insidegames

Need for Speed: Rivals – Xbox 360 Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 27. Dezember 2013 | 14:04 Uhr von Fabrice

Need for Speed Rivals

Mit Forza Motorsport 5 und Gran Turismo 6 kamen Fans von Rennspiel-Simulationen in diesem Herbst nicht zu kurz. Wer aber weniger auf Realismus steht und lieber mehr Action in einem Racer hat, der kommt auch nicht zu kurz. Denn Need for Speed: Rivals verspricht genau das auf allen aktuellen und neuen Konsolen von Microsoft und Sony.

Erneut nimmt Ghost Games ein neuer Entwickler die Zügel in die Hand, obwohl sie tatkräftig von ehemaligen Criterion Angestellten unterstützt werden. In Rivals geht es, wie der Titel schon vermuten lässt, um die Rivalität zwischen Cops und Racern. In einer offenen, beständigen Onlinewelt treten die zwei Fraktionen gegeneinander an. Sogar so etwas wie eine Geschichte wurde implementiert. Ob diese Kombination aufgeht, haben wir auf der Xbox 360 heraus gefunden.

Rivalen bis aufs Blut

Gut gegen Böse. Das Gesetz gegen den Untergrund. Dieser Kampf findet auch auf den Straßen des fiktiven Redview County statt. Die Racer fordern die Cops geradezu heraus, verhöhnen diese mit Videos die sie ins Internet stellen. Aber ehrlich gesagt ist das absolut egal. Die Story wird auf eine unglaublich kindische Art und Weise erzählt. Wen diese genau ansprechen soll, ist nicht wirklich klar. Es scheint verschwendetes Potential und falsch genutzte Ressourcen zu sein. Wirklich schlimm ist das aber nicht. Allen Zwischensequenzen können auf Wunsch übersprungen werden. Denn wie so oft kommt es besonders auf das Gameplay an, wofür Rivals ein perfektes Beispiel ist.

need-for-speed-rivals-screenshot-15

 

Gut oder Böse

Zur Auswahl stehen einem zu jeder Zeit beide Karrieren: Cops und Racer. Egal für welche man sich entscheidet, zuerst muss man sich durch zu lange Tutorials inklusive unüberspringbaren Einführungsvideos. Wer nämlich in den vergangenen zehn Jahr irgendwann einmal ein Rennspiel gespielt hat, der weiß wie man ein Auto mit einem Controller steuert. Hat man die Tutorials jedoch erst einmal hinter sich gebracht, geht der Spaß richtig los.

Redview County ist ein offener Sandkasten welcher euch von Anfang an in seiner Ganzheit offen steht. Der Aufbau der Karriere ist für beide Seiten eigentlich gleich. Um im Rang aufzusteigen, wodurch unter anderem neue Autos freigeschaltet werden, müssen Speed Lists erledigt werden. Das sind Checklisten mit jeweils drei Aufgaben. Drei dieser Listen stehen immer zur Verfügung,  jede mit einer anderen Art von Aufgabenauswahl. Dadurch ist immer für genug Abwechslung gesorgt. Falls jemandem ein bestimmter Event-Typ überhaupt nicht zusagt, dann muss dieser auch nicht gespielt werden in den meisten Fällen. Dank diesen vielen, sich ständig abwechselnden Listen gibt es immer etwas zu tun. Die meisten lassen sich in fünf bis fünfzehn Minuten abschließen, wodurch man immer etwas zu tun hat, neue Autos freischalten und Fortschritt machen kann.

need-for-speed-rivals-screenshot-12

 

Den Multiplikator nach oben treiben

Es spielt keine Rolle wie viel es auch zu tun gibt, wenn das fahren an sich keinen Spaß macht, dann führt sowieso alles ins Nichts. Glücklicherweise macht Rivals auch auf den Straßen von Redview richtig Laune. Wie in der Serie gewohnt dreht sich alles um die höchst mögliche Geschwindigkeit. Auf beiden Seiten nimmt man hinter dem Steuer von schnellen, fast unbezahlbaren Luxusautos Platz. Die Steuerung dieser Wagen ist sehr eingängig und selbst präzise Manöver bei mehreren Hundert Stundenkilometern sind vergleichsweise simpel auszuführen. Doch obwohl es sich um einen Arcade Racer handelt, fühlen sich die Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller schön distinktiv an. Allgemein bleibt zu sagen, dass das Gameplay zwar simpel aber keineswegs anspruchslos ist.

Neben den schon erwähnten Listen gibt es aber auch unterwegs die Möglichkeit an so genannte Speed Points zu kommen. Mit diesen lassen sich Autos verbessern oder neue Gadgets freischalten. Besonders als Racer ist die Mechanik dafür besonders spannend. Sämtliche Manöver und Stunts werden mit Punkten belohnt. Hat man genug Punkte gesammelt, erhält man zusätzlich einen Multiplikator der bei 2x beginnt und bis auf 10x ansteigen kann. Erst wenn man ein Versteck erreicht, kann man sich auf Knopfdruck die Speed Points aufs Konto gutschreiben lassen. Je höher der Multiplikator aber ist, desto härter greift die Polizei durch. Steigt er erst einmal auf über 5x, wird auf einen unablöslich Jagd gemacht. Wer dann aber trotzdem noch fleißig weiter Punkte sammelt, erhält eine noch viel größere Belohnung. Dieses Zusammenspiel zwischen Risiko und Belohnung kann extrem befriedigend sein. Es kann aber, logischerweise, zu massiver Frustration führen. Ist der Multiplikator erst einmal in die Höhe geschossen, dann hat man vor dem langen Arm des Gesetzes keine ruhige Sekunde mehr. Mit einer beeindruckenden Beständigkeit und lasergenauer Präzision attackieren die Cops aus jeder nur erdenklichen Richtung. Es kann so extrem werden, dass es praktisch unmöglich wird gesammelte Punkte zu sichern. Wenn man bei Versuch um Versuch von der Polizei erledigt wird ohne den Hauch einer Chance zu haben, dann vergeht selbst Hartgesottenen irgendwann einfach die Lust. Weniger wäre in diesem Fall eben doch mehr.

Diese ganze Mechanik ist auf der Seite der Cops nicht vorhanden. Dadurch ist diese Seite der Karriere deutlich konservativer. Dadurch ist sie in der Regel auch ein wenig einfacher. Es gibt keinen Multiplikator und Punkte werden fast nur durch die Aktionen auf den Pisten und durch Checklisten gesammelt. Außer man schafft es einen Racer zu erledigen, wodurch man alle Punkte erhält welche dieser gerade gesammelt hat. Auch anfangen kann man auf dieser Seite nicht so viel mit ihnen. Kann man bei den Autos auf der Seite der Racer noch Upgrades kaufen, wodurch sie besser und schneller werden, gibt es das bei den Cops nicht. Punkte können einzig, was man bei den Racern aber auch machen kann, für Gadgets verwendet werden. Schockwellen, Nagelbänder, EMP-Geschosse und noch einige mehr können gekauft und ausgerüstet werden, damit man auf der Straße den Vorteil erringen kann.

need-for-speed-rivals-screenshot-11

 

Alleine gegen den Rest der Welt

Wie eingangs schon erwähnt, wird in Redview County eine persistente Onlinewelt geboten. Bis zu sechs Spieler sind gleichzeitig in einer Lobby unterwegs. Selbst wenn man alleine spielt, sind immer anderen Spieler in der Welt unterwegs die man zum Beispiel zu Duellen auffordern kann. Oder je nach dem für welche Seite man sich entscheidet, man auch von anderen Spielern gejagt werden kann. Das lässt die Welt lebendiger erscheinen, oft sieht man andere Spieler vorbei flitzen auf der Flucht vor der Polizei. Oder eben umgekehrt.

Das kann aber auch zu Problemen führen. Need for Speed: Rivals verfügt über keine dedizierten Server. Das bedeutet dass immer ein Spieler der Host, also der Spielleiter, ist. Verlässt der Host das Spiel, dann wird automatisch ein neuer Host aus den verbleibenden Spielern gewählt. Passiert das während einem Rennen, kann es dazu führen das gewisse Mitfahrer (in der Regel von der K.I. gesteuerte) schon wieder weiter fahren können bevor man selbst wieder die Kontrolle übernehmen kann. Oder es kann passieren das Fortschritte nicht gespeichert werden, was auch frustrierend sein kann. Dadurch wird diese tolle Idee einer bestehenden, von richtigen Spielern belebte, Welt doch deutlich nach unten gezogen. Denn wenn alles so funktioniert wie es eigentlich sollte, macht es, besonders mit Freunden, richtig viel Spaß!

Unser Fazit

80 %

Wer auf schnelle Autos steht und sich nicht mit Simulationen anfreunden kann, der wird mit Need for Speed: Rivals richtig viel Freude haben. All die negativen Details die im Review erwähnt sind, sorgen eigentlich zu keinem Zeitpunkt dazu, dass das Spiel keinen Spaß macht. Egal ob der Frust von einem verlorenen Multiplikator oder einem Host kommt, welcher das Spiel verlässt, das Gameplay an und für sich ist gut genug das man viel Zeit in Rivals verlieren kann. Dennoch sind es Dinge die einfach erwähnt werden müssen, wodurch es das Spiel dann eben doch nicht schafft ganz nach oben zu kommen. Wer aber Lust auf einen neuen Arcade Racer hat in dem es darum geht schnell und gefährlich zu fahren, der wird sicher eine geniale Zeit mit Need for Speed: Rivals haben.

Pro

  • Zwei distinktive Karrieren
  • Große, abwechslungsreiche Spielwelt
  • Interessantes Mehrspieler-Konzept
  • Schöne Auswahl an Autos
  • Eingängige Steuerung

Kontra

  • Racer Karriere kann unter Umständen frustrierend sein
  • Keine dedizierten Online Server
  • Cop Karriere manchmal etwas zu trocken
  • Fehlende Tuning Möglichkeiten

Unsere Bewertung

Grafik
 
84 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
87 %
Gameplay
 
81 %
Multiplayer
 
71 %
Spielspaß
 
79 %

- ANZEIGE -


Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Im Forum als MrNice oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • <>need for speed rivals xbox 360 review
  • need for speed rivals multiplikator
  • News for Speed rivals Xbox360
  • need for speed autos

- ANZEIGE -


*