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Mass Effect 3 -Test/Review

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Veröffentlicht 27. März 2012 | 20:14 Uhr von Fabrice

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Die Mass Effect Serie hat seit dem Release des ersten Teils im Jahr 2007 einen langen, abwechslungsreichen weg hinter sich. Der erste Teil um Commander Shepard hat als Rollenspiel mit Action-Elementen angefangen. Die Science-Fiction Saga von den kanadischen RPG-Virtuosen von BioWare entwickelte sich jedoch schnell zu einem absoluten Publikumsliebling, wodurch es nicht lange ging bis Bücher, Comics und Spin-Offs für Mobilgeräte die Geschichte um viele Facetten erweiterte. Die als Trilogie geplante Serie bekam dann 2010 auch seinen ersten waschechten Nachfolger. Sicher kein schlechtes Spiel, doch viele Fans fühlten sich durch das stark vereinfachte Gameplay vor den Kopf gestossen. Erkundungs- und RPG-Elemente wurden fast komplett gestrichen und durch Actionsequenzen ersetzt.

Mit dem kürzlich erschienen Mass Effect 3 soll die Geschichte um Commander Shepard und seinem Kampf gegen die Maschinenwesen Reaper ein Ende finden. Das Ende dieser Geschichte soll aber gleichzeitig spielerisch auch eine Rückkehr zu den Wurzeln von Mass Effect 1 sein. Mehr Modifikationsmöglichkeiten für Waffen und Rüstungen, mehr Fähigkeiten und umfassendere Menüs. Mass Effect 3 pc_masseffect3i ist aber auch ein Neuanfang, denn erstmals lässt sich Mass Effect im Mehrspielermodus spielen. Die wichtigste Frage die bleibt ist folgende: ist Mass Effect 3 ein würdiger Abschluss oder hat BioWare seine Fans für die Zugänglichkeit zum Massenmarkt verstossen?

Der Anfang vom Ende

Am Ende von Mass Effect 2 wurden Commander Shepard (den wir im folgenden Test aus Bequemlichkeit immer als Mann bezeichnen, wobei er natürlich auch weiblich sein kann) und die Spieler mit einer riesigen, unaufhaltsamen Armee der Reaper konfrontiert. Weil die Geschichte in Mass Effect mehr oder weniger etwas vom Wichtigsten ist, verzichten wir so gut es geht auf massive Spoiler. Wir erwähnen nur etwa die ersten 30 Minuten des Anfangs des Spiels. Wer also gar nichts von der Geschichte wissen will, sollte den nächsten Abschnitt mit gutem Gewissen überspringen. Im restlichen Test versuch wir genauso grobe Spoiler zu vermeiden so gut es geht.

Nachdem Shepard in ME 2 die Selbstmordmission auf der Basis der Kollektoren überlebt hat, wurde er von der Allianz zwangsweise auf der Erde beurlaubt. Er geniesst diese Ruhe, so gut es geht, doch es kommt wie kommen musste. Niemand wollte Shepard glauben, doch jetzt haben die intelligenten Maschinenwesen, Reaper genannt, die Erde erreicht und die Menschheit steht vor der kompletten Vernichtung. Auf sich alleine gestellt, haben die Menschen keinerlei Chancen zu überleben. Shepards Auftrag ist klar: er muss die restlichen Völker der Galaxie versammeln, denn ohne Zusammenhalt ist jegliche Hoffnung bereits verloren.

Die Geschichte von Mass Effect 3 ist und bleibt die grösste Stärke der Serie. Eine Besonderheit von Mass Effect, ist die Möglichkeit die Spielstände aus den Vorgängern in die neuen Teilen zu importieren. Das war schon von Mass Effect 1 zu 2 möglich. Logischerweise kann man diesen Spielstand auch in den dritten Teil importieren, wodurch man also seine eigene Geschichte seit dem ersten Teil beenden kann. Und die getroffenen Entscheidungen spielen auch eine wichtige Rolle im dritten Teil. Nicht nur die grossen, offensichtlichen Entscheidungen, sondern auch die kleinen, welche damals vielleicht noch völlig nebensächlich erschienen sind. Wer also die ersten beiden Teile komplett durchgespielt hat und alle Nebenmissionen erledigt hat, wird das auch zu sehen und hören bekommen im neusten Teil. Personen die bereits gestorben sind bleiben tot, Squadmitglieder die nicht loyal waren wechseln eventuell die Seiten und nicht geschlichtete Streitereien können verheerende Folgen haben. Wer erst mit dem dritten Teil in die Serie einsteigt, wird viele dieser Anspielungen natürlich überhaupt nicht verstehen, weswegen der Effekt auch nicht der selbe ist wie bei jemandem der die pc_masseffect3d ganze Trilogie erlebt hat. Die Story an sich ist jedoch hervorragend und birgt jede Menge Highlights. Das ganze Spiel ab der ersten Minute fühlt sich schon wie ein Ende an, denn viele Storybögen die im ersten Teil gestartet wurden, werden früher oder später abgeschlossen. Sei das nun die von der Genophage betroffenen Kroganer oder die ewigen Kabbeleien mit dem Rat auf der Citadel, das Ende ist definitiv in Sicht. Es muss jedoch gesagt werden, das die gegebene Entscheidungsfreiheit nicht wirklich so viel Freiheit bietet wie man vielleicht das Gefühl hat. Schlussendlich bleibt die Geschichte immer die selbe, egal welche Entscheidungen man denn nun trifft. Die Hauptgeschichte ist und bleibt die selbe. Da jedoch der Weg das eigentliche Ziel ist, fällt das natürlich nicht auf, erst gar nicht negativ. Immer wieder im Spiel muss man einige grosse oder kleine Entscheidungen treffen, welche grossen Einfluss auf bestimmte Ereignisse haben kann. Wer ausserdem in den Vorgängern nicht die richtigen Entscheidungen getroffen hat, dem werden sogar gewisse Entscheidungsmöglichkeiten komplett verwehrt. Ein toller Service für die Fans ist die Implementierung von Figuren die man bisher nur aus den Büchern oder den Comics kannte. Paul Grayson, Kahlee Sanders und die Grissom-Akademie sagen Leuten die nur die Spiele kennen wohl nicht viel, wer jedoch die spielbegleitende Buchserie kennt, wird sich über diese Anspielungen mehr als freuen. Ebenfalls gelungen sind Informationen zum Universum von Mass Effect, welche man durch Gespräche mit Personen erhält oder im Kodex nachlesen kann. Wer also Lust hat sich durch unzählige Kodexeinträge zu ackern um mehr über Völker, Planeten oder Technologien zu erfahren, der kann das einige Stunden lang machen.

Mehr Shooter als Rollenspiel?

Die spielerischen Änderungen die vor einigen Jahren beim zweiten Teil vorgenommen wurden, haben wohl einige Hardcore-Fans massiv enttäuscht. Statt unzähligen Waffen, Upgrades und einem umfangreichen Talentbaum, wurde alles vereinfacht und nach unten geschraubt. Wie gewohnt steuert man seine Spielfigur aus der 3rd-Person Ansicht und wird eigentlich immer von zwei Squadmitgliedern begleitet. Im ersten Teil war der Action-Teil noch ziemlich unausgereift und der Fokus lag eher auf dem Rollenspiel-Part. Im zweiten Teil hat sich das dann eigentlich komplett geändert und der Action-Part lag klar im Vordergrund und wurde auch besser umgesetzt. Laut Aussagen der Entwickler soll Mass Effect 3 eine gute Mischung aus beiden Teilen sein und zumindest was die Action-Einlagen angeht, wurde das auch konsequent umgesetzt. Es spielt sich wie ein guter 3rd-Person Shooter, kommt jedoch nie an Genregrössen wie z.B. Gears of War 3 heran. Dennoch ist die Action klar die Beste der Serie. Besonders auf den höheren Schwierigkeitsgraden macht sich das gut bemerkbar, denn dort ist ohne Taktik und den Einsatz der richtigen Fähigkeiten nicht viel Land zu sehen. Es müssen die richtigen Squadmitglieder für die richtigen Missionen gewählt werden, Fähigkeiten müssen geschickt kombiniert werden um Tech- und Biotik-Kombinationen auszulösen und sich Deckung suchen ist absolut essentiell. Wer nur auf Einfach oder Normal spielt, wird vom Kampfsystem jedoch eher enttäuscht werden. Dort ist es nämlich egal welche Figuren und Fähigkeiten einem zur Verfügung stehen, denn man kann sich mit roher Waffengewalt durch alle Begegnungen ballern. Es ist daher mehr als empfehlenswert den Schwierigkeitsgrad hochzuschrauben um ein besseres Spielerlebnis zu erhalten. Ein Problem dem man häufiger begegnen wird, ist das ungenaue Deckungssystem. Oft geht Shepard nicht dort in Deckung wo man es eigentlich wollte oder er geht sogar gar nicht in Deckung. Der Waffenwechsel und Einsatz von Fähigkeiten in Deckung funktioniert auch nicht immer wirklich, wodurch es oft passiert das die Spielfigur nach der Auswahl im altbekannten Radial-Menü aus der Deckung aufsteht.

Die Auswahl der Waffen und Rüstungen ist im Gegensatz zu Mass Effect 2 deutlich gewachsen, bleibt aber viel überschaubarer als noch im ersten Teil. In jeder der fünf Waffenkategorien gibt es gut und gerne bis zu 10 Knarren, wovon jede ihre ganz eigenen Eigenschaften hat. Wählt man jetzt ein Sturmgewehr mit riesigem Magazin aber schlechter Präzision, ein halbautomatisches Gewehr das nur Einzelschüsse verschiesst oder doch eines das in 3er-Salven schiesst? Diese Auswahl hat man in allen Kategorien, unterschiedliche Statistiken inklusive, weshalb es für viele Spielstile unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Dazu kommt die Möglichkeit die Waffen mit zwei Upgrades auszurüsten. Mehr Schaden, grössere Munitionskapazität, Zielfernrohre oder Nahkampfaufsätze sind nur ein Teil der möglichen Verbesserungen. Grad in Sachen Nahkampf hat sich einiges getan, denn Nahkampfangriffe sind in diesem Teil eine effektive Möglichkeit zusätzlichen Schaden auszuteilen. Es ist ausserdem jetzt wichtig sich gut zu überlegen welche Waffen man mit in einen Einsatz nehmen möchte. Je mehr Waffen man mit nimmt, desto höher ist das Gewicht (wobei jede Waffe natürlich ein pc_masseffect3f eigenes Gewicht hat). Je niedriger jedoch das Gesamtgewicht ist, desto schneller laden sich die eigenen Fähigkeiten auf. Es ist also sinnvoll nicht fünf verschiedene Waffen mit sich herumzuschleppen, denn dann laden sich die Fähigkeiten nur extrem langsam auf. Auch in Sachen Rüstung hat man jetzt mehr Möglichkeiten. Man hat die Auswahl zwischen ganzen Rüstungssets mit vordefinierten Werten oder einzelnen Rüstungsteilen, wodurch man sich selbst aussuchen kann, welche Werte man nun dadurch verbessern will. Wie schon bei den Waffen gibt es genug Möglichkeiten sich seine Rüstung so einzustellen wie man es für die eigene Spielweise gerne hätte, was eine nette Möglichkeit ist.

Jeder Charakter verfügt nun über deutlich komplexere Talentbäume die sich am ersten Teil orientieren. Jede Fähigkeit kann auf sechs Stufen aufgelevelt werden, wobei man sich bei jeder Fähigkeit für verschiedene Effekte entscheiden kann. Man kann entscheiden ob die Granaten mehr Schaden verursachen oder einen grösseren Explosionsradius haben sollen. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten tun dem Spiel sehr gut und geben einem, wie schon die anderen Rollenspielelemente auch, mehr Möglichkeiten seine Fähigkeiten dem persönlichen Spielstil anzupassen.

Da sich Mass Effect 3 komplett um den Krieg gegen die Reaper dreht, ist das eigentliche Ziel des Spiels so viele verbündete Streitkräfte um sich zu scharen wie möglich. Auf seinem eigenen Schiff hat man dadurch die Möglichkeit sich eine Liste mit allen Kriegsaktivposten anzusehen die man bereits rekrutiert hat. Dadurch fühlt sich jedoch noch so kleine Nebenmission an, als würde sie wirklich etwas bringen. Man hat das Gefühl auf ein richtiges Ziel hinzuarbeiten und nicht einfach alles zu erledigen was im Questbuch steht, nur damit man es halt erledigt hat. Leider sind die richtigen Nebenmissionen relativ mager ausgefallen, denn viele davon gibt es nicht. Es gibt nur eine Handvoll von Nebenmissionen in denen man etwas anderes macht als von Person A zu Person B zu rennen. Hier wären einige Missionen mehr durchaus angebracht gewesen. Die meisten Nebenmissionen findet man auf der Citadel selbst (die deutlich grösser ist als in Mass Effect 2), wobei sich diese wie erwähnt auf einfache Hol- und Bring-Missionen beschränken. Abgesehen von der erwähnten Citadel gibt es auch keine Möglichkeiten das Universum wirklich zu erkunden, da es der einzige Hub ist der verfügbar ist. Nur die Citadel ist frei begehbar, alle anderen Gebiete die man im Zuge von Missionen betritt sind Schläuche ohne viele Erkundungsmöglichkeiten. Das ist Schade. Man kann zwar von der Normandy aus alle Planeten in der ganzen Galaxie auf mögliche Ressourcen oder Kriegsaktiven scannen, betreten kann man diese jedoch leider nicht.

Übernehme direkte Kontrolle

Was den Einzelspielermodus von Mass Effect 3 angeht, gibt es keine wirklichen Neuerungen. Viele Veränderungen und Verbesserungen sind zwar vorhanden, wirklich anders als die Vorgänger ist es jedoch nicht. Ganz neu ist hingegen der Mehrspielermodus. Bis zu vier Spieler können online kooperative Missionen angehen. Auf sechs Karten kann man gegen drei verschiedene Feindesgruppen antreten. Im Gegensatz zur Kampagne kann man erstmals auch andere Rassen als Menschen steuern. So erhält man Zugriff auf kroganische Soldaten, turianische Wächter oder salarianische Techniker. Ausserdem gibt es drei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Überraschenderweise macht der Mehrspielermodus sehr viel Spass. Unter anderem liegt das an den gut gestalteten Level, die auch bei der zehnten Wiederholung noch nicht wirklich langweilig werden. Andererseits am knackigen Schwierigkeitsgrad, welcher auf den höheren Levels sehr anspruchsvoll pc_masseffect3c ist. Wer auf Gold (der höchste Grad spielt) und nicht die richtige Teamzusammenstellung, gute Kommunikation und die richtigen Fähigkeiten hat, geht grauenhaft unter. Besonders motivierend ist der Weg wie man an neue Waffen, Ausrüstung und Charaktere kommt. Jede Mission besteht aus 10 Wellen an Feinden (wobei man in der 11. Welle versuchen muss zu entkommen). Für jeden erledigten Gegner bekommt man Erfahrungspunkte, welche dazu dienen die eigene Spielfigur aufzuleveln. Dabei zählen aber sämtliche verdienten Punkte für das ganze Team und nicht nur für den Spieler der die jeweiligen Gegner erledigt. Das sorgt dafür das Teamplay an erster Stelle steht, egal ob man jetzt mit Freunden oder Fremden spielt. In der dritten, sechsten und zehnten Welle jeder Mission, müssen bestimmte Ziele erfüllt werden. Man muss entweder vier Geräte aktivieren, eine Zone für einen gewissen Zeitraum lang halten oder vier vorgegebene Ziele innerhalb eines kurzen Zeitlimits erledigen. Wenn diese Missionsziele erfolgreich erledigt werden, erhält man dafür Credits. Mit diesen Credits kann man verschiedene Ausrüstungspakete kaufen. Dabei hat man Zugriff auf Ausrüstungskisten, die zufällig ausgewählte Gegenstände enthalten können. Je mehr Geld man für die Kisten bezahlt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit bessere Dinge, Charaktere oder Waffen zu erhalten. Dadurch das man nie weiss was man erhält, macht es immer wieder Spass Geld zu sparen um sich eine neue Kiste leisten zu können. Das alles gepaart mit dem soliden Gameplay das bereits aus der Kampagne bekannt ist, ergibt sich ein unterhaltsamer Mehrspielermodus der besonders mit einem eingespielten Team unglaublich viel Spass machen kann. Logischerweise gibt es auch hier Probleme mit dem Deckungssystem und die Wiederbelebung von Kameraden funktioniert auch nicht immer so wie sie sollte, besonders in Kämpfen gegen unzählige Gegner. Umso überraschender ist, das Spiele sogar mit Fremden die man über die Spielersuche trifft, viel Spass machen können. Weil die Erfahrungspunkte und die Credits immer für das ganze Team zählen, sorgt das dafür das sich alle Spieler am Riemen reissen und effektiv zusammenspielen.

 

Doch der Mehrspielermodus hat sogar Einfluss auf den Einzelspielermodus. Durch erfolgreiche Missionen erhöht sich die so genannte Kriegsbereitschaft. Je höher diese Prozentzahl ist, desto effektiver sind die in der Kampagne gesammelten Kriegsaktiven. Leider ist es (zumindest bis jetzt) nicht möglich das allerbeste Ende in der Geschichte zu erreichen ohne den Mehrspielermodus (oder die Spin-Off Spiele für iOS) zu spielen, was ziemlich doof ist. Was jedoch ziemlich gelungen ist, sind wöchentliche Mehrspielerevents die von BioWare veranstaltet werden. Jedes Wochenende werden verschiedene Missionsziele gesetzt, die teilweise in einzelnen Missionen erledigt werden können (z.B. Silber-Schwierigkeit gegen eine bestimmte Fraktion überleben) oder von der ganzen Community geschafft werden müssen (z.B. 1 Million von einem bestimmten Gegnertypen erledigen). Dafür erhält man zusätzliche Erfahrungspunkte oder Ausrüstungspakete, was schlussendlich dafür sorgt das noch weniger Langeweile im Mehrspielermodus entsteht.

Die fantastischen Weiten des Universums

Grafisch hat sich nicht so viel getan seit dem zweiten Teil. Es gibt immer noch die gleichen, oft merkwürdig aussehenden Animationen der Figuren, genauso wie ab und zu, zu langsam nachladende Texturen und nicht immer lippensynchrone Sprachausgabe. Das sorgt jedoch keinesfalls dafür, das Mass Effect 3 schlecht aussieht. Einige Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger wie verbesserte Lichteffekte, sorgen für eine allgemeine besser aussehende Grafik. Was wirklich überzeugend ist, ist der allgemeine Stil. Jede Welt die man besucht unterscheidet sich von den anderen durch die typische Architektur des jeweiligen Volkes, was man auch sofort sehen kann. Extrem überzeugend ist jedoch der pc_masseffect3a Soundtrack des Spiels. Dieser passt zu allen Situationen und untermalt diese perfekt, was für ein unglaubliches Spielgefühl sorgen kann. Ob das nun in Kämpfen oder emotionalen Zwischensequenzen ist, es passt einfach immer. Gerade die Zwischensequenzen sehen prächtig aus und zeigen viele actionreiche Sequenzen so gut wie noch nie in der Serie. Leider können wir zur deutschen Sprachausgabe nichts sagen, da wir unglücklicherweise eine französische Testversion zugestellt bekamen. Glücklicherweise bietet Electronic Arts bzw. BioWare die englische Sprachausgabe gratis zum Download an. Dieses ist unglaublich gut gelungen und gehört zum Besten was es in der Videospielwelt zu hören gibt. Profilierte Synchronsprecher wie Steve Blum oder Jennifer Hale geben sich die Hand mit weltbekannten Schauspielern wie Martin Sheen oder Seth Green, was für eine hervorragende Sprachausgabe sorgt.

Unser Fazit

91 %

Wer Mass Effect bisher mochte, wird Mass Effect 3 lieben. Eine tolle Geschichte mit vielen Höhepunkten, viele Anspielungen auf die Vorgänger und andere Medien sowie ein sehr solides Gameplay sorgen für einen wahren Höllenritt durch die Kampagne für welche man irgendwo zwischen 20 und 50 Stunden brauchen wird. Der Mehrspielermodus macht Spass und kann für zusätzliche Langzeitmotivation sorgen. Schlussendlich leidet es an vielen kleineren Problemen, welche schon die Vorgänger geplagt hat. Der Rollenspielanteil ist nicht allzu gross, das Deckungssystem funktioniert oft gar nicht so wie man will und einige, technische Fehlerchen sind auch vorhanden. Nichts desto trotz ist Mass Effect 3 ein fantastisches Spiel geworden, welches eigentlich niemand verpassen sollte. Noch eine kleine Mitteilung zum Schluss: Ja, wir gehen hier bewusst nicht auf das kontroverse Ende ein. Mir persönlich hat das Ende extrem gut gefallen und ich halte es für einen Geniestreich von BioWare. Ein wenig mehr Abschluss wäre vielleicht angebracht gewesen, doch ein Spiel nur an Hand der letzten 15 Minuten zu bewerten wäre lächerlich. Das ist jedoch meine eigene Meinung und spiegelt keinesfalls die Meinung der restlichen Redaktion wieder, weshalb wir es damit belassen.

Pro

  • Spannende Geschichte mit vielen Highlights
  • Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern aus den Vorgängern und den Spin-Off Geschichten
  • Interessantes Gameplay (auf höheren Schwierigkeitsgraden)
  • Überraschend spassiger Mehrspielermodus
  • Tolle (englische) Sprachausgabe
  • Unglaublich guter Soundtrack
  • Viele Hintergrundinformationen zum nachlesen
  • Kampagnenintegration von Mehrspielermodus und iOS-Produkten

Kontra

  • Probleme mit dem Deckungssystem
  • Nicht immer lippensynchrone Sprachausgabe
  • Kleinere technische Probleme wie zu langsam ladende Texturen
  • Perfektes Ende ohne Mehrspielermodus NICHT möglich

Unsere Bewertung

Grafik
 
88 %
Sound
 
96 %
Steuerung
 
83 %
Gameplay
 
92 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
93 %

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