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Monster Hunter 4 Ultimate – Waidmannsheil

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Veröffentlicht 4. März 2015 | 14:31 Uhr von eJUNKI3

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Im Westen nichts Neues? Von wegen! Monster Hunter 4 (MH4) ist bereits im September 2013 exklusiv für den 3DS in Japan erschienen. Rund 17 Monate, nachdem im Land der aufgehenden Sonne schon ganze Herden virtueller Säuger über den Jordan geschickt wurden, findet Monster Hunter 4 in der Ultimate Edition auch den Weg zu uns. Wie passend. Der Release des New Nintendo 3DS XL wurde erst jüngst gefeiert und daher auch für diesen Test genutzt.

Monster in My Pocket

Wie der Titel schon erahnen lässt, begeben wir uns in Monster Hunter 4 auf die Jagd nach — nun ratet mal — Monstern. Das Spiel bricht in Japan regelmäßig Verkaufsrekorde und geht dort weg wie geschnitten Brot. Hierzulande ist es relativ unpopulär und nur bei Fans von japanischen Spielen und Kennern der Serie wirklich beliebt. Diesen Umstand verdanken wir dem relativ schweren Einstieg für Neulinge.

Wer dem Mega-Monster Lagiacrus die Schuppen über die Ohren ziehen möchte, sollte sich auf geradezu haarspalterische Spielereien einlassen können. Im späteren Verlauf des Spiels ist es durchaus angebracht, eine gewisse Frustresistenz an den Tag zu legen. Doch wer damit kein Problem hat, der bekommt Unterhaltung allererster Kajüte geboten. Man sollte dem Spiel unbedingt ein paar Stunden zur Eingewöhnung gönnen. Das hemmungslose Jagdvergnügen kann man dann als Solist, oder in einer Gruppe mit bis zu drei weiteren Mitspielern genießen.

Worum geht es denn nun genau in Monster Hunter 4? Die Entwickler haben diesmal versucht, dem Spiel einen roten Faden in Form einer Story zu verleihen. Leider ging dieser Schuss nach hinten los, denn die Story um ein mysteriöses Artefakt, kommt nicht wirklich in Fahrt. Kern des Spiels ist und bleibt die Monster Jagd.

Hat man ein Untier erfolgreich erlegt, kann dieses praktischerweise verwertet werden. Seltene Ressourcen wie z.B. Klauen, Zähne, Hörner, und Schuppen, werden vom örtlichen Handwerker zu immer bessere Waffen und Rüstungen verarbeitet. Schnell befindet man sich in einer Spirale, deren Ursprung die Sucht nach neuem Equipment ist. Man nimmt sich einer Aufgabe an, erweitert seinen Fundus an Items, verbessert seine Ausrüstung und knöpft sich den nächstgrößten Gegner vor. Klingt im ersten Augenblick eintönig, ist es aber mitnichten.

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Ultimate mit Recht?

Was ist an diesem neu aufgekochtem Spiel jetzt so Ultimate, das man es sich mal zu Gemüte führen sollte? Beginnen wir mit der Steuerung. Besitzer des New Nintendo 3DS profitieren hier von dem neuen C-Stick. Dieser ist zuständig für die Steuerung der Kamera, was darüber wesentlich besser vonstattengeht, als über das eingeblendete DigiPad auf dem Touchscreen. Die Steuerung der Kamera war seit jeher ein Graus, ist somit aber gut zu handeln.

Kämpfe unter Wasser sind noch immer nicht drin, dafür geht es dank Cliffhanger Möglichkeiten hoch hinaus. An vielen Stellen der Spielwelt kann man nun klettern. Dies dient nicht nur einer wesentlich agileren Fortbewegung, sondern kann auch genutzt werden, um einem Monster auf die Pelle zu rücken. Es ist nämlich möglich, diesen auf den Rücken zu springen, um sie von dort aus anzugreifen. Angriffe aus der Luft sind nun ebenfalls machbar und können z.B. durch den Absprung von einer Felswand eingeleitet werden.

Die Ungeheuer lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen. Da wären zum einen die kleinen Monster, von denen man in Monster Hunter 4 Ultimate nun 23 statt 20 zu Gesicht bekommt. Auch das Repertoire der großen Monster, wurde von 52 auf stolze 73 ausgebaut. Somit sind in Monster Hunter 4 Ultimate satte 96 Monster zum Abschuss freigegeben.

Neben der Erweiterung des Wildparks gibt es auch frischen Content für High Rank Gamer. Die Alte Wüste ist im High und G-Rank zugänglich. Tagsüber klettern hier die Temperaturen so hoch, dass die Gesundheit ohne Kaltgetränke im Gepäck darunter leidet. In der Nacht schlägt die menschenfeindliche Umgebung in ein anderes Extrem um. Nun sollte ein Jäger nicht ohne Heißgetränk auf die Pirsch gehen. Es ist nicht die schlechteste Idee, sich vor Antritt einer Mission darüber zu informieren, zu welcher Tageszeit diese in Angriff genommen wird. Einige Monster kommen dem ebenfalls nach und sind daher nur zu bestimmten Tageszeiten anzutreffen.

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Relikt aus grauer Vorzeit

Der Teufel ist ein Eichhörnchen! Eingefleischte Fans der Serie wissen schon längst, das Monster Hunter sich immer wieder selbst recycelt. Es ist im Grunde auch nichts Verwerfliches daran, wenn altbewährte und brauchbare Elemente in einen neuen Teil übernommen werden. Doch wie bei anderen Videospielen auch, sorgt das stetige verwursten alter Elemente nur für ein Déjà-vu anstelle eines einmaligen Spielerlebnisses. Ein Entwickler sollte daran denken, dass nicht nur eingefleischte Fanboys und Jasager ihr Produkt kaufen, sondern unter Umständen auch Einsteiger sich dieses Vergnügen gönnen möchten.

Die Steuerung in Monster Hunter war schon immer recht gewöhnungsbedürftig. Im Jahr 2015 wirkt sie inzwischen sehr antiquarisch und könnte langsam aber sicher aufpoliert werden. Der New Nintendo 3DS XL ist ein wunderbares Gerät. Doch auch auf diesem tollen Handheld wirkt z.B. die Menüführung, Verwaltung und Auswahl von Items wie noch zu anno dazumal.

Was die Optik angeht, so kann man natürlich darüber streiten, ob diese nun angemessen ist oder nicht. Grafisch ist selbstverständlich auch dem 3DS XL eine Grenze gesetzt. Doch zumindest den Animationen, welche man teilweise bereits 2004 auf der Playstation 2 zu Gesicht bekommen hat, hätte man ein Upgrade spendieren können. Soviel zum Gemecker, welches als allgemeiner Tenor vom Pöbel vorgegeben wird.

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Unser Fazit

79 %

Monster Hunter ist ein Fall für sich - entweder man liebt es, oder man hasst es. Eine Abneigung gegen das Spiel kommt in den meisten Fällen nur zustande, wenn man sich nicht ausgiebig mit den Möglichkeiten des Kampfsystems in den entsprechenden Tutorials beschäftigt. Es benötigt in der Tat ein wenig Anlaufzeit, um mit Monster Hunter warm zu werden. Doch ist das Feuer erst einmal entfacht, dann macht die Jagd auf Ungeheuer großen Spaß. Das Sammeln von Ressourcen und die Aufwertung der Ausrüstung, ziehen den Spieler schnell in den Bann. In Spiele wie z.B. Diablo 3 schlummert ein ähnliches Suchtpotential, doch Monster Hunter 4 Ultimate, ist kein stupides Hack’n Slay. Man benötigt Geschick, Geduld und einen Sinn für taktisches Vorgehen, um auch die größten Fressfeinde erlegen zu können. Die Serie könnte auf jeden Fall ein paar frische Impulse gebrauchen. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, das Monster Hunter 4 Ultimate keine Empfehlung wert sei. Ganz im Gegenteil! Fans bekommen einiges mehr an Content geboten und Neueinsteiger können die Gelegenheit beim Schopfe packen, um auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Technisch gesehen ist Monster Hunter 4 Ultimate nicht unbedingt der Burner. Längere Ladezeiten und abgesteckte Areale sind aber den Grenzen des 3DS zuzuschreiben. Spielerisch wird der Titel dadurch aber nicht schlecht.

Pro

  • + Viele Monster & Waffen
  • + Verbessertes Movement
  • + Unterstützung des C-Sticks
  • + Taktisches Gameplay
  • + Mulktiplayer Monster-Jagd
  • + Sammel-Sucht-Potential

Kontra

  • - Scheinbar tote Spielwelt
  • - Matschige Texturen
  • - Clippingfehler
  • - Lange Ladezeiten

Unsere Bewertung

Grafik
 
73 %
Sound
 
83 %
Steuerung
 
79 %
Gameplay
 
82 %
Multiplayer
 
78 %
Spielspaß
 
89 %

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