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Need for Speed: Hot Pursuit – Der Test

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Veröffentlicht 23. November 2010 | 17:29 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. März 2011

hotpursuittitel

Need for Speed meets Burnout

Need for Speed, das Verlangen nach Geschwindigkeit, ist ein Drang den wohl viele Menschen nur zu gut kennen. Das so etwas nicht in den öffentlichen Strassenverkehr gehört sollte eigentlich selbstverständlich sein. Auch hat wohl nicht jeder eine Rennstrecke vor der Haustür um dort dem Rausch der Geschwindigkeit nachzugehen. In diesem Fall sind Rennspiele wohl genau das richtige Mittel um in exotischen Sportwagen ordentlich auf die Tube zu drücken. Die“Need for Speed“ genannte Rennspielserie, hat in den letzten fast 20 Jahren einen enormen Werdegang durchgemacht. Der Start der Serie verlief ruhig und die Spiele fanden wenig Beachtung. Bald feierte die Reihe aber erste Erfolge. Besonders das Raser gegen Cops Prinzip fand grossen Anklang. In der letzten Konsolengeneration lag das Hauptaugenmerk dann aber beim umfangreichen Tuning der virtuellen Karossen. Mit dem zuletzt erschienenen Teil, Need for Speed: Shift, ging die Serie sogar einen erfolgreichen Schritt in Richtung Simulation. Für den neusten Teil mit dem Untertitel Hot Pursuit (unter diesem Titel erschien schon der dritte Teil) wurde das bekannte Entwicklerstudio „Criterion Games“, bekannt durch die Arcaderaser Burnout, angeheurt um erfolgreich zu den Wurzeln der Serie zurückzukehren.

Ladies and Gentlemen, start your engines

Nachdem mit Shift der Weg einer Simulation eingeschlagen wurde, besinnt sich Criterion zurück zu den Wurzeln der Serie. Need for Speed: Hot Pursuit bietet ein klassisches Arcadegameplay und das macht das Spiel so unglaublich spassig.

Hot Pursuit spielt sich auf den fiktiven Strassen von Seacrest County ab. Anders als bei Burnout Paradise oder den älteren Need for Speed handelt es sich hier nicht um ein Stadtgebiet. Seacrest County bietet die unterschiedlichsten klimatischen Zonen. Die Rennen führen den Spieler durch staubige Wüstenabschnitte, eisige Bergserpentinen, malerische Wälder und wunderschöne Küstengebiete. Viel Zeit um die Umgebung zu geniessen bleibt jedoch selten, denn alles dreht sich um heisse Karren, knallharte Rennen und den ewigen Kampf zwischen der Polizei und den Rasern.

Der Karrieremodus findet über die Karte von Seacrest County statt. Dort können sowohl Raser- als auch Copmissionen ausgewählt und separat durchgespielt werden. Dabei geht es darum Kopfgeld zu verdienen um neue Fahrzeuge, Events und Fahrzeugklassen freizuschalten. Entweder können die Events der beiden Parteien abwechselnd gespielt werden, wer sich jedoch zuerst für eine Seite entscheiden will, kann auch das machen. Die Events unterscheiden sich logischerweise voneinander. Als Raser nimmt man an normalen Rennen ohne Polizei, Duellen oder Zeitrennen teil. Die eigentlich Königsklasse sind jedoch Rennen bei denen die Bullen versuchen die Teilnehmer, und vorallem den Spieler selbst, festzusetzten ohne das man die Ziellinie überqueren kann. Als Polizist gibt es z.B. auch Zeitfahr- oder Vorschauevents, richtig spassig wird es aber erst wenn man als Cop das Teilnehmerfeld eines Rennens stoppen muss.

Um erfolgreich Raser zu stoppen oder um siegreich der Polizei zu entkommen, verfügen beide Seiten über mehrere Power-Ups. Zur Standardausrüstung von jedem Fahrzeug gehört ein wiederaufladbarer Nitroantrieb. Durch Drifts oder andere tollkühne Manöver lässt sich der Turbo aufladen um dann in brenzligen Situationen die Oberhand zu behalten. Zwei Power-Ups stehen beiden Seiten zur Verfügung, zwei weitere sind jeweils nur als Raser bzw. Cop verfügbar. Nagelbänder und EMP-Angriffe stehen allen Teilnehmern zur Verfügung. Die Nagelbänder sind eigentlich selbsterklärend und können hinter dem Fahrzeug abgeworfen werden, um Gegner aus der Bahn zu werfen. Der EMP-Stoss wird auf Gegner vor dem eigenen Fahrzeug abgefeuert. Nach einer kurzen Zielsequenz trifft der Schuss den anderen Fahrer und setzt dessen Fahrzeug ausser Gefecht. Die Cops greifen zudem auf Strassensperren und Helikopter zurück, welche Nagelbänder auf der Strecke verteilen. Die Raser hingegen nutzen Störsender um Radar und EMPs der Polizei zu blocken. Das zweite raserexklusive Power-Up ist ein spezieller Turbo, der das Fahrzeug kurzzeitig enorm antreibt. Die Ausstattung mit den Waffen und Power-Ups ist bei jedem Event vorgegeben. Der Umgang mit den Waffen geht leicht von der Hand und macht ordentlich Spass. Die verschiedenen Fähigkeiten sind gut ausbalanciert und wirken nie zu mächtig oder zu schwach.

Obwohl das Spiel wirklich toll gemacht ist, gibt es dennoch einige kleine Kritikpunkte. Zum einen die Tatsache das die KI-Polizei eigentlich nur den Spieler angreift, während die anderen Fahrer zu 95 % in Ruhe gelassen werden. Das führt zwar zu tollen Gefechten mit den Polizisten, aber es macht es teilweise schwer dem eigentlichen Rennen zu folgen. Etwas anderes ist da der Gummibandeffekt. Zum einen sorgt der dafür das man nie zu viel Rückstand auf die Gegner bekommt, da diese nicht allzu viel Vorsprung herausholen können. Andererseits ist es unmöglich einen ordentlich Vorsprung auf die anderen herauszuholen, da diese einen immer mit einer teuflischen Geschwindigkeit einholen. Die Zeiten für die Goldmedaillen in Zeifahrrennen sind zudem teilweise extrem heftig. Das ist zwar nicht schlecht, kann aber durchaus für den einen oder anderen Frustmoment sorgen. Gut funktionieren tut hingegen die Steuerung von Need for Speed: Hot Pursuit. Es lässt sich ganz einfach durch die Kurven driften oder feindliche Fahrzeuge rammen. Wer aber wirklich erfolgreich sein will und überall auf die Goldmedaille aus ist, wird wohl doch einiges an Training brauchen um erfolgreich zu sein. Das Spiel spielt sich zwar sehr arcademässig, hat aber doch einen Touch Realismus. Die verschiedenen Fahrzeuge fahren sich schön unterschiedlich und sinnloses drauflos brettern wird selten belohnt.

Effekte wohin das Auge blickt

Technisch ist Hot Pursuit ein echter Leckerbissen. Die Grafik ist bombastisch, angefangen von den Schadensmodellen der Fahrzeuge, über die toll inszenierten Crash bis zu den genialen Effekte bei regennasser Fahrbahn. Die Fahrzeuge verursachen eine realistisch wirkende Gischt und die Spuren die die Wagen hinterlassen sind das Tüpfelchen auf dem i. Auch Rennen bei Nacht wirken beeindruckend, vorallem wenn etliche Polizeiautos mit ihren Polizeilichtern die nächtliche Dunkelheit durchbrechen. Es gibt auch ordentlich was auf die Ohren, denn Need for Speed: Hot Pursuit bietet wohl mit die Besten Motorengeräusche die es heute zu hören gibt. Typisch für die Spiele von Electronic Arts ist hingegen der lizensierte Soundtrack der von Künstlern wie 30 Seconds to Mars oder Chiddy Bang beigesteuert wird. Diesen gibt es nur im Menu oder in Rennen zu hören, wo keine Polizei unterwegs ist, sonst wäre das ganze ja irgendwie sinnlos wenn man eh nur die Sirenen hört.

Zurück zu den Wurzeln

Criterion Games hat wohl das selbstgesteckte Ziel erreicht, denn mit Need for Speed: Hot Pursuit haben sie es erfolgreich geschafft, die Serie neu aufleben zu lassen. Das Spiel brilliert auf allen Ebenen. Es ist technisch extrem ausgereift und auch spielerisch gibt es nur wenig, kleine Mängel. Schade ist die Tatsache, das es zwar einen „Free Roam“ Modus gibt, wo man auf eigene Faust Seacrest County abklappern kann, leider gibt es dort aber überhaupt nichts zu tun. Alle Events werden über die Karte gestartet. Dort wurde ordentlich Potential verschenkt. Dennoch ist das Spiel eine echte Spielspassgranate und kann jedem Racer ans Herz gelegt werden.

Unser Fazit

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Pro

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
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Sound
 
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Steuerung
 
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Gameplay
 
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Multiplayer
 
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Spielspaß
 
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Kommentare

  • Der Frosch sagt:

    Need for Speed: Hot Pursuit ist ein toller Überraschungshit. Die Anspielfassung auf dem Xbox Live Marktplatz wird dem Spiel auf keine Weise gerecht! Die Kaufsversion spielt sich wesentlich besser aus Sicht der Steuerung und sieht ganz hübsch aus. Der neue EA Racer hat mittels Autolog einen unverschämt hohen Suchtfaktor, weil die gefahrenen Zeiten direkt mit den Zeiten der Xbox Live Freunde verglichen wird. In meinem Freundeskreis hat das ein riesiger Kampf ausgelöst und er tobt immer noch! Ganz toll ist auch der Online Modus, aber solltet ihr in einer schlechten Lobby landen, also genau genommen wenn die Verbindung schlecht ist, dann wird sich der ganze Spass in Grenzen halten, weil es fast unmöglich ist als Polizist jemanden einzufangen. Solltet ihr aber nie auf solche Probleme treffen, dann entpuppt sich der Online Modus als eine tolle Spielspassgranate!!

    Unbedingt kaufen!

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