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MXGP Pro – Test / Review

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Veröffentlicht 17. Juli 2018 | 17:10 Uhr von T_Knightingale

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“MXGP Pro” statt “MXGP 4“. Mit dem Namenswechsel will Entwickler Milestone vor allem jene Spieler ansprechen, die sich mehr Realismus und eine größere Herausforderung in der MXGP-Reihe gewünscht haben. Im Test zeigt sich, dass dieser Schritt der richtige ist, aber MXGP Pro auf der anderen Seite auch immer noch eine Menge Spielspaß für Gelegenheits-Rennfahrer bietet.

Einleitung

Den Motorrad-Rennspiel-Markt hat Entwickler Milestone fest im Griff. Abseits von Kylotonns „TT Isle Of Man“ und der „MX vs. ATV“-Reihe von Rainbow Studios wird das Genre von Milestone-Spielen dominiert. Egal ob es dabei auf der Straße (Ride), echten Rennstrecken (MotoGP) oder im Gelände (MXGP, Monster Energy Supercross) zugeht, deckt der italienische Rennspiel-Entwickler fast alle Spielarten des Motorradrennsports ab – und das im Gegensatz zu Autorennspielen oftmals auch als einziger Anbieter. In einem solchen Umfeld, in dem man kaum von Konkurrenz angespornt wird, immer wieder innovativ zu agieren, ist kein leichtes Unterfangen, was man so manchen der Milestone-Spiele der jährlich erscheinenden Serien durchaus angemerkt hat.

Aber bereits MXGP3 hat im letzten Jahr bereits gezeigt, dass Milestone durchaus Willens ist, die eigenen Rennspiele stetig zu verbessern. Mit MXGP 3 wurde die hauseigene und mittlerweile recht angestaubte Grafikengine über Bord geworfen und durch die Unreal Engine ersetzt, was zu einem grafisch deutlich verbesserten und stimmungsvolleren Spiel geführt hat. Und auch die Physik-Engine, die in MXGP 2 zu recht hibbeligen Vehikeln geführt hat, wurde im letzten Jahr entscheidend verbessert, auch wenn das Gameplay immer noch eher arcadig war. Aber vor allem die verbesserte Streckendeformation hat zu einem runderen und nachvollziehbareren Fahrgefühl geführt.

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Grafik

Diesen eingeschlagenen Weg geht man MXGP Pro ganz klar weiter, so dass der diesjährige Titel in nahezu allen Bereichen erneut verbessert wurde.

Am stärksten macht sich dies vor allem bei der Grafik bemerkbar. Bereits MXGP 3 bot enorme Sichtweiten und Umgebungen, die vor allem neben der Strecke mit einer immensen Menge an Details versehen waren. Vor allem die großen Zuschauermengen waren wahrlich beeindruckend. Jedoch wurde dies auf der anderen Seite mit einem stellenweise stark weichgezeichneten Bild erkauft, das vor allem den Streckenbelag arg matschig hat aussehen lassen – und das nicht in einem für ein Offroad-Rennspiel positiven Sinne. Und so beeindruckend das Spiel unter bestimmten Licht- und Witterungsverhältnissen auch aussah, so unrealistisch überzeichnet und comichaft übersättigt wirkten viele Szenerien.

In MXGP Pro hat man die Details neben der Strecke ein gutes Stück weit zurückgefahren, was auf den ersten Blick durchaus eine Enttäuschung ist. Hat man aber erstmal einige Strecken im neuen Pro-Gewand gesehen, so ist dies letztlich doch kein allzu hoher Preis. Denn MXGP Pro bietet ein insgesamt deutlich klareres und schärferes Bild, das vor allem der Strecke selbst mehr Lebendigkeit einhaucht, weil alleine schon der Unterschied zwischen den einzelnen Untergründen (Lehm, Sand, Schotter) viel einfacher auszumachen ist. Auch ist das gesamte Antlitz des Spiels durch eine viel bessere Farbauswahl deutlich stärker in der Realität verankert als das des Vorgängers. Dazu trägt auch das enorm verbesserte Beleuchtungsmodell einen Großteil bei. Rennen bei Sonnenschein sind viel natürlicher und greifbarer als die oft märchenhaft überzeichneten Szenerien von MXGP 3, die zwar auf ihre Art faszinierend aussehen, aber oft künstlich wirkten. Und besonders im Regen spielen die verbesserte Grafik und der gestiegene Realismus voll ihre Stärken aus. In MXGP 3 sahen die Strecken zwar nass aus, aber nicht wirklich wie vom Regen gezeichnet. MXGP Pro bietet hier wesentlich detailliertere Pfützen und Rillen, dich sich im Verlaufe des Rennens auch permanent verändern und ausbreiten. Aber selbst im Trockenen lassen sich Veränderungen der Strecke über ein Rennen hinweg optisch deutlich besser ausmachen.

Je nach Szenerie und Wetterlage sind die Unterschiede zwischen MXGP 3 und MXGP Pro mal stärker und mal weniger stark auszumachen, aber alles in Allem ist der optische Sprung von MXPG 3 zu Pro schon ziemlich gigantisch. Leider läuft es technisch aber noch nicht ganz sauber. Hin und wieder treten einzelne Ruckler auf, die das Spielgeschehen für 1-2 Sekunden beeinträchtigen. Das passiert in der Regel eher zufällig und bei weitem nicht auf allen Strecken, aber speziell die Leon-Strecke in Mexiko ist von diesen Problemen häufiger geplagt. Außerdem gibt es im Spiel einen Typ Zaun, der auf mehreren Strecken verwendet wird, der dazu neigt, unschön aufzupoppen, wenn sich der Detailgrad bei der Annäherung verändert. Es bleibt zu hoffen, dass Milestone mit Patches noch ein bisschen nachbessern kann, um diese kleinen Schönheitsfehler auszubügeln.

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Fahrphysik

Dass die Details neben der Strecke etwas zurückgefahren wurden, lässt sich aber vermutlich nicht nur mit der schärferen und realistischeren Optik erklären, sondern auch damit, dass die überarbeitete Physik-Engine mehr CPU-Power in Anspruch nimmt. Denn auch in diesem Bereich hat Milestone mehr als nur eine Schippe draufgelegt.

Hat man erst einmal ein paar Runden in MXGP Pro, das sich jetzt eher im Grenzbereich zwischen Arcade und Simulation positioniert, hinter sich gebracht, wirkt das Gameplay von MXGP 3 danach deutlich simpler. Die neue Fahrphysik ist wesentlich realistischer und anspruchsvoller, aber gleichzeitig auch entsprechend nachvollziehbarer geworden. Speziell in den Einstellungen Semi-Pro und Pro ist es deutlich einfacher, das Bike in Extremsituationen zu bringen, in denen man schnell die Kontrolle verliert. Aber auch der Physiklevel „Standard“ verlangt dem Fahrer deutlich mehr Konzentration ab, so dass es bei weitem nicht mehr so einfach ist, das Bike einfach unbedacht in einen Sprung oder eine Kurve zu werfen und dabei zu erwarten, dass man aus dieser Situation trotzdem relativ unbeschadet herauskommt.

Da die Reaktionen des Motorrads aber jederzeit nachvollziehbar bleiben, wenn man gleichzeitig einen Blick auf Tempo, Neigungswinkel und Beschaffenheit der Strecke wirft, können sich auch Neueinsteiger oder unerfahrenere Rennspieler schnell ins Spiel einarbeiten, da die Standardfahrphysik kleine Fehler nicht übermäßig bestraft. Erfahrene Spieler hingegen erwartet mit MXGP Pro eine deutlich größere Herausforderung als im Vorgänger. Für Hardcore-Simulationsfans ist das Spiel vermutlich immer noch nicht brutal genug, aber Milestone gelingt es zumindest sehr gut, einerseits anspruchsvolleren Fahrern mehr Anspruch zu bieten, ohne dabei seine Zugänglichkeit zu verlieren. Dennoch ist der Sprung von den vergleichsweise handzahmen 250ern in der MX2-Klasse auf die wesentlich aggressiveren 450er in der MXGP ziemlich groß und erfordert vor allem von weniger erfahrenen Fahrern ein deutliches Umdenken, was die Herangehensweise an Kurven oder Sprünge betrifft. Hat man sich aber erstmal in die Physik reingefuchst und mit dem Bike einen gewissen Flow entwickelt, bietet MXGP Pro ein absolut fantastisches Fahrgefühl, mit dem man selbst in reinen Time Trials viele, viele Stunden Spaß haben kann.

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Wer vollkommen neu im Genre ist, findet im Spiel erstmals ein neu gestaltetes interaktives Tutorial, das sämtliche wichtigen Fahrtechniken abdeckt und dem Spieler die Eigenheiten des Motocross näherbringt. Leider ist Milestone an dieser Stelle aber etwas über das Ziel hinausgeschossen, da die Lektionen zwar alle wichtigen Bereiche abdecken, aber insgesamt zu wenig erklären und speziell für Neueinsteiger, die diese Tutorials am ehesten brauchen, schlicht zu schwer geraten sind. Die geforderte Präzision und die einzuhaltenden Zeitlimits dürften Neueinsteiger unzählige Versuche kosten, zumal neue Lektionen auch erst freigeschaltet werden, sofern vorherige abgeschlossen wurden. Hier wäre ein mehrstufiges System mit Gold-, Silber- und Bronzezielen die bessere Wahl gewesen. Auch angesichts der Tatsache, dass die KI auf niedrigen Schwierigkeitsgraden wesentlich einfach zu kontrollieren ist als die Aufgaben in den Tutorials, selbst wenn der Eindruck am Anfang ein anderer ist, da die KI in der Zeitqualifikation um Welten besser fährt als im Rennen selbst. Ein Punkt, an dem Milestone noch schrauben müsste, da es schon etwas frustrierend ist, im Zeitrennen um die Bruchteile einer Sekunde kämpfen zu müssen, nur um im Hauptrennen dann zu merken, dass man die KI total dominiert.

Durch und durch gelungen ist jedoch die Teststrecke, die auf einem Quadratkilometer Fläche unterschiedlichstes Terrain bietet, um Tunings und Upgrades des Motorrads ausführlich zu testen. Neben einem Motocross- und einem Supercross-Kurs warten diverse kleine Pfade, Anstiege und Abstiege, die alle unterschiedliche Herausforderungen bieten, darauf, erkundet zu werden. Hier hat Milestone wirklich einen, auch besonders optisch, schönen Free-Roam-Spielplatz erschaffen, mit dem man stundenlang Spaß haben kann.

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Anpassbarkeit, Individualisierung und Umfang

Eine große Stärke der Milestone-Spiele ist es schon länger, dass man die Spiele sehr individuell an seine Bedürfnisse anpassen kann. Das gilt sowohl für die Physik, die Fahrhilfen und die KI, die jeweils einzeln in diversen Stufen konfiguriert werden können, aber es gilt vor allem auch für die Optik des Bikes und des Fahrers. Hier stehen hunderte Teile zu Verfügung, mit denen das Bike sowohl leistungstechnisch als auch optisch an die eigenen Vorlieben angepasst werden kann. Vom Lenker über die Reifen bis hin zum Handschutz kann fast jedes Detail verändert werden. Und für den Fahrer selbst gibt eine irrsinnig große Auswahl an Helmen, Anzügen und Stiefeln in den unterschiedlichsten Farben und Formen.
Die Zusammenstellung der Bikes orientiert sich am Vorgänger und bietet sowohl Viertakter (450, 250) als auch Zweitakter (250, 125) von – je nach Kategorie – 5 bzw. 7 Herstellern, die auch innerhalb einer Kategorie unterschiedliche Stärken und Schwächen haben und mit Upgrades verbessert werden können. Für Schrauber erfreulich: Neben ein paar neuen Anpassungsmöglichkeiten bei der Optik bietet auch die Setup-Menü im Vergleich zu MXGP3 ein paar zusätzliche Optionen.

Leider schlägt sich diese Auswahl in den restlichen Aspekten des Spiels nicht ganz so nieder. Die Auswahl der Spielmodi ist, vorsichtig formuliert, sehr konservativ. Neben einem Karrieremodus, der neben dem Managen von Sponsoren und Ausrüstung nur die Rennen und ein paar nette Cutscenes, die aber zumindest auf Deutsch von einem eher gruseligen Kommentar begleitet werden, bietet, gibt es noch benutzerdefinierte Meisterschaften, sowie Einzel- und Zeitrennen. Sehr viel mehr als sich von der MX2-Klasse hinauf in die MXGP-Klasse zu arbeiten, gibt es aber auch in der Karriere nicht tun. Hier wären ein paar zusätzliche Spielmodi, wie z.B. die historischen Events aus MXGP 2, eine echte Bereicherung gewesen. Und auch ein paar zusätzliche Filmchen und Informationen zum Motocross-Sport würden dem Spiel gut stehen. Immerhin gibt es in diesem Jahr noch eine zusätzliche Extrem-Karriere, die sich an die absoluten Profis richtet. In diesem Modus sind sämtliche Fahrhilfen deaktiviert und die Rennwochenenden werden auf maximaler Länge gefahren. Für jene, die sich diese Aufgabe zutrauen, wartet am Ende jeweils ein Bonus-Outfit für den Sieg in der MX2 und MXGP-Klasse.
Außerhalb der Extrem-Karriere können sowohl die Länge eines Rennwochenendes als auch die Rennen selbst in ihrer Länge mehrstufig angepasst werden. Wer möchte, kann ein Event auf ein Einzelrennen mit wenigen Minuten Länge reduzieren, alternativ können aber auch alle Sitzungen eines Wochenendes (Zeit-Qualifying, Qualifying-Rennen und Doppelrennen) in voller Länge absolviert werden, bei der eine Sitzung durchaus an der 45-Minuten-Marke kratzen kann. Glücklicherweise speichert das Spiel in allen Modi nach einer Sitzung, so dass man ein komplettes Wochenende nicht am Stück absolvieren muss.

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Streckenauswahl

Leider beschränkt sich auch die Streckenauswahl nur auf die 19 Strecken des 2017er-Rennkalenders. Der „Motocross Of Nations“-Wettbewerb, in MXGP 3 noch enthalten, ist leider ersatzlos weggefallen. Nun ist das Hinzufügen von Strecken zu einem Lizenzspiel sicherlich keine einfache Angelegenheit, zumal MXGP Pro auch nur Originalstrecken und keine Fantasiekurse bietet, da jedoch sowohl bei MXGP 2 und 3 die aus dem Rennkalender gefallenen Strecken des Vorgängerspiels als DLC zugänglich gemacht wurden, wäre es schön gewesen, wenn Milestone noch 5-10 Strecken aus der Vergangenheit integriert und um sie herum vielleicht einen Classic-Modus gebastelt hätte. Dies hätte das Paket, das für einen mittlerweile fast jährlich erscheinenden Vollpreis-Titel etwas mager ist, durchaus aufgewertet.

Glücklicherweise hat es im 2017er-Rennkalender jedoch eine Menge Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gegeben, so dass die Streckenanzahl trotz des Wegfalls des MXoN bei 19 geblieben ist und 7 Strecken (teilweise neu, teilweise aus MXGP 2 bekannt) ausgetauscht wurden, so dass auch Serienveteranen noch genug Abwechslung erhalten bleibt.

Zwar sind einige der spektakulärsten Strecken mit massiven Höhenunterschieden wie Glen Helen nicht mehr dabei, aber dennoch bieten auch die 2017er-Strecken mit ihren unterschiedlichen Untergründen, Layouts und Profilen noch genug Variantenreichtum, der auch vor allem dadurch entsteht, dass sich jede Strecke durch die verbesserte Physik einzigartiger anfühlt.

So bietet MXGP Pro zwar insgesamt ein Paket, bei dem noch deutlich Luft nach oben ist, aber sowohl für Neueinsteiger als auch für Serienveteranen genug bietet, um dutzende Stunden lang gut unterhalten zu werden. Dennoch bleibt zu hoffen, dass Milestone zumindest noch einige Strecken als nicht zu teuren oder gar kostenlosen DLC nachliefert, auch wenn man die Hoffnung in Ermangelung eines Season Passes, den die letzten Milestone-Spiel hatten, nicht zu hoch hängen sollte.

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Sound und Multiplayer

Bei all den vielen Veränderungen hat sich im Bereich Sound eigentlich am wenigsten getan. Die schlimm vertonte deutsche Sprachausgabe wurde bereits erwähnt. Die Musik, die immer Geschmackssache und in einem Rennspiel auch eher von geringer Bedeutung ist, bewegt sich irgendwo zwischen belanglos und nicht aufdringlich.
Auf der Strecke hingegen kommt die Atmosphäre schön rüber, und auch die Bikes klingen ordentlich. Aber nachdem bei Grafik und Physik ein massiver Qualitätsanstieg zu verzeichnen ist, wären Sound und Atmosphäre neben dem Umfang der nächste Schritt, den Milestone angehen müsste. Um in allen Bereichen das großartige Rennspiel zu werden, das MXGP Pro in Teilen schon ist, müsste man hier noch ein wenig nachlegen.

Gleiches gilt auch für den Multiplayer. Dieser läuft zwar auch mit mehreren Spielern und KI auf der Strecke ziemlich sauber und bietet für private Lobbys diverse, aber immer noch viel zu wenige Optionen, aber der öffentliche Mehrspielermodus basiert immer noch auf einem vollkommen antiquierten Matchmaking-System, das nur die Abstimmung über Rennklasse und Strecke erlaubt. Weder das Wetter noch die Rennlänge oder die Anzahl an Sitzungen kann konfiguriert werden, zudem löst sich eine Lobby auf, sobald der Host das Spiel verlässt. Das ist im Jahre 2018 einfach zu wenig und lädt höchstens zu einer spontanen Runde ein. Wer etwas ernsthaftere Rennen im Mehrspielermodus fahren möchte, sollte sich dafür besser ein paar Freunde greifen.

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Getestete Version: Xbox One

Unser Fazit

82 %

Insgesamt ist Milestone mit MXGP Pro auf einem sehr guten Weg. Speziell, wenn man auf die Grafik und Physik schaut, sieht man, dass die Entwickler kurz davor sind, ein wirklich herausragendes Rennspiel zu schaffen. Das Wichtigste bei einem Rennspiel ist das Geschehen auf der Strecke. Und genau dort liegen die absoluten Stärken des Spiels. Das Fahrgefühl ist großartig und die Optik nähert sich dem Fotorealismus immer stärker an. Wenn Milestone das Gesamtpaket jetzt noch etwas üppiger gestalten, den Sound etwas verbessern und dem Spiel in Sachen Präsentation noch etwas mehr Flair verpassen könnte, könnte man wahrscheinlich von einem wirklich exzellenten Spiel sprechen. Da es aber nur die absolut wichtigsten Kernelemente eines Rennspiels wirklich mit vollem Tempo auf die Strecke bringt, es aber am Drumherum und dem Umfang noch ein bisschen mangelt, ist MXGP Pro leider nur ein gutes, in Teilen sogar sehr gutes, Rennspiel geworden.

Pro

  • + Sehr schöne, realistisch und natürlich wirkende Beleuchtung
  • + Detaillierte Grafik, die im Vergleich zu MXGP wesentlich schärfer wirkt
  • + Deutlich verbesserte Wettereffekte
  • + Strecken verändern sich im Laufe eines Rennen und durch das Wetter deutlich stärker
  • + Verbesserte, realistischere Fahrphysik
  • + Fahrverhalten der Bikes wesentlich nachvollziehbarer als in den Vorgängern
  • + Dank vieler Hilfen und Optionen sowohl für Einsteiger als auch Profis geeignet
  • + Beschaffenheit des Untergrunds und Wetter wirken sich stärker auf das Fahrverhalten aus
  • + Abwechslungsreiche Streckenauswahl
  • + Toll designte, optisch ansprechende und große Teststecke
  • + Riesige Auswahl an Anpassungsmöglichkeiten (Optik, Upgrades, Setup)
  • + Zusätzlicher Karrieremodus für Profis

Kontra

  • - Gelegentliche Ruckler, die auf einigen Strecken so gut wie gar nicht, aber auf einer ziemlich häufig auftreten
  • - Auf einer Handvoll Strecken unschöne Popups durch Zäune
  • - KI fährt im Zeit-Qualifying deutlich besser als im Rennen
  • - Geringe Auswahl an Spielmodi
  • - Streckenauswahl beschränkt sich auf den offiziellen Rennkalender (keine Bonus- oder Classic-Strecken) und könnte größer sein
  • - Extrem minimalistischer Mehrspielermodus, der nur im privaten Spiel echte Optionen bietet
  • - Präsentation immer noch arg steril
  • - Lange und häufige Ladezeiten
  • - Immer noch etwas schwachbrüstiger Sound

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
60 %
Spielspaß
 
82 %

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Thommysoft ist auf Xbox-Senioren.com sowie im Schwestern-Forum PSN-Senioren.com ein Moderator und hilft mit viel Engagement den Usern bei PlayStation-Problemen weiter. Ab und an verfasst er für insidegames einen Test.

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