Orcs must Die! - Test / Review - insidegames

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Orcs must Die! – Test / Review

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Veröffentlicht 11. Dezember 2011 | 8:56 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 4. Januar 2012

Orcs must Die Titel

Das Genre der Tower Defense Spiele hat sich in letzter Zeit enorm weiterentwickelt. Ursprünglich ging es in diesen als Minigames konzipierten Spielen nur darum, Verteidigungsanlagen entlang eines festgelegten Pfades zu platzieren. Danach bewegten sich Feindwellen entlang des Pfades, wodurch es sich zeigte ob die eigene Verteidigung stark genug ist. Inzwischen gibt es aber unzählige Varianten dieses Grundprinzips. Man kann selbst eine Spielfigur steuern um die Verteidigungsanlagen zu unterstützen oder man kann selbst in die Rolle der Angreifer schlüpfen um den Spies umzudrehen.

Auf den ersten Blick scheint das herunterladbare Arcadespiel Orcs must Die! ein weiteres, gewöhnliches Tower Defense Spiel zu sein, so wie man es bereits zur Genüge kennt. Doch steckt vielleicht mehr hinter dem Spiel mit dem extrem bezeichnenden Namen? Fleissig wie wir nun mal sind, haben wir uns in der redaktionseigenen Waffenkammer (und ob wir das haben!) eine magische Armbrust (und ob wir auch das haben, ungelogen!) gekrallt und uns ins Orkgemetztel gestürzt.

Der letzte Verteidiger

Die Story in Orcs must Die! ist ziemlich dünn ausgefallen. Der Orden der Kampfmagier hat sich der Verteidigung des Reiches verschrieben. Ihre Dienste werden auch dringend benötigt, denn endlose Ströme an grässlichen Orks bedrohen das Reich. Unglücklicherweise sind fast alle Kampfmagier gefallen. Fast sind aber nicht ganz alle, denn ein junger, heissmütiger Lehrling der Kampfmagie ist noch steht noch. Er ist die letzte Verteidigungslinie. Sein Ziel, seine einzige Aufgabe ist mehr als klar: die Orks, ja die müssen sterben! Nachdem wir die hier sowieso unwichtige Story abgehakt hätten, geht es jetzt ans Eingemachte.

Stachelfallen, Teergruben, Explosivfässer und Barrikaden

Gespielt wird in der 3rd-Person Ansicht des Schülers. Jedes Level besteht aus einem oder mehreren Gängen. Es gibt ebenfalls einen oder mehrere Eingänge durch welche Orks, Goblins und Oger in ihren Tod gerannt kommen. Die herannahenden Feinde haben jedoch kein leichtes Spiel. Zum einen gibt es eine Vielzahl an Fallen die zur Verteidigung platziert werden können. Doch auch der Lehrling selbst kann ordentlich im Nah- und Fernkampf, sowie mit magischen Angriffen, austeilen. Je weiter man im Spiel voran kommt, desto mehr Fallen und Angriffe lassen sich freischalten. Man kann jedoch in jeder Mission nur eine begrenzte Anzahl an Verteidigungsmöglichkeiten auswählen. Vor dem Angriff der Orks gilt es den Aufbau des Levels zu studieren, um sich eine eine passende Strategie bereit zu legen. Zu Beginn des Spiels ist das auch ausgesprochen einfach zu bewerkstelligen. Zur Auswahl stehen nur wenige Fallen sowie die Standardwaffen des Lehrlings. Besonders nützlich ist eine magische Armbrust die über unendlich viele Geschosse verfügt und dadurch als Hauptwaffe dient. Die Armbrust kann im vollautomatischen Betrieb abgefeuert werden, was sich jedoch negativ auf die Präzision auswirkt. Deshalb ist es besser nur einzelne, gezielte Schüsse abzugeben. Die meisten normalen Gegner lassen sich nämlich durch platzierte Kopfschüsse mit einem einzigen Bolzen erledigen. Sobald man einmal den richtigen Feuerrhytmus gefunden hat, ist es ein leichtes Kopfschuss um Kopfschuss zu platzieren, was unglaublich spassig und befriedigend ist. Nur mit der Armbrust ist es jedoch quasi unmöglich die schier endlosen Feindeswellen aufzuhalten. Aus diesem Grund stehen einem eine Vielzahl an Fallen zur Verfügung, welche alle über ihre eigenen Effekte verfügen. Barrikaden können dazu genutzt werden Gegen auf ihrem Pfad einzuschränken und sie auf einem selbst bestimmten Weg in die Falle zu locken. Stachelfallen oder Teergruben dienen dazu die Gegner zu verlangsamen, damit man sie einfacher erledigen kann. Es gibt jedoch auch tödliche Verteidigungsanlagen wie Pfeilfallen. Diese werden an Wänden platziert und verschiessen einen Hagel an Pfeilen, welche sich nähernde Gegner schnell erledigen können. Zusätzlich gibt es in einigen Levels Dinge wie Kronleuchter oder Säurebäder die man benutzen kann, um die Gegner zu dezimieren. Pro Level den man erfolgreich abschliesst, erhält man eine weitere Falle für die nächste Mission. Dazu gehören auch Truppen wie Bogenschützen, welche als zusätzliche Unterstützung eingesetzt werden können. Zu guter Letzt gibt es passive Unterstützungseinheiten, die so genannten Weberinnen. Wählt man die aus, kann man beispielsweise die Effektivität der eigenen Fallen oder der Waffen erhöhen. Gleichzeitig kann man aber eine Falle weniger mitnehmen, wodurch man taktisch genau überlegen sollte ob man die indirekte Unterstützung auch brauchen kann. Alle Fallen und Einheiten lassen sich ausserdem permanent verbessern indem man Totenköpfe investiert. Die Schädel lassen sich verdienen indem man Levels abschliesst. Je besser man sich dabei anstellt, desto mehr Totenschädel gibt es. Das erhöht den Wiederspielwert und sorgt für Langzeitmotivation.

Die Wurzel des Bösen

Der Schwierigkeitsgrad ist nicht immer gut ausbalanciert. Die ersten paar Level sind sehr einfach und können ohne Strategie problemlos gemeistert werden. Doch sehr bald trifft man auf eine bockschwere Aufgabe die eine genaue Planung erfordern. Das liegt unter anderem daran, dass man kaum darauf vorbereitet wird, womit man in den Levels konfrontiert werden wird.  In den meisten Levels gibt es mehrere Eingänge durch welche die Orks ankommen. Die erste Welle kommt in der Regel jedoch nur durch einen Eingang. Welcher das sein wird ist aber nicht klar. Das macht es schwer sich vorzubereiten. Zudem wird man zwar am Anfang von jedem Level informiert mit welchen Feindestypen man konfrontiert werden wird, aber nicht in welcher Welle man auf welche Gegner trifft. Auf der einen Seite macht das jedes Level sehr herausfordernd. Auf der anderen Seite werden einige der späteren Levels zu frustrierenden Trial & Error Aufgaben. Bei mehr als einem Dutzend von Gegnerwellen pro Level wäre es mehr als hilfreich zu wissen wann man z.B. mit dicken Ogern zu tun bekommt. Diese verlangen nämlich eine deutlich andere Vorgehensweise als ein Schwarm blitzschneller Goblins oder eine Gruppe von flatternden Dämonenfledermäusen. In Verbindung mit dem teilweise stark schwankenden Schwierigkeitsgrad, führt das zu stellenweise mühsamen Levels wenn man diese zum ersten Mal ausprobiert. Glücklicherweise ist das Gameplay selbst so gut ausgefallen, dass man über diese Makel hinweg sehen kann wenn man zur einigermassen frustresistenten Art von Spieler gehört. Wer jedoch keine allzu hohe Toleranzgrenze hat, wird den Controller sicher das eine oder andere Mal in die Ecke pfeffern. Einen kooperativen Mehrspielermodus sucht man vergeblich. Dabei hätten sich das Spielprinzip und die Levelarchitektur perfekt dafür geeignet. Immerhin bietet das Spiel massig Inhalt für Einzelspieler. Will man alle Levels durchspielen, braucht man gut und gerne 5 bis 8 Stunden, je nach Skill und Frustration. Hat man das Spiel dann zum ersten Mal beendet, schaltet man auch noch den Alptraum-Modus frei. Der Schwierigkeitsgrad wird hier noch einmal deutlich nach oben geschraubt, weshalb es wirklich nur für hartgesottene Strategen geeignet ist.

Der comichafte Look des Spiels macht sich gut und dadurch wird die fiese Metzelei an den tausenden Orks die man schnetzeln wird, nicht allzu deftig dargestellt. Der Humor kommt dabei auch nicht zu kurz, was man gut an den witzigen Siegestänzen des Lehrlings bei Abschluss eines Levels sehen kann. Das Spiel läuft jedoch, egal mit wie vielen Gegnern man es gerade zu tun hat, immer flüssig und butterweich. Der Sound und die Sprachausgabe sind so selten zu hören, das sie weder positiv noch negativ herausstechen.

Unser Fazit

82 %

Spielerisch mischt Orcs must Die! ganz vorne in der Liga der Tower Defense Spiele mit. Die Mischung aus 3rd-Person Action Spiel und Tower Defense ist sehr motivierend und erfordert schnelle, taktische Entscheidungen. Der Umfang ist sehr gross, wobei dennoch ein Mehrspielermodus schmerzlich vermisst wird. Ein anderes Problem liegt bei den starken Schwankungen des Schwierigkeitsgrad, welcher schnell einmal zu Frustration sorgen kann.

Pro

  • Fordernder Tower Defense Teil
  • Actionorientierter 3rd-Person Part
  • Viele Levels
  • Motivierendes Upgrade-System
  • Lustige Aufmachung
  • Gut für eine schnelle Partie geeignet

Kontra

  • Story quasi nicht vorhanden
  • Fehlender Mehrspielermodus
  • Schwankender Schwierigkeitsgrad
  • Teilweise zu viel Trial & Error Prinzip
  • Sound zu unauffällig

Unsere Bewertung

Grafik
 
78 %
Sound
 
68 %
Steuerung
 
86 %
Gameplay
 
89 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
94 %

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