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MotorStorm: Apocalypse – Der Test

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Veröffentlicht 17. März 2011 | 21:09 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 3. Mai 2015

motorstormatitel

Kein Lager von Fans für ein Genre ist wohl so geteilt wie das der Rennspielliebhaber. Für Puristen ist eine grosse Auswahl an echten Fahrzeugen ebenso ein Muss wie möglichst viele Einstellungen die man an seinen Autos vornehmen kann. Ausserdem ist eine realistische Fahrphysik absolut unabdingbar. Der andere Teil der Rennspielfans steht eher auf Arcaderacer. Für sie ist das einzige das zählt der pure Fahrspass wenn man das Gaspedal permanent bis zum Anschlag durchtritt. Auf der PS3 wird für beide Lager genug Exklusivfutter für den geneigten Bleifuss geboten. Die Simulationspuristen bekamen im letzten Jahr das hervorragende Gran Turismo 5. Nun bekommen auch die Arcadefans einen neuen Titel mit MotorStorm: Apocalype. Wir haben sicherheitshalber den Sicherheitsgurt angelegt um euch den turboschnellen Testbericht zu präsentieren.

Möge das Festival beginnen

Zum ersten Mal in der doch ziemlich umfangreichen MotorStorm Reihe gibt es mit dem Festival-Modus einen halbwegs anständigen Einzelspielerpart. Im Verlauf des Festivals übernimmt man die Kontrolle über drei verschiedene Fahrer die jeweils einen Schwierigkeitsgrad repräsentieren. Mash ist ein Neuling unter den MotorStorm Teilnehmern und dient als lockerer Einstieg in den Rennzirkus. Der zweite Fahrer hört auf den Namen Tyler. Ty ist ein erfahrener Rennfahrer und erfordert bei seinen Rennen schon mehr Geschick. Der dritte und letzte im Bund ist der alte MotorStorm Veteran Big Dog. Ihn steuert man als letztes und somit auf den schwierigsten Rennstrecken. Verbunden werden die Einzelspielerrennen durch Zwischensequenzen im Comiclook. Diese sind zwar nett gemacht, die Geschichte hinter MotorStorm: Apocalypse ist jedoch ziemlich bescheuert. Die Figuren benehmen sich alle wie pubertierende Teenager und ihre Unterhaltungen bewegen sich etwa auf dem gleichen Niveau. Die unpassenden deutschen Synchronsprecher tun ihr übrigens diesen Eindruck weiter zu untermauern. Schlussendlich geht es aber sowieso um die Rennen an sich und die haben es wirklich in sich.

In MotorStorm: Apocalypse stehen 13 verschiedene Fahrzeugklassen zur Verfügung. Dabei sind auch einige Klassen dabei die komplett neu in der Serie sind wie die schnellen und wendigen Superbikes. Wichtig zu erwähnen ist, dass sich die Fahrzeuge untereinander nur von ihren Eigenschaften her unterscheiden. Zwar sind einige Fahrzeuge auf bestimmten Strecken besser geeignet als andere, gewinnen kann man im Prinzip jedoch mit allen Vehikeln auf allen Strecken. Im Festival-Modus ist das Fahrzeug in jedem Event jedoch sowieso vorgegeben. Gefahren wird in einer Stadt die innerhalb der nächsten Tage von einem Erdbeben und anderen Naturgewalten vollkommen vernichtet wird. Also ergeben sich so richtig abgefahrene Strecken. MotorStorm typisch ist, dass wer bremst auch ziemlich sicher verliert. Es geht nur darum das Tempo zu halten, um so seinen Konkurenten davon zu fahren. Wichtig ist hierbei der Boost. Dieser muss nicht wie in anderen Spielen erst aufgefüllt werden, sondern steht von Anfang an zur Verfügung. Man muss jedoch genau darauf achten ihn nicht zu viel zu benutzen, da er sonst überhitzt und in die Luft fliegt. Um das zu verhindern ist es zum einen wichtig stets auf die Boostanzeige in der unteren Ecke zu achten. Andererseits kühlt Wasser das auf den Strecken zu finden ist den Motor ab. Somit ist es gar nicht so verkehrt durch Wasserpfützen zu fahren oder sich zu freuen wenn plötzlich während des Rennens der Regen einsetzt. Dem gegenüber steht Feuer, welches den eigenen Boost zusätzlich erhitzt. Das bringt einen zum taktieren auf den Strecken, da man durchaus auch Tempo verliert wenn man durchs Wasser fährt. Das Highlight stellen jedoch ganz klar die Strecken dar. Durch die drohende Apokalypse verändern sich die Strecken während den Rennen nämlich ständig. So führt eine Strecke über die Dächer von Hochhäusern. Gleich zu Beginn des Rennens stürzen jedoch einige der Wolkenkratzer ein, wodurch man über die Seiten der gerade einstürzenden Häuser brettern muss. Auf anderen Strecken ändern sich die Wege regelmässig, da einmal der Boden unter einem wegbricht oder ein Highway zugänglich wird, da die Zufahrt auf diesen als Rampe genutzt werden kann. Das fühlt sich in den Rennen fantastisch an, kann jedoch auch zu grossem Frust führen. Vorallem wenn man eine Strecke zum ersten Mal fährt, ist das ganze nicht viel mehr als Trial&Error. Weil man nicht weiss was auf einen zukommt, passiert es oft das man an einer dummen Stelle hängen bleibt oder sein Fahrzeug zerschrottet. Der Aufbau der Strecken hilft in diesem Bereich ebenfalls nicht, da es in den schnellen Rennen oft schwer ist den Überblick zu behalten. Die Steuerung funktioniert jedoch tadellos, wodurch auch extravagante Ausweichmanöver durchaus machbar sind.

Call of MotorStorm

Da der Einzelspielermodus sowieso nur Beigemüse ist, liegt das Hauptaugenmerk auf dem Mehrspielermodus. Zum einen kann man Offline mit vier Spielern gleichzeitig fahren. Nicht nur das, man kann im Splitscreen-Modus neuerdings sogar online gegen andere Fahrer antreten. Der Onlinemodus bietet im Allgemeinen viel für den geneigten Rennfahrer. Wie in den bekannten Onlineshootern oder auch beim letztjährigen Blur, setzt MotorStorm: Apocalypse auf einige umfangreiche Onlinekarriere. Im Karriereverlauf schaltet man sich neue Fähigkeiten frei um noch siegreicher aus den Rennen hervorzugehen. Ausserdem kann man seine hartverdienten Punkte auch verwetten, entweder auf sich oder auf andere Rennfavoriten. Der Onlinepart ist sehr motivierend und gut durchdacht. Wer MotorStorm mag, kann hier viel Zeit verbringen.

Optisch wirkt MotorStorm: Apocalypse leicht angestaubt. Die Engine ist langsam veraltet, was besonders an den Fahrzeugen zu sehen ist. Das Schadensmodell ist sehr dünn und explodiert ein Wagen bleibt nicht wirklich ein rauchendes Wrack übrig, sondern nur ein undefinierbarer schwarzer Haufen. Auch musikalisch weiss Apocalypse nicht wirklich zu überzeugen, denn die Synthie-Orchestermischung geht nicht wirklich auf.

Unser Fazit

70 %

MotorStorm: Apocalypse macht einiges richtig, einiges aber auch ziemlich falsch. Der Festival-Modus ist im Prinzip eine gelungene Neuerung für Einzelspieler, die Geschichte dahinter ist jedoch dümmlich und nicht mal im Ansatz amüsant. Die Rennen hingegen machen richtig viel Spass und wenn man durch einstürzende Häuser rast kommt man schnell in einen Adrenalinrausch. Das Herzstück von MotorStorm: Apocalypse ist jedoch sowieso der Onlinemodus und hier wird man sich viele Stunden vergnügen können, da einem ordentlicher Umfang geboten wird.

Pro

  • Bombastische Strecken
  • Langzeitspass im Mehrspielermodus
  • Festival-Modus für Einzelspieler
  • Online-Multiplayer im Splitscreenmodus

Kontra

  • Zu viel Trial&Error
  • Zu wenig Übersicht auf den Strecken
  • Veraltete Grafik
  • Dümmliche Hintergrundgeschichte

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
70 %

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