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insidegames
Naruto: Ultimate Ninja Storm Generations – Review/Test
Direkt zum Fazit springen
Die meisten Leser kennen den orangefarben gekleideten Ninja Naruto mit Sicherheit aus Film, Funk- und Fernsehen und auch auf den verschiedensten Videospielsystemen hat unser Freund bereits Dutzende von Auftritten feiern können. Mit Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations aus dem Hause Cyber2Connect (Asura´s Wrath) liegt nun der neueste Teil der Reihe vor, der euch abermals mit einer Menge Anime-Action und den beliebten Charakteren der Serie versorgt. Spielbar nur für Fans? Oder sollen auch Außenstehende einmal einen Blick riskieren?
Generationsübergreifend!
Wer die Story der TV-Serie, bzw. des Mangas mochte wird mit Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations bestens bedient. Der Stoymodus wurde in kleinere Abschnitte unterteilt in denen man die Abenteuer von Naruto und seinen Kumpanen nacherleben kann. Richtig gehört, da ihr nicht nur die Geschichte von Naruto vor seiner Zeit als Legende von Kohona nachspielen, sondern auch in die Haut anderer tapferer Recken schlüpfen könnt. Damit werden sowohl Einsteiger als auch Fans der Serie glücklich, weil man nicht nur die Anfänge des aufstrebenden Ninjas erleben, sondern auch diverse, tiefere Einblicke in die Schicksale der anderen Charaktere geboten bekommt. Rund eine Stunde an Anime-Szenen stehen bereit, um die Geschichte der insgesamt elf wählbaren Protagonisten zu untermalen. Schade nur, dass der Storymodus bei einigen Charakteren binnen kürzester Zeit vorüber ist und auf eine frei begehbare Spielwelt verzichtet wurde. Zwar hat man den Personenkreis erweitert, doch dafür ein paar Einschnitte am generellen Umfang vorgenommen. Der Wegfall der offenen Spielwelt hat auch zur Folge, dass die Kämpfe im Stakkato Takt erfolgen und man keine auflockernden Missionen mehr geboten bekommt. Keine Reisbälle in Konoha mampfen, kein Aufsammeln und verschiedenen Gegenständen und keine Sidequests mehr. All dies wurde über Bord geworfen!
Voll auf die Möhre!
In einem Prügelspiel bietet sich eine üppige Charakterauswahl wie in Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations durchaus an, doch darf man nie vergessen, das Balancing aus den Augen zu verlieren. Dies ist den Entwicklern im Falle des neuesten Naruto-Prüglers mit insgesamt 72 Charakteren recht gut gelungen, auch wenn es manchmal etwas haarig erscheint, gegen den mit Fernkampfwaffen gesegneten Charakter wie zum Beispiel Deidara anzutreten. Bei all dem Figurenüberschuss, hat man die gewaltigen und spannend angelegten Bosskämpfe des Vorgängers ebenfalls komplett gestrichen, was für einen weiteren Minuspunkt sorgt. Diese furios angelegten und inszenierten Kämpfe lockerten das Geschehen zuvor immer auf hervorragende Art und Weise auf und verlangten den ein oder anderen Reaktionstest von den Spielern.
Weiterhin wird den geübten Naruto-Spielern auffallen, dass man das zuvor implementierte Kontersystem nur noch vier Mal nutzen kann. Anschließend muss man geduldig warten, bis es wieder möglich ist einem Gegner im richtigen Moment in den Rücken zu fallen. Man kann jedoch nicht bestreiten, dass hierdurch eine neue, taktische Komponente hinzukommt, die man nicht unterschätzen sollte. Besonders die Fans des ersten Teils dürften manch Anfänger mit geschickt ausgeführten Manövern zur Verzweiflung bringen, während die Einsteiger keine Pad-Veteranen vorm Herrn mehr sein müssen, um die Manöver ausführen zu können. Wer stets seinen Energieverbrauch im Auge behält und ein gutes Gefühl für das richtige Timing hat, wird in Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations stets am längeren Hebel sitzen.
Das grundlegende Gameplay ist dabei denkbar einfach, da es einen Knopf zum Schlagen, einen für Fernangriffe, einen zum Springen und einen für Spezialaktionen gibt. Simpel, ja! Doch wie bereits erwähnt, gehört das richtige Timing definitiv dazu um seinem Kontrahenten gehörig die Fresse zu vermöbeln. Deswegen hat man auch auf ein großangelegtes Tutorial verzichtet, doch wer sich ein paar Mal in diverse Kämpfe stürzt, der hat den Dreh recht bald raus.
Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations – Trailer:
Wie man seine Freunde das Fürchten lehrt!
Natürlich darf in einem Prügelspiel die Mehrspieler-Komponente nicht fehlen und so bietet auch Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations entsprechende Modi in denen man seine Freunde oder irgendwelche Online-Gegner verdreschen kann. Es ist an euch gelegen ob ihr euch in lokalen oder Ranglisten-Matches messen wollt, wobei das Matchmaking System deutlich besser sein könnte. Immerhin habt ihr die Möglichkeit Revangekämpfe zu bestreiten oder an Turnieren teilzunehmen. Wer besonders elegant mit seinem Pad umzugehen weiß, der kann sogar Videos erstellen und diese mittels Community-Funktion mit seinen Freunden teilen. Mit Hilfe des überarbeiteten Kartensystems für euer Online-Prfil kann man diverse Kartenbilder und Titel nach Lust und Laune austauschen. Das Gute daran? Jede Karte die ihr sammelt oder kauft verfügt über spezielle Fähigkeiten, die euch mitunter Vorteile im Kampf verschaffen können. Wer also das Naruto-Sammelkartenspiel besitzt hat einen klaren Vorteil, da diese Karten entsprechende Codes für das Spiel beinhalten. Mit diesem Sammel-, Kauf- und Tausch-Aspekt wird die Motivation bei den Fans sicherlich nochmals gesteigert.
Grafische Anime-FeinkostWie gewohnt kann man den Entwicklern von CyberConnect2 keinerlei Vorwurf in Sachen Umsetzung machen. Kein Wunder da man sehr eng mit den Animespezialisten des Studio Pierot zusammengearbeitet hat und sich diese Kooperation durchaus auszahlt. Euch erwartet also eine wunderbare Cel-Shade Optik, herrliche Animationen und detailgetreue Umgebungen, die man natürlich zum Großteil der Serie entnommen hat. Durch die frei begehbaren Kampfareale kommt sogar noch mehr Feeling auf, da man förmlich das Gefühl hat, die Kämpfe der Zeichentrickserie selber nachzuspielen.
In Sachen Sound verhält sich das Ganze ähnlich, da man als Fan sogar die original japanische Synchronisation geboten bekommt. Wer es etwas „eingängiger“ mag wählt die englische Sprachausgabe, auch wenn diese vielleicht nicht 100%ig Lippensynchron daherkommt. Unnötig zu erwähnen, dass man natürlich auch den Original-Soundtrack implementiert hat, der sich allerdings niemals unbequem in den Vordergrund quetscht, sondern das Spielgeschehen angemessen untermalt.
Unser Fazit
Erneut kann man den Entwicklern von CyberConnect2 bescheinigen einen guten Job erledigt zu haben. Derzeit versteht es wohl kaum ein anderes Studio gekonnte Anime-Action auf die heimischen Bildschirme zu zaubern. Die einzigen Mankos an Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations ist jedoch die fehlende Open-World Thematik des Vorgängers, sowie die ausbleibenden Bosskämpfe, die wir besonders im Vorgänger so spannend fanden. Dafür bekommt man 72 spielbare Charaktere, rund 60 Minuten neuer Animeszenen und 11 verschiedene Storystränge geboten. Wer sich mit diesem Pro/Contra Verhältnis anfreunden kann der darf ruhig zuschlagen. Während Fans abermals ein sehr gutes Spiel mit ihrem Lieblingsninja geboten bekommen, kann Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations nicht in vollem Umfang zur Qualität des Vorgängers aufschließen.
Pro
- Gekonnt inszenierte Anime-Action
- Gigantische Charakter Auswahl
- Pick up and Play-Gameplay
- Passender Original-Soundtrack
- Japanische und Englische Synchro
- 11 verschiedene Storylines
Kontra
- Keine Open-World Elemente mehr
- Fehlende Boss-Kämpfe
- Charakterentwicklung eher kurz geraten
Unsere Bewertung
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