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One Hundred Ways – Test / Review Xbox One

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Veröffentlicht 19. Dezember 2016 | 16:52 Uhr von Alexander Winkel

one-hundred-ways-logo

Endlich mal wieder raus aus dem Stress? Die Hektik ablegen und einfach mal ganz gemütlich tüfteln? Ein klassisches Puzzle-Spiel, bei dem nicht die Uhr tickt und man sich alle Zeit der Welt lassen kann? Das alles verspricht uns der Download-Titel One Hundred Ways des deutschen Entwicklerstudios Sunlight Games.

Zahlreiche Wege führen bekanntlich nach Rom und in diesem Puzzle-Spiel zur Lösung des jeweiligen Rätsels. Zumindest in den späteren Herausforderungen gibt es nicht nur die eine Lösung, das geforderte Ziel ist meist auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen. Doch was ist One Hundred Ways? Diese Frage ist nicht ganz so leicht zu beantworten, dennoch versuchen wir das Spiel möglich gut zu umschreiben. Hauptakteur ist eine Murmel, die von einer Rampe aus die Reise antritt und durch verwinkelte Labyrinthe kugelt. Diese rollt einfach geradeaus, es sei denn ein Hindernis taucht auf, der Abgrund lässt diese ins Nichts fallen oder andere Dinge sorgen dafür, dass sich gar die Richtung ändert. Ziel ist es, ein Loch mit einer Fahne zu erreichen, wie beim Golf oder Minigolf.

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Um das unwegsame Terrain nun zu meistern und die Kugel einzulochen, müsst ihr sowohl die Möglichkeiten der Umgebung wie zum Beispiel ein Kran, welcher die Kugel aufhebt und auf der anderen Seite wieder ablegt, ausnutzen. Parallel steht euch ein Baukasten mit unterschiedlichen Tools zur Verfügung. Die Auswahl bleibt recht gering, was auf dem ersten Blick etwas langweilig wirkt. Jedoch stellt sich nach und nach heraus, dass selbst mit diesen Elementen die Rätsel ganz knackig werden können. Ihr nutzt Schleudern, um die Kugel über Abgründe zu hieven, Beschleunigungsfelder, damit die Murmel richtig an Fahrt aufnimmt und damit nicht von Ventilatoren in eine andere Richtung gelenkt werden kann. Es gibt Schalter, die kurzzeitig Blockaden senken, darüber hinaus aber auch Teleporter und ähnliches.

Während die ersten Aufgaben uns auf die spielerischen Möglichkeiten aufmerksam machen und damit ein einfaches Tutorial darstellen, wird es alsbald ernst. Der kleine Roboter, der vor jedem Level seinen Senf von sich gibt, vermag den einen oder anderen Tipp zu haben, jedoch stellt sein Sprachzentrum nicht gerade die größte Intelligenz dar. Von daher bleibt es euch überlassen, die insgesamt 133 Aufgaben zu meistern. Mit jedem Level wird es kniffliger, wobei der Schwierigkeitsgrad durchaus auch mal schwankend ausfällt. Mit dem ersten Blick orientiert man sich, zoomt die Kamera heraus und schaut sich die Möglichkeiten an. Nicht selten entstehen bereits hier erste Ideen, wie die Kugel ins Ziel befördert wird, ohne dabei den Werkzeugkasten und die gegebenen Tools gesehen zu haben.

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Mittels dieser Tools gilt es nun aber, mit viel Hirnschmalz und einiger kreativer Ideen, jedoch völlig ohne Zeitdruck und Stress die Aufgabe zu meistern. Hinderlich ist jedoch die Steuerung, die mittels der umständlich zu navigierenden Menüs und der eher schwammigen Handhabe auf dem Spielfeld leicht negativ auffällt. Immer wieder springt das Objekt nicht in das Rasterelement, in das es platziert werden soll. Darüber hinaus ist es oft schwierig zu erkennen, in welche Richtung die Tools agieren. Vor allem beim Beschleunigungsfeld ist nicht immer eindeutig erkennbar, in welche Richtung die Murmel letztendlich beschleunigt werden soll. Erst wenn es platziert wurde und die Pfeile eindeutig zu sehen sind, weiß man, ob es richtig war. Schade auch, wenn die Murmel das Ziel nicht erreicht, dass es keine effektive Möglichkeit gibt, Feintuning in seinen Konstruktionen zu betreiben. Wird der Level zurückgesetzt, müssen auch sämtliche Tools wieder neu platziert werden.

Das Spielprinzip gibt sich trotz der Schwächen in der Handhabe jedoch solide wie auch die Technik, wobei die Optik nicht sonderlich heraussticht und schlichtweg nur ihren Zweck erfüllt. Ähnliches gilt auch für den Sound, den man aber auch mal abschalten kann.

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Unser Fazit

70 %

One Hundred Ways ist sowohl ein klassischer, als auch ganz solider Puzzler, welcher sich vor allem dank fehlendem Zeitdruck auf das Wesentliche konzentriert: Es wird getüftelt und geknobelt, bis die Kugel letztendlich gelocht ist. Die wenigen Tools reichen durchaus aus, um genügend Varianz zu liefern und vor allem gegen später richtig knackige Aufgaben zu stellen. Leider ist die Handhabe sehr schwammig und die Menüs sind umständlich gehalten, was vermutlich der PC-Herkunft es Spiels geschuldet ist. Auch die Optik ist eher schlicht. Dafür kommt der Titel für einen aus heutiger Sicht eher moderaten Preis daher und wer gerne mal seine Hirnzellen trainiert und knobelt, kommt auf jeden Fall auf seine Kosten.

Pro

  • + Simple Spielmechanik aber später durchaus anspruchsvolle Aufgaben
  • + Insgesamt 133 Level zu meistern. Inklusive exklusiver Level für die Xbox One.

Kontra

  • - Schwache, sterile Präsentation (optisch wie auch soundtechnisch)
  • - Schwammige Steuerung und umständliche Menüs
  • - schwankender Schwierigkeitsgrad

Unsere Bewertung

Grafik
 
40 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
65 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
70 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

Kommentare

  • Peter Schwan sagt:

    Mir hat das Spiel richtig viel Spass gemacht. Vielen Dank für den Test und das ihr auch die unbekannten Spielen unter die Lupe nehmt.

    Werdet ihr noch einen Achievement Guide machen? Ist da etwas in Planung?

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