodus und einen so genannten Missionsmodus. Die Missionen sind aber eigentlich nur ein erweiterter Trainingsmodus, in welchem man vorgegebene Combos ausführen muss. Als letztes kann man entweder lokal gegen einen Freund antreten oder im Onlinemodus gegen die besten Kämpfer der Welt antreten. Freizuschalten gibt es nur vier mickrige Charaktere. Übrig bleibt nur die Galerie wo man sich ein paar Bilder, Profile und Musikstücke freischalten kann. Allzu motivierend ist das allerdings nicht. Immerhin gibt es für jeden Spieler eine Lizenzkarte, wo alle Spielerfortschritte aufgezeichnet werden. Und zwar ganz, ganz genau. Jeder Sieg und jede Niederlage, ob man besser in der Offensive oder in der Defensive ist, alles kann man sich bis ins letzte Detail anschauen.

Grafischer Overkill der ersten Güteklasse

Die Modelle der Charaktere sind in einem tollen Cell-Shading/Comic Look gehalten. Zwar verfügen die Figuren nicht über sonderlich viele Details, aber sie sehen gut aus und ihre Bewegungen wirken immer extrem flüssig und sauber. Die Stages sind abwechslungsreich und im Hintergrund ist immer etwas los. Kämpft man auf dem S.H.I.E.L.D. Helitransporter, entbrennt im Hintergrund ein Kampf in der Umgebung der Freiheitstatue. Oder man kämpft vor dem Daily Bugle, wo ständig irgendwelche Fotografen Bilder knipsen. Wirklich erwähnenswert ist jedoch die Vielzahl an Effekten, die bei jedem Treffer, jeder Combo und bei jedem Spezialangriff nur so über den Bildschirm explodieren. Dennoch geht niemals die Übersicht verloren und die Framerate geht ebenfalls niemals in die Knie.

Unser Fazit

80 %

Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds ist ein toller und abgefahrener Beat’em Up Titel mit einer interessanten Schar an Kämpfern. Die Kämpfe an sich fühlen sich gut und heftig an, wobei das Gute daran ist, dass sowohl Anfänger als auch Profis mit dem Spiel bedient werden. Neulinge können sich schnell ein Team aus ihren Lieblingen zusammen stellen und ein paar Kämpfe bestreiten. Profis und Cracks können sich in ausgedehnten Onlinekämpfen miteinander messen und die besten Taktiken ausprobieren. Leider fehlt es dem Spiel an richtigem Umfang, denn es gibt wenig freizuschalten und die Modiauswahl ist auch stark beschränkt.

Pro

  • Interessante Charakterauswahl
  • Tolles Kerngameplay in den Kämpfen
  • Gute Balance zwischen den Figuren
  • Effektreiches Kampfgeschehen

Kontra

  • Zu wenig freischaltbare Objekte oder Figuren
  • Dürftige Auswahl an Spielmodi
  • Billige Artworks als einzige Storyabschnitte

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
80 %

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