Might & Magic: Clash of Heroes - Der Arcadetest - insidegames

insidegames

Might & Magic: Clash of Heroes – Der Arcadetest

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 30. April 2011 | 23:40 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 3. Mai 2015

mmcohtitel

Das unter Ubisoft erschienene Might&Magic: Clash of Heroes ist ein süchtig machendes und preisgekröntes Spiel für den Nintendo DS. Wieso sollte man also ein hervorragendes Spiel nur den Spielern einer Plattform vorbehalten? Dank den modernen, digitalen Vertriebskanälen gibt es auch die perfekten Möglichkeiten ausgefallenere Spielprinzipe an die Spieler zu bringen. Genau um so einen Fall handelt es sich auch bei Clash of Heroes, welches ein interessanter Genre-Mix ist. Lohnt sich die DS-Portierung oder handelt es sich nur um eine kreative Idee ohne Substanz?

Immer wieder diese gemeinen Dämonen

Die Welt von Ashan, Heimat von Menschen, Elfen, Magiern, Nekromanten und Dämonen, hat gehörig Probleme. Vor Äonen wurde eine Waffe geschaffen, welche die Macht hat, bösen Dämonen ordentlich die Leviten zu lesen. Eine Auswahl an Personen aus allen Völkern dienen als Wächter der Waffe, damit diese nicht in die falsche Hände geraten kann. Aber wie sollte es auch anders sein, es kommt eigentlich immer anders als geplant. Die Wächter fallen und es liegt an deren Söhnen und Töchtern das Schlimmste abzuwenden.

In der enorm umfangreichen Kampagne übernimmt man die Kontrolle über Vertreter von allen fünf Völkern. Die Geschichte entwickelt sich zwar interessant weiter, bietet jedoch nicht viel mehr als bekannte Fantasy-Kost. Die Figuren und der Stil des Spiels kommen im süsslichen, kindlichen Anime-Look daher. Das sieht eigentlich ganz gut aus, ist aber garantiert nicht Jedermanns Sache.

Strategisches Puzzle Rollenspiel

In Clash of Heroes bewegt man sich auf einer Karte der Oberwelt, kann sich dort aber nicht frei bewegen. Auf vorgegebenen Pfaden wandert man von Feld zu Feld, besucht Nebenfiguren, sammelt Ressourcen und besucht Läden. Wie in einem Rollenspiel kann man auf der Karte Nebenaufgaben finden und neue Gegenstände einkaufen. Der eigentliche Kern des Spiels sind jedoch die extrem taktischen Rundenkämpfe, die Elemente von Rollenspiel und Puzzlegame verbinden.

Das Spielfeld ist in zwei Hälften geteilt. In der oberen Bildschirmhälfte befindet sich der Gegner mit seinen Einheiten, während man selbst den unteren Teil des Bildschirms für sich und seine Einheiten beansprucht. Im Kampf hat man drei verschiedene Einheitentypen zur Auswahl, ausserdem auch noch spezielle Eliteeinheiten die besondere Fähigkeiten zur Verfügung haben. Wenn ein Kampf startet, werden eigene Einheiten beliebig auf der eigenen Seite positioniert. Nun muss man entweder eine Defensiv- oder eine Offensivformation aus den eigenen Einheiten zusammenstellen. Um eine Defensivformation, einen Wall, zu bilden, müssen drei gleichfarbige Einheiten nebeneinander platziert werden. Um eine Offensivformation bilden zu können, müssen hingegen drei Einheiten hintereinander platziert werden. Das klingt jetzt zwar nicht allzu spektakulär, doch das Gameplay ist deutlich komplexer als hier erklärt. So kann man die unterschiedlichsten Angriffs- oder Verteidungsboni erhalten, wenn man seine Formationen nur richtig einsetzt. Wer beispielsweise in der gleichen Runde (in jeder Runde hat man drei Spielzüge zur Verfügung) zwei oder mehrere gleichfarbige Formationen bilden kann, erhält auf diese auch einen ordentlichen Angriffsbonus. Die Einheiten an sich unterscheiden sich natürlich auch deutlich voneinander. Als Beispiel nehmen wir hier die Elfen. Ihre Bogenschützen benutzen ihren Angriff innerhalb einer einzelnen Runde, weshalb sie praktisch für schnellen, aber nicht allzu hohen Schaden sind. Nimmt man hingegen ihre Bären, ist das genau umgekehrt. Sie brauchen ganze drei Runden bis sie ihren Angriff ausführen können, hauen dafür ordentlich rein. Speziell sind die schon erwähnten Eliteeinheiten. Diese muss man bei einem Händler für Bares beziehen, denn wenn sie einmal sterben, verschwinden sie auch aus dem eigenen Vorrat an Einheiten, während man von den normalen Einheiten eine unendliche Anzahl zur Verfügung hat. Eliteeinheiten sind jedoch besonders durchschlagskräftig und haben bestimmte Fähigkeiten zur Auswahl. So können sie beispielsweise feindliche Wälle umgehen, damit sie ihren Schaden ganz auf die Feinde richten können. Das Ziel eines Kampfes ist es den Anführer der Gegnertruppe zu vernichten. Dazu muss ein Angriff über das ganze Spielfeld kommen, damit er am oberen Bildschirmrand ankommt. Nur dort verursacht er direkten Schaden am feindlichen Kommandeur. Gleichzeitig muss man natürlich versuchen, den gegnerischen Schaden nicht bis an den unteren Bildschirmrand kommen zu lassen. Durch die verschiedenen Einheiten, die speziellen Supereinheiten und die verschiedenen Boni die man erreichen kann, gestalten sich die Kämpfe schön taktisch. Dank ständigen Hilfseinblendungen des Spiels erlernt man auch spielend leicht die unterschiedlichen Taktikmöglichkeiten. Geht man siegreich aus den Kämpfen hervor, kann man seinen eigenen Helden und seine ausgewählten Einheiten aufleveln. Diese werden somit stärker oder halten mehr feindlichen Angriffen stand. Der eigene Held besitzt ausserdem einen speziellen Zauber, der besonders verheerend ausfallen kann. Zuerst muss jedoch eine Magieleiste aufgefüllt werden, was man durch verursachten oder erhaltenen Schaden zustande bringt.

So unterhaltsam die rund 30-stündige Kampagne auch ist, richtiger Nervenkitzel kommt erst im Online-Multiplayer auf. Dort hat man die Möglichkeit für Spiele in Form von einem 1 gegen 1, aber auch für Spiele von 2 gegen 2. Erst hier kommt eine unglaubliche Spannung auf, welche man im Anschluss in der Kampagne je nach dem vermissen kann. Doch auch dort ist die künstliche KI zwar gewitzt, aber an menschliche Spieler kommt diese niemals heran.

So muss Fantasy aussehen

Die Welt von Ashan wurde toll und fantasievoll gestaltet. Sie ist detailliert gestaltet und die Länder der verschiedenen Völker haben alle ihren eigenen Stil. Das kommt super rüber und wirkt sehr glaubhaft. Die Figuren hingegen sind, wie schon zu Beginn erwähnt,  im kindlichen Animestil gehalten. Das ist zwar nicht zwangsläufig schlecht, aber dennoch braucht es für viele wohl eine Eingewöhnungszeit, da die Helden alle sehr jugendlich daher kommen. Ganz im Gegensatz zum sonst tollen Eindruck des Spiels stehen die miesen Zwischensequenzen. Die Sprecher kommen gekünstelt daher und die Optik wirkt auch nicht mehr so brillant wie im Spiel selber. Schnell erwischt man sich dabei wie man diese einfach überspringt.

Unser Fazit

80 %

Might&Magic: Clash of Heroes ist ein einzigartiges Spielerlebnis. Nämlich ein einzigartig spannendes Spielerlebnis! Die Kämpfe sind unterhaltsam und wer sich mit der Materie auseinandersetzt, bekommt unglaublich viele Möglichkeiten geboten. Neben dem tollen Gameplay wird eine umfangreiche Kampagne, ein spanneder Mehrspielermodus und eine bezaubernde Optik geboten. Negativpunkte sind wenig vorhanden. Dazu zählen jedoch die qualitativ schlechten Zwischensequenzen. Ausserdem weiss man vor einem Kampf nicht wie stark ein Gegner ist. Somit ist, besonders bei Nebenaufgaben, immer ein wenig Glück (oder Pech) dabei ob der Gegner nun auf dem gleichen Level oder darüber ist. Ansonsten ist das Spiel absolut empfehlenswert für jeden, der das Original nicht kennt und auf das Genre steht.

Pro

  • Komplexes Gameplay mit viel Tiefe
  • Gute Ingame Erklärungen
  • Extrem umfangreiche Kampagne
  • Motivierende Mehrspielergefechte
  • Glaubhaft gestaltete Fantasywelt
  • Passender Soundtrack
  • Toller Stil von Welt und Figuren

Kontra

  • Teilweise zu viel von Glück abhängig
  • Hässliche Zwischensequenzen
  • Langweilige Sprachausgabe

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
90 %
Spielspaß
 
90 %

- ANZEIGE -


Kategorien:
Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als MrNice oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

  • Highlight Roundup 17/2011 | KonsolenDealz sagt:

    [...] kleiner Rant (bei endoflevelboss)A Maze – Indie Game Konferenz (bei Superlevel)Tests:Might & Magic: Clash of Heroes (bei insidegames)Operation Flashpoint: Red River (bei playconsol)Mortal Kombat (bei insidegames)Dragon Age II (bei [...]

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • might and magic clash of heroes dlc xbox
  • clash of heroes dlc ds
  • might and magic clash of heroes dlc zauber
  • clash of heroes dlc erfolge
  • might and magic heroes of clash runde überspringen
  • clash of heroes dlc test
  • <>trophäen might magic
  • clash of heroes nachfolger


- ANZEIGE -


*