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OlliOlli (PS Vita) – Test / Review

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Veröffentlicht 3. Februar 2014 | 17:19 Uhr von Ricky

OlliOlli-Logo

Die besten Titel für die Playstation Vita sind meist kostengünstig und verfügen über ein simples Spielprinzip. Nach genau diesem Konzept soll OlliOlli funktionieren. Ob der pixelige Sidescroller etwas taugt, erfahrt ihr in unserem Review.

OlliOlli besitzt keine Story. Wir spielen einen namenlosen Skater, der zuerst schnell lernt, wie er auf seinem Rollbrett zu stehen hat. Kurz darauf gehts auch schon auf die ersten Levels los. Insgesamt enthält das Spiel 25 Strecken, die in 5 Settings unterteilt sind. In jeder Strecke gibt es jeweils 5 Herausforderungen, die es zu meistern gibt: Punktesummen erreichen, lange Combos machen oder spezielle Collectibles einsammeln.

Voll auf die Fresse

Dieses Spielprinzip hört sich in der Tat simpel an, ist es aber in keiner Weise. Zu Beginn reihen sich einige Grinds und Tricks aneinander, später muss ein gesamter Level ohne Unterbrechung der Combo beendet werden. Der Schwierigkeitsgrad ist knackig, aber nie unfair. Nicht zuletzt dank diesem hat das Spiel ein solch hohes Suchtpotenzial. Es fühlt sich einfach an und man hat das Gefühl, es locker zu können. Dem ist aber nicht so, aber das Spiel versteckt dies geschickt. Um es in einen Vergleich zu stellen: Stellt euch vor, Hotline Miami und Trials Evolution hätten ein Kind und stellten dies auf ein Skateboard. Voilà, OlliOlli. Wem die normalen Levels nicht reichen, kann sich nach dem Abschluss jeglicher Challenges an den Pro-Modus wagen. Sollte auch dies noch zu einfach sein, müssen alle Challenges im Pro-Modus absolviert werden, damit man an den RAD-Modus kommt. In diesem legt sich der Spieler jedes Mal der Länge hin, wenn er nicht perfekt grindet oder landet. Zudem gibt es mit den sogenannten Spots ein stetiges Kämpfen um den ersten Platz im globalen Leaderboard. Zu guter letzt steht noch der “Daily Grind” zur Verfügung. Jeden Tag wird ein neuer Level aufgeschaltet, welches man beliebig oft üben kann. Um aber aufs Leaderboard zu kommen, muss man einen endgültigen Versuch wagen, und dieser ist endgültig. Seltsamerweise gibt es keine Tabelle für die Ergebnisse der Freunde, einer der ganz wenigen Schwächen des Spiels.

olliolli-screenshot-02

 

Vita-Titel sollten kurze Levels und eine simple Steuerung haben. Exakt dies bringt OlliOlli mit. Das Spiel schafft die Balance zwischen Kurzweiligkeit und Langzeitmotivation perfekt. Um den Skater durch die Levels zu navigieren, braucht man lediglich die X-Taste, den linken Analogstick und die Schultertasten L und R. Die X-Taste wird für die Beschleunigung und die Landung gebraucht, mit dem Analogstick werden die Tricks ausgeführt, ähnlich wie bei einem Beat’em-Up. Durch Drücken der Schultertasten dreht sich der Skater in der Luft. All diese Faktoren müssen nun zu halsbrecherischen Combos zusammengeschweißt werden.

Timing und Präzision

Obwohl die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig ist, funktioniert sie einwandfrei. Sollte man mit dem Analogstick nicht klarkommen, kann man auf das Steuerkreuz ausweichen, welches etwas präziser reagiert. Präzision und Timing sind die Schlüsselwörter dieses Spiels. Die Combo kann noch so lang und abwechslungsreich sein, wer die Landung nicht richtig timed, verspielt eine Menge Punkte. Hat man dies aber einmal verinnerlicht, geht alles locker von der Hand. Danach wirkt das Spiel, vor allem in den härteren Levels, beinahe hypnotisch – und zwar nicht im schlechten Sinn. Der Ablauf des Levels wird auswendig gelernt und man starrt nur noch auf den Bildschirm, um den Skater beim grinden, sliden und tricksen zu verfolgen. Man ist so im Spiel drin, dass man nicht mehr aufhören will.

olliolli-screenshot-05

 

Unterstützt wird dies durch die sehr einfache Grafik. Die pixelartige Grafik erinnert an Old School-Sidescroller und verleiht dem Spiel einen gewissen Charme. Die fünf zur Verfügung stehenden Levels wechseln sich in Farbigkeit und Style wunderbar ab und bieten eine facettenreiche Farbpalette. Die charismatische Grafik wird durch einen guten Mix aus kraftvollen und lockeren Musikstücken untermalt. Im Soundtrack befinden sich Stücke des britischen Drum’n'Bass-Gespanns The Qemists und australischen E-Komponisten Dorian Concept. Wie bereits bei Hotline Miami wird von den Entwicklern empfohlen, auf Kopfhörer beim Spielen zu setzen.

Herzlichen Dank an FreeZZa für diesen Test.

Unser Fazit

95 %

Mit OlliOlli hat der Entwickler Roll7 direkt ins Schwarze getroffen. Ein perfekter Titel für die Playstation Vita in allen Belangen. Ob die präzise Steuerung oder die Vielfalt an Tricks, die charmante Grafik oder der ausdrucksstarke Soundtrack: Alles verschmilzt zu einem beinahe einwandfreien Spiel. Frustausbrüche und Freudensprünge harmonieren in einem idealen Wechselspiel, Suchtgefahr ist vorprogrammiert. Einziges Manko ist das Fehlen eines Leaderboards für die Freundesliste.

Pro

  • + charmanter Grafikstil
  • + pumpender Soundtrack
  • + Trickvielfalt
  • + Präzise Steuerung
  • + Knackiger Schwierigkeitsgrad
  • + Hohes Suchtpotenzial
  • + großer Umfang für schmalen Taler

Kontra

  • - Kein Leaderboard für Freunde
  • - holpriger Einstieg

Unsere Bewertung

Grafik
 
95 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
95 %
Gameplay
 
95 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
99 %

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