Mortal Kombat - Der XBox 360 Test - insidegames

insidegames

Mortal Kombat – Der XBox 360 Test

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 27. April 2011 | 21:16 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 3. Mai 2015

mktitel

Unter nicht Videospielern ist der Name Mortal Kombat am ehesten für den hohen Gewaltgrad bekannt, vielleicht auch noch wegen den trashigen Filmen. Aber die Gewalt ist nun mal ein grosses Markenzeichen der Beat’em Up Reihe. Nachdem der letzte Ableger Mortal Kombat Vs. DC Universe ziemlich unblutig daher kam und auch spielerisch nicht komplett überzeugen konnte, besinnte man sich in der Zwischenzeit auf seine Wurzeln. So ist der neuste Serienableger der auf den einfach Titel Mortal Kombat hört, wieder ein klassisches 2D-Beat’em Up das so gar nicht mit Blut und Eingeweiden geizt. Die Frage ist, ob sich auch eine spielerische Perle dahinter versteckt oder ob Blut der einzige positive Aspekt ist. Wir haben uns an die XBox 360 Version gewagt, um euch diesen Test direkt vom Ort des Geschehens zu präsentieren.

Back to the Roots

Im Prinzip fängt die Geschichte nach den Ereignissen von Mortal Kombat: Armageddon an. Shao Kahn ist so mächtig geworden, dass er sämtliche Kämpfer der Menschheit töten konnte. Das einzige das noch zwischen ihm und der vollständigen Macht steht ist Raiden, der Gott des Donners und Wächter der Erde. Doch auch er hat keine Chance gegen den übermächtigen Shao Kahn, weshalb er nur noch einen letzten Ausweg sieht. Er sendet seinem eigenen Ich in der Vergangenheit eine Vision, um so zu verhindern das Shao Kahn so mächtig werden kann. Das gelingt auch, denn so wird eine alternative Zeitlinie geschaffen in welcher Raiden von den Visionen aus der Zukunft heimgesucht wird. Raiden selbst befindet sich, genauso wie das Ensemble der Mortal Kombat Kämpfer, beim ersten Mortal Kombat Turnier wo sich die meisten der Kämpfer zum ersten Mal treffen. Er versucht nun die Geschehnisse so zu lenken, das Shao Kahn niemals an die Macht gelangt.

Für ein Beat’em Up ist der rund 10-stündige Story-Modus extrem gelungen. Zum einen wird die Geschichte durch viele gut gemachte Zwischensequenzen ständig vorangetrieben. Ein anderer positiver Aspekt ist, dass man auch als Neueinsteiger den Grossteil der komplexen Mortal Kombat Geschichte miterleben kann. Andererseits muss man so die verschiedenen Charaktere alle anspielen. Es ist nicht möglich den ganzen Story-Modus mit einer einzelnen Figur nachzuspielen, die Figuren sind alle vorgegeben, was einen guten Einblick in die Moves und den Stil der verschiedenen Figuren gibt.

Finish Him!

Im Gegensatz zum letzten Serienableger setzt Mortal Kombat wieder auf ein klassisches, zweidimensionales Spielfeld. Das bedeutet man kann nicht mehr rund um den Gegner herumtänzeln, sondern man befindet sich immer auf derselben Höhe. Die vier vorderen Buttons auf dem Controller stehen jeweils für einen Angriff mit dem linken bzw. rechten Arm respektive dem linken bzw. rechten Bein. Die Schulterbuttons und –bumper sind für verstärkte Spezialangriffe, das Blocken oder das Ausführen der brutalen X-Ray-Moves. Die Spezialangriffe der insgesamt 26 Kämpfer (eine Liste der spielbaren Kämpfer ist auf der rechten Seite zu finden. Anmerkung: Kratos ist exklusiv nur auf der PS3 verfügbar) sind leicht auszuführen und wer schon Erfahrungen mit den Vorgängern hat, wird die meisten direkt ausführen können ohne sie nachzuschauen. Meist muss man nur zwei Richtungen antippen und dazu einen Angriffsbutton betätigen, schon haut man einen seiner Specialmoves raus.

Am unteren Bildschirmrand befindet sich eine Energieleiste, welche für verschiedene fortgeschrittene Techniken vorbehalten ist. Hat man den ersten Teil der Leiste gefüllt, kann man seine normalen Specialmoves verstärken. Hat man zwei Drittel der Leiste gefüllt, hat man Zugriff auf den Breaker. Hängt man in einer Kombination des Gegners, kann man diesen ausführen um aus der misslichen Lage zu entkommen. Richtig spannend wird es, wenn man den Balken komplett füllen kann. Dann hat man Zugriff auf den X-Ray-Move. Führt man diesen aus, startet man eine Kombination die per kurzer Zwischensequenz eingeblendet wird. Dabei wird der Gegner richtig übel vermöbelt, was man auch mehr als deutlich zu sehen bekommt. Wie der Name schon andeutet, wird dabei quasi eine Röntgenaufnahme des Inneren des Gegners gezeigt. So sieht man hautnah wie Knochen zersplittern, Organe zerquetscht werden oder sogar Zähne durch die Luft segeln. Das sieht nicht nur schmerzhaft aus, sondern verursacht auch massiven Schaden, was schnell ein verloren geglaubtes Match verändern kann. Natürlich macht es aber nicht immer Sinn auf den X-Ray-Move zu spekulieren, denn echte Könner nutzen all ihre Techniken um den Gegner zu besiegen.

Ein Markenzeichen der Mortal Kombat waren und sind die Fatalities. Hat man seinen Gegner besiegt, bekommt man das wohl weltweit bekannte Finish Him! zu hören. Führt man in diesem Moment die richtige Tastenkombination aus, kann man seinen Gegner wortwörtlich in alle Einzelteile zerlegen. Diese Moves sind unglaublich blutig, bieten aber auch ein tolles Gefühl wenn man seine Gegner auseinander nehmen kann. Beispielsweise halbiert Scorpion seinen Gegner zuerst der Länge und der Breite nach. Während der Gegner so auseinander fällt, verpasst Scorpion dem Körper einen beherzten Tritt wodurch nur noch der Kopf durch die Luft segelt. Noch ein letzer gezielter Schwung mit dem Schwert und auch der Kopf wird halbiert, während das Blut und die Gedärme den Boden bedecken. Wem es bis jetzt noch nicht aufgefallen ist, Mortal Kombat gehört genauso wenig in Kinderhände wie ein God of War.

Story, Arcade, Minispiele,…

Neben dem Story-Modus bietet Mortal Kombat aber noch viel mehr zum entdecken. Zum einen gibt es die Arcade-Leiter. In dieser kämpft man nacheinander gegen 10 verschiedene Gegner, bis man den Boss besiegt hat. Dies ist quasi der Originalmodus von Mortal Kombat und lädt zu einer schnellen Partie ein. Wenn man den letzten Gegner besiegt, gibt es zudem noch eine kleine Comicszene zu sehen, die einer Teil der Geschichte der gewählten Figur erzählt. Doch es ist noch lange nicht Schluss mit Spielmodi. Da gäbe es den Turm der Herausforderungen. Dort gibt es 300 Level zu schaffen, die jeweils die unterschiedlichsten Bedingungen vorgeben. So muss man Reptile, welcher sich gerne unsichtbar macht, besiegen. Ist dieser aber unsichtbar, ist es nicht möglich ihn zu verwunden. Nur wenn man den richtigen Specialmove ausführt, wird er sichtbar und lässt sich vermöbeln. Ausserdem gibt es noch einige verschiedene Minispiele zu finden, welche teilweise auch im Turm der Herausforderungen zu sehen sind. Eines der Spiele ist ein einfaches Hütchenspiel, nur werden hier nicht Becher genutzt sondern ausgehöhlte Köpfe. Oder man muss durch schnelles Knöpfchendrücken einen Balken auffüllen, denn wenn er weit genug gefüllt ist, lassen sich Holzbretter oder Ziegelsteine gekonnt zerdeppern. Aber egal wo man gerade kämpft, für gelungene Aktionen oder Siege über seine Gegner bekommt man Münzen auf sein Konto. Mit denen kann man in der Krypta einkaufen gehen. Zum einen gibt es dort Artworks der Kämpfer und Arenen zum freischalten, es gibt aber auch spannendere Items wie völlig neue Fatalities oder Kostüme für die Kämpferschaft.

Doch nicht nur für Einzelspieler wird viel geboten, denn gerade im Mehrspielermodus lassen sich viele spannende Stunden verbringen. Besonders interessant ist der Tag-Team Modus für vier Spieler gleichzeitig. Da die Steuerung der Specialmoves und der Fatalities nicht wirklich kompliziert ist, kann es auch unter Neueinsteigern schnell zu spannenden Kämpfen kommen. Natürlich kann man einfach nur auf den Tasten herum hämmern, doch wirklich viel Erfolg hat man so nicht. Die Steuerung ist so sauber und einfach, das man lieber schnell 2 Minuten investiert um die Moves anzuschauen. Online wird ausserdem der King of the Hill Modus geboten, bei welchem nicht kämpfende Spieler die Leistung der aktiven Kämpfer mit Münzen belohnen können.

Blut, sehr viel Blut

Genial ausgefallen sind die Kämpfer an sich. Ihre Bewegungen sind sauber, flüssig und sehen unheimlich gut aus. Die Figuren an sich sind detailliert gestaltet. Ein Highlight bei Mortal Kombat ist die sofortige Auswirkung von heftigen Moves auf die Kämpfer selber. Es fängt noch harmlos an, da schwillt mal jemanden ein Auge zu oder die Rüstung wird an einem Punkt zerfetzt, wodurch die Haut darunter sichtbar wird. Aber je länger sich der Kampf hinzieht, desto auffälliger werden die Verletzungen. Schnell kämpft man mit einer riesigen, nur so von Blut triefenden Wunde auf der Brust. Aber keine Angst, diese Effekte sind nur optisch und haben keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Auch die Arenen sehen fantastisch aus, denn überall passiert im Hintergrund etwas. Öfters wurde meine Figur aus dem Nichts getroffen, nur weil ich mal wieder den Hintergrund bewundert habe. So sieht man teilweise auch im Hintergrund wie sich mehrere Kämpfer gegenseitig die Köpfe einschlagen oder man kämpft in einem düsteren Wald, in welchem die Bäume Augen haben welche einen ständig beobachten. Ein Negativpunkt ist die deutsche Sprachausgabe. Während einige Sprecher ganz akzeptabel sind, sind alle völlig daneben. Aber schlussendlich setzt Mortal Kombat ja schon immer auf einen gewissen Trash-Faktor, wodurch es nicht so schlimm ausfällt in der Gesamtbewertung.

Unser Fazit

90 %

Der neuste Mortal Kombat Teil bietet alles was man sich von dieser Serie erwartet: Viel Blut, harte Moves, ein unterhaltsamer Story-Modus und packende Kämpfe. Zwar ist das Spieltempo deutlich unter dem Tempo von z.B. Marvel vs. Capcom 3, dennoch wirken die Kämpfe extrem dynamisch. Die Steuerung ist einfach genug das auch Anfänger schnell verheerende Angriffe vom Stapel lassen können, bietet gleichzeitig aber auch genug Tiefe damit sich echte Profis stunden- wenn nicht sogar tagelang damit beschäftigen können. Der Mehrspielermodus ist dadurch sehr unterhaltsam, während auch Einzelspieler unglaublich viel Umfang geboten bekommen. Was wir jedoch nicht genug erwähnen können, ist das Mortal Kombat definitiv nicht in Kinderhände gehört.

Pro

  • Tolles und flüssiges Kerngameplay
  • Spannender Story-Modus
  • Grosser Umfang
  • Tag-Team Modus im lokalen Mehrspieler
  • Gelungene Grafik
  • Heftige Fatalities
  • Steuerung die Profis und Anfänger gleichermassen anspricht

Kontra

  • Trashige deutsche Sprachausgabe
  • Instabiler Netzcode im Onlinemodus
  • Definitiv nichts für Kinderhände!

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
90 %
Spielspaß
 
90 %

- ANZEIGE -


Kategorien:
Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als MrNice oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • mortal kombat xbox 360
  • mortal kombat 9 xbox 360 test
  • mortal kombat review
  • mortal kombat 360 test
  • mortal kombat xbox 360 test

  • <>mortal kombat 9 test
  • Mortal kombat xbox test
  • mortal kombat test

- ANZEIGE -


*