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Need for Speed: The Run – Test / Review

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Veröffentlicht 17. November 2011 | 8:10 Uhr von Goreminister

Letzte Änderung 2. Januar 2012

Need for Speed The Run (2)

Die Qualität der Need for Speed-Reihe zeigte sich seit ihrem Start im Jahre 1994 oftmals wechselhaft, wobei Publisher Electronic Arts mit den letzten beiden Spielen Need for Speed: Hot Pursuit (2010) und Shift 2 (2011) zu punkten wusste und ordentliche Wertungen einfahren konnte. Mit Need for Speed: The Run begibt man sich nun auf neues Terrain und möchte nicht nur ein Rennspiel, sondern auch ein cineastisches Spielerlebnis mit Dutzenden von Zwischensequenzen und einer spannenden Story abliefern. Ob der Spagat gelungen ist und die Mixtur aus Story- und Rennspiel ein erneuter Erfolg wurde könnt ihr im nachstehenden Test selber nachlesen.

need-for-speed-the-run-1 Die Erben von Smokey and the Bandit
In Need for Speed: The Run folgt ihr einer linearen Geschichte rund um den Hauptcharakter Jackson “Jack” Rourke. Dieser hat es sich leider gehörig mit einigen Unterweltbosses verscherzt, weswegen sein Leben nun am seidenen Faden hängt. Zu allem Überfluss schuldet er besagten Gangstern eine Menge Geld, welches er natürlich nicht auftreiben kann. Wie es das Schicksal will stößt er durch seine Bekannte Sam Harper auf das illegale Straßenrennen „The Run“, welches in San Francisco starten und in New York enden soll. 3.000 Meilen muss sich Jack gegen hunderte anderer Fahrer durchsetzen und spürt dabei die ganze Zeit das Kartell und die Polizei im Nacken. Ganz allein mit seinem Wagen tritt Jack die beschwerliche und vor allem gefährliche Reise an, denn schlussendlich winken dem Sieger immerhin satte 25 Millionen Dollar. Mehr als genug Geld um seine Schulden zu begleichen und der Misere zu entfliehen, doch mindestens genauso viele Faktoren stehen im Weg, bevor er über die Ziellinie in New York rasen kann.

Filmischer Old School Rennspaß?
need-for-speed-the-run-3 Natürlich kann Jack die 3.000 Meilen (oder rund 4.500km) nicht an einem Stück zurücklegen ohne irgendwann im Tiefschlaf an einem Baum zu enden, weswegen die ganze Angelegenheit in verschiedene Etappen unterteilt wurde. Im Zuge des Rennabenteuers wird Jack quer durch die Staaten gescheucht, wobei es verschiedene Aufgaben zu bewältigen gilt. Mal muss man im Stile des Arcade-Klassikers Outrun diverse Checkpoints erreichen, bevor die Zeit abläuft oder das Feld von hinten aufrollen und diverse Plätze gut machen. Dabei darf man aber nicht gleich Gas geben und gegen alle Fahrer antreten, sondern maximal gegen zehn weitere Kontrahenten durch den Verkehr rasen. Fährt man im Zuge dessen als erster über die Ziellinie der Etappe, gilt diese als bestanden und das Spielchen beginnt von vorne. Schafft man es nicht darf man den Abschnitt von vorne fahren. Dank der eingestreuten Checkpoints hat man (im leichtesten Schwierigkeitsmodus) aber bis zu neun Mal die Chance mitten im Rennen wieder einzusteigen. Sind die sogenannten „Replays“ aufgebraucht, so muss man die Etappe wohl oder übel komplett von vorn beginnen.

Zu guter Letzt gibt es eine Spielvariante in der Einzelspieler-Kampagne bei der man gegen einen oder mehrere Rivalen antreten und diese überholen muss. Klingt einfach, ist es aber nicht, da man die Kontrahenten nicht nur in einer vorgegebenen Zeit überholen, sondern anschließend auch die Führung behalten muss. Dies gestaltet sich mitunter recht verzwickt, da die KI der Fahrer selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad recht knackig ist. Ganz so einfach wird man die Burschen nicht los und auch die eigene Führung lässt sich nur schwer ausbauen. Gegen Ende des Spiels werden die besagten Herausforderungen natürlich immer schwerer und schwerer, so dass man sich irgendwann keine Fahrfehler erlauben sollte. Ansonsten heißt es: Alles auf Anfang! Das wird jedoch etwas schwer, da die Steuerung oftmals schwammig reagiert und die Wagen in ihrem Handling irgendwie steif wirken. Wer richtig driften möchte, der muss schon einige Runden kreisen um den richtigen Dreh zu finden, weswegen der entgegenkommende Verkehr oftmals der größte Feind des Spielers wird. Wenn dann noch scharf auf Jack geschossen wird und man als Tipp angezeigt bekommt den Schüssen auszuweichen, dann driftet das Spiel vom Action- ins Komödiengenre ab. Warum? Es ist beinahe unmöglich allen Kugeln auszuweichen und manchmal hat man in diesen „Actionpassagen“ das Gefühl als ob eine gehörige Portion Glück dazu gehört um sie schadlos zu überstehen. Wenn ihr in Cleveland angekommen seid werdet ihr wissen, was wir damit meinen…

Mehr Rennen, weniger Film
need-for-speed-the-run-4 Nach kurzer Zeit schon bemerkt man zudem, dass Need for Speed: The Run definitiv im Arcade-Renngenre angesiedelt ist und spektakuläre Überholmanöver und Drift-Aktionen das Geschehen dominieren. Zusätzlich kann man Nitro-Boosts nutzen um in letzter Sekunde vor den Rivalen durch die Etappenziele zu brettern. Auch kann man aus dem Windschatten heraus zum Überholmanöver ansetzen und erhält hierdurch ein wenig mehr Schub nach vorn. Möchte man sein Fahrzeug während des Rennens wechseln, so muss man einen Stopp an den Tankstellen einlegen die man überall vorfindet. Je nachdem wie hoch der Fahrerlevel ausfällt kann man starke Boliden auswählen mit denen man seine Gegner hinter sich lassen kann. Dazu muss man aber stets waghalsige Manöver und gute Zeiten fahren, um entsprechende Erfahrungspunkte zu sammeln. Im ersten Durchgang ist es sicherlich nicht möglich alles frei zu schalten, weswegen Need for Speed: The Run darauf ausgelegt ist nochmals durch die Staaten zu düsen, um auch wirklich den kompletten Fuhrpark frei zu schalten.

Wer auf eine filmische Inszenierung gehofft hat, bei der es nach jedem absolvierten Streckenabschnitt eine Filmsequenz oder ein Quick Time Event zu sehen gibt der wird auf jeden Fall enttäuscht. Need for Speed: The Run ist in erster Linie auf die Rennen ausgelegt, während dem Filmaspekt eine eher untergeordnete Rolle zu Teil wird. Wenn es nach ellenlangen Meilen auf dem Asphalt jedoch ein paar Zwischensequenzen zu sehen gibt, dann wurden diese ordentlich inszeniert und sind grafisch sehr hübsch anzusehen. Auch die deutschen Synchronsprecher leisten einen ordentlichen, wenn auch nicht ganz lippensynchronen, Job. Schade nur, dass es im Vergleich vielleicht 20% Film- und 80% Rennsequenzen gibt, weswegen die Fusion aus Film- und Rennspiel nicht ansatzweise zustande kommt.

Unter die Haube geguckt
need-for-speed-the-run-5 Technisch gibt es an Need for Speed: The Run dank Frostbite 2.0 Engine nichts zu meckern. Die Rennen laufen mehr als flüssig ab und die, leider spärlich eingestreuten, Zwischensequenzen wurden allesamt sehr schön in Szene gesetzt. Die Fahrzeugmodelle spielen zwar nicht in einer Liga mit Forza Motorsport 4 & Co., aber schäbbig sieht hier keines der Fahrzeuge aus, zumal Originallizenzen verwendet wurden und man mit Vehikeln der Marken Porsche, Audi, Ford, BMW, etc. über variationsreich gestalteten Streckenabschnitte düsen kann. Auch in Sachen Sound liefern die Macher aus dem Hause Black Box eine saubere Leistung ab, denn die Musik lässt durchaus Filmfeeling aufkommen und untermalt die dargebotenen Szenen mit den passenden Klängen. Und wenn während einer wilden Aufholjagd der Klassiker “New World Order” von Ministry aus den Boxen schallt, dann spornt das nur umso mehr an, seine Gegner gnadenlos zu versägen. Des Weiteren wirken die Motorengeräusche fett und auch die weiteren Sound FX können sich hören lassen, auch wenn man nicht völlig zu anderen Genregrößen aufschließen kann.

Multiplayer: Ja! Für jeden? Nein!
Wie so viele Spiele setzt auch Need for Speed: The Run auf den unsäglichen Season Pass der vor Antritt des Erlebnisses aktiviert werden muss. Käufer eines Gebrauchtspiels gucken somit in die Röhre oder dürfen einen gewissen Obolus berappen um doch am Multiplayer teilnehmen zu können. Unglücklicher Weise fehlte bei unserer Testfassung eine entsprechende Freigabe, weswegen wir den Mehrspieler-Modus nicht ausgiebig testen konnten. Wie man allerdings im Menü sehen konnte, dürfen sich die Spieler (und Inhaber des Season Pass) auf Modi wie „Supercar Challenge“, „NFS Edition Racing“, „The Underground“, „Mixed Competition“, „Exotic Sprint“ und „Muscle Car Battles“. Wie wir anderen Quellen entnehmen konnten dürfen hierbei bis zu 16 Spieler gegeneinander antreten und ordentlich auf die Tube drücken. Allerdings macht es nicht den Anschein, als ob der Mutliplayer-Part aus Need for Speed: The Run mit Need for Speed: Hot Pursuit konkurrieren kann. Genau können wir dies aufgrund mangelnder Freischaltung allerdings nicht bestätigen.

Unser Fazit

85 %

Need for Speed: The Run ist beileibe kein Totalausfall, wird den eigenen Ansprüchen allerdings auch nicht wirklich gerecht. Die Entwickler aus dem Hause Black Box wollten eine Mixtur aus Hollywood-Blockbuster und Rennspiel abliefern und bieten unterm Strich leider mehr Rennkost, als filmische Finessen. Die Zwischensequenzen wurden viel zu spärlich platziert und auch an Aktionen außerhalb der Rennstrecke mangelt es gehörig. Wer also auf eine Art spielbare Umsetzung des Filmklassikers „The Cannonball Run“ gehofft hatte erlebt also definitiv eine Enttäuschung. Dafür wurden die Rennabschnitte sauber und ohne größeren, technischen Mängel inszeniert, doch sollte man keine realistischen Asphaltduelle oder eine ausgeklügelte Steuerung erwarten. Need for Speed: The Run bietet euch variationsreiche Strecken, schicke Grafik und soliden Arcade-Spaß, der zur ein oder anderen beschwingten Rennrunde einlädt. Wirklich bahnbrechende Innovationen oder gewiefte Gameplay-Einfälle vermisst man allerdings an allen Ecken und Enden. Fragt sich also, ob man der Konkurrenz mit dem Dargebotenen davon fahren kann, denn das darf im Endeffekt durchaus bezweifelt werden.

Pro

  • Schicke Grafik
  • Guter Soundtrack
  • Variationsreiche Strecken
  • Gut inszenierte Zwischensequenzen
  • Nett eingeflochtene Quick-Time-Events
  • Passende deutsche Synchro
  • Angemessene Sound FX

Kontra

Unsere Bewertung

Grafik
 
84 %
Sound
 
86 %
Steuerung
 
73 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
63 %
Spielspaß
 
89 %

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