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NHL 15 – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 28. Oktober 2014 | 17:00 Uhr von Marcel

NHL-15-Screenshot

Die NHL-Serie hat den Sprung auf die Next-Gen Konsolen endlich geschafft. Doch ist der Coup gelungen oder kann die erste Ausgabe von NHL 15 auf Playstation 4 und Xbox One noch nicht überzeugen? Wir haben dem Spiel für euch auf den Zahn gefühlt und haben ein Urteil gefällt.

Bevor es zur ersten Partie geht, müssen wir das Finale des Stanley Cups spielen. Hier fällt sofort auf, dass das Publikum ordentlich für Furore sorgt und einen wahren Hexenkessel heraufbeschwört, der seines gleichen sucht. Wie in FIFA 15 hat EA auch hier versucht, mehr Dynamik und Authenzität ins Spiel zu bringen, was offensichtlich rundum gelungen ist.

Nicht nur das Publikum wurde einer Generalüberholung unterzogen, auch die Grafik der Next-Gen Version hat einen frischen Anstrich spendiert bekommen. Das Niveau der Grafik ist besser, reicht aber noch nicht an ein Madden NFL 15 ran. Die Kommentatoren sind, wie auch bei FIFA 15, ein leidiges Thema und schaffen es nicht, der Atmosphäre die gewisse Würze zu verliehen. Stattdessen lassen sie gerne mal einen deplatzierten Kommentar vom Stapel und nerven damit den Spieler. Das Steuern der Eishockey-Spieler in NHL 15 geht locker flockig von der Hand und erweist sich als genau so einfach, wie das Passen oder das Schießen. Sobald die Steuerung mal verinnerlicht ist, kann die Jagd nach den entscheidenden Tore beginnen.

nhl-15-screenshot-02

 

Sobald das Match absolviert ist und man zum ersten Mal im Hauptmenü landet, setzt eine große Ernüchterung ein. Wer seit eh und je NHL spielt, wird auf Anhieb erkennen, dass jede Menge an Inhalt fehlt. Zahlreiche Spiel-Modi sind nicht mit von der Partie. Darunter zum Beispiel der Season-Modus, der Turnier-Modus, das Online-Teamplay oder der Anniversary-Modus um nur einige der Kandidaten aufzuführen. Zur Auswahl bleiben in NHL 15 der Be-A-Pro / GM-Modus, Ultimate Team, Online-Partien gegen andere Spieler sowie der Einzelspieler-Modus für schnelle Partien.

Wer Eishockey-Teams außerhalb der NHL spielen will, kann dies glatt vergessen. Die Teams sind nur in einem schnellen Spiel verfügbar. Im Be-A-Pro Modus startet der Spieler zudem direkt als Draft. Wer Lust hat, eine Karriere als Nobody in einer Minor League zu starten, sieht glatt in die Röhre. Diese Möglichkeit bietet sich dem Spieler nicht! Was übrig bleibt, ist fragwürdig und ein Schlag ins Gesicht für jeden Spieler. Der Ultimate Team Modus könnte beispielsweise unübersichtlicher nicht sein.

Es ist durchaus verständlich, dass gewisse Spielelemente bei einem Generationen-Wechsel diesem zum Opfer fallen können. Was EA Sports jedoch aktuell abliefert, muss schon fast als Frechheit und Kundenveralberung beschrieben werden. Bevor so etwas veröffentlicht wird, veröffentlicht man besser gar nichts, anstatt eine halbfertige Version, die am Ende nur teilweise brauchbar ist.

nhl-15-screenshot-03

 

Ein Spiel mit dem dünnen Eis

Was bleibt eigentlich außer der ganzen Kritik übrig? Eine Frage, die durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Die Partien machen, trotz den fehlenden Modi, reichlich Spaß. Das grundsätzliche Problem hinter NHL 15 liegt nicht am Spiel selbst, sondern am kaum vorhandenen Inhalt. Grobe Änderungen am Gameplay gibt es nicht, für was auch, es heißt nicht umsonst „Never change a running System“.

Die Verbesserungen liegen in diesem Jahr mehr im Detail versteckt. Der neue Ableger wirkt richtig real, ist aber auch eine Spur herausfordernder. Es ist zwar einfacher Tore zu schießen, doch der Computer hat es faustdick hinter den Ohren und agiert gerne mal blitzschnell und nutzt den kleinsten Fehler aus.

Aus optischer Sicht kriegt der Spieler ein schönes Spiel zu Gesicht. Die Stadien wirken detailgetreu und sind mit einem lebendigen, tobenden Publikum gefüllt. Hie und da ist mal ein kleiner Grafik-Fehler zu sehen, besonders bei den Zwischensequenzen, der aber nicht weiter tragisch ist. Die Soundeffekte können sich auch wieder hören lassen. Die Checks gegen die Bande oder auch das Zusammenprallen von Spielern klingt wie in Echt.

Unser Fazit

70 %

Ein gelungenes Next-Gen Debüt sieht anders aus. Ich kann nur hoffen und wünsche, dass im nächsten NHL-Spiel wieder mehr Spiel-Modi vorhanden sind und mehr Umfang für den Spieler geboten wird. Gerade die europäischen Fans sind dieses Mal die, die in die Röhre gucken. Ob es wirklich Sinn macht, einige der fehlenden Features per Update nachzureichen, sei mal dahin gestellt. Sieht man mal vom richtig mageren Umfang ab, erhält der Spieler doch ein tolles Spiel mit einem unterhaltsamen Gameplay serviert. Unsere niedrige End-Bewertung ist auf den fehlenden Umfang zurückzuführen.

Pro

  • + Großartige Präsentation und Aufmachung
  • + Spielphysik wurde überarbeitet
  • + Steuerung geht gut von der Hand
  • + Grafisch hübsch anzusehen
  • + NHL Feeling kommt auf

Kontra

  • - Torhüter agieren unklug
  • - Kein Season-Mode vorhanden
  • - Miese Umsetzung des Be-a-Pro-Modus
  • - Europäische Teams lassen sich nur im "Schnellen Spiel" spielen
  • - Next-Gen-Version wirkt wie eine unfertige Mogelpackung
  • - Sprüche der Kommentatoren passen nicht immer

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
85 %
Multiplayer
 
60 %
Spielspaß
 
80 %

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Gründer von insidegames und der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäensammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Weltenbummler, Sportler und Serien-Liebhaber.

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