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MX vs. ATV Alive – Der Test

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Veröffentlicht 17. Juni 2011 | 8:48 Uhr von Fabian Mäder

Letzte Änderung 29. Februar 2012

MX vs ATV Alive Review News

Vor gut einem Monat kam das Offroad-Rennspiel MX vs. ATV Alive, der neuste Ableger der Serie und Nachfolger von MX vs. ATV Reflex, auf den Markt. Ihr steuert dabei wahlweise eine Motocross-Maschine oder ein Quad, abseits von gepflasterten Strassen, auf diversen Strecken durch den Schlamm und Matsch. Ob sich das Ganze auch so gut spielt, wie es sich anhört, erfahrt ihr in unserem Test.

Willkommen im Dschungel der Menüs und Einstellungen!

Nach dem rasanten Intro, welches von passendem Sound unermalt wird, landet ihr im Hauptmenü. Dort angekommen stellt sich die Frage, ob man direkt auf die Piste, oder erst mal die Spieloptionen sowie seinen Fahrer etc. anpassen soll. Entscheidet ihr euch fürs Erstere, was wohl die meisten Spieler machen, müsst ihr genügend Zeit und Geduld mitbringen. Nicht nur, dass die Menüs und Optionen relativ kompliziert und verschachtelt aufgebaut sind, nein, es sind auch noch Dutzende davon. So könnt ihr euren Fahrer nach euren Wünschen gestalten, was unter anderem Farben, Helmdesigns, Stiefel, Rückennummer und vieles mehr beinhaltet. Genau so verhält es sich mit den Motorrädern, welche sich alle einzeln bis ins kleinste Detail anpassen lassen. Vom Lenker, über die Farben bis hin zu Teilen wie Bremse oder Reifen, fast alles kann verändert und angepasst werden. Natürlich steht euch am Anfang erst ein Bruchteil davon zur Verfügung, im Verlaufe des Spiels schaltet ihr jedoch immer mehr Teile, Designs usw. frei. Habt ihr alles mal nach euren Wünschen angepasst, könnt ihr mit eurem Fahrer und einer eurer Maschinen das erste Mal auf die Piste.

Auch im Umfang Low-Budget

Nun wählt ihr einen der Spielmodi, was wohl bei vielen Spielern eine erste Enttäuschung sein wird, da man leider nicht wirklich viel zur Auswahl hat. Vor allem Fahrer, welche mit dem Vorgänger bereits ihren Spass hatten, dürfte an dieser Stelle zum Heulen zu Mute sein. THQ hat mit MX vs. ATV Alive nämlich einen neuen Weg eingeschlagen und brachte das Spiel zu einem günstigen Preis auf den Markt. So weit, so gut… Jedoch zeigt sich das auch bei den Spielmodi, welche im Einzelspieler-Modus lediglich aus Einzelrennen bestehen, welche wiederum in die drei Kategorien National, Kurzstrecke und Freies Rennen unterteilt sind. Daneben habt ihr zwar noch die Möglichkeit, auf den Mehrspieler-Modus auszuweichen, doch ein sehr fader Beigeschmack bleibt. Zusätzliche Strecken oder auch Spielmodi müssen als Download, teilweise bereits kostenpflichtig, erworben werden. Zwar stehen auch einige zur Auswahl, die nichts kosten, aber früher oder später wird THQ auf zu bezahlende Inhalte setzen. Als kleine Anmerkung sei hier noch gesagt, dass THQ mit MX vs. ATV Alive ein System einsetzt, wie dies EA mit den Online-Pässen macht. Dem Spiel liegt ein einmalig benutzbarer Code bei, welcher einem den Zugang zum MotoClub-Depot gewährt, über welches Downloads erst möglich werden.

Erst nehmen wir das Herzstück des Spiels, wenn man es dann so nennen kann, unter die Lupe – den Einzelspieler-Modus. Ähnlich wie bei einem Rollenspiel, erhaltet ihr für absolvierte Rennen Erfahrungspunkte und steigt immer höher im Rang. Je höher eure Anzahl der Erfahrungspunkte sowie euer Rang ausfällt, umso mehr Strecken, Teile und Outfits etc. schaltet ihr frei. Ist dieses System in den ersten Rennen noch fordernd, merkt man schnell, dass sich dieses Gefühl schnell verflüchtigt. Denn leider hat es THQ nicht geschafft, hier ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Belohnung zu finden. So dauert es einfach viel zu lange, bis ihr endlich mal neue Strecken oder Klassen freigeschaltet habt. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass ihr zwischendurch immer wieder Teile für die Maschinen oder neue Designs sowie Outfits freischaltet, denn es ist einfach sehr nervig, sich eine gefühlte Ewigkeit in der gleichen Umgebung und mit gleichem Material auszutoben.

Neben dem oben erwähnten Einzelspieler habt ihr die Möglichkeit, das Spiel im Split-Screen zu zweit, oder über Xbox Live mit bis zu zwölf Mitstreitern zu spielen. Doch leider schlägt sich der geringe Umfang der Karriere auch in der Online-Variante nieder. So habt ihr auch dort leider nur relativ wenige Strecken und es sind, wie auch in der Karriere, nur Einzelrennen möglich. Es ist zwar nett, überhaupt einen Online-Modus zu haben, doch unter diesen Umständen vermag der einem nicht lange zu fesseln.

Kompliziert und einfach zugleich

Kommen wir zur Steuerung des Spiels sowie dessen Schwierigkeitsgrad. Wie im Vorgänger, so kommt auch hier wieder die Reflex-Steuerung zum Tragen. Dabei steuert ihr mit dem linken Analog-Stick eure Maschine, und gleichzeitig unabhängig davon mit dem rechten den Fahrer bzw. dessen Verteilung des Körpergewichts. Diese Steuerung macht es vor allem Anfängern nicht gerade einfach, sich mit dem Spiel anzufreunden. Doch hat man mal etwas Zeit investiert und sich das Prinzip verinnerlicht, lässt es sich doch recht schnell und präzise damit fahren. Doch damit nicht genug, denn ihr habt natürlich auch die Möglichkeit, Stunts zu vollführen. Jedoch müsst Ihr dazu neben allem Anderen auch noch im richtigen Moment manuell kuppeln sowie die Federung richtig einsetzen, was im Eifer des Gefechts fast unmöglich ist. Dieser Umstand führt dazu, dass Stunts während der Rennen Mangelware bleiben und die Funktion kaum genutzt werden kann.

Beim Schwierigkeitsgrad kann das Spiel wieder etwas punkten, da dieser zwar teilweise etwas happig ausfällt, jedoch zu jeder Zeit einstellbar ist. Ihr habt dabei bei jedem Rennen die Auswahl zwischen vier Abstufungen. Dazu kommt, dass man sich diverse Fahrhilfen zuschalten kann, welche einem z.B. bei Sprüngen helfen. Dadurch sollte es für jeden Spieler eine Einstellung geben, mit welcher er gut fahren kann.

Mittelmässige Optik mit gutem Sound

Technisch hinterlies das Spiel bei mir einen gespaltenen Eindruck. Grafisch ist es zwar nicht die Bombe, zum Durchschnitt gehört es aber allemal. Das Spiel lief zu jeder Zeit völlig flüssig, lediglich die Umgebung wirkt teilweise etwas verwaschen oder verpixelt. Ärgerlicher sind da die gelegentlichen Grafikfehler wie z.B. Pop-Ups. Beim Sound hingegen vermachte es das Spiel wieder, mich ziemlich zu überzeugen. Die kreischenden Motoren eurer Maschinen kommen authentisch rüber und dröhnen so richtig aus den Lautsprechern. Dazu gibt es noch einen passenden Soundtrack, welcher sehr gut zu den rasanten Rennen und der ganzen Thematik passt.

Unser Fazit

65 %

Zugegeben, anfangs hatte ich relativ grossen Spass an MX vs. ATV Alive, doch leider hat dies nicht lange gehalten. Vor allem die Tatsache, dass sich Fortschritte in der Karriere so zäh gestalten, lässt die Motivation für den Titel rasant in den Keller sinken. Dazu kommen dann noch die Schwächen beim Menü, bei der Steuerung sowie die teils komisch geführten Strecken, auf welchen es fast zu Unfällen kommen muss. Zählt man dann noch die mittelmässige Grafik sowie den dürftigen Online-Modus dazu, bleibt unterm Strich nicht sehr viel Gutes. Meiner Meinung nach ist das Spiel sein Geld nicht wert und man ist wohl mit dem Vorgänger, welcher in Sachen Umfang einiges mehr zu bieten hat, besser bedient.

Pro

  • Wahlweise Quad- oder Motocross-Maschine
  • Viele Anpassungsmöglichkeiten für Fahrer und Maschine
  • Satter Sound
  • Einstellbarer Schwierigkeitsgrad für jedes Rennen
  • Relativ niedriger Preis

Kontra

  • Geringer Umfang
  • Teils nervige Menüstruktur
  • Teilweise komplizierte Steuerung
  • Kein Tutorial für Anfänger
  • Fortschritte dauern zu lange
  • K.I. sehr aggressiv
  • Streckenführung teilweise unfair
  • Gelegentliche Grafikfehler

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
55 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
55 %
Spielspaß
 
55 %

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