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New Super Mario Bros. U Deluxe – Test / Review

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Veröffentlicht 10. Januar 2019 | 14:39 Uhr von Alexander Winkel

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Als kleiner Happen für zwischendurch entstaubt Nintendo einen Wii U Klassiker und liefert uns mit New Super Mario Bros U Deluxe eine leicht aufgebohrte Version des knuffigen 2D-Hüpfabenteuers. Wer bis dato noch keine Erfahrung damit gesammelt hat, bekommt für sein Geld ein ausgezeichnetes Spiel mit viel Unterhaltung und chaotischem, aber äußerst amüsanten Mehrspielermodus. Was sich sonst getan hat, fassen wir in aller Kürze zusammen.

Es ist doch immer wieder dasselbe. Alle sitzen sie genüsslich zum Dinner bei Tisch, unterhalten sich über ihre Abenteuer und Erlebnisse und der Desert ist noch nicht gegessen, da taucht die üble Kröte Bowser mal wieder auf und wirft die Gäste der holden Prinzessin aus dem Schloss. Dem nicht genug, okkupiert der Bösewicht die Wohnlichkeiten und schickt mal wieder seine Brut aus, die Lande vor Mario und seinen Freunden zu sichern. Alte Hasen fühlen sich zwanzig bis dreißig Jahre zurückversetzt, als man noch auf dem guten alten Nintendo Entertainment System, kurz NES, seine Runden drehte.

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Seit diesen Tagen hat sich einiges getan. Die Optik wurde zwar klassisch gehalten, überrascht aber auch auf der Switch immernoch mit knuffigen Animationen und abwechslungsreichen Welten. Etwas staubig wirken die Flächen im Hintergrund ja dennoch, vor allem im Vergleich manch moderner 2D Hüpfspiele wie die neuen Rayman-Varianten oder dem einen oder anderen Indie-Titel. Nach sechs Jahren hätte Nintendo hier durchaus etwas nachpolieren dürfen. Nichts desto trotz führt die Reise wie gewohnt durch zahlreiche Reiche, die uns grüne Wälder, staubige Wüsten, tiefe Gewässer und eiskalte Gebirge bieten ohne jedoch den klassischen Scharm der Mario-Spiele zu verlieren. Ihr hüpft durch weit über 100 aufregende Level, springt den Gegnern auf den Kopf und könnt dank zahlreicher Fähigkeiten fliegen, auf einem Dino reiten und somit zahlreiche Gefahren wie tiefe Abgründe, Feuersäulen und reichlich Feinde umgehen. Eine jede Wet wartet mit einem Boss auf sich, eine junge Ausgabe von König Bowser, der wie klassisch im Thronsaal seiner Burg besiegt wird.

Bereits auf der Wii U sorgte vor allem der Mehrspielermodus für reichlich Unterhaltung sowie Schabernack im Wohnzimmer. Finden sich mehrere Spieler ein, übernehmen sie die Rolle weiterer Mitstreiter, die gleichzeitig um die Münzen kämpfen, sich die Powerups wegschnappen und dennoch kooperativ die Zielfahne am Ende des Level erreichen müssen. Da man seine Kollegen wunderbar schubsen, durch die Gegend werfen oder durch Sprünge in deren Flugbahn stören kann, herrscht Chaos und unglaublicher Spaß dank Schadenfreude. Nicht immer arbeitet man wirklich zusammen. Das macht den Mehrspieler irgendwie ja auch aus, auch wenn es dann doch immer wieder frustrierend ist, wenn es nicht weiter geht.

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Neuerdings dürft ihr dabei auch Mopsie, seinerzeit ein negativer Geselle und dann erst im Nachfolger News Super Luigi Bros U spielbar, sowie Toadette, die eine besondere Stellung einnimmt, spielen. Bekommt die grazile Pilzdame ein Powerup, so verwandelt sie sich in die niedliche Peachette, einer Prinzessin mit einem rosa Rock, die prima zum Gleiten über Abgründe geeignet ist. Was wollt Prinzessin Peach dazu sagen würde, wenn sie von ihrem Ebenbild gerettet wird.

Während seinerzeit im Solomodus nur Mario zur Verfügung stand, könnt ihr heute jeglichen Charakter auch alleine genießen und müsst dafür nicht erst ein paar Freunde vor den Bildschirm zerren. Die Qual der Wahl bezieht sich aber nicht nur auf Sympathie, denn auch die Eigenschaften unterscheiden sich. Der lange Lulatsch Luigi springt hoch und ist rasend schnell, gegenüber dem behäbigen Mario. Doch die große Überraschung auch hier im Kader sind Toadette und Mopsie. Mit diesen Helden spielt es sich etwas gemütlicher und einfacher. Während Mopsie durch Feinde nicht aufgehalten wird, kann Peachette auch mal einen Blick in gähnende Abgründe werfen, ohne gleich das Zeitliche zu segnen. Somit eignen sich diese Charaktere vor allem für diejenigen, die erstmalig in das rasante Hüpfspektakel einsteigen. Anders wiederum sorgt dieser Umstand jedoch für ein Ungleichgewicht im Mehrspielermodus, da bei vier Spielern mindestens einer einen der beiden Superhelden nehmen muss und damit im Vorteil ist.

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Neben der tollkühnen Rettungsaktion, einer wilden Hatz durch acht Welten, wartet der Titel wieder mit zahlreichen Nebenbeschäftigungen auf. Zahlreiche Herausforderungen sorgen für schwitzige Finger und verbissene Spieler, die jedem neuen Zeitrekord, dem dicksten Münzbeutel oder ähnlichem hinterher jagen. Ebenso spannend wie das Schnellspiel, bei dem gesammelte Münzen die Geschwindigkeit des Hüpfabenteuers beeinflussen und man so die Challenge immer weiter steigern kann. Das alles aber eher allein für sich, denn weltweite Vergleiche bleiben nach wie vor aus.

„It´s Me, Luigi“ heißt es schlussendlich dann im parallelen Spiel New Super Luigi Bros U, welches seinerzeit als unehelicher Nachfolger erschienen ist und mit seinen harten Anforderungen die Könner unter den Mario Fans angesprochen hat. Auch dieses Spiel setzt auf die klassischen 2D-Abenteuer und baut sogar auf derselben Geschichte auf, jedoch ohne dem berühmten Klempner mit roter Mütze, sondern mit seinem Bruder in der Hauptrolle. Wie bereits erwähnt, ist Luigi ein Sprungtalent und vor allem per Pedes flott unterwegs und somit hat Nintendo die neuen Level alle auf Speedruns ausgelegt. Meist bleiben euch nur 100 Sekunden, der Timer warnt bereits bei Levelstart und die Musik wird hektisch – da fliegen die Finger geradezu über das Gamepad und gemeinsam mit Freunden im Mehrspielermodus muss man wirklich achtgeben, dass man sich nicht in Rivalitäten verliert, sondern die Zielfahne vor Augen hat. Das Extraspektakel liegt auch der Deluxe Switch-Version bei, wie seinerzeit bei einer späteren Veröffentlichung für die Wii U als Kombipaket. Neuerdings dürft ihr jedoch auch hier mit Toadette ran und erhaltet – wie bereits beim Pendant mit Mario – ein leichteres Abenteuer, was sich zusätzlich in einer üppigen Zeit z.B. offenbart.

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Getestete Version: Nintendo Switch

 

Unser Fazit

78 %

Allein an der Veröffentlichung nach Weihnachten erkennt man, dass New Super Mario Bros U Deluxe nicht der wichtigste Titel für Nintendo’s Flaggschiff ist. Ganz im Gegenteil, es ist ein entstaubter Klassiker, welcher mit nur wenigen und eher marginalen Veränderungen für den doppelten Preis des Originals verkauft wird. Sieht man davon mal ab, ist das Hüpfspektakel typisch für Nintendo jedoch bis zum Ende hin sauber umgesetzt, bietet einen grandiosen Spielumfang und vor allem wieder Spielspaß für die ganze Familie. Wir hatten vor allem im Mehrspieler Spaß, auch wenn die neuen Charaktere ein Ungleichgewicht ins Chaos bringen. Wer seinerzeit die Prinzessin nicht gerettet hat, kann zugreifen, sofern einem der Preis nicht abschreckt.

Pro

  • + New Super Mario Bros U und New Super Luigi U als Kompaktpaket, wobei dieses auch für die Wii U mittlerweile zum halben Preis erhältlich ist.
  • + Typisch großer Spielumfang mit zahlreichen Zusatzaufgaben.
  • + Unterhaltsamer, wenn auch teilweise sehr chaotischer Mehrspielermodus.
  • + Mopsie und Toadette bzw. Peachette für Einsteiger und Leute, die weniger an der Herausforderung interessiert sind.

Kontra

  • - Technisch wirkt der Titel mittlerweile nicht mehr ganz taufrisch, vor allem gegenüber frische Interpretationen des Genres wie Rayman.
  • - Änderungen und Verbesserungen fallen eher marginal aus. Die neuen Charaktere können an den Tatsachen auch nicht viel ändern.
  • - Vollpreis ist zuviel, vor allem in Anbetracht eines simplen Ports mit wenigen Änderungen. Es ist kein Remake und die Originale bekommt man zum halben Preis.
  • - Toadette und Mopsie vereinfachen das Spiel ungemein und sorgen im Mehrspieler für ein Ungleichgewicht der Charakterwerte

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
85 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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