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Ninja Gaiden 3 – Review / Test

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Veröffentlicht 30. Mai 2012 | 17:16 Uhr von Goreminister

Letzte Änderung 28. Juni 2016

Ninja Gaiden 3

Ryu Hayabusa meldet sich mit Ninja Gaiden 3 zurück und Team Ninja präsentiert mit dem neuesten Teil das erste Spiel der Reihe nach dem Weggang des Infant Terribles Tomonobu Itagaki. So viel vorweg: Am Schnetzelgehalt hat sich nicht viel geändert, doch können die verbliebenen Entwickler den Charme vergangener Tage auch ohne ihren Ex-Chef aufrecht erhalten? Dieser Frage gehen wir in unserem Review zu Ninja Gaiden 3 einmal gepflegt nach …

Ninja vs. Terrorkommandos

Eine Terrorgruppe mit Namen “Lords of Alchemy” haben es in Ninja Gaiden 3 auf die Welt abgesehen und ganz besonders auf unseren charmanten Ninja von nebenan. So stellen sie der Welt ein Ultimatum von sieben Tagen. Ergeben sich die Regierungen unseres blauen Planeten nicht binnen dieser Zeit, droht ein grauenhaftes Schicksal auf sie zuzukommen. Ein wahrhaft triftiger Grund für die japanische Regierung den Schattenkämpfer anzuheuern um den diabolischen Plan zu vereiteln. Doch welche Pläne führen die LOA noch im Schilde? Und wie passt Ryu ins Gesamtbild, nachdem er mit einem slawischen Fluch belegt wird, der sich immer mehr ausbreitet und ihn zu vernichten droht? Auf jeden Fall darf der Spieler abermals ein ordentliches Actionfest erwarten, welches mit cineastischen Sequenzen und diversen Quick-Time Events aufwartet. Storytechnisch zieht sich der berühmte rote Faden zwar durch die Geschehnisse auf dem Screen, doch die Erwartungen an den Verlauf der Geschichte sollte man nicht allzu hoch aufhängen.

Ninja Gaiden 3 Screenshot

Neu aufgelegte Tradition

Wie bereits erwähnt hängt das Schicksal nach dem Abgang von Itagaki-san nun an Yosuke Hayashi, welcher bereits am ersten Teil für die Xbox360  mitwirken durfte. Vom Spielprinzip her hat sich im Grunde genommen nichts geändert, denn nach wie vor schnetzelt man sich äußerst blutig durch die eher linear verlaufenden Level. Hier sei erwähnt, dass der Schwierigkeitsgrad deutlich nach unten geschraubt wurde, um auch Neueinsteiger begeistern zu können. Ist Ninja Gaiden 3 deswegen zu leicht? Mitnichten, denn wer sich auf den höheren Schwierigkeitsgraden versucht, bekommt nach wie vor ein bockschweres Gore-Fest geboten. Von daher kann man nicht gerade sagen, das Spiel sei zu leicht, es sei denn man meuchelt sich auf der einfachsten Stufe durch die Gegnerscharen.

Und Gegner gibt es reichlich, denn wenn man am Ende des Spiels mitgeteilt bekommt, dass man rund 1.500 Feinde ins virtuelle Nirwana geschickt hat, weiß man was man geleistet hat. Der “Taktik”-Anteil früherer Tage wurde jedoch deutlich verkleinert, so dass man im Falle von Ninja Gaiden 3 von einem eher schlichten Hack’n Slay sprechen kann. Macht es anfangs noch Spaß die Gegner blutig zu morden, so schleicht sich schon nach kurzer Zeit Routine ein und der Spielablauf wiederholt sich immer und immer wieder. Einzig und allein die Bosskämpfe und die eingestreuten Quick-Time Events helfen, um ein wenig zur Auflockerung beizutragen. Eine ebenso ungute Wahl war es das Inventar und die verschiedenen, magischen Attacken über Bord zu werfen. Außer der “Ninpo”-Attacke bekommt man alle Waffen schlicht und ergreifend vorgesetzt und kann so nicht mehr wirklich wählen mit welchen Hilfsmitteln man seine Gegner dezimiert.

Ninja Gaiden 3 – Launch-Trailer

 

Todesstoß im Multiplayer

Sogar einen Multiplayer-Modus hat man in Ninja Gaiden 3 untergebracht, für den man allerdings einen Online-Pass benötigt. Gebraucht-Käufer sollten hier Obacht geben! Optional stehen nach der rund 6 bis 7 Stunden langen Kampagne die “Ninja Trials” und ein Mehrspieler-Modus zur Verfügung. Erstgenannter Spielmodus bietet euch kleinere Kämpfe die mit diversen Zusatzaufgaben gespickt wurden und die dazu dienen euren Multiplayer-Charakter aufzuleveln. Zudem kann man wählen, ob man die Trials allein oder online mit einem Partner bewältigen möchte, wobei es auch hier diverse Schwierigkeitsstufen gibt.

In den Klankriege hingegen könnt ihr euch mit bis zu acht Spielern die Köppe einschlagen. Neben den üblichen Deathmatch-Regeln warten auch hier diverse Zusatzaufgaben auf euch, doch wirkt das Ganze nicht wirklich herausfordernd oder spaßig. Machen die Trials noch Sinn und wissen eine Zeit lang zu unterhalten, wirken die Multiplayer-Gefechte eher hektisch und gezwungen, weswegen die Spiellobbys nach kurzer Zeit nicht mehr wirklich viel hergeben sollten. Viele Spieler werden sicherlich schon nach kurzer Zeit abwandern. Schade eigentlich, denn hätte man sich diesen Faktor gespart, wäre eine vielleicht umfangreichere Kampagne herausgekommen.

Ninja Gaiden 3 Screenshot

Wo ist das Grafikmonster?

Technisch gibt es nicht viel zu meckern, vor allem da Ninja Gaiden 3 mit stabilen 60fps über die Schirme flimmert, doch ein “Wow”-Effekt wie in früheren Tagen bleibt definitiv aus. Die Animationen sind erneut sehr gut gelungen und es macht durchaus Spaß wie ein Gummiball durch die Gegnerhorden zu wüten. Unnötig zu erwähnen, dass die Blutfontänen aus allen Rohren vor die Innenseite des Bildschirms klatschen. Gliedmaßen abtrennen oder den Gegner in Stücke zerlegen ist aber nicht mehr drin. Auch nicht in der englischen Fassung, da die deutsche Version komplett ungeschnitten in den Ladenregalen steht. Ein Zugeständnis an die selbsternannten Moralapostel um das Spiel überall in den Handel zu bekommen? Man weiß es nicht.

Mmmh, aber Halt! War da nicht noch ein Versprechen der Entwickler, dass man förmlich spüren soll, wie das Katana von Ryu durch die Körper der Gegner schneidet. Ehrlich gesagt haben wir hiervon nicht viel gespürt, obwohl man in Sachen Sound ordentliche Effekte aufzuweisen hat. Die englische Synchronisation geht völlig in Ordnung und auch die Sound FX dröhnen basslastig aus den Boxen. Passend zur Szenerie ändert sich hier und da die Musik und untermalt das blutige Spektakel mit markigen Tönen. Wie sagt man so schön bei uns im Ruhrpott? Datt passt, woll?

Ninja Gaiden 3 Screenshot

Unser Fazit

75 %

Man merkt deutlich, dass Team Ninja das Spiel dem westlichen Massenmarkt anpassen wollte, weswegen viele Elemente früher Tage schmerzlich vermisst werden. Ninja Gaiden 3 ist nach wie vor ein gutes Spiel, zieht im Vergleich mit den Vorgängern aber auf jeden Fall den Kürzeren. Wer also auf der Suche nach einem unkomplizierten Hack'n Slay ist und seine Fan-Erwartungen etwas zügelt, wird eine gewisse Zeit lang Spaß mit den Abenteuern des Schattenkämpfers Ryu haben. Dabei sollte man nicht unbedingt auf die Stimmen anderer Review-Kollegen hören, denn Ninja Gaiden 3 ist auf den höheren Schwierigkeitsstufen nach wie vor eine echt harte Nuss, doch aufgrund des Verlusts von Taktik und Inventar-Möglichkeiten bleibt eine Menge an Potential auf der Strecke. Was bleibt ist ein solides Actionspektakel mit zünftigen Bosskämpfen und einer cineastischen Inszenierung, das jedoch gesamt nicht über die komplette Distanz überzeugen kann.

Pro

  • + actionreiche Inszenierung
  • + Pick up'n Play Gameplay
  • + zünftige Bosskämpfe
  • + gute Animationen

Kontra

  • - kein Inventar, wenige Kombos
  • - lauer Multiplayer-Modus
  • - generisches Gegnerdesign
  • - lineare Levels

Unsere Bewertung

Grafik
 
79 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
60 %
Spielspaß
 
75 %

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