New Little King's Story (Vita) - Test/Review - insidegames
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New Little King’s Story (Vita) – Test/Review

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Veröffentlicht 9. Oktober 2012 | 17:10 Uhr von Lucardis

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Um das Release-Datum von New Little King’s Story gab es lange ein großes hin und her. Eine ganze Weile stand es gar nicht wirklich fest und dann wurde es auch noch zwischenzeitlich einen Monat nach hinten verlegt. Nun hat es der Titel aber doch noch Ende September in den Handel und unser PSN geschafft, sodass einem Abenteuer im Alpoko-Königreich eigentlich nichts mehr im Wege steht. Doch ob sich der Ausflug auch wirklich lohnt, oder ob die Entwickler lieber doch noch ein paar Nachtschichten hätten einlegen sollen, haben wir für euch unter die Lupe genommen…

new-little-kings-story-screenshot-psvita-01 Mit gerade mal 15 Jahren wird Korobo als König schon ganz schön auf die Probe gestellt: Ein böser Albtraum hat sich in seinem Schloss eingenistet, das ganze Territorium mit seinen Schergen besetzt und zu allem Überfluss auch noch die sieben Prinzessinnen der Gegend in mysteriöse Lichtsäulen eingesperrt. Was tun, stellt sich nun die Frage, wenn man mit einigen wenigen seiner Gefolgsleute in eine alte Holzhütte irgendwo in der Pampa geflohen ist. Ganz einfach, man baut einfach ein neues Königreich auf, rettet alle hübschen Damen und zahlt es dem Bösewicht heim. Willkommen bei New Little King’s Story!

Doch als König legt man natürlich nicht höchstpersönlich Hand an, sondern man hat seine Leute dafür. So muss man sich zunächst eine kleine Leibgarde aus unbedarften Bürgern des anfangs noch recht ländlichen und überschaulichen Dörfchens zusammentrommeln, um sich nach und nach sein Territorium mit allen Mitteln zurück zu erobern. Die verschiedenen Gebiete werden zumeist von einem Hüter besetzt, welchen es mit Nachdruck und kaltem Stahl zu überzeugen gilt, das Fleckchen Land wieder rauszurücken. Ist das erledigt, steht einem ab sofort dieser Abschnitt zur Besiedelung zur Verfügung und es können neue Häuser für das Volk oder auch Arbeitsplätze geschaffen werden. Leider kann man seine Stadt nicht selber gestalten, denn alle Gebäude haben einen festgelegten Platz und werden automatisch dort errichtet, sodass hier also keinesfalls von einer Art Aufbau-Simulation die Rede sein kann.

New Little King's Story Aber kommen wir nochmal auf die verschiedenen Arbeitsplätze zurück, denn diese spielen eine Bedeutende Rolle in unserem neuen Königreich. Unbedarfte Bürger sind im weiteren Verlauf ohne eine ordentliche Ausbildung relativ nutzlos. Sie können zwar fast alles ein bisschen, aber eben nichts richtig. Löcher buddeln, um Schätze freizulegen können sie zwar, wenn das Loch bereits groß genug ist, aber dennoch nur sehr langsam. Ein Bauer erledigt das Ganze wesentlich schneller und effizienter. Ein Holzfäller räumt auch große Baumstämme aus dem Weg oder Bogenschützen erreichen auch höher gelegene Gegner, die sonst ein echtes Problem darstellen können. Die Zusammensetzung der Truppe will also immer gut überlegt sein, Bevor man in die Schlacht zieht. Leider gestaltet sich diese Angelegenheit aber manchmal etwas problematisch. Zum einen wird die Stadt mit zunehmender Größe immer unübersichtlicher, sodass man nach neu errichteten Arbeitsplätzen manchmal suchen muss und zweitens wird die Zahl der Leute, die man als Leibgarde einspannen kann auch immer größer und ebenfalls unübersichtlicher. Man kann zwar durch die unterschiedlichen Fraktionen, die man dabei hat per Knopfdruck durchskippen, aber in der Hitze des Gefechts drückt man schnell einmal zu viel oder muss sich das winzige kleine Symbol am Bildschirmrand erstmal genauer ansehen um nicht einen kleinen schwachen Bauern auf den mächtigen Boss loszulassen. Fehlt es mal an fähigem Krieger-Nachschub muss man dem auch „manuell“ nachhelfen und verliebte Paare vor den Traualtar der Kirche schicken – schwupps hat man Nachwuchs, der auch direkt mit aufs Schlachtfeld kann.

New Little King's Story Auf unseren Reisen, die leider meistens mit langen Fußmärschen zusammenhängen, müssen wir aber auch immer fleißig Items aufsammeln, die unsere Gegner fallenlassen, um die Staatskasse zu füllen, denn eine neue Baracke, ein Krankenhaus oder eine Kirche baut sich nicht von selbst. Allerdings wird es einem hier fast schon etwas zu einfach gemacht, denn das Portemonnaie füllt sich doch recht fix, wenn man nicht sämtliche Gegner meidet, wobei man das nicht nur aus Geldgründen unterlassen sollte, eine hochgelevelte Leibgarde mit guter Ausrüstung ist nicht zu unterschätzen, wobei die Gegner aber generell einen eher moderaten Schwierigkeitsgrad bieten. Bei Bossen kommt es allerdings nicht immer auf die Muckis an, denn hier haben sich die Entwickler hin und wieder mit witzigen Gameplay-Elementen ausgelassen und zum Beispiel einen Flipperautomaten mit einem tortenliebenden Vielfraß fusioniert.

Hat man dann einen Gebietsboss erfolgreich besiegt und eine Prinzessin aus den seltsamen Lichtsäulen befreit kann diese den König fortan auf seinen Reisen begleiten und bringt praktischerweise jede für sich noch eine Spezialfähigkeit mit, welche z.B. den Angriff verstärkt oder die Truppen heilt. Außerdem hängt an jeder geretteten Dame ein Nebenquest, welches einen kreuz und quer durch die Gegend schickt um irgendetwas zu sammeln. Doch nicht nur Prinzessinnen haben etwas auf dem Herzen, sondern das ganze Volk richtet sich mit seinen Problemen an den König und so können zahlreiche Nebenquests erledigt werden, wobei diese unglücklicherweise in der Aufgabenstellung sehr repetitiv sind und immer wieder an den selben Orten stattfinden.

New Little King's Story Gesteuert wird New Little King’s Story trotz einer möglichen Touchscreen-Steuerung tatsächlich aber fast ausschließlich mit den klassischen Knöpfen & Sticks. Zum einen wird in der Einführung des Spiels mit keinem Wort eine Touch-Steuerung erwähnt, sodass man hier erstmal rumprobieren müsste, außerdem ist es mit den Tasten einfach viel praktischer und die Vita liegt beim Spielen besser in der Hand. Lediglich in den Menüs greift man „instinktiv“ auf den Touchscreen zurück, da es sich so schlicht schneller navigieren lässt. An der Steuerung an sich lässt sich aber wenig aussetzen. Nur das bereits angesprochene durchwählen der Berufe kann nervig werden oder das „anvisieren“ der Gegner kann mal nach hinten losgehen. Mit dem Viereck-Knopf schickt man seine Kollegen nämlich in die Richtung, in die man gerade schaut und dort greifen sie dann an oder führen ihre berufsspezifischen Fähigkeiten aus, doch oft geht der Blick nur knapp am eigentlich gedachten Ziel vorbei und die Angreifer reihen sich wieder in die Garde ein, sodass man erneut bis zum gewünschten Job durchwählen muss und dieses mal hoffentlich besser zielt.

Die Grafik des Titels ist an sich nett gemacht, dennoch: Die Vita wäre zu mehr im Stande, doch große Gebiete und liebevoll gestaltete Stadtteile und Gebiete gleichen das wieder aus. Etwas nervig ist es, dass sich die Kamera stellenweise nicht ganz den Launen des Spielers fügen will, ansonsten klappt das mit dem rechten Stick aber ganz gut. Was noch etwas unschön auffällt sind nach und nach erscheinende Gegenstände oder „Umgebungs-Deko“ oder wie man es nennen mag. Zäune erscheinen plötzlich oder man kommt zur Tür raus und aus einer grauen Wolke ploppt ein Huhn auf dem Bildschirm auf.

New Little King's Story Sehr schön anzusehen sind aber die Zeichnungen der Charaktere in den Gesprächen. Durch den OLED-Screen der Vita könnten sie kaum eine bessere Figur machen. Das ganze wird einem aber leider gründlich durch die absolut missratene Lokalisation des Titels kaputt gemacht. Die komplette (so leider kaum vorhandene) Atmosphäre wird durch die unglaublich schlechten deutschen Texte zerstört. Nicht nur, dass sie stilistisch katastrophal formuliert sind, ein Rechtschreibfehler folgt auf den nächsten und da wo keiner ist wurde die deutsche Grammatik mit Füßen getreten. Und das ist unglücklicherweise nicht mal übertrieben, wirklich schade. Als ich Ingame etwas eintippen musste, war sogar ein spanisches Wörterbuch aktiv, welches mir diverse spanische Vokabeln vorschlug und sogar den spanischen Zeichensatz… Da hätte man den Release doch lieber noch ein paar Tage verschoben, als sowas auf den Markt zu schicken, das geht einfach gar nicht.

In Sachen Ton sieht das Ganze aber nicht so dramatisch aus. Passende Tracks zu jedem Gebiet begleiten einen auf der Reise, welche manchmal leider etwas den Geduldsfaden strapazieren. Das Angriffsgeschrei der Leibgarde ist an sich auch eine tolle Sache, beim durchwechseln der Berufe geht einem das Geschrei allerdings doch sehr auf den Keks.

Unser Fazit

72 %

New Little King’s Story feiert sein Debut auf der Vita, doch neben einigen wirklich gelungenen Gameplay-Elementen und tollen Ideen kommt doch schnell auch ein herber Beigeschmack auf, womit der Titel auf längere Sicht doch sehr zu kämpfen hat. So ist die Idee des Stadtaufbaus ziemlich gut, doch am Aufbau ist der Spieler nur recht passiv beteiligt. Man schafft lediglich das Geld ran und drückt auf den Knopf – schwupps steht das Gebäude am vorgegebenen Ort, außerdem ist man eh gezwungen fast alle Gebiete zu erschließen, da ohne bestimmte Territorien bestimmte Berufe für das Volk nicht verfügbar sind und man im Spiel nicht weitermachen kann. Nebenquests sind äußerst repetitiv, Laufwege sind lang, die Steuerung ist manchmal etwas bockig und wenn ich nur an die Lokalisation denke läuft es mir kalt den Rücken runter, sodass man von „Atmosphäre“ fast gar nicht reden braucht. Aber dennoch muss ich zugeben, dass mir New Little King’s Story doch irgendwie Spaß gemacht hat. Die erkundbare Welt ist groß, das Rekrutieren und Ausbilden des Volkes macht Spaß und die Bosse sind abwechslungsreich, zumal man hier tatsächlich manchmal mit einer ausgeklügelten Strategie eine gute Figur machen kann. Außerdem ist das ganze Königreich recht liebevoll gestaltet. Trotzdem, über die bereits genannten Schwächen kann man bei allem Wohlwollen und Augenzugedrücke einfach nicht hinwegsehen, da sie den Spielspaß doch wesentlich beeinträchtigen, leider! Denn mit ein bisschen mehr Feinschliff und etwas mehr Abwechslung hätte New Little King’s Story ein echter Vita-Tipp werden können.

Pro

  • interessante Bosskämpfe
  • viele Bosse
  • putzige Grafik
  • spaßiges Kampfsystem
  • viele Berufe
  • große Spielwelt

Kontra

  • grausame deutsche Lokalisation
  • Steuerung manchmal ungenau & unpraktisch
  • lange Laufwege
  • Nebenquests wiederholen sich in immer gleichen Gebieten

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
72 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
78 %
Multiplayer
 
50 %
Spielspaß
 
75 %

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