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Neverdead – Review / Test

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Veröffentlicht 18. Februar 2012 | 18:14 Uhr von Goreminister

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In Konamis neuestem Hack ´n Slay Actionspiel fliegen sprichwörtlich die Fetzen, denn in Never Dead schlüpft ihr in die Rolle des unsterblichen Bryce Boltzman und lehrt die Dämonen der Unterwelt mit Hilfe all seiner Gliedmaßen das Fürchten. Mit vollem Körpereinsatz tritt Bryce samt Partnerin Arcadia gegen finstere Kreaturen an und verliert dabei nicht nur einmal seinen Kopf. Sei es nun, dass Arcadia ihm diesen verdreht oder er ihn sich selber abschraubt um kleinere Rätsel zu lösen oder die Monster in Schach zu halten. Kann das obskure Schlachtfest begeistern oder steht am Ende auch der Spieler Kopf- und ratlos da? Dies alles könnt ihr im nachfolgenden Review selber nachlesen.

NeverDead Konami Screenshots 770x433Wie man unsterblich wird? Tja, dazu muss man sich nur mit einem übel gelaunten Dämonenkönig anlegen, der einen zu ewigem Leben verdammt. So geschehen im Falle von Hauptcharakter Bryce, denn vor rund 500 Jahren war dieser noch als sterblicher Dämonenkiller unterwegs. Dummer Weise hat er besagten Dämonenkönig verärgert und wurde von ihm in die Tiefen der ewigen Dunkelheit verbannt. Doch Bryce wäre nicht Bryce wenn er sich mit seinem Schicksal abgefunden hätte. Mutig kämpfte er sich durch die Hölle an die Oberfläche zurück und fristet seitdem ein Dasein unter den Lebenden. Zusammen mit einigen anderen Unsterblichen hilft er einer Organisation der Regierung im Kampf gegen skurrile Höllenwesen. Schwerbewaffnet ist Bryce der sterblichen Agentin Arcadia unterstellt, welche ihn mit ihren bissigen Bemerkungen immer wieder zu Höchstleitungen im Kampf gegen das Böse antreibt. Zugegeben, wirklich aufregend ist die Geschichte nicht und auch die frotzelnden Bemerkungen und die “liebevolle” Beziehung der beiden Helden hätte man durchaus etwas mehr herausarbeiten können. Potential in Sachen Story wäre also durchaus mehr als vorhanden gewesen, doch wird dies leider verschenkt.

NeverDead Konami Screenshots 770x433Die Spielmechanik hingegen ist wesentlich spaßiger und vor allem innovativer als die Story des Gemetzels. In verschiedenen Arealen trifft Bryce in bester Hack ´n Slay Manier auf kleinere oder größere Gegneransammlungen und muss diese natürlich fachmännisch zerlegen. Sei es nun mit Knarren oder einem monströsen Schwert, welches für üblen Schaden bei den Gegnern und teils imposanten Bosskreaturen sorgt. Dabei wird unser guter Bryce natürlich oftmals attackiert und verliert schon einmal einen Arm, ein Bein oder gleich alles auf einmal, so dass er als Kopf durch die Gegend rollt. Macht aber nichts, da der gute Dämonenjäger ja unsterblich ist und sich im Nu zusammen flicken kann. Mittels “Abroll”-Funktion hechtet man einfach über die verlorenen Körperteile, die sich wie von Zauberhand wieder am Körper anbringen lassen. Außerdem kann er Körperteile nachwachsen lassen, sollten diese im Kampfgetümmel gänzlich verloren gehen. Manchmal ist es jedoch sogar von Vorteil wenn man seinen Arm inklusive Waffe verliert, denn obwohl der Arm scheinbar nutzlos in der Gegend herumliegt, so kann man ihn nach wie vor steuern und auf die Monster feuern lassen. Auch wenn Bryce einmal kopflos dasteht, ist das kein Weltuntergang. Mit dem abgetrennten Kopf lassen sich kleinere Gänge und Lüftungsschächte erkunden, um Schalterrätsel zu lösen und weiter voran zu kommen. In Sachen Spielmechanik hat man sich durchaus etwas einfallen lassen, was man von der Steuerung leider nicht behaupten kann.

NeverDead Konami Screenshots 770x433Die Steuerung ist nämlich oftmals sehr ungenau und führt zur ein oder anderen vertrackten Situation. Auch die Ausrichtung der Kamera ist nicht immer optimal und so bewegt man sich sehr abgehackt und wenig präzise durch die einzelnen Abschnitte. Das sorgt gerade in Kampfsituationen zur ein oder anderen Frustattacke, zumal die Monster den guten Bryce aus allen Richtungen angreifen. Wirklich taktisch vorgehen kann man nicht und so verkommt die ganze Angelegenheit zu einem einfachen “Hau drauf”-Erlebnis, bei dem man sein Schwert in alle nur erdenklichen Richtungen schwingt um möglich viel Schaden zu verursachen. Auf die Kanonen verzichtet man oftmals gerne, da der gewaltige Zachel von Bryce für weitaus mehr Schaden sorgt. Zumindest solange, bis man die Schadenswerte erhöhen konnte, denn mittels Erfahrungspunkte kann man die ein oder andere Fähigkeit verbessern und neue Aktionen hinzu verdienen. Wirklich ausgereift wirkt dieses Fähigkeitensystem allerdings ebenfalls nicht und so wird erneut gehörig Potential schlichtweg verschenkt.

NeverDead Konami Screenshots 770x433Grafisch weiß Never Dead an manchen Stellen sogar zu gefallen, auch wenn es zu keinen wirklichen “Aha”-Erlebnissen kommt. Die comichafte Grafik des Spiels passt zum Setting, wirkt aber an vielen Stellen einfach zu bunt und überladen. Dafür bekommen die deutschen Spieler eine ungeschnittene Fassung geboten, doch was hätte man auch großartig schneiden sollen? Das überzogene und völlig abgedrehte Charakterdesign kann man ohnehin nicht ernst nehmen und wenn man die Monster in Scheibchen schneidet spritzt kein rotes, sondern blaues (!?) Blut. Adelige Höllenkreaturen? Naja, warum nicht. Irgendwie hat man aber stetig das Gefühl alles schon einmal gesehen zu haben und auch die teils unschönen Texturen tragen nicht gerade zum Aufbau von Atmosphäre bei. Zwar geht beim Kampf gegen die mutierten Fieslinge vieles zu Bruch, doch auch diese Physikspielereien retten das Spielgeschehen nicht wirklich vor der Durchschnittlichkeit.
Ganz anders die Musik, denn zur Untermalung der Schlachtplatte hat man sich die Metaller von Megadeth herangezogen, die der Szenerie gehörig einheizen. Zwar merkt man eindeutig, dass Dave Mustaine und Co. nicht viel Erfahrung in Sachen Videospiel-Soundtrack haben, doch machen sie ihre Sache für den Anfang recht gut. Und auch die englische Synchronisation weiß zu gefallen, denn wenn Bryce während eines Kampfes locker in die Runde fragt ob jemand sein Bein oder einen Arm gesehen hat, dann regt dies durchaus zum Schmunzeln an. Glücklicher Weise hat man auf eine deutsche Synchronisation verzichtet, so dass wir uns an den Originalsprechern erfreuen können. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist bekommt aber deutsche Untertitel serviert, so dass die Story an keinem vorbei geht. Doch einmal im Ernst; Auch wenn man kein Englisch spricht, kann man die sehr dünn gestrickte Handlung durchaus nachvollziehen…

Unser Fazit

64 %

Never Dead verfügt über viele gute Ansätze und eine innovative Spielidee, verschenkt aber auch gehörig Potential wenn es um die Ausführung geht. Die Story ist recht belanglos, die Grafik durchschnittlich und auch die hakelige Steuerung des 3rd Person Gemetzels trägt nicht gerade zu einem flüssigen Spielerlebnis bei. Viele Spiele wissen durch ihre neuartige Herangehensweise zu begeistern, so dass die Technik außen vor steht, doch wenn wirklich alles höchstens mittelmäßig in Szene gesetzt wurde wird es schwer ein entsprechendes Loblieb zu verfassen. Als Budget-Titel hätte Never Dead sicherlich eine gewisse Daseinsberechtigung, doch so müssen sich die Entwickler von Rebellion Development den Vorwurf gefallen lassen, dass man nicht sorgfältig genug vorgegangen ist und die vielen guten Ideen schlichtweg verpuffen. Schade eigentlich, denn hätte man sich mehr Zeit genommen Never Dead auf Hochglanz zu polieren, wären die Abenteuer von Bryce ein echter Geheimtipp geworden. So wird weder Bryce noch dem Spieler die erhoffte Erlösung vom täglichen Videospiel-Einheitsbrei zuteil.

Pro

  • - Innovative Spielidee
  • - Actionreiches Hack ´n Slay Spektakel
  • - Abgefahrenes Charakterdesign
  • - Gute Synchro
  • - Schwarzer Humor

Kontra

  • - Mittelmäßige Grafik
  • - Mäßige Steuerung
  • - Kameraprobleme
  • - Schnell langweilig
  • - Belanglose Story
  • - Kein Wiederspielwert
  • - Überflüssiges Fähigkeitensystem

Unsere Bewertung

Grafik
 
72 %
Sound
 
78 %
Steuerung
 
62 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
%
Spielspaß
 
60 %

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