Of Orcs and Men - Test/Review - insidegames

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Of Orcs and Men – Test/Review

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Veröffentlicht 31. Oktober 2012 | 11:12 Uhr von Lucardis

Of Orcs and Men

Of Orcs and Men ist eins solcher Games, die man eigentlich gar nicht so wirklich auf dem Schirm hatte und plötzlich sind sie da, sie stehen im Regal des Spielehändlers des Vertrauens und man fragt sich „Soll ich, soll ich nicht?“… Diese schwere Entscheidung machen wir euch mit unserem Test hoffentlich etwas leichter, denn wir haben in das Abenteuer, das sich um Orks und Menschen dreht  reingeschnuppert und sind Genre-untypisch mal in die Haut der grünen Zeitgenossen gesteckt worden.

Of Orcs and Men Sobald man Of Orcs and Men das erste mal anwirft wird man sofort von einer enorm gut gelungenen Intro-Musik überrascht. Wenn man auch noch nicht weiß, was einen gleich in diesem Adventure erwartet hat man bei der Musikuntermalung komischerweise trotzdem direkt Lust drauf. Aber die grobe Handlung des Titels ist schnell umschrieben: Wie der geneigte Spieler sicherlich weiß ist die  Beziehung zwischen Orks und Menschen zumeist nicht gerade die Beste, so auch in diesem Fall. Lange tobte ein Krieg zwischen den verschiedenen Rassen, bis die Menschen schließlich die Orks unterwerfen konnten und sie seitdem als Sklaven halten. Eine kleine Gruppe, die Blutkiefer, konnten sich bis jetzt allerdings der Herrschaft der Menschen entziehen. Sie sind für ihre Kampfkraft bekannt und überall äußerst gefürchtet. In dem Clan kommt der Plan auf, den Imperator der Menschen zu töten, um die Schreckensherrschaft zu beenden, oder ihr zumindest einen gehörigen Dämpfer zu versetzen. So wird Arkail mit dieser Aufgabe bedacht, in dessen Haut wir auch prompt schlüpfen. Doch da wir uns in den Territorien der Menschen kaum auskennen bekommen wir noch einen Guide an die Hand, welcher zu Arkails großem Entsetzen ein Goblin ist, welcher uns fortan sehr gesprächig begleitet und außerdem die Geschichte erzählt.

Of Orcs and Men Grundsätzlich sind Arkail und Styx ein super Team, zumal die kleinen Sticheleien zwischen den beiden oft Grund zum schmunzeln sind, leider ist Arkail aber meist ein wenig kurz angebunden, sodass hier in den Dialogen viel Potenzial verschenkt wird den Charakteren mehr Tiefe zu verleihen. Doch nicht nur in den Dialogen ergänzen die beiden sich gut, sondern auch in den zahlreichen Kämpfen. Obwohl man es nicht erwarten würde, hat man es bei Of Orcs and Men nicht mit einem Action-Kampfsystem zu tun. Gerät man in eine Auseinandersetzung öffnet man mit einem Druck auf die Schultertaste ein Kreismenü aus welchem man verschiedene normale Attacken, Spezialangriffe und Blocks auswählen kann. Vier Aktionen kann man eingeben, welche dann nacheinander „abgespult“ werden. Gerät Arkail in Raserei hat man sogar gar keine Chance mehr in zu kontrollieren und er bringt in der Wut sogar seinen kleinen Kollegen um, was unter Umständen sehr ärgerlich sein kann. Nach einem Kampf werden zwar beide Charaktere wieder voll geheilt und wiederbelebt (sterben beide in einem Kampf heißt es allerdings Game Over), aber die Gefechte sind meist alles andere, als einfach. Die Gegner sind oft stark in der Überzahl und außerdem nicht zimperlich, sodass manche Passagen mehrere Anläufe benötigen. Die Speicherpunkte sind dabei aber durchaus fair gesetzt. Um die gegnerische Front vor dem Kampf etwas auszudünnen kann man die Steuerung von Arkail auf Styx ändern und im Schleich-Modus ein paar Gegner meucheln, bevor irgendjemand von unserer Anwesenheit Wind bekommt. Das klingt aber auch wieder einfacher, als es ist, denn bei einem Attentat wird der Goblin sichtbar und umstehende Feinde greifen sofort an, sodass man meist nicht vielmehr als einen oder zwei Widersacher im vorhinein aus dem Weg räumen kann.

Of Orcs and Men Sonderlich gut gelungen ist das Kampfsystem aber leider nicht. Gerade als Ork möchte man ja eigentlich mal so richtig das Schlachtfeld aufräumen, aber so kommt einfach nichts von der rohen stärke eines solchen grünen Riesen rüber. Man gibt Befehle und beobachtet das Ganze, so verliert der Titel leider wieder etwas an Atmosphäre. Hätte man diese Kampfvariante vielleicht nur für den schleichenden Goblin gewählt wäre das noch passend gewesen, aber für einen Ork?!

Doch nicht nur die Taktik entscheidet den Kampf, sondern auch das richtige Equipment und die durchdachte Fertigkeitenauswahl. Ausrüstung kann man natürlich hier und dort kaufen, aber auch Truhen, die man auf der Reise findet enthalten oft Nützliches. Bei den gefundenen Stücken muss man aber immer sorgfältig überprüfen, was man anlegt, denn alle haben spezielle Boni oder Besonderheiten, die man an seinem Spielstil anpassen sollte. Auch die Fertigkeitenauswahl , möchte wohl überlegt werden. Die Fertigkeiten können einmal verbessert werden durch Punkte, die man beim Levelaufstieg erhält, dabei hat man die Auswahl zwischen zwei Modifikationen, die einem das (Über-)Leben leichter machen sollen.

Of Orcs and Men Doch da die Kämpfe auch mit etwaigen Verbesserungen noch immer recht fordernd sind und um die Schleichen-Fertigkeit von Styx auszunutzen, ist man sehr oft nur dabei mit dem Goblin unsichtabr die Gegend auszukundschaften, ein oder zwei Gegner zu meucheln und zu Kämpfen… dann wieder vorlaufen, meucheln Kämpfen. Manchmal tun sich neben dem recht linearen Ablauf verschiedene Wegabzweigungen auf, welche eine Truhe bereithalten auf oder man nimmt sich diversen Nebenquests an, welche auch zumeist mit Ausrüstung belohnt werden, mit einem Open-World-Titel haben wir es hier allerdings keineswegs zu tun. Auch die Entscheidungen in Dialogen haben keine bemerkenswerte Auswirkung auf den Storyverlauf. Wir beeinflussen zwar Sidequests, sonst können wir aber kaum in die Haupthandlung eingreifen.

Die Grafik ist durchaus schön anzusehen, man besucht viele unterschiedliche Orte, welche sehr atmosphärisch daherkommen, wobei man sich wünscht, man könnte die vorgegebenen Wege verlassen und die Welt noch weiter erkunden. Lediglich die Animationen der NPCs und auch von Arkail und Styx könnten etwas besser sein und wirken bisweilen etwas hölzern. Tontechnisch kann man auch nicht meckern: Das bereits angesprochene Intro stimmt einen bestens auf das Action-Adventure ein und auch sonst sind Soundeffekte und Musikuntermalung durchaus authentisch, wobei des Öfteren das musikalische Thema des Intros wieder aufgegriffen wird. Die deutsche Synchronisation ist auch gelungen und verleiht den beiden Grünhäuten Glaubwürdigkeit.

Unser Fazit

75 %

Of Orcs and Men lässt einen die ewigen Streitereien zwischen Menschen und Orks mal aus einer anderen Perspektive betrachten, nämlich aus der, der immer unverstandenen Grünhäute, besser bekannt als Orks. Durch diesen neuen Blickwinkel ist auch die Story um Arkail und Styx noch nicht so ausgelutscht, obwohl sie im Grunde ja bereits aus diversen Adventures und Rollenspielen bekannt ist. Die Fantasy-Welt ist durchweg schön und atmosphärisch designt, sodass man sich wünscht die authentische Welt näher erkunden zu können. Leider geht das nicht, denn die verschiedenen Areale sind durchweg sehr linear und bieten nur wenige Abzweigungen. Ähnlich sieht es mit den Dialogen der beiden Grünhäute aus, denn trotz einiger Antwortoptionen hat man eigentlich keine Chance die Hauptstory nachhaltig zu beeinflussen, es können einem lediglich Nebenquests, die zumeist mit Ausrüstung oder ähnlichem belohnt werden, durch die Lappen gehen. Das Kampfsystem des Titels ist Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig: Da man in die Rolle eines kräftigen Ork schlüpft rechnet man nicht mit strategisch angehauchten Auseinandersetzungen. Spielt man als flinker Goblin Styx sieht die Sache anders aus, aber als grüner Muskelprotz möchte man eigentlich lieber selber draufhauen, als nur Befehle einzugeben. Die Kämpfe an sich sind durchaus fordernd und lassen das Ausnutzen von Styx einzigartiger Schleichfähigkeit leider nur begrenzt zu, obwohl man hier noch einiges an taktischem Potenzial hätte ausschöpfen können. Grafisch und Tontechnisch passt bei Of Orcs and Men alles super zusammen. Intro, Hintergrundmusik und Synchronisation sind äußerst gelungen und machen richtig Lust auf das Abenteuer. Auch die Optik kommt nicht zu kurz und lässt einen wunderbare und abwechslungsreiche Areale erkunden. Schade ist nur, dass die Bewegungen der Charaktere und NPCs einen etwas hölzernen Eindruck machen und die Synchronisation etwas besser mit dem bewegten Bild hätte abgestimmt werden können.

Pro

  • sympathische Hauptcharaktere
  • tolle Grafik
  • super Musikuntermalung
  • atmosphärische Fantasy-Welt
  • fordernde Kämpfe
  • abwechslungsreiche Areale

Kontra

  • lineare Areale
  • Charaktere könnten mehr an Tiefe gewinnen
  • Kampfsystem undynamisch, schnell eintönig
  • Dialogentscheidungen beeinflussen Story kaum bis gar nicht

Unsere Bewertung

Grafik
 
82 %
Sound
 
82 %
Steuerung
 
72 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
73 %

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