Need for Speed: Most Wanted - Die PlayStation Vita Fassung im Test / Review - insidegames
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Need for Speed: Most Wanted – Die PlayStation Vita Fassung im Test / Review

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Veröffentlicht 29. Dezember 2012 | 11:38 Uhr von Marcel

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Jahr für Jahr kehrt Need for Speed auf die Bildschirme zurück. In diesem Jahr spendiert uns Criterion Games einen neuen Ableger der bekannten Rennspiel-Serie und das auch gleich noch für die PlayStation Vita. Bereits im Vorfeld hatten wir Gelegenheit an der diesjährigen E3 das neue Most Wanted anzuspielen und wir waren sichtlich begeistert: Eine gelungene Mischung aus Burnout und Need for Speed. Wie sich die Handheld-Version schlägt, erfahrt ihr in unserem knallharten Testbericht! 

Need for Speed: Most Wanted

Werde zum meistgesuchtesten Fahrer!

Wie schon in Need for Speed: Most Wanted aus dem Jahr 2005, geht es auch im 2012er Ableger wieder darum an die Spitze der meistgesuchtesten Fahrer in Fairhaven zu kommen. Um an die Spitze zu gelangen, muss der Spieler sogenannte Speed-Points einsammeln, die man durch Gewinnen von Rennen, zerstören von Werbetafeln, halsbrecherischen Verfolgungsjagden oder das Umnieten, im Spiel Takedownen genannt, von Cops erhält.

Sobald genug Speed-Points errungen wurden, kann man einen der vorhandenen zehn Fahrer der Reihe nach zum Rennen herausfordern. Unglücklicherweise haben die Konkurrenten kein wirkliches Gesicht und so fahrt ihr “nur” gegen andere Autos. Criterion Games hätte sich durchaus die Mühe machen dürfen und dem Ganzen ein wenig mehr Tiefe und damit auch eine Art Story einzuhauchen.

In den Most Wanted Rennen geht es richtig zur Sache. Die Zwischensequenzen sind dabei stimmungsvoll umgesetzt und machen einfach nur Spass. Zwei Fahrer die sich ein heisses Kopf an Kopf Rennen auf dem Asphalt liefern und oftmals von der Polizei gejagt werden. Leider ist in allen Rennen wieder ein hässlicher Gummiband-Effekt zu verspüren. So passiert es oft, dass ein Gegner in eine Baustelle oder Strassensperre kracht, und wenige Sekunden später doch schon wieder an einem vorbei düst. Gerade auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad kann das zum grossen Ärgernis mutieren. Sobald der Spieler dann das Most Wanted Rennen für sich entschieden hat, muss man nur noch den Konkurrenten ausschauten (Takedownen), damit der Wagen in den eigenen Besitz übergeht.

Need for Speed: Most Wanted

Easy Drive – eine Fahrt ohne Sorgen

Die wohl grösste Neuerung in Need for Speed: Most Wanted ist das neue Easy Drive Menü. Über das besagte Menü lässt sich alles in kürzester Zeit anwählen. Egal ob das jetzt mit Tuning, den nächsten Rennen, den Optionen oder dem Multiplayer zu tun hat. Das Coole dabei ist, dass diese Funktion auch während der Fahrt zur Verfügung steht! So kann man jederzeit das GPS aktivieren und man wird ohne grosse Umwege zum nächsten Rennen navigiert.

In Need for Speed: Most Wanted warten gesamt 41 unterschiedliche Fahrzeuge auf euch. Die Palette reicht von der Sportlichen- bis hin zur Edel-Karosse. Anstatt sich mühsam die Autos in Strassenrennen zu verdienen, sind 31 Fahrzeuge über ganz Fairhaven verteilt. Solltet ihr einen neuen Wagen sehen, dann fahrt ihr zu diesem und könnt mittels eines Tastendrucks einfach einsteigen. So entfällt mühsames Geld scheffeln. Die restlichen zehn Autos lassen sich dagegen nur in den Most Wanted Rennen durch einen Sieg verdienen.

Nichts ohne Social-Hub

Einer der grössten Pluspunkte ist der Social-Hub. Während sich die Rennen im Singleplayer-Modus mit der Zeit wiederholen, bringt der Autolog und Multiplayer Spannung ins Spiel. Das Spiel speichert eure Rennzeiten ab, sofern dieser mit dem Autolog verbunden ist und auf eine aktive Internetverbindung zurgreifen kann. Auf diese Weise wird eine Bestenliste mit euren Zeiten und den eurer Freunde erstellt. Das kann unter anderem zu lustigen Duellen avancieren.

Im Multiplayer-Modus hat der Spieler sprichwörtlich die Qual der Wahl. Am Anfang ist man regelrecht erschlagen von den ganzen Spielmodi die angeboten werden. Alle Spieler müssen schnellstmöglich zum Treffpunkt fahren und auf den Start der Challenge warten. In den Spielmodi wird gedriftet was das Zeugs hält, gerammt und über Schanzen gesprungen wie in einem Action-Film. Das macht jede Menge Spass und lädt zu langen Spiel-Sessions ein. Und mit den richtigen Mitspielern macht es gleich noch mehr Spass. Ein wenig schade ist, dass so mancher Online-Spieler mit einem überzüchteten Auto unterwegs ist und Neulinge damit zu Beginn keinen Stich landen können. Eine andere, jedoch nette Sache sind die Multiplayer-Statistiken, die plattformübergreifend mit der PlayStation 3 abgespeichert werden.

Need for Speed: Most Wanted

Mobile Version mit Abstrichen

Die Frage aller Fragen ist doch, wie stark wurde Need for Speed: Most Wanted im Gegensatz zur PlayStation 3 Fassung gekürzt? Nun, einige Features wurden leider wie erwartet gekappt. Im Singleplayer-Modus fehlen ein paar Events. In den Online-Foren war sogar die Rede davon, dass bei einer Trophäe eine Absperrung fehlt, aber dazu können wir keine Stellung nehmen – wir konnten keine entsprechende Feststellung machen. Neben den fehlenden Events ist auch der Gegenverkehr eher mau geraten. Ein wenig mehr Leben hätte Fairhaven durchaus vertragen. Schade ist auch, dass Need for Speed: Most Wanted kein Schadensmodel enthält. Das wäre das Tüpfelchen auf dem I gewesen. Zwar kriegt der Wagen regelmässig leichte Kratzer ab oder mal geht ein Reifen kaputt (besten Dank an die Polizei), aber das war es dann auch schon wieder.

Auch im Multiplayer muss der PlayStation Vita Spieler im Gegensatz zum grossen PS3-Bruder einige Kürzungen hinnehmen. So dürfen “nur” vier statt acht Boliden die Welt unsicher machen und ein direktes Kräftemessen durchführen. Für den mobilen Gebrauch ist das zwar noch okay, aber zu acht ist es halt deutlich spassiger, offener und definitiv spannender.

Aus technischer Sicht hinterlässt der Racer einen überwiegend guten Eindruck. Die Fahrzeuge sehen allesamt toll aus und wirken durchaus originalgetreu nachgebildet. Fairhaven selbst hat einige wunderschöne Orte, aber auch wieder das pure Gegenteile. Manche Stellen hätten ein paar mehr Details und Liebe vertragen können. Ein absolutes No-Go sind indes die entgegenkommenden Scheinwerferlichter. In der heutigen Zeit darf dem Spieler definitiv kein leuchtender Pixelhaufen mehr entgegenkommen. Soundtechnisch schneidet das Spiel besser ab. Die Motorengeräusche brummen schön aus den Lautsprecher-Boxen und der trendige Soundtrack untermalt das Geschehen mit passender Musik. Aber bei der Musikauswahl hat EA/Criterion schon immer bewiesen, dass sie ein gutes Händchen für satte Sounds haben.

Unser Fazit

80 %

Need for Speed: Most Wanted ist ein gelungener Wurf auf der PlayStation Vita und bis dato das beste Rennspiel. Gut, die Konkurrenz mag nicht sonderlich gross sein, aber doch mach Most Wanted vieles, wenn auch nicht ganz alles, richtig. Aus grafischer Sicht wäre bestimmt noch mehr rauszuholen gewesen. Gerade die entgegenkommenden Lichter sehen einfach nur schrecklich aus und sind das reinste Pixelchaos. Immerhin gewöhnt man sich mit der Zeit daran und so bleibt der Frust nur von kurzer Dauer. Der Singleplayer-Modus wird leider nach einiger Zeit richtig eintönig, da die Vielfalt an Events nicht gerade riesig ist. Auch der höchste Schwierigkeitsgrad entpuppt sich schnell als Graus, aber mit ein paar Übungsstunden sind die Rennen dann doch noch zu schaffen. Das Kernstück des Spiels liegt definitiv auf dem Multiplayer-Modus, aber schade, dass während der Test-Session nicht gerade viele Spieler online waren und auch die Balance ein wenig fehlte. So musste man des Öfteren gegen einen überpowerten Gegner antreten. Ausser einem zweiten Platz lag jeweils nicht gerade viel drinnen. Nichts desto trotz erhält der Spieler mit Need for Speed: Most Wanted ein actiongeladenes Rennspiel, dass sich Bestens als Zeitvertreib eignet und das Rennspiel-Genre auf der PlayStation Vita aufmischt.

Pro

  • + spassiger Multiplayer-Modus
  • + systemübergreifende Statistiken mit PS3 Spielern
  • + ordentliche Grafik
  • + 41 unterschiedliche Fahrzeuge
  • + pures Rennfeeling

Kontra

  • - Scheinwerferlichter erscheinen als Pixelbrei
  • - Singleplayer-Modus auf Dauer ein wenig eintönig
  • - "nur" vier Online-Spieler in einer Lobby

Unsere Bewertung

Grafik
 
78 %
Sound
 
84 %
Steuerung
 
84 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
86 %
Spielspaß
 
84 %

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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

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