Need for Speed: Most Wanted - Test/Review für die Konsolen - insidegames

insidegames

Need for Speed: Most Wanted – Test/Review für die Konsolen

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 29. Dezember 2012 | 11:29 Uhr von Fabrice

Need for Speed: Most Wanted

Das britische Entwicklerstudio Criterion Games wurde vor inzwischen fast zehn Jahren von Electronic Arts gekauft und ist seit dann hauptsächlich für Need for Speed verantwortlich. Doch den heutigen Bekanntheitsgrad hat es sich durch Burnout erarbeitet. Das letzte richtige Burnout, Paradise, wenn man den Download-Puzzler Burnout Crash nicht mitzählt, ist auch schon vier Jahre alt. Fans von Burnout müssen sich jedoch noch weiter gedulden, zumindest prinzipiell, denn Need for Speed liegt immer noch in den Händen von Criterion.

Der neuste Teil hört auf den Namen Need for Speed: Most Wanted, was einige sicher daran erinnert das es vor gar nicht allzu langer (nämlich auf der aktuellen Konsolengeneration) schon ein Spiel mit dem selben Namen gab. Doch obwohl es zur Need for Speed Reihe gehört, fühlt es sich nicht wirklich danach an. Die Frage ist nun: ist das etwas positives oder etwas negatives? Wir haben es für euch herausgefunden!

Need for Speed: Most Wanted

Fairhaven – Der Himmel für Raser

Die Jagd auf den meistgesuchten Fahrer findet in Most Wanted in der Stadt Fairhaven statt. Als Neuankömmling muss man Rennen fahren, die Polizei ausschalten und abhängen sowie die Umgebung so gut wie möglich zerstören um damit Speedpunkte zu sammeln. Diese sind nötig damit man selbst in der Liste der Most Wanted aufsteigen kann. Zehn andere Fahrer befinden sich in der Liste der Meistgesuchten und das Ziel des Spiels ist es selbst die Nummer 1 zu werden.

Fairhaven bietet eine Open-World Spielwiese für alle Autonarren die mit schnellen, teuren Autos mit Höchstgeschwindigkeit über Autobahnen, durch Industriegebiete und durch dichten Verkehr brettern wollen. Der Clou daran ist, das eigentlich alle Autos und alle Events (von den Most Wanted Rennen abgesehen) von Anfang an verfügbar sind. Autos stehen nämlich überall in Fairhaven verteilt herum und warten nur darauf gefunden zu werden. Hat man eine Karre gefunden reicht ein einfacher Tastendruck um ihn in seine Sammlung aufzunehmen. Die Auswahl der Autos ist zwar eher einseitig aber ebenso beeindruckend. Vom Bugatti Veyron, über den Lamborghini Aventador bis zum Tesla Roadster bietet das Sortiment eine Selektion der teuersten und meistgesuchten Autos die weltweit verfügbar sind. Von bekannteren Autos bis zu Exoten sollte es eigentlich für jeden etwas bereit halten. Autos sind auch verbesserbar, wenn auch nicht in einem ganz so grossen Ausmass wie man es sich von Need for Speed gewohnt ist und es sich auch die meisten wohl wünschen würden. Es gibt einige vorgegebene Upgrades wie Reifensets, Nitrosets oder Chassis mit denen man seine Autos verändern kann, aber das wars leider auch schon. Man kann selbst keine Einstellungen am Wagen oder bestimmten Teilen vornehmen und Tuning-Enthusiasten werden masslos enttäuscht sein von den fehlenden Möglichkeiten. Hier wurde massives Potential verschwendet!

Need for Speed: Most Wanted

Abwechslungsarmut inmitten von viel Potential

Um Speedpunkte in der Karriere zu sammeln muss man entweder Events erfolgreich abschliessen oder gekonnte Fahrmanöver aufs Parkett bzw. die Strassen legen. Jeder Wagen verfügt über ein Set von fünf Events. Insgesamt gibt es effektiv aber nur vier verschiedene Arten von Events. Ein Sprintrennen von Punkt A zu Punkt B, ein Rundenrennen, ein Geschwindigkeitsevent bei dem man über die ganze Zeit so schnell wie möglich über die vorgegebene Piste brettern muss sowie Fluchtevents bei welchen man zu Beginn von einer ganzen Meute von Polizisten eingekesselt wird. Leider sind diese Events nicht einmal für alle Wagen einzigartig. Fährt man alle Wagen, trifft man oft auf genau die selben Rund- oder Sprintrennen. Immerhin bietet die offene Spielwelt eine ganze Menge an Spasspotential. Neue Autos wollen gefunden und katalogisiert werden, Reklametafeln zerstört, Blitzergeschwindigkeiten überboten und Sicherheitstore eingerissen werden. Wem all diese Sammelaufgaben jedoch nichts zusagen, dem wir die offene Spielwelt auch nicht viel bieten.

Doch obwohl wir bis jetzt hauptsächlich an Most Wanted herumgenörgelt haben, gibt es jedoch eine befreiende Eigenschaft die es über das Mittelmass katapultiert. Das Gameplay an sich ist richtig unterhaltsam, herausfordernd und macht sehr viel Spass. Die Wagen fühlen sich gleichzeitig realistisch an, das Fahrgefühl an sich ist jedoch arcadig ausgelegt. Autos fühlen sich nicht an wie Seifenkeisten, sondern brechen schnell aus, verlieren an Grip und vermitteln einem das Gefühl in einem schweren, massiven Wagen zu sitzen. Dennoch brettert man mit mehreren hundert Kilometern pro Stunde durch engste Strassen, macht halsbrecherische Drifts und rammt andere Fahrer genauso wie die Polizei mit der Hilfe von Nitro zu Schrott. Hier liegt auch der eigentliche Spielspass von Need for Speed: Most Wanted begraben. Dank eben diesem Spass ist auch die mangelnde Abwechslung, das Fehlen des Tunings und die sich wiederholenden Events nicht ganz so schwerwiegend. Auch wenn man ein bestimmtes Events zum dritten oder vierten Mal spielt, kann man darin immer noch Spass finden weil es sich einfach exzellent anfühlt.

Wie von EA gewohnt ist auch das Auto-Log wieder mit von der Partie. Sämtliche Bestzeiten, gefundenen Autos und alle anderen Statistiken werden mit denen von Freunden auf der ganzen Welt verglichen und sind immerzu sichtbar wenn man etwas macht. Die Ranglisten passen sich an und wenn Leute kennt die das Spiel auch gespielt haben, befinden diese sich sogar in der spieleigenen Most Wanted Liste sowie auf den von ihnen schon zerstörten Reklametafeln. Es kann also gut vorkommen das die Avatare der eigenen Freundesliste die Tafeln in ganz Fairhaven schmücken, was ganz witzig anzusehen ist.

Need for Speed: Most Wanted

Burnout komm raus, du bist umzingelt!

Wer den Test bisher genau gelesen hat, dem wird vielleicht auffallen das es viele Ähnlichkeiten zu Burnout hat, ganz speziell zu Burnout Paradise. Die offene Spielwelt, der Aufbau des Menüs in der Verbindung mit dem Autolog und der ganze Spielaufbau erinnernd frappierend an die Hausmarke von Criterion Games. Das ist erneut nicht ein zwingender Negativpunkt, wer jedoch ein waschechtes Need for Speed erwartet ist hiermit falsch bedient. Vielmehr hat man es mit einem Burnout Paradise unter dem Namen von Need for Speed zu tun. Wer schon lange darauf gewartet hat, wird vor Freude jubeln. Wer einfach nur Need for Speed haben will, der ist aber mit Hot Pursuit (ebenfalls von Criterion Games entwickelt) besser bedient.

Ein grosser Teil des Spass den man in Most Wanted haben kann liegt im Mehrspielermodus begraben. Dort wird die offene Spielwelt erst richtig zu einem Spielplatz auf dem man sich austoben kann. Einerseits kann man einem öffentlichen Onlinespiel beitreten. Dort wird man mit einer Liste von Events konfrontiert welche von einem verschiedene Fähigkeiten verlangen. Entweder handelt es sich um ganz gewöhnliche Rennen, je nach dem auf bestimmte Fahrzeugklassen beschränkt und auch im Team oder jeder für sich. Es gibt aber auch extrem unterhaltsame minispielartige Disziplinen. Man muss so viel wie möglich driften, möglichst weit springen oder andere Dinge machen in einem bestimmten Zeitrahmen. Oder aber man muss versuchen auf den Flügeln eines Flugzeuges zu bleiben, während alle anderen Fahrer versuchen einen hinunter zu stossen. Mit bis zu acht Fahrer ist das gleichermassen chaotisch und unterhaltsam. Spielt man zusammen mit Freunden, kann man sogar ganz eigene Eventlisten gestalten und sich auf das konzentrieren was einem am meisten Spass macht. Sehr nett ist das man im Onlinespiel auch Speedpunkte verdienen kann, welche einem dann wiederum im Einzelspielermodus weiter helfen.

Need for Speed: Most Wanted

Fliegende Funken, verschrottete Wagen und eine stockende Bildrate

Fairhaven als Stadt sieht toll, abwechslungsreich und oft geradezu atemberaubend aus. Auch die Automodelle gehören zur Spitzenklassen, genauso wie die Effekte wenn man sein Auto schrottet oder andere Wagen in einen Haufen Altmetall verwandelt. Es gibt jedoch im grafischen Departement ein ganz grosses Minus und das ist die Bildrate. In regelmässigen Abständen bricht diese vollkommen ein, was bei Rennen in denen man in der Regel über 200 km/h auf dem Tacho hat schnell fatal enden können. Das ist einfach nur frustrierend. Die tolle Grafik kommt also mit einem Preis.

Der Sound auf der anderen Seite kann überzeugen. Motoren röhren nur so, schrammt man an Strassenbegrenzungen vorbei können einem die Haare zu Berge stehen und der Klang der Zerstörung eines Autos ist glorreich. Die musikalische Untermalung ist gelungen, wenn auch hauptsächlich auf elektronische Musik beschränkt. Nervig ist der Funk der Polizei wenn sie einen verfolgt, da sich dieser immer und immer wieder genau gleich wiederholt.

Unser Fazit

82 %

Need for Speed: Most Wanted fehlt es an vielem: Abwechslung, Tuning, eine stetig flüssige Bildrate und mehr Inhalt für Einzelspieler. Es fehlt dem Spiel jedoch besonders an einem eigenen Charakter. Obwohl es auf den Namen Need for Speed hört, fühlt man sich fast in die Welt von Burnout Paradise versetzt. Wie schon im eigentlichen Test erwähnt ist das zwar nicht zwingend negativ einzustufen, der Name ist jedoch irreführend und unpassend. Dennoch kann man mit Most Wanted richtig viel Spass haben, besonders wenn man sich in den Online-Part des Spiels wagt und am dortigen Chaos teilnimmt.

Pro

  • + Tolles Fahrgefühl
  • + Gut gestaltete offene Spielwelt
  • + Beeindruckende Grafik
  • + Chaotischer und unterhaltsamer Online-Modus
  • + Abwechslungsreicher Fahrzeugpark
  • + Gute Handhabung der Menüs
  • + Autolog

Kontra

  • - Kein eigener Spielcharakter
  • - Zu wenige verschiedene Events
  • - Regelmässig stockende Bildrate
  • - Kein Tuning
  • - Nerviger Polizeifunk
  • - Zu wenig genutztes Potential im Einzelspielermodus

Unsere Bewertung

Grafik
 
82 %
Sound
 
87 %
Steuerung
 
88 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
89 %
Spielspaß
 
81 %

- ANZEIGE -


Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als MrNice oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • nfs most wanted was macht man mit speedpunkten

  • need for speed most wanted auto symbol flügel

  • need for speed most wanted 2 wann kommt es raus Xbox one

  • need for speed für welche konsole

  • need for speed konsole

  • wer hat die konsole von need for speed


- ANZEIGE -


*