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Mittelerde: Mordors Schatten – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 3. Januar 2015 | 11:02 Uhr von Marcel

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Monolith Productions ist zurück und serviert den Spielern Mittelerde: Mordors Schatten und geht in eine neue Richtung. Statt einer spannenden Horror-Story, kriegt der Spieler dieses Mal ein packendes Action-Adventure aufgetischt. Ob das Open World-Spiel, welches bereits im Vorfeld für reichlich Furore sorgte überzeugen und der Herr der Ringe Lizenz gerecht werden kann?

Herr der Ringe Spiele gibt es in zahlreicher Form. Sei es als Lego-Adaption, Strategiespiel oder Rollenspiel. Der neuste Titel, der in Kooperation mit Warner Bros. entstand, ist Mittelerde: Mordors Schatten. Die Geschichte hat nur indirekt mit dem Plot der Trilogie zu tun, spielt aber zur selben Zeit.

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Talion, einem Waldläufer aus Gondor. Er muss mit ansehen, wie seine geliebte Frau und sein Sohn ums Leben kommen. Die Schwarze Hand Saurons, der treueste Ergebene des Dunklen Herrschers, hat die Beiden brutal ermordet ohne mit der Wimper zu zucken.

Auch Talion stirbt an jenem verheißungsvollen Tag, wird jedoch wieder zurück ins Reich der Lebenden geschickt. Gemeinsam mit einem Elbengeist kehrt er zurück und sehnt sich nach einer bittersüßen Rache. Unklar warum sie aneinander gebunden sind, gilt es die Schwarze Hand Saurons zu finden und eliminieren. Bevor sie an die Schwarze Hand kommen, müssen sie sich in der Hierarchie von Saurons Armee nach oben arbeiten und sich so einen Platz in den Reihen sichern. Zugegeben der Hintergrund der Geschichte wirkt zu Beginn etwas konfus, aber das wird sich dann im weiteren Spielverlauf nach und nach klären. Mehr möchten wir an dieser Stelle auch nicht verraten. Über mehrere Auftritte von Gollum dürft ihr euch übrigens freuen.

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Ein Mix aus Allem

Das Gameplay von Mittelerde: Mordors Schatten stellt ein Mix aus Assassin’s Creed und der Batman Arkham Reihe dar. Die Entwickler haben es geschafft, eine gesunde Mixtur zu erstellen und die besten Sachen der beiden Reihen sinnvoll zu kombinieren. Der Einstieg ins Spiel fällt so manchem Spieler sicherlich nicht leicht, denn gerade aller Anfang ist schwer und mit einigen Bildschirmtoden verbunden. Sobald der Spieler nach ein paar Stunden den Dreh raus und sich ein wenig aufgelevelt hat, entfaltet sich das Spiel als ein unterhaltsames, spaßiges Action-Adventure.

Wie bereits erwähnt, greifen die Entwickler auf bewährte Spielkonzepte zurück, welche in der Vergangenheit in unterschiedlichen Spielen zum Einsatz gekommen sind. Die Assassin’s Creed Reihe ist wohl maßgeblich daran beteiligt, dass Spieler ermutigt waghalsige Kletter-Passagen mit einem Mix aus Parkour zu absolvieren. Schleichen und meucheln gehört genauso zur Tagesordnung, wie das Erklimmen von Festungen und Bergen.

In der Welt von Mittelerde: Modors Schatten warten zahlreiche Aufgaben, Nebenquests und Allerlei sammelbare Sachen auf den Spieler, womit man rund 30 bis 40 Stunden beschäftigt ist, um das Spiel mit 100% abzuschließen. Insgesamt müssen 20 Story-Missionen erledigt zu werden, die die Geschichte um Talion und sein Abenteuer erzählen.

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Ein Kampf ums Überleben

Die Kämpfe gehen gut von der Hand. Wichtig ist hierbei jedoch, dass man sich nicht unüberlegt in einem Kampf wagt, sondern taktisch vorgeht, um erfolgreich aus der Schlacht zu ziehen. Auf der Karte sind überall Pflanzen und Blumen verteilt, die eure Lebensenergie auffrischen und euch neue Reserven verschaffen. Der Konsum von Grünzeugs ist für einen erfolgreichen Kampf unabdingbar.

Neben den normalen Orks, gibt es Hauptmänner und Häuptlinge, die stärker und widerstandsfähiger sind. Um einen solchen Gegner ins Grab zu schicken, braucht es Geduld und Geschick. Jeder verfügt über individuelle Schwächen und Stärken, die es auszunutzen gilt und durch das Sammeln von Informationen in Erfahrung gebracht werden können. In einem finalen Quicktime-Event, führt man einen brutalen Finisher aus und schickt den Hauptmann in die ewigen Jagdgründe. Der Finisher ist erst machbar, sobald er keine Lebenspunkte mehr besitzt.

Den Gegnern kann man entweder mit einem Schwert, Dolch oder Bogen ans Leder. Je nachdem wie die Fähigkeiten ausgebaut werden, verfügen die einzelnen Waffen über besondere Fähigkeiten oder Boni, die im Kampf sehr nützlich sein können. Sogar wilde Bestien, besser bekannt als Caragor, können im Kampf als Unterstützung dienen. Diese fiesen Viecher greifen euch allerdings auch an. Eine andere hilfreiche Variante stellen Lagerfeuer oder Wespenkörbe dar.

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Der Aufstieg des Bösen

Das Nemesis-System ist ein innovatives Kern-Feature des Spiels. Neben den Standard-Uruks, den namenlosen Orks, gibt es auch die bereits erwähnten Hauptmänner und Häuptlinge. Die Anzahl der Häuptlinge und Hauptmänner ist stets begrenzt. Im Nemesis-Menü kann der Spieler sehen, wie viele gerade vorhanden sind und welche Positionen sie inne haben, vorausgesetzt ihr seid über die entsprechenden Informationen gestolpert oder seid einem der fiesen Schergen schon einmal in einem Kampf begegnet.

Schafft es ein einfacher Uruk euch ins Jenseits zu schicken, dann rückt dieser unter Umständen nach und ist ab sofort ein hochwertiger Gegner. Dies kann beliebig oft passieren. Somit hat das Ableben eurer Spielfigur nicht mit einem Versagen zu tun, stattdessen steht ihr wieder auf und die Machtverhältnisse im Spiel ändern sich. Auf der Map sind zahlreiche rote Punkte zu sehen, die verschiedene Sachen darstellen. So z.B. ein Rekrutierungskampf von einem Hauptmann oder ein Machtkampf zwischen zwei Hauptmännern die ausgetragen werden. Das sind nur einige der genannten Machtverhältnisse.

Als wäre das noch nicht genug, wird das Ganze noch komplexer. Hat euch ein Uruk getötet, wird er sich das merken. Sobald ihr dem Widersacher wieder auf dem Feld in einem Kampf gegenüber steht, wird er euch mit einem verpönenden Spruch aufziehen. Bevor es zum großen Kampf kommt, leitet eine kurze Zwischensequenz den Mini-Boss Kampf ein.

Jeder tote Hauptmann und Häuptling lässt nach seinem Ableben eine Rune fallen, mit der ihr eure Waffe verbessern könnt. So lässt sich zum Beispiel mehr Schaden anrichten oder ihr habt die Chance auf ein paar Lebenspunkte.

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Technisch mehr als solide

Die Grafik hinterlässt einen sehr guten Eindruck und auch die Weitsicht im Spiel kann sich sehen lassen. Die vielen Details und die Liebe dazu, verpassen Mittelerde: Mordors Schatten das gewisse Herr der Ringe Flair. Nette und gut inszenierte Zwischensequenzen treiben die Story voran und laden dazu ein, diese bis zum Ende zu schauen. Die fließenden Tag- und Nachtwechsel bringen nicht nur neue Gegner ans Tageslicht, sondern lassen die Welt lebendig und authentisch wirken.

Die Synchronspecher erledigen einen ordentlichen Job. Die dezente Hintergrundmusik kommt zwar nicht an den fantastischen Herr der Ringe Soundtrack ran, tut aber seinen Zweck und erfüllt diesen. Die Soundeffekte können sich wiederum Hören lassen.

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Unser Fazit

90 %

Mittelerde: Mordors Schatten ist ein spaßiges und unterhaltsames Spiel. Zwar hat man die verschiedenen Elemente bereits in anderen Spielen gesehen, aber die Entwickler schaffen es einen interessanten Spagat hinzulegen, ohne abgedroschen zu wirken. Vielleicht liegt es an der etwas anderen Präsentation oder dem ungewohnten Setting. Das Nemesis-System motiviert wieder und wieder in den Kampf gegen die Uruks zu ziehen und einem nach dem anderen den Kopf abzuhaken. Das einzige was man dem Spiel vielleicht ankreiden könnte, dass es gegen Ende zu einfach wird und die Schwierigkeits-Kurve nicht ausgewogen ist. Selten hat mich in letzter Zeit ein Spiel so an die Konsole gefesselt, dass ich immer „nur noch diesen einen Häuptling platt machen“ wollte und am Ende doch wieder einige Stunden vergangen sind. Das Spiel wurde zwischenzeitlich mit einem DLC erweitert. Wer nicht genug vom Spiel bekommen kann, wird sich noch über den einen oder anderen zusätzlichen Spielinhalt freuen dürfen.

Pro

  • + spannende Kämpfe
  • + innovatives Nemesis-System
  • + viele Fähigkeiten
  • + tolle Animationen
  • + fordernde Gegner-KI
  • + reitbare Tiere
  • + Herr der Ringe Flair
  • + Umfang von 30 bis 40 Stunden

Kontra

  • - Zu Beginn zu schwer
  • - einige Einspielzeit erforderlich
  • - nervige Gollum Missionen

Unsere Bewertung

Grafik
 
86 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
88 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
92 %

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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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