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MX vs. ATV: Supercross – Test / Review

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Veröffentlicht 19. November 2014 | 14:26 Uhr von Fabrice

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Mit der Insolvenz von THQ wurde eine ganze Ladung an Lizenzen an Entwickler und Publisher in der ganzen Welt verkauft. Darunter befindet sich auch der in Österreich ansässige Publisher Nordic Games. Unter der Ausbeute aus THQs Untergang befindet sich auch die MX vs. ATV IP. Der erste Teil unter neuer Führung, MX vs. ATV: Supercross, steht jetzt auf dem Prüfstand. Kann dieser zum Budget-Preis erschienene Racer überzeugen oder hätte die IP lieber in Ruhe gelassen werden sollen?

Motocross? ATV? Wieso nicht beides!

Präsentation und Style sind zwei Elemente, welche nicht wirklich aufzufinden sind. Der Aufbau und das Aussehen der Menüs und der verschiedenen Modi ist extrem trist. Die Spielmenüs sind zwar funktional und nicht total unübersichtlich aber völlig unästethisch. Der Karrieremodus ist auch nicht allzu viel mehr als mehrere aneinander gereihte Rennen, die durch Ausflüge in die öden Menüs unterbrochen worden.

Überzeugen kann das Fahrverhalten, besonders auf den Motocross Bikes. Zumindest ist das so, wenn man sich die Mühe macht sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Eine richtige Möglichkeit das auzuprobieren, gibt es nämlich nicht. Erklärungen wie was funktioniert, sucht man vergeblich. Besonders auf den Bikes ist der rechte Stick beispielsweise extrem wichtig um schnell und geschmeidig über die 17 authentischen Kurse voller Sprünge und Bodenwellen zu kommen. Mit dem rechten Stick kann man seinen Fahrer unabhängig vom Bike selbst bewegen. Erklärt oder aufgezeigt wird das nämlich nirgends. Genau so verhält es sich mit den Stunts die man ausführen kann. Diese haben zwar keinen wirklichen Sinn, erklärt werden sie aber genau so wenig. Hat man sich aber einmal an die Steuerung gewöhnt, ist sie gut gelungen. Es macht richtig Spass mit voller Geschwindigkeit durch die Arenen zu brettern und die Konkurrenz im Staub stehen zu lassen.

Das Fahrgefühl auf den ATVs scheint nicht ganz so gelungen zu sein. Möglicherweise mag diese authentisch sein. Sie fühlt sich aber irgendwie schwammig und überempfindlich an. Deshalb ist es deutlich unterhaltsamer mit den Supercross Bikes über die Piste zu brettern. Es ist aber trotzdem unterhaltsam wenn sich Bikes und ATVs auf der Strecke direkt gegenüber stehen.

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Grafik der vorletzten Generation

Im Karrieremodus spielt man nacheinander auf allen verfügbaren Tracks. Für normale Zocker die sich nicht speziell für den Sport interessieren, werden diese wohl zu wenig Abwechslung bieten. Alle sind sich ziemlich ähnlich. Das mag für Fans sicher interessant sein, für Rennspielfanatiker die einfach etwas Neues ausprobieren wollen, wird das wohl zu wenig sein. Spielt man sich durch die Karriere, schaltet man immer wieder neue optische Upgrades für Fahrer und Fahrzeug frei. Erneut ein Punkt der für Fans bestimmt mächtig interessant sein wird.

Der Mehrspielermodus ist erwartungsgemäss spärlich besucht. Selbst kurz nach Release lassen sich kaum Spiele finden, geschweige denn gefüllte Lobbies für 12 Spieler. Findet man dann ein Spiel, sei es auch nur mit 3 oder 4 anderen Spielern, ist die Verbindung ziemlich schlecht ausgefallen. Es lagt fast durchgehend und das liegt bestimmt nicht nur an der Verbindung des Hosts.

Leider ist es nicht nur der Umfang und die Präsentation die kaum überzeugen, sondern auch die Grafik selbst. Die Animationen sind steif und ungelenk. Die Bewegungen der Fahrer wirklich einfach ungelenk. Bei Crashs fallen die Fahrer wie ein nasser Sack zu Boden. Richtige Stürze gibt es nicht. Selbst bei Zusammenstössen passiert kaum etwas. Man prallt einfach vom anderen Fahrer ab und es geht weiter. Trotz der eher dürftigen Grafik, kommt es dennoch zu gelegentlichen Einbrüchen in der Bildrate. Diese sind zwar nie allzu schlimm, nerven mit der Zeit aber trotzdem.

Unser Fazit

62 %

Am Ende des Tages ist MX vs. ATV: Supercross bestimmt ein gelungenes Spiel für Fans. Das Fahrgefühl geht im Allgemeinen voll in Ordnung, es gibt mehr als ein Dutzend Tracks und die vielen echten Fahrer, Teams und das Zubehör tun ihr Übriges. Rein als Rennspiel betrachtet, bietet es aber zu wenig. Weder genug Realismus noch genug Arcade-Fahrspaß um für eines der beiden Lager wirklich interessant zu sein. Außerdem fällt für beide Lager auch der Spaß an der Authentizität weg, weshalb es also eher weniger empfehlenswert für diese ist.

Pro

  • + Authentisches Aufgebot an Fahrern und Teams
  • + Ordentliches Fahrgefühl auf den Supercross Bikes
  • + Viele Strecken
  • + Chaos auf der Strecke macht Spaß

Kontra

  • - Keine Tutorials
  • - Onlinemodus ausgestorben
  • - ATVs lassen sich nicht so gut steuern
  • - Grafisch und optisch eher unausgereift

Unsere Bewertung

Grafik
 
58 %
Sound
 
71 %
Steuerung
 
69 %
Gameplay
 
68 %
Multiplayer
 
45 %
Spielspaß
 
66 %

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