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Minecraft: Playstation 3 Edition – Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 21. Januar 2014 | 15:10 Uhr von Ricky

Minecraft-PS3-Edition

Nach dem Release im Jahr 2011 für den PC und 2012 für die Xbox 360 hat es Minecraft nun auch auf Sonys Heimkonsole geschafft. Mit Minecraft hat sich der schwedische Entwickler Mojang einen Namen gemacht, und nachdem die Exklusivität mit Microsoft ausgelaufen ist, hat auch die Playstation 3 den Riesenhit erhalten. Ob der Port von 4J, die bereits für die Umsetzung der Xbox 360-Version verantwortlich sind, gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Review zu Minecraft: Playstation 3 Edition.

Wer nach den Releases auf den unterschiedlichsten Plattformen immer noch nicht mitbekommen hat, was Minecraft ist und worum es geht, fassen wir hier einmal kurz zusammen. Ein einsamer Typ strandet auf einer Insel, ohne Werkzeuge, ohne Ziel, ohne Furcht. Nun muss er überleben, mit allem was er hat. Das ist eigentlich die Handlung von Minecraft. Der Spieler erhält kein Ziel, er wird einfach auf eine riesige Welt losgelassen und muss sich selber zu Recht finden.

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Einfacher Einstieg

Während man auf dem PC noch im Internet nach Rezepten für Werkzeuge und Maschinerien suchen musste, wurde bei der PS3-Version – wie auch bereits bei der Version für die Xbox 360 – das Crafting-Menü eingeführt. Es zeigt dem Spieler genau, was er braucht, um das Gewünschte herzustellen. Dies vereinfacht den Einstieg in das Spiel enorm und schreckt weniger Leute ab, die einfach mal ein bisschen erkunden wollen.

Zu Beginn wirkt das Spiel simpel. Da ein bisschen Holz hacken, dort ein bisschen Schweine schlachten und ganz hinten ein kleines Haus bauen. Nach dem diese ersten Kinderschritte aber getan sind, geht das Spiel wesentlich tiefer und beginnt Spaß zu machen. Vor allem mit Freunden ist es unheimlich spaßig, sich in Höhlen hinein zu graben und die verschiedensten Ressourcen zu gewinnen. Dies funktioniert auf der PS3 genau so gut wie auf dem PC oder der Xbox 360. Aber selbst auf dem tiefsten Schwierigkeitsgrad muss man auf der Hut sein, denn wer stirbt, verliert alles, was er bei sich trägt.

minecraft-ps3-screenshot-04

 

Komplexer als man denkt

Minecraft besteht aber aus wesentlich mehr als nur Blöcke kaputthauen und diese zu etwas zusammenzubasteln. In den finsteren Tiefen der Welt befinden sich beispielsweise sogenannte Ores, zu Deutsch Erze. Diese muss man in einen Ofen schmeißen und sie schmelzen, um sie verwenden zu können. So können beispielsweise eiserne Spitzhacken oder goldene Rüstungen erschaffen werden, wobei letztere total nutzlos ist. Wer es ganz kompliziert mag, kann Redstone abbauen und die verrücktesten Mechanismen basteln. Redstone ist quasi das Kabel der Minecraft-Welt. Das Spiel geht also weitaus tiefer als die Oberfläche vermuten lässt – wortwörtlich.

Abgesehen von der normalen Welt gibt es in Minecraft zwei Parallelwelten, den Nether und das End. Während die normale Welt aus normalen Blöcken wie Dreck, Sand oder Stein besteht, findet man im Nether nur eine Handvoll Ressourcen. Um überhaupt erst in den Nether zu kommen, muss ein Netherportal gebaut werden. Wer dann in der Parallelwelt angekommen ist und das Portal von einer feindlichen Kreatur vernichtet wird, ist man zum Sterben verdammt. Im End findet man hingegen – wie der Name vermuten lässt – den Endboss. Ein großer Drache, der euch zur Schnecke macht, wenn ihr nicht genügend vorbereitet seid.

minecraft-ps3-screenshot-01

 

Technik überzeugt noch nicht ganz

Das Spiel bietet neben dem normalen Survival-Modus auch einen kreativen Modus, in dem man fliegen und nicht sterben kann. Außerdem steht einem die gesamte Palette der Minecraft-Ressourcen zur Verfügung. Blöcke werden mit einem Schlag zerstört, anstatt lange darauf rumzuklopfen.

Apropos Blöcke. Die Grafik ist das Markenzeichen von Minecraft. Einige nennen sie veraltet, andere passend. Wir gehören zu letzterer Sparte. Anders hätte ein solches Spielprinzip kaum umgesetzt werden können. Eine solche Darstellung hat auch einen gewissen Charme und altert vor allem viel besser als Spiele, die immer super aussehen wollen. Hingegen immer noch furchtbar langweilig ist die Hintergrund Musik. Minecraft ist zwar ein Spiel, bei dem man gut Musik hören kann. Wer allerdings mit Headset spielt und immer und immer wieder dieselbe langweilige Musik hören muss, schaltet diese dann doch relativ schnell wieder aus.

In der Xbox-Version startete man noch in einer frühen Beta-Phase von Minecraft und hat seit dem Release immer wieder Updates herausgebracht, um die Versionen anzupassen. Die PS3-Version überspringt all diese Schritte und startet on par mit der Xbox-Edition. Das heißt, die Nahrungs- und die XP-Leiste sind von Beginn an vorhanden, ebenso wie die Dörfer, Dschungel und das End.

Technisch hat die PS3-Edition aber noch klare Macken. Während man über die Grafik nicht lästern kann, ist die Framerate für solch simple Darstellungen teils furchtbar. Selbst beim Abbauen von normalen Ressourcen kann es zu Framerate-Drops kommen. Zudem ist uns das Spiel im Test gelegentlich eingefroren. Mit diesen Startschwierigkeiten hatte aber bereits die Xbox 360-Version zu kämpfen und da sind sie mittlerweile behoben. Da hat die PS3-Version also noch Luft nach oben.

Herzlichen Dank an FreeZZa für diesen Test.

Unser Fazit

90 %

Minecraft begeistert nach wie vor. Kreative Köpfe und Bastler kommen total auf ihre Kosten. Wer also nicht am PC spielt oder keine Xbox 360 besitzt, kann mit der PS3-Version herzlich wenig falsch machen. Vor allem mit einigen Freunden ist das Spiel unglaublich spaßig und lässt die Stunden nur so dahinscheiden. Wenn sich 4J jetzt noch der technischen Probleme annimmt, kann es nur noch besser werden. Wir freuen uns schon auf die Version für die Next-Gen-Konsolen und die PS Vita Fassung.

Pro

  • + Charismatische Grafik
  • + Einzigartiges Spielprinzip
  • + kreativer Freiraum
  • + selber Stand wie 360
  • + Crafting-Menü erleichtert Einstieg
  • + Spaßig im Koop

Kontra

  • - Technisch noch etwas holprig
  • - Systemlink wird nicht unterstützt
  • - Langweilige Hintergrundmusik

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
95 %
Spielspaß
 
95 %

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