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Metal Gear Solid HD Collection – Test / Review

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Veröffentlicht 9. Februar 2012 | 7:52 Uhr von Goreminister

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Mit der Metal Gear Solid HD Collection erfüllt sich der Traum vieler Spieler, denn erstmals darf man die früheren Teil der Stealth-Action Serie in überarbeiteter Form auch auf der aktuellen Konsolengeneration erleben. Doch ist das Projekt auch gelungen und können die Portierungen von Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty und Metal Gear Solid 3: Snake Eater überzeugen? Und wie sieht es mit der Umsetzung des einstmals exklusiven PSP-Titels Metal Gear Solid: Peace Walker und Sequel zum dritten Teil aus? Wir haben uns die Spielsammlung für euch angesehen und können sogleich Aufschluss über die Remakes geben.

Tja, wie beginnt man ein Review zu gleich drei, besser gesagt fünf, Spielen? Eigentlich würde es reichen die alten Reviews mittels Copy ´n Paste Verfahren zu reproduzieren, denn am generellen Gameplay der Titel hat sich natürlich nicht viel geändert. Nach wie vor schleicht, kriecht und ballert sich Hauptcharakter Snake durch die fantastisch inszenierten Szenerien, welche die Fachpresse und Spielergemeinschaft schon zu Playstation 2-Zeiten beeindruckt haben. Dennoch werden die Fans der Serie den wegweisenden, ersten Teil der Reihe vermissen, denn weder die Playstation-Fassung, noch das Gamecube Remake zu Metal Gear Solid findet sich auf der Kollektion wieder. Ein äußerst bedauerlicher Umstand, da den Spieler somit das Gefühl beschleicht, dass es sich hierbei um kein Lückenloses Gesamtkunstwerk handelt.

Betrachtet man jedoch das, was auf der PS3 Blu-ray (oder auf den zwei DVDs der Xbox 360-Version) vorhanden ist dann muss man neidlos eingestehen, dass Mastermind Hideo Kojima und sein Team die Zeichen der Zeit bereits in einem frühen Stadium des Videospielbooms erkannt haben. Nach wie vor können die Inszenierungen überzeugen, auch wenn die Dialoge und Zwischensequenzen teilweise äußert lang und ausschweifend ausfallen. Doch dafür war die Metal Gear-Serie ja seit jeher bekannt. Veteranen dürfen also in Erinnerungen schwelgen, während Neulinge eine cineastische Spielerfahrung mit eindrucksvoll umgesetzten Zwischensequenzen geboten bekommen.
Natürlich sollte man die Spiele nicht mit „modernen“ Blockbustern vergleichen, denn obwohl die Übertragung ins „High Definition“-Universum sehr gut gelungen ist, so ändert dies nichts an der Tatsache, dass die Umgebungen teilweise etwas leblos wirken und man dennoch nur auf eine Auflösung von 720p kommt. Komplett runderneuert hat man die Spiele eben nicht. Dennoch erkennt man den unvergleichlichen Metal Gear-Grafikstil umgehend wieder und verzeiht die teils schwammigen Texturen gerne. Die beiden Klassiker Metal Gear und Metal Gear 2: Solid Snake die im Jahre 1989, bzw. 1990 auf dem MSX erschienen sind da eher ein nettes Beiwerk. Jüngere Spieler können dadurch aber selbst erleben, womit sich der Herr Papa seinerzeit stundenlang beschäftigen konnte. Auch damals bestachen die Spiele schon durch jede Menge Dialoge, wenngleich diese auch nicht derart Hollywoodreif wie heutzutage ausfielen. Gleiches gilt für die VR-Missions, die Teil des Metal Gear Solid 2-Parts sind, der immerhin 30 Jahre nach Teil 3 und Peace Walker angesiedelt ist.

Wenn man an dieser Stelle auf die Handlung der drei Spiele eingehen würde, dann könnte man gleich eine Abhandlung mit hunderten von Seiten verfassen, deswegen fassen wir uns kurz. Wie immer wird Snake ein Auftrag zuteil, den er natürlich mit tödlicher Präzision erfüllen muss, wobei man ganz klar sagen kann, dass Metal Gear Solid 3: Snake Eater in Bezug auf die Erzählstruktur der eindeutig beste Teil auf dieser Kollektion ist. Selten hat man eine derart dichte Atmosphäre gesehen, die das Prädikat “Stealth-Action Supreme” auch wirklich verdient. Auch heute noch gibt es wenige Spiele, die derartig spannende und komplexe Handlungsstränge beinhalten, auch wenn die Zwischensequenzen mit teilweise über 10 Minuten Länge viel zu übertrieben ausfallen. Außerdem ist die Geschichte des russischen GRU-Terrorkommandos, welches die Welt mit dem Shagohod-Panzer in Atem hält ungleich spannender als die Story der “Sons of Libertys” die den Präsidenten der Vereinigten Staaten liquidieren wollen. Gleich dahinter rangiert sicherlich Metal Gear Solid: Peace Walker, welches seinen ganz eigenen Charme versprüht. Anstelle von aufwändigen CGI-Sequenzen, bekommt man animierte Artworks zu sehen, die mit diversen Quick-Time Events garniert wurden, während man in den Kalten Krieg der 70er Jahre versetzt wird. Das mag auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken, doch passt es zum Gesamtkonzept der kompletten Reihe. Außerdem erfährt man nun, was nach den Ereignissen in Metal Gear Solid 3: Snake Eater passierte und bekommt einige, interessante Neuerungen geboten. Beispielsweise das Erforschen von Waffen oder das Zusammenstellen von Teams erweitert die Dimension des MGS-Universums ungemein.

In Bezug auf die Steuerung wirken heutzutage besonders Teil 2 und 3 ein wenig antiquiert. Schaut man sich Deckungssysteme von Blockbustern wie z.B. Gears of War an, dann können die Neuauflagen sicherlich nicht mithalten. Aber im Jahre 2001, bzw. 2004 lag die Trilogie aus dem Hause Epic noch in weiter Ferne und auch wenn sich die Kamera manchmal ein wenig zickig anstellt, so kann man nach einer gewissen Einarbeitungszeit mit den Querelen der Steuerung leben. Im Hinblick auf Metal Gear Solid: Peace Walker sieht die Sache schon anders aus, denn hier bekommt der geneigte Spieler ein wirklich gut umgesetztes Handling geboten, weswegen besonders diejenigen zuschlagen sollten, die den PSP-Hit noch nicht ihr Eigen nennen. In Sachen Sound kann man jedoch wahrlich nicht meckern, auch wenn die Angelegenheit etwas “dünn” abgemischt wurde. Der Soundtrack versprüht nach wie vor einen unvergleichlichen Charme und fängt die Atmosphäre bestechend gut ein. Und das auch noch nach all der Zeit, aber so ist das eben mit guter Musik: Die wird, im Gegensatz zu technischen Belangen, niemals wirklich alt.

Unser Fazit

91 %

Man hätte ganz klar jenseits der 95%-Marke werten könne, doch dafür fehlt eben der weigweisende "erste" Teil der Serie auf dem Datenträger, den man schmerzlich vermisst. Darüber hinaus bietet die Metal Gear Solid HD Collection ein wunderbar runderneuertes Potpurri aus Snakes älteren Einsätzen, die vor allem die jüngere Spielergeneration nicht missen sollte. Sicherlich muss man sich mit einer etwas antiquierten Grafik und einer wenig zeitgemäßen Steuerung auseinandersetzen, doch dafür bekommt man Snake in Reinkultur. Cineastisch einwandfrei inszenierte Stealth-Action der Extraklasse eben. Zusätzlich lädt Metal Gear Solid: Peace Walker all diejenigen ein, die Snakes jüngste Mission auf der PSP verpasst haben und allein diese Tatsache dürfte die Anschaffung für viele unter euch schon rechtfertigen. Wir können die Metal Gear Solid HD Collection auf jeden Fall allen Fans und solchen die es noch werden wollen ans Herz legen, zumal der Umfang stimmt und man Dutzende von Spielstunden kredenzt bekommt.

Pro

  • - Value for Money (5 Titel)
  • - Gute HD-Portierung
  • - Grandiose Atmosphäre
  • - Liebevolle Aufmachung
  • - Hervorragender Soundtrack
  • - Spannende Geschichte
  • - Superbe Stealth-Action
  • - Metal Gear...noch Fragen?

Kontra

  • - Metal Gear Solid (PSX) fehlt!
  • - Antiquierte Grafik
  • - Keine zeitgemäße Steuerung
  • - Teils schwammige Texturen

Unsere Bewertung

Grafik
 
76 %
Sound
 
86 %
Steuerung
 
74 %
Gameplay
 
94 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
95 %

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