Omerta: City of Gangsters - Test / Review - insidegames

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Omerta: City of Gangsters – Test / Review

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Veröffentlicht 25. März 2013 | 17:31 Uhr von Lasse

Omerta City of Gangsters

Stellt Euch vor Ihr kommt als armer Einwanderer nach Amerika. Voller Hoffnung auf ein besseres Leben mit ausreichend Geld, Nahrungsmitteln und einer anständigen Arbeit. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sollte dies doch kein Problem sein, immerhin bekommt jeder ehrliche Mensch der arbeiten will auch eine solche. Jeder, bis auf Euch. Bereits nach kurzer Zeit bemerkt Ihr, dass es nicht genug zu Essen gibt, dass es keinen anständigen Job und auch kein Geld gibt. Was macht man in so einer Situation? Richtig, man kümmert sich selbst um die Dinge.

Genau so läuft der Anfang in Omerta: City of Gangsters ab. Voller Hoffnung kommt der Protagonist nach Amerika und bekommt recht schnell zu spüren, dass er hier keineswegs willkommen ist und dass er auch nicht auf irgendeine Form der Unterstützung hoffen braucht. Entweder er nimmt das Heft selbst in die Hand oder auf ihn wartet ein Leben voller Schmerz und Armut. Schnell entschließt er sich dazu in den Untergrund einzusteigen und durch diverse Schutzgelderpressungen, Überfälle oder zwielichtige Geschäfte an dreckiges Geld zu kommen. Das er dabei stetig die Aufmerksamkeit der örtlichen Staatsmacht auf sich zieht, gerät angesichts des schnellen Geldes zur Nebensache. Wird es in einem Ort zu heiß, wechselt man diesen einfach.

Omerta: City of Gangsters entstammt dem Haus Kalypso (unter anderem verantwortlich für „Tropico“) und ist ein teils rundenbasiertes Strategiespiel für den PC und der Xbox 360. Wir haben den Titel ein wenig genauer unter die Lupe genommen und verraten Euch in den folgenden Zeilen, was Euch als angehender Mafiosi im Amerika der 50er Jahre erwartet.

Ein neuer Mafiosi in der Stadt

Das Spiel besteht aus drei grundsätzlichen Spielmodi. Da wären der klassische Singleplayer-, der Multiplayer- und der Sandkasten-Modus. Während Ihr im Sandkasten-Modus vorgefertigte Missionen erledigt, könnt Ihr im Multiplayer online gegen andere Mafiabanden antreten und schauen wer der Stärkere ist. Im Singleplayer erwarten Euch dagegen eine nett inszenierte Geschichte und verschiedene Level, die es zu bestehen gilt. Jedes Level ist im Endeffekt ein weiterer Vorort und verfügt über unterschiedliche Stufen an Polizeipräsenz. Letztere sollte stets im Auge behalten werden, da das Spiel ganz schnell aus sein kann wenn dass Fahndungslevel zu hoch ist.

Zu Beginn werden Euch in einem Tutorial die grundlegenden Steuerelemente näher gebracht, bevor Ihr euch selbst ins Getümmel stürzen dürft. Um ein Level zu schaffen, müssen die angegebenen Missionsziele erreicht werden. Unter anderem sollen Mitglieder des Ku-Klux-Klan vertrieben oder die Whiskey-Vorräte eines bekannten Händlers eingesackt werden. Da dies natürlich alleine schwer machbar ist, stehen Euch insgesamt 17 Teammitglieder zur Verfügung die sich nach und nach freischalten und anschließend anheuern lassen. In einer vierer Gruppe werden manche Aktionen leichter ausgeführt als alleine. Einziger Nachteil: Auch die Angestellten möchten bezahlt werden, weswegen täglich Geld an die Handlanger ausbezahlt wird. Damit auch immer genug Geld auf dem Ganoven-Konto zur Verfügung steht, müssen Geschäfte erledigt werden. Flüsterkneipen zum Beispiel verkaufen Bier und Schnaps an die Bürger. Aber auch durch Plünderung eines Lagerhauses oder den Verkauf von Schusswaffen und Bier an Mitglieder des Mafia-Netzwerkes kann schnell Geld angehäuft werden. Nur solltet Ihr dabei immer das bereits angesprochene Fahndungslevel im Auge behalten. Führt Ihr eine illegale Aktion wie bspw. einen Raubüberfall aus, so wird die Polizei auf Euch aufmerksam und ihr erhaltet je nach Schwere der Tat einen Stern. Insgesamt können sechs Sterne gesammelt werden, bevor die Beamten erste Maßnahmen gegen Euch einleiten werden. Damit es gar nicht erst soweit kommt, könnt ihr Deputy’s bestechen und später einen Gefallen einfordern. Nachdem Ihr den Gefallen eingefordert habt, verschwindet der Deputy aus dem Ort aber beschert Euch dafür wieder eine weiße Weste.

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Tiefgründiger als man denkt

Das Spielprinzip wäre damit erklärt und es hört sich simpel an: Verdiene Geld, engagiere Handlanger für die Drecksarbeit und werde zum gefürchteten Mafiosi. Leider ist es nicht so leicht, wie es sich anhört denn es müssen einige Faktoren beachtet werden. So werden die finanziellen Mittel in sauberes und dreckiges Geld eingeteilt. Dreckiges Geld hat einen geringeren Wert als das Saubere, jedoch gelangt Ihr schneller daran. Flüsterkneipen, Box-Arenen oder Pfandleiher zum Beispiel sorgen täglich für etwas Liquidität. Im Prinzip können die meisten Geschäfte und kleine Läden mit dieser Geldart erledigt werden. Möchtet Ihr jedoch expandieren oder euren Beliebtheitswert steigern, so könnt Ihr nicht auf das saubere Geld verzichten. Dinge wie Wohnungen kaufen und vermieten oder Baugrundstücke erwerben und Bordelle errichten gehen nur auf ehrliche Weise und bringen anschließend auch nur ehrliches Geld ein. Dieses könnt Ihr jedoch später bei euren Mitstreitern aus dem Netzwerk gegen dreckiges Geld tauschen.

Darüber hinaus sorgt auch das Ansehen Eurer Bande für die Effizienz einzelner Geschäfte. Je nach Auftreten und Handlung steigt entweder der Beliebtheits- oder aber der Gefürchtetwert. Mit einem hohen Beliebtheitswert fällt es den Charakteren leichter ortsansässige Informanten zu bezirzen und an interessante Informationen zu gelangen. Aber auch Mieter senken die Miet- oder Verkaufspreise von Immobilien wenn sie mit Euch sympathisieren. Einfluss auf den Beliebtheitswert nehmen bspw. Geschenke an Politiker, das Ausrichten einer Party für einen Promi oder die Eröffnung einer Suppenküche, um die Obdachlosen kostenlos mit Essen zu versorgen. Ein hoher Gefürchtetwert dagegen lässt Einrichtungen wie den Pfandleiher effizienter Geld verdienen. Außerdem haben Eure Handlanger so bessere Chancen rivalisierende Schutzgeldeintreiber einzuschüchtern und teilweise kampflos in die Flucht zu schlagen. Der Gefürchtetwert kann durch das Kaufen einiger Werte aus dem Mafianetzwerk oder aber durch illegale Jobs erhöht werden.

Aber auch das Versteck der Bande, welches gleichzeitig als Hauptquartier und Lager fungiert sollte nicht außer Acht gelassen werden. Am Anfang haust Ihr noch in einem spärlich zusammen gezimmerten Holzschuppen, welcher jedoch ausgebaut und erweitert werden kann. Insgesamt vier Erweiterungsstufen werden dabei angeboten. Neben dem Aussehen des Unterschlupfes werden mit jedem aufgestiegenem Level auch mehr Lagerplätze oder neue Einrichtungen angeboten. Diese sind dann im Nachhinein erforderlich, um einige Missionsziele zu erreichen. Ein weiteres nettes Gimmick sind hier die Dekorationen, welche das Aussehen des Hauptquartiers verändern.

Rundenbasierte Taktikkost

Ein Leben abseits der Gerechtigkeit oder sozialer Regeln ist kein leichtes und läuft auch nicht immer reibungslos ab. Wer Straftaten begeht muss damit rechnen von der Polizei verfolgt zu werden und wer anderen Kriminellen an den Kragen will, der muss auch teilweise mit deutlicher Gegenwehr rechnen. Und genau an dieser Stelle kommen wir zu einem weiteren Punkt in Omerta: City of Gangsters. Die Rede ist von den rundenbasierten Kämpfen. Kommt es zu einer Auseinandersetzung oder geratet Ihr während eines Auftrages in einen Hinterhalt, kommt es in den meisten Fällen unweigerlich zum Kampf. Dabei wird ein neues Gebiet geladen, welches sich von dem sonstigen Look des Spieles abhebt. Zwar spielt sich das Geschehen nach wie vor in der Draufsicht ab, jedoch steht im Mittelpunkt der Aktion ein Gebäude mit verschiedenen Räumen und ohne Dach. Dort sind an zufälligen Punkten Widersacher platziert, welche aus dem Weg geräumt werden sollen. Bevor der Kampf anfängt öffnet sich ein Fenster, in dem das Team festgelegt werden kann. Hier wählt Ihr einfach eure Mitstreiter aus und ernennt einen Handlanger zum Unterstützer. Dieser sorgt im späteren Kampfverlauf beispielsweise dafür, dass einige Gegner betrunken sind und somit weniger effektiv gegen Euch vorgehen können. Steht das Team fest, geht der Kampf auch los.

Das Gemetzel läuft rundenbasiert ab. Das heißt, dass im oberen Teil des Bildschirms angezeigt wird wer mit seinem Zug dran ist. Für jede Runde stehen Euch sogenannte Angriffs- und Bewegungspunkte (AP und BP) zur Verfügung. Während die BP dafür da sind, sich im Gebiet fortzubewegen, sorgen die AP für die Attacken gegen Widersacher. Diese Attacken können, je nach Ausstattung des Charakters mit Messern, Baseballschlägern oder Schusswaffen ausgeführt werden und verfügen allesamt über unterschiedliche Reichweiten. Meist könnt Ihr aus einer Palette von Angriffen den auswählen, der für die Situation angemessen ist. Während manche Aktionen sich mit direktem Schaden unmittelbar auf die Lebenspunkte des Gegners auswirken, sorgen manche Angriffe für weniger Schaden dafür jedoch für eine anhaltende Schwächung des Schurken. Ist ein Kampf erfolgreich beendet kehrt Ihr zum Vorort zurück und könnt den Geschäften in Ruhe nachgehen.

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Es gibt ordentlich was auf die Ohren

Wer sich mit Aufbauspielen wie der Tropico-Reihe anfreunden kann, der wird auch mit Omerta: City of Gangster seinen Spaß haben. Da beide Spiele derselben Feder entspringen ähneln sie sich optisch und klanglich. Alles ist der Umwelt in den 50er Jahren angepasst und sieht dementsprechend aus. Auf den Straßen kann man Menschen laufen und Autos fahren sehen und auch die Kampfgebiete sind mit Details gespickt. Die Benutzeroberfläche ist meist selbsterklärend und die Buttons bzw. Logos der Einrichtungen lassen diese direkt erkennen. Untermalt wird das Ganze mit stimmungsvollem Jazz. Egal ob während des Aufbau- oder Kampfteils, die Soundkulisse weiß zu unterhalten und untermalt gekonnt die jeweilige Situation. Auch die Synchronisation überzeugt. Die gewählten Stimmen passen zu den jeweiligen Avataren der Charakter wie die Faust aufs Auge. Gerade während der Erzählung der Story hat man das Gefühl als höre man sich ein nettes Hörbuch an.

Leider ist nicht mm alles Gold was glänzt. So schön Soundkulisse und Grafik sind, werden sie irgendwann leicht eintönig. Das macht sich vor allem in den Kämpfen bemerkbar. Die Areale ähneln sich teilweise recht stark bzw. werden immer wieder verwendet. Es macht fast den Anschein, als würden dem gesamten Spiel lediglich sechs oder sieben Gebiete zur Verfügung stehen. Dadurch verlieren die taktischen Kämpfe teilweise ihren Reiz. Dafür sorgt das Errichten von neuen Geschäften oder das Geldeintreiben für mehr Spielspaß. Die Charaktere kommentieren jede ihrer Aktionen und versüßen dem Spieler so die Zeit.

Unser Fazit

83 %

Für wen ist Omerta: City of Gangsters eigentlich gemacht? Grundsätzlich für jeden der an Aufbauspielen oder rundenbasierter Taktik seinen Spaß hat. Auch wenn einzelne Punkte, wie die Kämpfe hier und da ein paar Schwachstellen aufweisen, weiß das Gesamtpaket aber zu überzeugen. Die Freiheit selbst zu entscheiden welches Geschäft wo errichtet werden soll oder wie eine Einrichtung verbessert und effizienter gemacht werden soll macht einfach Spaß. Alleine durch das Erteilen von Aufträgen innerhalb des Mafianetzwerkes oder dem An- und Verkauf von Schnaps & Co kann die ein oder andere Stunde totgeschlagen werden. Der Spieler kann sich in jedem Level auch abseits des Missionsstranges fortbewegen und seine eigenen Entscheidungen treffen. Dies ist ein großer Pluspunkt von Omerta: Citiy of Gangsters und macht es jedem empfehlenswert, der schon immer in die Rolle eines Mafiosi schlüpfen wollte.

Pro

  • + Überzeugende Synchronisation
  • + Viel Liebe zum Detail
  • + Schöne musikalische Untermalung
  • + Spielerische Freiheit
  • + Unterschiedliche Aufträge
  • + Verschiedene Spielmodi

Kontra

  • - Leicht eintönig
  • - Charakter-Sprüche wiederholen sich öfter
  • - KI teilweise unausgereift
  • - Nur eine Hand voll Kampfgebiete

Unsere Bewertung

Grafik
 
86 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
78 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
86 %
Spielspaß
 
80 %

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