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Ori and the Blind Forest – Test / Review

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Veröffentlicht 21. März 2015 | 15:15 Uhr von Michael

Ori-and-the-Blind-Forest

Plattformer, Sidescroller, 2D Jump & Run oder Actionspiel, ja für Spiele wie Ori and the Blind Forest gibt es viele Bezeichnungen. Eines ist Ori and the Blind Forest aber ganz bestimmt, nämlich wunderschön. Doch kann das Spiel auch mehr als gut Aussehen und hat sich die 4 Jährige Entwicklungszeit gelohnt? All diesen Fragen gehen wir in unserem Test zu Ori and the Blind Forest auf dem Grund und ihr erfahrt ob es sich lohnt diesem außergewöhnlichen Titel seine Zeit zu schenken!

Es war einmal in einem kleinen wunderschönen Wald, als ein Licht vom Himmel fiel. Zuerst war das Licht allein und einsam doch dann fand es einen Freund und wurde glücklich. Doch das Glück wehrt nicht lange, denn der Wald ist der Dunkelheit anheim gefallen und so war das Licht schnell wieder allein. Ja genau so beginnt die Geschichte von Ori, einem kleinen Lichtwesen, dass in Ori and the Blind Forest zum Haupt-Protagonisten ernannt wurde. Mehr Worte zum Prolog möchten wir auch nicht verlieren außer das unsere zwei Hauptfiguren Ori und Naru es schon im Prolog des Spieles schaffen unser Herz zu erobern. Wie gesagt ist Ori schon nach kurzer Zeit wieder alleine doch kriegt er vom großen Geisterbaum einen neuen Begleiter und eine Aufgabe und zwar ist dies nichts geringeres als den Wald von Nibel zu befreien und wieder Frieden in die Welt zu bringen. Eine große Aufgabe für das kleine Kerlchen Ori also machen wir ganz langsam unseren erste Schritte in Begleitung eines kleinen Lichtes (Navi aus Zelda lässt grüssen) in den Wald von Nibel. Dieser sieht einfach wunderschön aus und die Grafikpracht kommt hier auch super ohne große Aufwendigkeit zur Geltung Die Steuerung geht locker von der Hand und nach den ersten Sprüngen merken wir auch, dass diese sehr präzise ist und so machen wir uns auf den Wald zu erkunden. Dabei gehen wir von rechts nach links, springen herum und folgen dem offensichtlichen Weg hinunter. Hier kriegen wir nach ein paar Meter die Fähigkeit zu kämpfen, denn Ori muss sich ja auch Verteidigen können und zwar im Form unseres kleinen Lichtbegleiters. Dieser schnellt nun in schnellen Lichtblitzen durch simples Tasten hämmern aus und verletzt somit Feinde und zerstört störende Dornenbüsche. Des weiteren lernen wir in dem ersten Abschnitt wie das Spiel grundlegend funktioniert und erhalten unsere erste Fähigkeit, die uns gleich neue Wege eröffnet.

Ori and the Blind Forest – Launch Trailer

 

Die große böse Eule!

Um im Spiel voranzukommen müsst ihr meistens in den Gebieten sogenannte Schlüsselsteine einsammeln um das nächste Tor zu öffnen und in den nächsten Abschnitt zu kommen. Mit der Zeit erhaltet ihr so immer mehr Haupt-Fähigkeiten wie Wandklettern, Doppelsprung, Stoßen und so weiter dazu. Diese Fähigkeiten könnt ihr dann mit einem zusätzlichen Fähigkeitenbaum und erspielten Fähigkeitenpunkte in drei Ästen verbessern. Hier muss man nun einfach die Fähigkeit „Stossen“ erwähnen, die sehr gut gemacht ist. Mit dem „Stoßen“ könnt ihr euch nämlich von Feind zu Feind ziehen und somit ziemlich rasch durch das Spiel hüpfen. Beim Talentbaum könnt ihr also ein bisschen selber entscheiden welche Fähigkeiten für euch von Nutzen sind. So kann man den Schwerpunkt auf dem Kampf, die Erkundung oder die Spieleffizienz legen. Und dann wäre da auch noch eine Bekanntschaft namens Kuro. Eine große böse Eule, die es auf jegliches Licht abgesehen hat und euch immer wieder als Haupt-Widersacher im Weg steht. Wieso das so ist, erfahrt ihr später in der Geschichte des Spiels in einer herzergreifenden Zwischensequenz. Doch was wäre ein Plattformer ohne kleine Schalterrätsel und Sprungpassagen bei denen man das Hirn einschalten muss. Manchmal muss ein Fels in Ziel gebracht werden oder ihr müsst versteckte Schalter suchen um weiterzukommen. Aber auch an Abschnitten bei denen ihr all eure neu erlernten Fähigkeiten einsetzen müsst wurde nicht gespart. Vom Gesamtbild her betrachtet liegt in Ori aber der Schwerpunkt nicht auf den Kämpfen, denn richtige Bossgegner wurden gleich ganz weggelassen und das simple Tasten hämmern um Feinde ohne zielen zu besiegen ist nicht gerade herausfordernd. Aber in Ori ist halt das Springen und Rennen sehr wichtig wie es sich für ein Jump & Run auch gehört. Zwischendurch gibt es dann auch noch ein paar Flucht-Sequenzen, wo es sehr auf euer Geschick ankommt und schnell mal ein bisschen Frust aufkommen kann. Speichern kann man sozusagen zu jederzeit sofern man auch genügend Energie hat, die man aber auch für Spezial-Angriffe und um Tore zu öffnen braucht. Mit dieser Energie erstellt ihr dann eine Seelenverbindung und speichert das Spiel nach Bedarf ab. Mit der Zeit kommen auch immer wieder neue Feinde hinzu, die aber nicht wirklich fordernd sind und mit den gesteigerten Fähigkeiten keine grosse Herausforderung mehr darstellen. Da euch das Spiel zudem auch nicht wirklich viel vorgibt, seit ihr bei der Erkundung von Nibel mehr oder weniger auf euch alleine gestellt und entdeckt sogar mit der Zeit verstecke Gegenstände, die euch die Gesundheit oder die Energie verbessern und dann gibt es auch noch versteckte Fähigkeitenpunkte und Lichtgefässe, die euch einen kleinen Bonus auf die Erfahrungspunkte gewähren. So schlägt ihr euch also alleine durch den Wald mit dem Ziel die vier Elemente wiederherzustellen. Dabei trefft ihr immer wieder auf Kuro und auch auf andere Waldbewohner die nicht immer gutmütig sind und dann wäre da auch nicht die nicht gerade freundlich gesinnte Umgebung.

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Das Licht, so wunderschön und strahlend!

Grafisch muss und kann sich Ori einfach nicht verstecken. Was hier abgeliefert wird ist Grafik-und Animationskunst vom feinsten. Sieht die Bilder an und der Rest erklärt sich von selber. Die Unity-Engine setzt die Umgebung wunderschön in Szene und der Wald wirkt einfach nur lebendiger als lebendig. Zwar mag man auf den ersten Blick denken, dass eine solche 2D Grafik heutzutage nicht mehr zu beeindrucken vermag. Bei Ori and the Blind Forest ist dies aber genau das Gegenteil. Das Parallax-Scrolling funktioniert wunderbar und immer wieder entdeckt man neue Details im Hinter-und Vordergrund. Im Wind wehende Blätter und Gräser, das Leuchten der verschiedenen Lichter bei Nacht und die sanft strahlenden Waldfarben sind einfach nur ein Genuss für die Augen. Hinzu kommen tolle Staubpartikel-Effekte und Sonnenstrahlen, die sich durch die Walddecke zum Boden hindurch drücken. Das Gesamt-Ergebnis ist einfach nur wunderschön und hier merke ich gleich , dass wir in einem Test selten so viel mal das Wort „wunderschön“ gebraucht haben. Aber das ist Ori and the Blind Forest nun mal ein wunderschöner fordernder Plattformer. Die verschiedenen Gebiete sind sehr abwechslungsreich gestaltet und ihr besucht im Spiel eine Waldsenke, ein leerer Baumstamm, einen Sumpf, ein Nebenwald, ein Berggebiet und viele andere Orte. Es geht sogar unter die Wasseroberfläche! Alle Gebiete sind aber liebevoll und wunderschön gestaltet und versprühen einen Hauch von Detailverliebtheit, wenn man genauer hinschaut. Ori selber und seine Angriffe und Fähigkeiten sind toll animiert und man verliebt sich gleich vom ersten Moment an in das kleine leuchtende Kerlchen und auch die wenigen Zwischensequenzen können sich echt sehen lassen.

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Ein Genuss für die Ohren

Neben der tollen Grafik gehört auch die sehr gelungene Musikuntermalung zu den Elementen, die Ori and the Blind Forest so gut machen. Die Orchester Melodien passen in jedem Moment bestens zum Spiel und auch das nicht gerade viel geredet wird tut dem Spiel sehr gut. Dramatische und traurige Momente werden erst durch die harmonische Musik zu einem gefühlsergreifendem Gesamtbild das gleich fast jeden berührt. Wenn es im Spiel dann mal ein wenig hektischer zugeht passt sich auch die Musik rhythmisch sehr gut an und bringt Spannung in das Geschehen. Die Titelmusik ist bei den Gamern sogar so gut angekommen, dass ihr diese bereits hier gratis downloaden könnt.

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Ich bin das Licht!

Hüpfen, klettern, greifen, und ab in die Luft! Die Steuerung von Ori geht mit ein wenig Übung klasse von der Hand. Anfangs hat man zwar noch seine Schwierigkeiten und tut sich dann vielleicht mit neuen Fähigkeiten ein bisschen schwer. Das ganze ist aber wie gesagt eine reine Übungssache. Gegen Ende des Spiels werdet ihr sogar wie ein Zirkuskünstler durch die Gegend streifen. Um hier aber das volle Mass von Ori’s Fähigkeiten zu nutzen müsst ihr im Spiel voranschreiten und euch neue Fähigkeiten ergattern. Erst durch diese erlernt ihr wie man an der Wand klettert, den Doppelsprung einsetzt, eine kleine Explosion auslöst oder Gegner als Sprunghilfe benutzt durch die geniale Fähigkeit „Stossen“. Aber auch eine gefundene Feder verleiht euch die Fähigkeit, euch über kurze Distanzen gleiten zu lassen. Hier kommt dann auch ein wenig der Fähigkeitenbaum ins Spiel. Dieser ist sehr ausgewogen und lässt euch in drei Kategorien allgemeine Fähigkeiten verbessern. Über den ersten Ast verbessert ihr so eure Kampffähigkeiten, über den zweiten verbessert ihr die Nutzungsfähigkeiten wie, dass euch Gegenstände auf der Karte angezeigt werden und der dritte Ast gibt euch Effizienzfähigkeiten, wie länger unter Wasser atmen zu können und am Ende sogar den dreifach Sprung. Durch diese Fähigkeiten kommt auch ein sehr abwechslungsreiche Gameplay Mischung ins Spiel. Mal braucht ihr in einem Gebiet die Fähigkeit „Stossen“ um überhaupt voran zu kommen und in einem anderen Gebiet kommt es sehr auf eine gute Denkweise an, wenn auf einmal die Schwerkraft nicht mehr so funktioniert wie sie sollte. Hier sollte man dann auch erwähnen das Ori and the Blind Forest obwohl es hübsch und einfach aussieht nicht gerade ein Spiel für Anfänger ist. Gewisse Abschnitte sind sogar richtig schwer und bringen schnell mal ein bisschen Frust mit sich, wo dann auch das sterben und nochmal versuchen schnell zur Gewohnheit wird um dann doch noch irgendwann nach 6-8 Stunden das Ende des Spiels zu erleben. Dadurch, dass man aber selber entscheidet wann man speichert und durch die kurzen Abschnitte bleibt das Spiel immer fair und trotzdem fordernd.

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Unser Fazit

92 %

Ori and the Blind Forest macht als Plattformer einfach alles richtig. Der Schwerpunkt liegt auf dem Springen und Rennen aber auch mal kurz einen Feind zu beseitigten geht gut von der Hand. Die Steuerung ist einfach und präzise und dann wäre da doch die atemberaubende Grafik, die nicht durch technische Brillianz glänzt sondern durch das tolle wünderschöne Artdesign und die Liebe fürs Detail. Hinzu kommt eine der besten Musikuntermalung der Videospielgeschichte, denn die Musik ist einfach nur rhythmisch, gefühlsvoll und stimmig gemacht und passt in jedem Moment zu Spielgeschehen. Die Liste lässt sich durch einen durchdachten Fähigkeitenbaum, eine einfache und herzergreifenden Story und einen niedlich Haupt-Protagonisten ergänzen. Das einzige was man dem Spiel zur Last werfen kann ist die ein wenig zu kurze Spieldauer und das man es als Einsteiger nicht gerade leicht hat und mit Frustmomenten rechnen muss. Alles in allem ist Ori and the Blind Forest aber eines der besten und schönsten Spiele in seinem Genre und ist die 20 Euro auf jeden Fall wert.

Pro

  • + Fantastische und wunderschöne 2D-Grafik
  • + Niedlicher Protagonist
  • + Passende und wunderschöne Orchester Musikuntermalung
  • + Exakte Steurung
  • + Rührende märchenhafte Story
  • + Fordender aber fairer Schwierigkeitsgrad
  • + Abwechselnde Umgebungen
  • + Viele tolle Fähigkeiten
  • + Geniales Speichersystem
  • + Abwechslungsreiche Rätsel

Kontra

  • - Keine richtigen Bosskämpfe
  • - Schwere Flucht-Abschnitte
  • - Zu kurze Spielzeit
  • - Kein Schnellreise-System

Unsere Bewertung

Grafik
 
92 %
Sound
 
94 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
94 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
91 %

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