Outland - Test / Review - insidegames
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Outland – Test / Review

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Veröffentlicht 3. Mai 2011 | 2:08 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 30. November 2016

outlandtitel

Bei der Entwicklung des 800 MSP teuren Arcadespiels Outland stand wohl ein bestimmtes Motto im Raum: „Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht“. Eigentlich alle Elemente von Outland kennt man irgendwoher. Das 2D-Plattforming erinnert frappierend an einen bekannten Prinzen, das Element der zwei Farben gab es doch auch schon mal in einem Shoot’em Up, der Levelaufbau erinnert stark an einen Nintendo-Klassiker mit einer taffen Heldin und der Grafikstil erscheint auch merkwürdig vertraut. Wurden hier nur schamlos bekannte Spielelemente verwurstet? Oder hat Outland dennoch seine eigenständige Daseinsberechtigung?

Von Licht und Dunkelheit

Storytechnisch präsentiert sich Outland leider ziemlich schwach auf der Brust, was auch einer der Hauptkritikpunkte ist. Man begleitet einen namenlosen und schwertschwingenden Menschen. Ihm gegenüber stehen zwei bösartige Göttinnen, jeweils repräsentiert durch die Farben Weiss und Rot. Viel mehr bietet die Story auch nicht, denn ausser kurzen Texteinblendungen am Anfang der Level wir gar nicht auf die Geschichte eingegangen. Dadurch fehlt Outland eine gewisse Konstante. Es scheint wie eine Aneinanderreihung von möglichst spielbaren Levels und nicht wie ein Spiel aus einem Guss. Eigentlich wäre die Prämisse hinter Outland da und gar nicht so schlecht, doch das vorhandene Potential wird kaum genutzt.

outland-screenshot-01

Innovation mal anders

Wie in der Einleitung schon geschrieben, verbindet Outland viele bekannte Spielelemente aus den verschiedensten Genres. Das Grundgerüst bietet klassisch 2D-Plattforming wie in den alten Zeiten bei Prince of Persia. Man springt über Plattformen, meistert den Wandsprung und zerhackt Gegner mit dem Schwert. Ein wichtiges Element das sowohl bei den Kämpfen als auch bei den Jump & Run Sequenzen Einsatz findet, ist der Wechsel zwischen den Farben Weiss und Rot. Früh im Spiel erhält man die Möglichkeit, jederzeit zwischen den beiden Zuständen zu wechseln. Bei den Sprungsequenzen gibt es oft Plattformen die nur reagieren, wenn man sie mit der richtigen Farbe betritt. Erst dadurch werden sie aktiviert, ansonsten springt man einfach durch sie durch. Auch bei den Kämpfen ist es wichtig immer die richtige Farbe ausgewählt zu haben. Trifft man beispielsweise auf eine weisse Spinne, muss man diese im roten Zustand treffen um ihr überhaupt Schaden zufügen zu können. Dieses Zwei-Farben System stammt aus dem Shoot’em Up Ikaruga. Wie im Vorbild kann man mit der richtigen Farbe auch Schüsse der gleichen Farbe absorbieren ohne selbst dabei Schaden zu nehmen. Hagelt es also rote Schüsse, muss man selbst im roten Modus sein damit man unbeschadet die Schüsse durchqueren kann. Sobald der Bildschirm mit den verschiedenfarbigen Kugeln gefüllt ist und man ausserdem die richtige Farbe haben muss um Plattformen zu aktivieren, muss man flinken Finger und höchste Konzentration vorweisen um unbeschadet die Situation zu überstehen.

Ganz im Allgemeinen ist Outland nichts für schwache Nerven. Kontrollpunkte sind spärlich gesät und die Sprungpassagen erfordern ordentliches Timing. Das Spiel wird aber selten unfair, wodurch die Motivation immer hoch bleibt. Spektakulär sind die Kämpfe gegen die Bossgegner. Diese sind meist bildschirmfüllend gross, wodurch die eigene Spielfigur zu einem Winzling verkommt. Hier zeigt sich der knifflige Schwierigkeitsgrad erst recht. Oft muss man zuerst die Angriffsmuster des Bosses analysieren um ihm im richtigen Moment Schaden zufügen zu können. Da es innerhalb der Kämpfe keine Kontrollpunkte gibt, können die Kämpfe schnell leicht frustrierend werden da man immer vom Anfang an starten muss. Neben den Anleihen von Ikaruga und Prince of Persia, haben sich die Entwickler ebenfalls bei den Metroid-Spielen bedient. Im Spielverlauf lernt man immer wieder neue Fähigkeiten wie z.B. den Bodenstampfer. Damit kann man poröse Böden ganz leicht pulverisieren um Zugang zu den Kammern darunter zu erlangen. Oft gibt es solche versteckten Wege jedoch schon bevor man die Fähigkeit erlernt, wodurch es oft angebracht ist noch einmal den Weg zurück zu nehmen um versteckte Sammelgegenstände zu finden.

outland-screenshot-02

Spielerisch ist Outland eine echte Perle. Der Einstieg ins Spiel ist noch relativ simpel gestaltet während man die Grundlagen des Spiels erlernt. Schnell steigert sich der Schwierigkeitsgrad jedoch, weshalb man bald echtes Geschick an den Tag legen muss um die Passagen zu meistern. Die Steuerung leistet jedoch hervorragende Arbeit, denn sobald man sich damit zu Recht findet kann man in Höchstgeschwindigkeit über Plattformen rasen und zwischen den Wänden umherspringen. Die Steuerung ist dabei genau und fühlt sich unglaublich flüssig an. Neben der Einzelspielerkampagne kann man sich auch im Coop-Modus an die Levels wagen. Leider ist dieser nur online verfügbar und nicht lokal, was das Vergnügen doch ziemlich schmälert.

Wunderschön verspielte Optik

Die zweidimensionale Darstellung von Outland kommt im ersten Augenblick sehr minimalistisch und farblos daher. Erst auf den zweiten Blick entfaltet sie ihre wahre Schönheit. Die Grafik ist detailliert gestaltet und verzichtet auf ein grosses Farbspektrum. Der Grossteil des Spiels ist in Schwarz oder eher trüben Farben gehalten. Die Levels und die Spielfigur an sich sind in Schwarz gehalten, während im Hintergrund grüne, blaue oder braune Töne zu sehen sind. Das Thema der Zwei-Farben hat aber auch grossen Einfluss auf die Grafik. Denn die weissen und roten Schüsse, Gegner und Fallen verleihen der Umgebung einen besonderen Look. Es ist schwer zu beschreiben, weshalb die Demo eine grosse Empfehlung bekommt, denn nur so bekommt man einen richtigen Eindruck wie das Spiel in Bewegung aussieht. Musikalisch gibt es nur sphärische Klänge zu hören, die das Spiel perfekt untermalen.

outland-screenshot-03

 

Unser Fazit

90 %

Outland ist eine echte Perle und sowas wie ein kleiner Geheimtipp. Für einen kleinen Preis erhält man ein spielerisch hervorragendes Arcadegame, das auch mit einer besonderen Atmosphäre aufwarten kann. Negativ fallen nur die lahme Story und der fehlende, lokale Coop auf. Das Spiel ist aber nichts für jemanden mit schwachen Nerven, denn die Kontrollpunkte sind nicht allzu oft anzutreffen und die Sprungpassagen werden im Spielverlauf richtig haarig. Wer jedoch auf anspruchsvolle 2D-Plattformer steht, kommt sowieso nicht um diesen Titel herum. Obwohl hier viele Elemente aus bekannten Spielen vermischt werden, verdient Outland dennoch seine Existenz durch eine spielerisch geschickte Verbindung von eben diesen Elementen. Outland ist kein Abklatsch der erwähnten Spiele, sondern ist ein eigenständiges und komplettes Spiel.

Pro

  • + Perfekt funktionierende Steuerung
  • + Stimmungsvoll gestaltete Welt
  • + Geniale Gameplaymischung
  • + Forderende Jump&Run Sequenzen
  • + Beeindruckende Bosskämpfe
  • + Fordernder aber nicht unfairer Schwierigkeitsgrad

Kontra

  • - Kaum vorhandene Hintergrundgeschichte
  • - Kein lokaler Coop-Modus
  • - Teilweise zu viel Trial&Error Passagen
  • - Für gewisse Spieler vielleicht zu schwer

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
60 %
Spielspaß
 
80 %

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Kommentare

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